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Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat!

 
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Phoenix85
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 21.02.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 14:09    Titel: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ihr Lieben!

Ich habe zunehmend ein Problem mit dem Trinkverhalten meiner Mutter! Seit nunmehr vier Jahren (wenn nicht sogar länger) trinkt meine Mutter täglich (immer Nachts vor dem Schlafengehen) durchsnittlich 0,5 bis 0,75 l 10%igen Rosé! Ich weiß, dass bei der Diagnose "Alkoholismus" nicht etwa die Menge, sondern die Regelmäßigkeit ausschlaggebend ist.

Weil ich mich in den letzten Wochen intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe, habe ich sie mal darauf angesprochen! Sie leugnet natürlich alles! Sie habe kein Problem und sei sich der Verantwortung die sie hat bewusst (ich habe eine kleine Schwester im Alter von 5 Jahren). Als ich nicht locker ließ, wurde sie zunehmend aggressiv in ihrem Ton! Ich hab's dann aufgegeben, weil ich einfach nicht zu ihr durchdringen kann.

Ihr solltet aber noch wissen, dass sie nie "besoffen" ist. Ich gehe mal davon aus, dass sie ein sogenannter "funktionierender Alkoholiker" ist. Sie kommt mit dem Haushalt klar, kocht, putzt, kümmert sich um meine kleine Schwester und ist auch sonst nicht auffällig.

Leider hat sie keine Freunde, bezieht HartzIV und scheint mit ihrem derzeitigen Leben überhaupt nicht zufrieden zu sein! Da sie nicht besonders viel Kontakt zu ihrer Familie (meine Oma, meine Tanten, Onkels usw.) hat und da diese meine Mutter bei der Bewältigung des Alltags auch nicht unterstützen, (z.B die kleine betreuen oder am Wochenende mal auf sie aufpassen) hat meine Mutter auch kein soziales Leben. Sie geht nicht aus, kann wie gesagt nicht arbeiten!

Sie lebt eigentlich nur für die Kleine und steckt viel zurück. Das Trinken scheint für sie einen Akt der Beruhigung und des Zurücklehnens zu sein, wenn der Tag gelaufen ist. Ich finde das sehr gefährlich und mache mir Sorgen, da ich nur danebenstehen kann und nicht eingreifen kann.

Wäre schön, wenn ich von den Forenmitgliedern hier verschiedene Einschätzungen bekommen könnte.

Danke!

LG

Phoenix85
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Phoenix85 hat zum Thema: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! geschrieben
Spanijoggel
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Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 8589
Alter: 70
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 18:58    Titel: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Phoenix85 hat Folgendes geschrieben:
Hallo Ihr Lieben!

Ich habe zunehmend ein Problem mit dem Trinkverhalten meiner Mutter! Seit nunmehr vier Jahren (wenn nicht sogar länger) trinkt meine Mutter täglich (immer Nachts vor dem Schlafengehen) durchsnittlich 0,5 bis 0,75 l 10%igen Rosé! Ich weiß, dass bei der Diagnose "Alkoholismus" nicht etwa die Menge, sondern die Regelmäßigkeit ausschlaggebend ist.

Weil ich mich in den letzten Wochen intensiv mit diesem Thema beschäftigt habe, habe ich sie mal darauf angesprochen! Sie leugnet natürlich alles! Sie habe kein Problem und sei sich der Verantwortung die sie hat bewusst (ich habe eine kleine Schwester im Alter von 5 Jahren). Als ich nicht locker ließ, wurde sie zunehmend aggressiv in ihrem Ton! Ich hab's dann aufgegeben, weil ich einfach nicht zu ihr durchdringen kann.

Ihr solltet aber noch wissen, dass sie nie "besoffen" ist. Ich gehe mal davon aus, dass sie ein sogenannter "funktionierender Alkoholiker" ist. Sie kommt mit dem Haushalt klar, kocht, putzt, kümmert sich um meine kleine Schwester und ist auch sonst nicht auffällig.

Leider hat sie keine Freunde, bezieht HartzIV und scheint mit ihrem derzeitigen Leben überhaupt nicht zufrieden zu sein! Da sie nicht besonders viel Kontakt zu ihrer Familie (meine Oma, meine Tanten, Onkels usw.) hat und da diese meine Mutter bei der Bewältigung des Alltags auch nicht unterstützen, (z.B die kleine betreuen oder am Wochenende mal auf sie aufpassen) hat meine Mutter auch kein soziales Leben. Sie geht nicht aus, kann wie gesagt nicht arbeiten!

Sie lebt eigentlich nur für die Kleine und steckt viel zurück. Das Trinken scheint für sie einen Akt der Beruhigung und des Zurücklehnens zu sein, wenn der Tag gelaufen ist. Ich finde das sehr gefährlich und mache mir Sorgen, da ich nur danebenstehen kann und nicht eingreifen kann.

Wäre schön, wenn ich von den Forenmitgliedern hier verschiedene Einschätzungen bekommen könnte.

Danke!

LG

Phoenix85



Hallo Pphoenix!

Bin glaub etwas blind, aber finde den Antwort-Knopf nicht unter Deinem Post.

