| Von einem Tag auf den anderen war alles anders... • Korsakow - wie geht es nun weiter, bitte um Hilfe |
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Promise_me neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.02.2010 Beiträge: 4 Alter: 32 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 20.02.2010, 13:22 Titel: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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Hallo zusammen,
ich hab jetzt einfach mal den Text aus meiner Vorstellung kopiert. Hoffe das ist okay so.
Nachdem ich viel über Alkoholsucht, deren Folgen und Co-Abhängigkeit gegoogelt habe, bin ich auf dieses Forum gestossen.
Mein Freund und ich sind seit 9 Monaten zusammen und seit 6 Monaten wohnen wir auch in einer gemeinsamen Wohnung.
Seit Mittwoch befindet er sich im stationären Entzug. Ich weiss, dass es gut für ihn ist und ich hoffe auch, dass er dort die Hilfe bekommt, die er braucht.
Nur mir geht es total mies. Ich könnte nur noch weinen. Habe das Gefühl ihn verloren zu haben. Ich weiß nicht wie ich mich ihm gegenüber nun verhalten soll.
Unser Kontakt ist eher gering. Morgen will ich ihn eigentlich besuchen, aber ich weiß nicht, ob ich das schaffe.
LG,
Lisa |
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| Promise_me hat zum Thema: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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ossi2 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.10.2009 Beiträge: 82 Alter: 48 Wohnort: Nordwesten
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Verfasst am: 20.02.2010, 13:59 Titel: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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Hallo Lisa,
erst einmal darf ich dich hier, in diesem Forum herzlich begrüßen!
Gut, dass du uns hier gefunden hast. Hier kannst du dich austauschen, über all die Dinge, die dich beschäftigen. Und lesen musst du - ganz viel - hier findest du so viele, unterschiedliche Lebensgeschichten, aus denen du den einen oder anderen Hinweis oder Rat entnehmen kannst.
Ich bin auch noch nicht lange in diesem Forum. Doch ich habe schon so viel hier lernen können.
Nur zu!
Du hast geschrieben, dass dein Freund zur Entgiftung in der Klinik ist...
Und du bist so traurig... Warum??? Warum hast du das Gefühl ihn zu verlieren?
Wußtest du, dass er alkoholkrank ist, als ihr euch kennengelernt habt?
Ich verstehe nicht, warum du dich so mies fühlst.
Du weißt, dass der Klinikaufenthalt gut für ihn ist - weißt du auch, was gut für dich ist???
Was möchtest du? Für dich?
Warum siehst du nicht, welch große Chance sich für euch auftut. Er hat sich auf den Weg gemacht - raus aus der Sucht.
Lisa, geh DEINEN Weg! Nicht hängen lassen!
LG ossi |
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| ossi2 hat zum Thema: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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Promise_me neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.02.2010 Beiträge: 4 Alter: 32 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 20.02.2010, 14:56 Titel: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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Hallo Ossi,
danke für deine Antwort.
Ich weiß nicht, ob ich die richtigen Worte finde, um zu beschreiben warum es mir so schlecht geht.
Erstmal vermisse ich ihn total. Wir waren vom ersten Tag an jeden Tag zusammen. Es ist komisch ohne ihn zu Hause.
Wenn man viel Zeit um Nachdenken hat, können Gedanken einem böse Streiche spielen.
Ich habe in vielen Beiträgen gelesen, dass sich die Menschen verändern. Ich denke, dass er in der Therapie feststellt, dass er mich gar nicht liebt.
Und bevor ich verletzt werde, versuche ich mich selbst davor zu schützen. Deswegen überlege ich mich direkt von ihm zu trennen. Selbstschutz sozusagen.
Aber ich liebe ihn doch, da kann ich ihn doch nicht hängen lassen.
Dass er ein Alkoholproblem hat, habe ich nicht sofort gewußt. Er ist/war Bauarbeiter und die trinken ja gerne mal ein Bier. So dachte ich zu Anfang.
Zu einem richtigen Problem hat es sich auch erst entwickelt, als er betriebsbedingt gekündigt wurde und keinen neuen Job fand. Er wußte den ganzen Tag nichts mit sich anzufangen. Ich war auch nicht da und da nahm die Trinkerei immer mehr zu.
Seit gestern abend weine ich andauernd.....
LG,
Lisa |
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| Promise_me hat zum Thema: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 20.02.2010, 15:09 Titel: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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Liebe Promise_me,
darf ich das mal rekapitulieren?
