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Angst - Problem

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Pauliese
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 21:44    Titel: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,

ich habe mich im Vorstellungsthread vorgestellt und dort auch mein Problem geschildert.
Leider bekomme ich außer der Antwort von Karsten, keine weitere Rückmeldung.
Nun kenne ich mich auch hier noch nicht aus, ist etwas verwirrend, was für bereiche kostenfrei nutzbar sind und welche freigeschaltet werden müssen.
Könnt ihr denn mein Posting im Vorstellungsthread lesen und mir irgendwas dazu sagen?

liebe und ratlose Grüße
Pauliese
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Pauliese hat zum Thema: Angst - Problem geschrieben
Hartmut
Moderator
Moderator


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 13.02.2007
Beiträge: 10069
Alter: 49

BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 21:59    Titel: Re: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Pauliese.
Zitat:
ch habe mich im Vorstellungsthread vorgestellt und dort auch mein Problem geschildert.
Leider bekomme ich außer der Antwort von Karsten, keine weitere Rückmeldung.
der Vorstellungsthread kann aus dem offenen Bereich nicht eingesehen ,oder darin geantwortet werden. Stelle dich hier nochmals mit kurzen Worten vor, um was es geht und warum du da bist , dann wirst du Antworten erhalten. Smilie

Gruß Hartmut
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Hartmut hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
Pauliese
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 19.02.2010, 22:53    Titel: Re: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Hartmut,

dankefür deinen Hinweis, ich habe nun den Text hier rein kopiert, ich bin momentan so durcheinander, ich kann nicht noch mal alles neu schreiben.

LG
Pauliese

Hallo und guten Tag,

ich bin Pauliese, ich selber habe kein Problem im Umgang mit Alkohol, aber ich glaube, dass mein Mann ein rießiges Problem hat.

Ich habe Angst!
Ich weiss nicht was ich machen soll.
Ich hoffe hier auf Hilfe aus Erfahrungswerten.

Nun zum Anfang der Geschichte.

Letzte Woche fand ich durch Zufall eine fast volle Flasche Weinbrand, im Wirtschaftsraum, im Schrank.
Daneben eine leere, andere Sorte.
Erst dachte ich mir nicht soo viel dabei, habe aber, bevor ich dies aus meinem Gedächtnis verdrängte, einen unauffälligen Strich gemacht, wie weit die Flasche noch gefüllt war.
(Ich muss kurz dazu sagen, in diesem Schrank befinden sich Sachen für Hobby-und Freizeitaktivitäten meines Mannes, deshalb bin ich auch vor diesem Vorfall immer davon ausgegangen, dass er die Flaschen dort lagert, um sie bei Geselligkeiten -Hobby, mit Freunden zu teilen)

Am Montag abend, ich habe nicht absichtlich geschaut, jedoch war die Tür kaputt, die auch vorher schon geklemmt hat, sah ich, dass diese Flasche fast vollständig leer war-in der Zwischenzeit GAB es KEINE Aktivitäten.
Ich stellte diese Flasche+die leere sichtbar auf den Tisch.

Immerzu am überlegen, was ich machen soll, ehrlich ich bin so ratlos.

Als mein Mann am Abend von der Arbeit kam, kam er erst gar nicht rein, sondern schippte erst malvöllig angenervt Schnee.
Ich habe nichts gesagt, nur gefragt, weshalb er so schlechte Laune habe.
Er habe keine schlechte Laune...
Er trank ganz "normal" sein Bier 2 Flaschen 0,5L hin und wieder hat er auch mal 3 am Abend getrunken, auf jeden Fall täglich.

Da ich ein gestörtes Verhältnis zum Alkoholkonsum habe- mein Vater war Alkoholiker, versuch ich, nicht ständig darüber zu nölen, obwohl ich es nicht in Ordnung finde.

Nun ist die Flasche weg, er kommt seit einiger Zeit immer mit einer GEÖFFNETEN Flasche Bier ins Haus, ich habe schon vor längerer Zeit gefragt, weshalb er die unbedingt schon drüben öffnen und daraus trinken muss.
Keine Antwort oder so was, weil ich Durst habe.

Im Nachhinein betrachtet, denke ich das das schon ziemlich lange geht.
Ich kann mich erinnern, dass ich mir hin und wieder schon so dermaßen Gedanken gemacht habe, was mit ihm los ist, weil sein Verhalten, Gedächtnis (also ich erzähle was, er gibt mir Antwort, wir führen ein Gespräch zu dem Thema und am nächsten Tag weiss er nichts mehr davon), oder Motorik, beim Essen habe ich mich gefragt, weshalb er so komische, Konzentrierte Bewegungen ausführt, wenn er die Gabel zum Mund führt.

