| Hilflos • hilfe durch nichthilfe |
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5483 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 11.03.2010, 09:54 Titel: Re: Angst - Problem |
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Hallo Pauliese,
hm, es ist ziemlich schwierig, dir da was zu schreiben, aber ich versuch's mal. Ich finde es gut, was Gotti dir geschrieben hat, sie trifft damit etwas ziemlich genau.
Es ist doch Fakt, dass du schlechte Gefühle hast. Dass du denkst, es stimmt etwas nicht. Wenn er sein "Sonntagsgesicht" aufsetzt, lässt du dich von diesen Gefühlen sofort wieder ablenken, denkst, es ist nur eingebildet. Hat er sein "Montagsgesicht", um's mal so zu nennen, bist du wieder völlig verdreht und weißt nicht, was du glauben sollst. Es tut auch sehr weh, da genau hinzusehen und sich etwas einzugestehen. Warum sollte deine Gefühle dich denn so täuschen. Es muss etwas da sein, sonst hättest du sie nicht!
Ich habe viele Jahre gebraucht es einzusehen, dass mit meinem Exmänne etwas nicht stimmt. Dass sein Trinkverhalten einfach nicht "normal" ist. Auch er hatte seine zwei Gesichter, zu gerne habe ich dem Sonntagsgesicht vertraut, weil ich so viel Angst hatte. Ich wollte es einfach nicht anders, als ihm dann glauben, als mich selbst als Spinnerin hinzustellen, damit es nicht so wehtut.
Es tut weh, sich einzugestehen, der Andere ist Alkoholiker. Es tut weh, wenn da Liebe ist, die dadurch mehr und mehr kaputt geht. Vertrauen wird zerstört, vertraust du deinem Mann denn noch 100%ig ? Ich konnte das irgendwann nicht mehr, habe geschnuppert, kontrolliert, mich irre gemacht und ihn wütend...
Hatte er seine Sonntagszeit, ging es mir gut, alles Böse schob ich weeeiiit weg, dachte, na also, isses doch nich soooo schlimm. Dann kam wieder das Andere, da fiel ich dann immer in Löcher, die jedesmal tiefer wurden.
So kann das gehen, Jahr für Jahr. Auf alle Fälle ist es wichtig, dass du deinen Gefühlen vertraust. Dass du dich und diese Gefühle ernst nimmst, sie dir nicht ausreden lässt. Vielleicht wäre ein vorübergehender größerer Abstand auch sinnvoll, wenn das möglich ist. Auch da könntest du dich sortieren. Vielleicht würde sich da auch bei ihm etwas zeigen. Denn dann wird er merken, dass es dir ernst ist und du nicht nur jammerst, sondern auch handelst, weil es dir so wichtig ist. Und wichtig bist du nun mal...
Viele Grüße
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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Pauliese neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 19.02.2010 Beiträge: 14
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Verfasst am: 11.03.2010, 23:15 Titel: Re: Angst - Problem |
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Liebe Gotti, liebe Aurora,
ich danke euch herzlich!
In so ähnliche Richtung gingen meine Gedanken auch schon.
Ich muss noch etwas nachdenken, schreibe in den nächsten Tagen dazu.
Ihr helft mir sehr mit eurer Unterstützung.
Gotti,
hier lese ich so selten, dass die Partnerschaft bestehen bleibt.
Es tut wohl, dass es auch diese Möglichkeit zu geben scheint.
Wie genau, sah denn die Hilfe aus, die du dir geholt hast?
Ging es darum, dass du dir sicher sein konntest, dass du dir und deinen eigenen Gefühlen trauen kannst?
Aurora,
hah (wenns nicht so traurig wäre, könnte ich fast lachen), deine Beschreibung trifft meine Verfassung ganz genau.
...ist doch gar nichts---- oh, schei..., was jetzt?---am Boden.
Ja, ich verstehe einfach nicht WARUM, WESHALB, WIESO denn???