Du überlegst Dir jetzt die Beziehung zu beenden, weil Du davon ausgehst, dass er sie nach dem Entzug beenden wird und das ohne einen schlüssigen Grund sondern rein basierend auf einer Vermutung die Du Dir ausgedacht hast?
Und wie kommst Du darauf? Entschuldige wenn ich ganz offen frage - denkst Du Du bist nur im Suff zu ertragen?
Also um ehrlich zu sein, kann ich diesen verwirrenden Gedankengängen kaum folgen...
Ist es möglich, dass Du ein enormes Selbstwertproblem hast?
Liebe Grüße
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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ossi2 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.10.2009 Beiträge: 82 Alter: 48 Wohnort: Nordwesten
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Verfasst am: 20.02.2010, 15:35 Titel: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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Ja Promise_me,
mir stehen die Fragezeichen genauso auf der Stirn, wie Kaleu.
Und seine Fragen dazu schossen mir auch sofort in den Kopf...
Was soll das denn???
Nun gut, solche Geschichten kann man hier auch lesen, dass der alkoholkranke Partner sich nach seiner Therapie trennt, oder sich so verändert, dass ein Zusammenleben nicht mehr möglich ist.
Aber wieso gehst du davon aus, dass es so auch bei euch sein wird?
Es kann doch nicht sein, dass du denkst, dass ihr nur eine Chance habt, wenn er trinkt!!!
Hallo?!?! Klopf... klopf... klopf....
Denk´nach! Das kannst du nicht wirklich meinen!
Nutze doch lieber die Zeit, in der er nicht da ist, für dich!
Versuche doch einfach mal das Alleinsein zu genießen!
Mache ich auch. Es gibt so viele Dinge, die man nur anstellen kann, wenn man allein ist.
LG ossi |
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| ossi2 hat zum Thema: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 20.02.2010, 15:55 Titel: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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oh, oh,
hallo Lisa,
ich hatte ebenfalls früher dieses Schutzverhalten. Bevor mir weh getan wird, gehe ich - auch um mich selber glücklich zu reden.
Jetzt weiß ich, dass es daran lag, dass ich mich und meine Gefühle der Unsicherheit nicht ertragen konnte. Mir war eine schlechte "Lösung" lieber als meine Gefühle zu ertragen, die einfach unnormal extrem waren, gegenüber einem "normalen" Menschen.
Geändert hat sich das bei mir erst dadurch, dass ich den Weg zu mir fand - ohne Partnerschaft - zumindest ohne meine Wertigkeit und meine Gefühle über einen Partner zu definieren. Nicht der Partner macht mich wichtig, sondern ich selber.
Schön, dass Du Deine Schutzmechanismen kennst, dann kannst Du sie auch be- und verarbeiten - und auch besiegen.
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 20.02.2010, 16:06 Titel: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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Liebe Dagmar,
da bin ich doch arg überfordert jetzt.
Heisst das - als Metapher gesprochen - wenn ich raus gehe könnt es ja regnen. Und bevor mich der Regen, der vielleicht fallen könnte, mich nass macht, geh ich vorher lieber mit Sachen unter die Dusche und geh gleich nass nach draussen weil der Regen mir dann nichts anhaben kann?
Irgendwie will sich mir das nicht erschliessen...
Liebe Grüße
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 20.02.2010, 16:54 Titel: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? |
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Es ist krank Kaleu,
bei mir wir war es ein Angstverhalten, welches sich vermutlich eine Eigendynamik erarbeitet hat. Ja, es ist der Metapher zum Regen.
Nur Regen war für mich erträglich. Das zurück gewiesen werden nicht. Ich denke mal, weil meine Eltern gefühlsmässig recht streng erzogen waren und mein Bruder mir vorgezogen wurde.
Vielleicht wollte das einfach nicht nochmals erleben. Es klingt nicht nur irre - es ist es auch....
Zumal jegliche Fehlinterpretation des Verhalten des anderen sofort diese Schutzmaßnahme auslösen kann. Ich bin froh, dass das für Euch unbekanntes Terrain ist - denn es ist grausames Terrain. Weil diese Handlungen bei mir lange Jahre nicht bewußt abgelaufen sind.
Jetzt halte ich mich aus - ich kann mit meinen negativen Gefühlen leben, somit auch mit dem Gefühl "nicht geliebt" zu werden, denn das kriege ich mittlerweile selber hin Ich fühle mich nicht abgelehnt weil jemand nicht mein "Partner" sein will weil es einfach nicht passt. Früher aber sah ich darin "versagen" "es nicht wert zu sein" und und und
Ja, ja die Menschenseele....
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Freund macht 1. Entzug - und nun? geschrieben
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