Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen...

 
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Erwachsene Kinder von Alkoholikern -> Seite 10
Was soll ich tun??   •    Umgang Vater Alkoholiker  
Autor Nachricht
julles
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.02.2010
Beiträge: 6
Alter: 24

BeitragVerfasst am: 23.02.2010, 22:16    Titel: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr Lieben,
da bin ich nochmal,muss mir gerad einfach mal den Frust von der Seele schreiben...War den ganzen Tag bei meiner besten Freundin und ihrer Familie und hatte einen super schönen Tag,da komm ich Nachhause und was erwartet mich??meine total besoffene Mutter über alles fluchend in der Küche,sie fragt nicht mal wies mir geht wie mein Tag war,will nur das ich mir ihren Frust anhöre und das wars!Es ist so schrecklich zu sehen,dass sich sogar die Mutter meiner Freundin wesentlich mehr für mich interessiert und ich mich dort wohler fühle als hier:(.Wir wohnen hier zu zweit,aber ich bin fast immer allein hier,weil sie zu keinem "normalen"Gespräch mehr in der lage ist,immer nur frust schieben,motzen und im Bett liegen...zum kotzen!!und dann diese Traurigkeit und Leere wenn man aus einer schönen Familie hierher kommt und sich niemand mehr interessiert.Am liebsten würd ich einfach gehen und sie in ihrem *** untergehen lassen,aber ich schaffe es einfach nicht,ich würde mir nie verzeihen wenn dann etwas passiert...ich weiss einfach nicht mehr weiter,sie zieht mich immer weiter mit runter!!
Nach oben
julles hat zum Thema: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... geschrieben
kossi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.01.2010
Beiträge: 325
Alter: 48
Wohnort: südlich von münchen

BeitragVerfasst am: 23.02.2010, 23:42    Titel: Re: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo julles!
Bin selbst Alkoholiker, seit 2 Jahren trocken.
Lass Dich von Deiner Mutter, nicht runterziehen. Schütze Dich selbst. Hol Dir bei einer Suchtberatung, Hilfe. Dort findest Du auch als Angehöriger Hilfe. Auf alle Fälle mußt Du Deiner Mutter ein Ultimatum setzen. Entweder sie macht etwas gegen ihre Sucht oder Du bist weg. Ich weis aus eigener Erfahrung, ohne Druck macht sie nichts.
Wenn sie dann immer noch nichts macht, dann gehe. Dann brauchst Du auch kein schlechtes Gewissen haben.
Ich wünsche Dir alles gute und viel Glück, Wolfgang!
Nach oben
kossi hat zum Thema: Re: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... geschrieben
kimmik
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 07.02.2010
Beiträge: 28
Alter: 36
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 24.02.2010, 01:04    Titel: Re: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Jullis,
leider ist es für uns Kinder alkoholabhängiger Eltern eben nicht wie in der Werbung, frei nach dem Motto, weil einfach einfach einfach ist...Im Gegenteil, ist ist schwer und wird mit der Zeit immer schwerer! Seit wievielen Jahren trinkt Deine Mutter schon? Was ist mit dem Rest Deiner Familie? Dein Dad? Du gehst da unter, ich bin damals mit 15 zuhause ausgezogen, die Athmosphäre bei meiner Mutter war genauso wie Du es schreibst, nur das sie noch dazu extrem emotional ist und ständig nur am weinen gewesen ist...sie hat uns Kindern immer gesagt, wie seien das wichtigste in ihrem Leben und was wäre sie ohne uns...Ein Kind kann sich gegen soetwas nicht zur Wehr setzen, wir halten also aus, fangen auf und versuchen unseren Elternteil zu schützen, zu beschützen ...doch wir zerbrechen daran und keinen interessiert das! Da kommt niemand mit nem orden vorbei, keiner der uns aus unserer Rolle entlässt!
Vermutlich musstest Du auch schon sehr früh lernen auf dich alleine gestellt zu sein...ich kann dir nur einen Rat geben, versuche den Schritt zu gehen, ziehe aus!
Alles was danach kommt, wird emotional aufreibend genug werden!Vielleicht kannst Du bei Freunden unterkommen oder in ne WG ziehen...aber Du musst für dich jetzt aktiv werden!
Du bist erst 21 Jahre alt, unterschätze die Situation zuhause nicht, bewerte sie nicht zu hoch..1. duch das Verhalten deiner Mutter, durch diese scheiß Sucht ist sie dazu in der Lage, dich emotional völlig zu zerstören und 2. selbst wenn Du bei ihr bleiben würdest, du kannst sie nicht retten, sie nicht vom trinken abhalten! Vielleicht besteht tatsächlich noch sowas wie ein winziger Hauch von Hoffnung, wenn Du gehst, Du könntest deiner Mutter einen Brief schreiben, in dem Du ihr genau deine Gefühle, Deine Hilflosigkeit Deine Ängste mitteilst und ihr auch klar machst, dass Du darum gehst!
Vermutlich ist sie sich nicht einmal mehr darüber im Klaren was sie Dir antut. Du brauchst dringend Hilfe, professionelle meine ich! Es gibt den Sozialpsychiatrischen Dienst, SHG und Therapeuten an die Dich Dein Hausarzt überweisen kann...egal was, aber Du musst jetzt etwas verändern!
Ich habe den Absprung von meiner Mutter bis heute nicht hinbekommen, jedenfalls nicht emotional, gerade sind mein Bruder(22) und ich dabei uns um eine gerichtliche Betreuung für meine Mutter zu kümmern, damit wir Abstand schaffen zwischen uns! Wir sind beide völlig am Ende! Nun habe ich seit 3,5Wochen keinen Kontakt mehr zu ihr, ständig ruft sie auf meinem Handy an und ich gehe nicht ran...es zerreißt einen, aber es würde mich noch mehr zerreißen, wenn ich sie ständig hören oder sehen würde!
Darum ist so ein eigener Schutzraum, sprich eigene Wohnung oder WG Zimmer so wichtig!
Ich schicke Dir ganz ganz viel Kraft...Kopf hoch und durch...Liebe Grüße KIM
Nach oben
kimmik hat zum Thema: Re: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... geschrieben
julles
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 21.02.2010
Beiträge: 6
Alter: 24