Wir haben es doch gar nicht so schlecht.
...unsere Träume, Ziele.
WAS wird daraus?
Aus welchem Grund setzt man denn so was aufs Spiel?
liebe Grüße
Pauliese |
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| Pauliese hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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Aurora sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.05.2007 Beiträge: 5483 Alter: 53 Wohnort: Berlin
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Verfasst am: 12.03.2010, 07:38 Titel: Re: Angst - Problem |
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Hallo Pauliese,
glaub mir, diese Frage habe ich mir Jahr um Jahr tausendmal gestellt, warum... .
Finanziell ging es uns sehr gut. Unsere Kinder sind gesund und wurden mehr oder weniger problemlos groß. Wir hatten eine wunderbare Wohnung, die dann irgendwann sogar unsere Eigentumswohnung wurde. Ich war bereit, war ja schon dabei, mich hinten an zu stellen, nur damit er es "gut hatte". Ich nahm seine Sippe in Kauf, obwohl es mich übermäßig belastete. Alles lief doch wie am Schnürchen... scheinbar.
| Zitat: | Aus welchem Grund setzt man denn so was aufs Spiel?
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Der Grund ist der, dass irgendwann im Laufe der Zeit Körper und Seele abhängig werden. Vom Alkohol. Das sucht sich erstmal niemand wirklich aus. Irgendwann ist es aber so. Erstmal wird der Alkohol ja für etwas benutzt, zur Entspannung, zum Frustabbau, zum Glücklichmachen... Aus diesem Strudel wieder herauskommen kann nur der Abhängige selber. Mit professioneller Hilfe. Und dem Willen dazu!
Ob eine Beziehung daran zerbricht oder nicht, hängt wohl von vielen Faktoren ab. Ich denke, es hängt auch davon ab, in welchem Stadium der Abhängigkeit der Süchtige kapituliert , aber das ist jetzt meine eigene Spekulation, weiß nicht...
Bei mir und Ex war es jedenfalls zu spät. Zu viel war kaputt gegangen im Laufe der Zeit. Ich habe einfach zu viel gesehen, zu viel Verachtung gespürt, zu viel Schmerz. Ich habe ja noch bestimmt ein Jahr nach der Trennung versucht, ob etwas wieder wachsen kann, zwischen uns. Aber es hat nicht sein sollen. Das ist nun auch gut, jeder geht nun seinen Weg.
Ich bin gespannt, wie deine Gedanken aussehen! Ich wünsche dir viel Kraft und Mut zum Weitergehen.
Liebe Grüße
Aurora |
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| Aurora hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3355 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 14.03.2010, 09:05 Titel: Re: Angst - Problem |
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Guten Morgen Pauliese!
Tut mir leid, dass ich erst heute auf deine Fragen antworte. Hab diese Woche nicht so viel Zeit zum Lesen gehabt.
Welche Hilfen habe ich mir geholt?
Erst mal bekam ich die Tel -nummer einer Angehörigen von meinem Mann, aus seiner SHG. Die rief ich an, traf mich bei ihr, und ab dann besuche ich regelmäßig meine SHG.
Die Gespräche haben mir ganz schön die Augen geöffnet. Auch mein Mann begann sich zu verändern, unser ganzes Leben wurde anders.
Es gab keinen Alk mehr bei uns! Absolut!
Das Essen musste überdacht werden, Rezepte verändert, usw.
Es musste sich GEOUTET werden!
Nach ein paar Monaten fand ich hier ins Forum
Wow! Die Erleuchtung!
Es gab auch hammerharte Beiträge, die ich schwer verdaut habe, aber daraus gelernt habe.
Und dann kam immer mal wieder die Idee auf, eine Therapie zu machen.
"ICH doch nicht! Mein Mann ist doch der Kranke!"
Nee, ich musste doch lernen, dass ICH krank war, ICH mich verändern musste, mein Leben ändern musste, damit es MIR besser geht.