Ich habe schreckliche Angst.
Gestern abend waren wir zum Gratulieren auf einem Geburtstag. Es gab etliche kurze (Schnäpse), dazu Bier, wir waren nicht ganz eine Stunde dort, zu hause angekommen, musste mein Mann noch Sachen packen, sofort hat er sich die schon beim nachhause kommen aufgemachte und angetrunkene Flasche Bier ins Büro geholt und getrunken.
Ich frage ihn was das soll und das ich das nicht verstehe. (habe aber nicht weiter nachgehakt, weil es doch in dem Zustand eh kein vernünftiges Gespräch gibt) Darauf sagte er nur ALLES IST GUT.

Ich merke, wie ich den Halt verliere, was soll ich bloss tun???

Wenn ich dies in einem falschen Bereich geschrieben habe, bitte ich den Moderator meinen Beitrag ins entsprechende Forum zu verschieben.

herzliche Grüße
Pauliese[/i]
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Pauliese hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2894

BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 06:39    Titel: Re: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Pauliese,
es ist auch relativ schwer, Dir etwas zu sagen da jede Geschichte und jeder Hintergrund einer Partnerschaft anders ist - auch die charakterliche Entwicklung beim Trinker.

Der Anfang innerhalb meiner Beziehung dürfte Deinem ähneln, hat sich dramatisch gesteigert und endete in einem Chaos, was aber bei Dir nicht zwangsläufig der Fall sein muss.

Was, meines Erachtens, aber für Dich notwendig wäre Dich zu fragen ob in der derzeitigen Situation die Beziehung so ist, wie sie für Dich o.k. ist. Ist es für Dich denkbar auf der derzeitigen "Ist-Situation" an eine Zukunft zu denken?

Fakt war für mich neben dem Trinken, welches ich als ekelig empfand, die schlechte Laune des Expartners, die sich auch auf mich übertrug. Plötzlich war das was ich oft als Glück oder Freude wahrnahm am Schwinden. Eigentlich funktionierte ich nur noch und überstand einen Tag um den anderen.

So gab es für mich keine Zukunft, so wollte - und konnte - ich nicht leben. Ich persönlich trennte mich (und da lief er erst mal zur knackigen wütenden Form auf) und startete als Arbeitslose ohne Obdach (weil wir ja zusammen gelebt hatten) in eine angsteinflössende Zukunft, in welcher sich alles zum Guten geändert hat.

Finanziell liege ich unter Hartz 4 mit einem schlecht bezahlten Job, der auch nur befristet ist. Aber ich lebe wieder - ich fühle wieder.... Ein zurück gäbe es für mich nicht.....

Wie auch immer, hinterfrage Dich und Dein Leben, Deine Wünsche und nicht seinen Konsum. Ändern kannst Du nur die Details in Deinem Leben, nicht in dem eines anderen.

Viel Kraft wünscht Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5483
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 20.02.2010, 07:28    Titel: Re: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Pauliese,

auch meine Geschichte ähnelt in den Anfängen deiner.

Irgendwann nach einigen Ehejahren fiel mir auf, wie viel und wann mein Exmänne trank, in Situationen, wo ich dachte, hääähh, warum denn das jetzt... Und es musste immer das Feierabendbier und der Schnaps sein Mit den Augen rollen . Zuerst tolerierte ich das, obwohl es mich unzufrieden machte, an Wochenenden hatte er aber immer wieder dolle Abstürze und oft, wenn ich ihn brauchte, war er voll.

Ich konnte es mir zuerst garnicht erklären, wurde aber immer ängstlicher und unsicherer, denn wenn er nüchtern war, erklärte er mir immer mit blumigen Worten, ich würde es mir nur einbilden, ich wäre wohl nicht ganz dicht, sowas zu glauben, ihm gehe es ja gut, er hätte kein Problem... Liste unendlich erweiterbar Traurig .

Ich habe nix weiter getan, als immer unzufriedener und unglücklich zu werden, habe immer mehr versucht, ihn zu kontrollieren, damit es nicht ausartete. Alles drehte sich nur noch um seine Sauferei, irgendwann. Und die wurde immer schlimmer, es wurde immer häufiger, immer exzessiver. Und ich wurde immer unglücklicher, mein Körper wurde immer anfälliger und ich war dauernd krank oder eingeschränkt. Und voller Wut und Trauer, voller Anspannung und schlussendlich ohne Perspektive.