Also: Regelmässiger, täglicher Alkoholkonsum ist meiner Meinung nach Alkoholismus.
Wenn Deine Mutter ihren Roségenuss auch noch verteidigen muss sieht das noch mehr nach Sucht aus. 75 dl sind ja eine Flasche.
Wie Du sagst, es ist nicht die Menge die es ausmacht.


Sie kann sich noch um ihre Tochter kümmern, das ist gut.
Die Krankheit kann aber weiter schreiten.

Habt Ihr einen Hausarzt? Aus meiner Sicht wäre es das Beste, wenn sie mit einem Arzt sprechen könnte, der sich mit Suchtkrankheiten auskennt.
So wie Du die Lage beschreibst wird das nicht leicht sein.

Ich wünsche Dir die Kraft und die Geduld, die Du jetzt sicher brauchst !

Herzliche Grüsse
Yvonne
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Spanijoggel hat zum Thema: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem geschrieben
Phoenix85
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 21.02.2010
Beiträge: 3

BeitragVerfasst am: 22.02.2010, 21:51    Titel: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke für deine Einschätzung Yvonne. Also regelmäßig ist der Konsum schon, aber sie kann auch mal drei vier Tage ganz aussetzen! Das hat sie letztens zumindest mal gemacht! Was das aber jetzt über ihre Abhängigkeit aussagt, weiß ich nicht! Also die Menge ist in den Jahren auch immer gleich geblieben! Mal trinkt sie nur zwei Gläser und dann gibt es auch mal Tage an denen sie schon mal einen halben Liter trinkt! Ganz selten mal mehr! Aber noch nie über eine Flasche hinaus! Das Problem ist zudem noch, dass sie dann raucht wie ein Schlot! Das kommt noch dazu!

Mit dem Hausartzt wird sie wohl nicht reden! Das wäre ja ein Geständnis, dass sie ein Problem hat!

Ich dachte da eher daran, einen Suchtberater spontan nachhause einzuladen! Es gibt doch auch solche, die Hausbesuche machen, oder? Wäre das zu hinterücks? Weil ich bin mit meinem Latein am Ende! Ich habe um ehrlich zu sein auch keine Lust mehr sie darauf anzusprechen, nur um dann wieder auf Granit zu beißen! Was das Thema angeht, resigniere ich mehr und mehr!

Vielleicht kann ich ja auch mit ihrem Hausartzt reden, der sie dann bei ihrem nächsten Termin mal darauf anspricht! Weil ich bin ihr ja zu "paranoid"! Vielleicht hört sie ja auf jemanden, der täglich professionell mit Süchtigen zu tun hat!

Ich denke mir manchmal auch, dass ich es eventuell übertreibe und das sie wirklich nur Genusstrinkerin ist! Sie weist ansonsten ja nicht die typischen Alki-Symptome auf! Sie ist nie besoffen und erledigt alle Aufgaben, erzieht wie gesagt die Kleine und fällt nicht auf! Ich weiß, eine Ferndiagnose kann ich euch nicht abverlangen aber wäre euch trotzdem verbunden, wenn hier mehr Beiträge geschrieben werden könnten!

Vielleicht bin ich einfach nur zu empfindlich...
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Phoenix85 hat zum Thema: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14430
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 22.02.2010, 22:17    Titel: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Phoenix,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Meine Mutter ist seit Jahrzehnten heimliche Spiegeltrinkerin, der Schein wird gewahrt, alles funktioniert so einigermaßen. Sie hat uns Kinder irgendwie großgekriegt. Irgendwie... Die Sucht wurde uns Kindern vorgelebt, wir haben sie verinnerlicht und sind alle süchtig geworden. Damit habe ich heute reichlich zu tun, da auszumisten, was nicht Meins ist.

Wenn deine Mutter keine Einsicht zeigt, dann kann nichts und niemand sie Trockenlegen. Sie "darf" trinken, das ist ihre Entscheidung. Für deine Mutter kannst du nichts tun, wenn sie das nicht möchte.

Vielleicht läßt du dich mal bei einer Suchtberatungsstelle bei dir vor Ort beraten wegen deiner Schwester. Auch das Jugendamt ist ein sehr guter Ansprechpartner.

Lieber Gruß, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! geschrieben
kossi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.01.2010
Beiträge: 325
Alter: 48
Wohnort: südlich von münchen

BeitragVerfasst am: 04.03.2010, 12:13    Titel: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Phoenix,
Geh in eine Suchtberatung in Deiner nähe, dort wirst Du fachmännisch beraten. Ich bin selbst trockener Alkoholiker und weis das ich sofort auf Stur geschaltet hätte wenn mir einfach ein Suchtberater hingesetzt worden wäre. Deine Mutter muß selbst zur Einsicht kommen , dass sie ein Alkoholproblem hat. Rede mit ihr darüber und mach ihr klar, dass Du Angst hast. Auf alle fälle hilf ihr nicht beim besorgen von Alk., zeig ihr Deine Ablehnung vom Alkohol.
Viel Glück und Kraft, Wolfgang!
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kossi hat zum Thema: Re: Habe den Verdacht, dass meine Mutter ein Alkoholproblem hat! geschrieben

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