BeitragVerfasst am: 24.02.2010, 01:27    Titel: Danke! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen lieben Dank euch beiden,ich werde mir beide ideen,die mit dem Brief und die des Ultimatums mir zu Herzen nehmen...man denkt halt immer sie kommt zur Vernunft,letzte Woche hatte sie sogar einen Kliniktermin,aber dann wird man doch nur wieder enttäuscht!Das schlimmste ist,dass ich sogar schon ausgezogen bin,bin nur während der Semesterferien hier und an den we,aber den richtigen Absprung schaffe ich einfach nicht,da sie mich auch immer anruft und ich mich schon so fühle als wäre ich die Mutter.Ich könnte zwar im Moment zu meinem Vater,aber der kann sie einfach nicht leiden und versteht mich nicht,er hilft mir da auch nicht wirklich bei,zudem hab ich nie bei ihm gelebt und hasse meine Mutter dafür,dass sie mich hieraus ekelt und ich in eine fremde Umgebung soll...aber ich denke ihr habt recht,ich muss es endlich durchziehen.Morgen rufe ich auch in der Beratung an!
Richtig fest,also ca. jeden Abend trinkt sie jetzt seit 3 Jahren und es wird immer mehr,aber sie findet immer ausreden und meint sie wäre ja nicht schon morgens bsoffen oder würde zittern (ich denke aber das macht keinen Unterschied).Es ist dann jeden Abend ein Nervenkitzel,ob sie ausflippt und mich beschimpft und als Sündenbock nimmt oder einfach nur vorm Laptop sitzt und trinkt,am nächsten Morgen wird da mittlerweile nicht mal mehr drüber gesprochen oder sich entschuldigt,einfach ätzend!
Ich hoffe ich schaffe es standhaft zu bleiben,das schlimme ist,dass ich sie einfach nicht hassen kann,weil sie zwichendurch auch super lieb ist und früher auch nicht so war,aber das schlechte überwiegt einfach nur!!
Vielen Dank nochmal,wünsche euch auch weiterhin viel Kraft,LG
Nach oben
julles hat zum Thema: Danke! geschrieben
kossi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.01.2010
Beiträge: 325
Alter: 48
Wohnort: südlich von münchen

BeitragVerfasst am: 24.02.2010, 12:39    Titel: Re: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo julles!
Mach Deiner Mutter klar das Du sie liebst, wenn sie trocken ist, aber die Betrunkene Person hast. Als Alkoholiker, ist man eine gespaltene Persönlichkeit, es gibt die Person die einen klaren Kopf hat und lieb ist und die Betrunkene die wie Mister Hyde ist. Du mußt ihr klar machen, dass Du nur noch zu Ihr kommst wenn sie endlich eine Entgiftung macht und sie sich Hilfe holt. Sonst mußt Du sie fallen lassen, so schwer es auch ist.Ich weis wie es ist, mit güte kommst Du nicht weit.
Schau auf Dich, denn wenn Du Dich runterziehen lässt, kannst Du ihr gar nicht mehr helfen.
Ich wünsche Dir alles gute, Wolfgang!
Nach oben
kossi hat zum Thema: Re: man will am liebsten nicht mehr Nachhause kommen... geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Erwachsene Kinder von Alkoholikern Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1


Ähnliche Beiträge
Thema Forum

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Behandlung
Behandlung
Alkohol
Alkohol
Essstörungen
Essstörungen
Für Angehörige
Für Angehörige
Psychotherapie
Psychotherapie


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de