Irgendwann aber wurde mir was klar... Ich sah ein, Exmänne will saufen, ich kann so nicht leben. Ich kann ihn nicht hindern, ich habe so viel Energie dafür verschwendet, um nix zu erreichen. Da endlich sah ich was. Und das sag ich dir jetzt mal...

Es ist dein Leben. In diesem Leben soll es dir gut gehen, darauf hast du ein Recht! Du hast Angst, wovor? Vor der Zukunft, was werden soll? Das kann ich verstehen. Denn wenn du zufrieden leben willst, wirst du Veränderungen und schmerzliche Schritte machen müssen. Das ist schwierig. Also verschwende nicht deine gute Energie damit, Striche an Schnapspullen zu machen oder dauernd ihn zu beobachten. Nutze deine gute Energie für dich. Es gibt doch sicher viele Sachen, die du gerne magst. Spaziergänge, auch bei diesem Mistwetter. Freundinnen treffen, Kaffeeklatsch machen, ein gutes Buch lesen... Liste unendlich erweiterbar Smilie .

Du siehst, es geht hier um dich! Er hat sich wohl, so lese ich es einfach mal aus deiner Geschichte heraus, für das Trinken entschieden. Daran wirst du nichts ändern können. Ändern kannst du nur was für dich. Du kannst es dir so schön als möglich machen in deinem Leben. In kleinen Schritten, jeden Tag ein wenig mehr.

Liebe Grüße
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
Pauliese
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 19.02.2010
Beiträge: 14

BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 01:03    Titel: Re: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Dagmar, liebe Aurora,

herzlichen Dank für eure Zeilen.

Grundsätzlich liebe ich meinen Mann sehr. Es gibt niemanden auf der Welt dem ich mehr vertraue.
Umso erschütterter trifft mich diese Situation.
In großen Teilen kommt mir alles surreal und Albtraummäßig vor.

Es gibt keine eindeutige Situation, nur so schwammige Vermutungen, am Abend, nachdem er von der Arbeit heim kommt.
Er trinkt in Gesellschaft gut mit, aber er ist nicht sturz be....
Zu Gelegenheiten, außerhalb meines Einflussbereichs, z.B. hat er ein Hobby und Freizeitaktivitäten, wo ich nicht mit dabei bin, da habe ich nicht erlebt, dass er am Telefon betrunken auf mich wirkt, wenn wir gute Nacht sagen...
Schlechte Laune kommt nicht oft vor, nur das eine mal, am letzten Montag, als ich die Flaschen auf den Tisch gestellt habe.
Es gab aber weder von ihm noch von mir ein Wort des Kommentars dazu.
Von meiner Seite nicht, weil ich Angst habe.
...mein mühsam aufgebautes sicheres Leben möchte ich nicht verlieren.
Bis ich meinen Mann traf hatte ich wenig Halt und Geborgenheit.

Das kein falscher Eindruck entsteht, ich klammere mich nicht an meine Partnerschaft, bin sehr Eigenständig und habe und brauche Freiraum, wie mein Mann auch, aber natürlich genieße ich das mein Mann für mich da ist und ich mich immer auf ihn verlassen kann. ... bis jetzt

Nun meine Frage, sehe ich Gespenster???
Dramatisiere ich?

Auf der anderen Seite kommen mir etliche Hinweise bekannt vor, z.B.: Bonbons, damit ich die Fahne nicht rieche, kein Gespräch zum Thema um seinen täglichen Alkoholgenuss aufkommen lassen, Bierflasche schon offen und angetrunken, wenn er ins Haus kommt.

Soll ich ein Gespräch suchen und fragen, soll ich meine Vermutungen als Behauptung aufstellen und irgendwelche Maßnahmen meinerseits androhen, wenn er sein Alkoholverhalten nicht ändert???
Was ist denn ratsam und macht denn überhaupt Sinn?

Ich will auf keinen Fall in die Situation geraten, dass ich ständig gucke, ob ich was finde, kontrolliere und mit Argusaugen wache.
Aber zusehen wie alles den Bach runter geht, dass kann ich auch nicht.

gute Nacht und herzliche Grüße
Pauliese
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Pauliese hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
dagmar007
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.05.2008
Beiträge: 2894

BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 07:01    Titel: Re: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Pauliese,
alle Deine Fragen kannst Du nur für Dich beantworten, in dem Du fragst "wie komme ich mit dem entsprechenden Ergebniss/Zukunftsverlauf klar".

Gespräche habe ich persönlich nicht geführt da mein ExLover sich in die Enge gedrängt gefühlt hätte, alles bagatellisiert hätte und dann eben noch heimlicher getrunken hätte.

Noch mehr Bonbons - plötzliches regelmässiges Zähneputzen bei ihm - Verstecke an den unmöglichsten Stellen, alles das kam als schon ein schlimmes Level erreicht war.

Du willst nicht kontrollieren, bist aber durch die Striche an der Flasche bereits an diesem Punkt.
Vertrauen - nun gut, das hatte ich keines mehr, aber auch hier sind ja nicht alle Abhängigen gleich.
Um sich selber zu schützen kam bei uns vieles nicht ans Licht. Aufgewacht bin ich dann als mal der Gerichtsvollzieher oder mal die Polizei da stand.

Drohungen? Nun, wenn sie sofort und ohne Verzug in die Tat umgesetzt werden könn(t)en etwas bringen. Als ich mich zurückzog und sagte "so nicht mehr" wurde eben ganz schnell ein neues Helferlein gesucht - und natürlich auch gefunden Winken

Ich selber habe mittlerweile eine recht krasse Einstellung gewonnen: ist jemand selber einsichtig und kommt von sich aus mit dem Problem dass er trinkt, dann würde ich an Ärzte und Fachleute verweisen und mit gehörigem Abstand sein Leben verfolgen.

Worten und Versprechungen alleine - die auch noch durch eventuelles Auf-/drängen von Gesprächen aus dem Umfeld - resultieren sind ohne Taten "Schall und Rauch".

Ich wünsche Dir viel Glück

Dagmar
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dagmar007 hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
Aurora
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.05.2007
Beiträge: 5483
Alter: 53
Wohnort: Berlin

BeitragVerfasst am: 21.02.2010, 20:44    Titel: Re: Angst - Problem Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Pauliese,

du hast dich hier im Forum angemeldet, weil es dir Probleme macht, das Trinkverhalten deines Mannes. Weil du dir Gedanken darüber machst und dir daran etwas auffällt. Weil es dich beunruhigt. Das sind deine Wahrnehmungen und die sollst du ernst nehmen.

Mit ihm darüber reden, das kannst du machen. Aber da er schlechte Laune hatte, als du ihm die Flasche vor die Nase gestellt hast, zeigt ja irgendwie, dass er da schon auch selbst Probleme sieht, es aber nicht eingestehen will. Er fühlte sich ertappt und kompromittiert! Es wird wohl schwierig sein, durch reden an ihn heran zu kommen.

Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Ich habe dann auch versucht, Gespräche zu führen. Da wurde mir weiß gemacht, ich würde mir alles nur einbilden. Ich würde überreagieren, es völlig falsch verstehen, zickig sein, übergeschnappt undundund... Das ging so lange, bis ich meinen eigenen Wahrnehmungen nicht mehr traute, es mir schon selber einredete, mich nicht so zu haben. Er hatte auch so Lieblingssätze, wie: andere saufen viel mehr, ich trink ja "nur" Bier, die Flasche war garnicht voll, es ist mein erstes heute, die Fahne ist noch von gestern undundund...

Ich war hin- und hergeschleudert zwischen meinen eigenen Wahrnehmungen und seinen Beteuerungen bzw. Ausreden. Ich hab dann geglaubt, was ich glauben wollte, viele Jahre lang. Dass alles nur halb so schlimm wäre, dass ich Wahrnehmungsstörungen hätte, dass ich es schaffen könnte, ihn da loszulösen, vom Alk.

Du kannst ein Gespräch versuchen, um für dich rauszufinden, was deine Wahrnehmungen, dein Bauchgefühl, dir sagen. Mit Androhungen wäre ich vorsichtig, an deiner Stelle. Die kannst du machen, wenn du sicher bist, sie auch durchziehen zu können. Sonst wirst du nach und nach immer unglaubwürdiger werden, er wird dich irgendwann auslachen und sagen: "Haste ja schon tausend Mal gesagt, machste ja eh nicht...!" Mein Exmänne hat es mir auch nicht mehr geglaubt, bis er schwarz auf weiß die Unterschrift auf meinem Mietvertrag sah...

Ich wünsche dir einen schönen Abend und einen guten Wochenstart
Aurora
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Aurora hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben

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