O.k. ich traute mich. Ich traute mich nach über 29 Jahren meiner Hausärztin von der Krankheit meines Mannes und demzufolge MEINER zu erzählen.
Ich sehe noch heute ihre Augen! "Da wird mir ja so einiges klar."
Ab dahin ging es nur noch aufwärts. Ü-schein zur Thera, die Richtige gefunden, über ein Jahr Gespräche geführt und wirklich an mir gearbeitet.
Es ist noch lange nicht vorbei. Aber ich bin glücklich und zufrieden geworden. WErde mit meinen Problemen leichter fertig.
Jetzt habe ich erst mal genug gequatscht.
Liebe Grüße, Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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Riona79 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.03.2010 Beiträge: 51
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Verfasst am: 14.03.2010, 15:38 Titel: Re: Angst - Problem |
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Hallo Pauliese,
wie gehts dir und deinem Mann mittlerweile?
Ich finde, dafür dass du schon so schlechte Erfahrungen in der Kindheit hattest, hast du ihm schon viel durchgehen lassen. 1-1,5 Liter Bier täglich würd ich nicht ertragen. Allein den Geruch könnte ich nicht ständig aushalten.
Und ich frage mich auch, kann man bei einem täglichen Bierkonsum von 1 Liter tatsächlich noch KEIN Alkoholiker sein?
Mein Schwiegervater trinkt auch seine 2-3 Flaschen 0,33 Liter Bier am Abend. Ich hab schon mit meinem Partner diskutiert, ob man das schon als Alkoholismus sehen kann. Er meint nein, weil bei Schwiegervatern das Suchtverhalten fehlt und er auch z.B. im Krankenhaus keine Entzugserscheinungen hatte.
Ich denke, es gibt bei vielen Süchten nicht nur schwarz und weiß, also nicht nur süchtig oder nicht-süchtig.
Ich hab damals so ca. 2-4 mal monatlich mein Essen absichtlich erbrochen. Da war ich ja schon irgendwie Bulimikerin - auch wenn es natürlich kein Vergleich war zu denen, die wirklich nach so ziemlich jeder Mahlzeit das Erbrechen herbeiführen.
Ist ein Raucher, der nur 4 Ziggis täglich raucht, kein Raucher, weil andere 20 oder 30 Stück rauchen?
Nun ja, beantworten kann ich jedenfalls nicht, ob mein Schwiegervater Alkoholiker ist - sicher nicht so, wie viele hier im Forum.
Aber ich kann mit Sicherheit sagen, dass ich 1 Liter Bier täglich nicht erdulden würde - dazu hab ich zu viel erlebt.
Umso überraschter bin ich, dass du das scheinbar als normal hinnimmst. |
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| Riona79 hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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Riona79 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.03.2010 Beiträge: 51
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Verfasst am: 14.03.2010, 15:40 Titel: Re: Angst - Problem |
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Oh sorry, konnte eben nur die 1. Seite lesen und die endete am 19.2. Deshalb dachte ich, seitdem kam hier nix mehr.
Also ist mein Beitrag nicht up to date, sorry  |
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| Riona79 hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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Pauliese neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 19.02.2010 Beiträge: 14
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Verfasst am: 15.03.2010, 23:16 Titel: Re: Angst - Problem |
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Liebe Aurora,
ich danke dir für deine Antwort!
Du hast viel durchgemacht, was dich getroffen hat.
Deinen Weg gehst du nun für dich.
Bemerkenswert, dass du dennoch weiter anderen deine Hilfe gibst, hier in dem Forum.
Unterstützt dich das auch selbst?
Liebe Gotti,
du sagst, du hast dir Hilfe geholt, für DEINE Erkrankung?
| Zitat: | "ICH doch nicht! Mein Mann ist doch der Kranke!"
Nee, ich musste doch lernen, dass ICH krank war, ICH mich verändern musste, mein Leben ändern musste, damit es MIR besser geht. |
Wie meinst du das, ich verstehe es nicht ganz.
Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir diese Frage beantwortest.
Es macht nichts, wenn du nicht gleich antworten kannst, ich schaue zwar tgl., aber da ich noch viel am überlegen usw. bin, bin ich froh, wenn ich durch euch überhaupt eine andere Sichtweise betrachten kann.
...und auch an Riona
Ja, ich bin immer noch nicht weiter, nicht weiter in meiner Erkenntnis, oder wie auch immer ich das nennen will.
Hmm, dass heisst, ich kann schon Fortschritte für mich verbuchen.
Z.B. ich suche nicht, ob ich irgendwas an Alkoholika finde, ich äussere keine Vermutungen und quäle mich nicht damit: hat er, oder hat er nicht, deshalb motze ich auch nicht scheinbar grundlos rum, was mir gut tut.
Ob DAS nun die richtige Richtung ist?
So nach dem Motto: Hauptsache MIR geht es gut, wenn er sich mit dem Alk vergnügen will, bitte.
Aber egal ist mir das nicht.
Bin ich ein Feigling?
Weil ich es so (an-)nehme, wie es ist, denn in einem bin ich mir ganz sicher, egal ob mein Mann nun psychisch und physisch abhängig ist, oder nicht, in meiner Macht liegt die Entscheidung OB und wieviel und was er trinkt nicht.
Wenn ich rummecker, dann reisst er sich in meiner Gegenwart zusammen, es gibt auch keine Ausschweifungen, d.h. er ist nicht besoffen, eventuell nimmt er das zum Anlass heimlich zu konsumieren.?
Wie gesagt, ich habe keinen Bock mir darüber den Kopf zu zerbrechen, da ich dies als vergeudete Energie ansehe und momentan nicht sehe, wie ich zu einem sicheren Schluss (-folgerung) kommen soll.
Damit möchte ich auch gern zu deinem Beitrag etwas schreiben, Riona
weshalb belastet dich die Frage, ob dein Schwiegervater Alkoholabhängig ist oder nicht und beschäftigen dich die Mengen an Bier, die er konsumiert?
Was würde sich verändern für DICH, wenn diese Frage "geklärt" wäre?
Hast du Angst, dass dein Mann in das selbe Muster gerät?
| Zitat: | Ich finde, dafür dass du schon so schlechte Erfahrungen in der Kindheit hattest, hast du ihm schon viel durchgehen lassen. 1-1,5 Liter Bier täglich würd ich nicht ertragen. Allein den Geruch könnte ich nicht ständig aushalten.
Und ich frage mich auch, kann man bei einem täglichen Bierkonsum von 1 Liter tatsächlich noch KEIN Alkoholiker sein? |
Liebe Riona,
ich bin nicht die Erziehungsberechtigte , bitte verstehe das nicht falsch, ich denke nur, wenn ein Mensch über 21 Jahre alt ist, muss er selber wissen was er tut und was nicht.
Sicher, ich kann mich dazu äußern und äußere mich, wenn mir ein Verhalten mißfällt und ich Probleme habe, damit klar zu kommen.
Mein Mann ist groß und kräftig.
Ich hatte schon geschrieben, seit meiner Meckerei, trinkt er 1-2 Flaschen Bier.
Das stört mich nicht, es ist zum großen Teil zum essen, da ist auch nichts von Fahne zu merken.
Wenn er damit glücklich ist, bitte schön, dass ist eine Menge, mit der ich leben kann.
Zur Zeit ist er wegen einer Operation in einer Klinik.
Da kommt er auch vollkommen ohne Akohol aus.
Nun wieder zurück, für mich stellt sich vermehrt die Frage, die ich auch dir gestellt habe.
WAS verändert eine Schlussfolgerung/ eine Gewissheit/ eine Erkenntnis in mir?
Nichts!
Verändern würden sich meine Gefühle, nämlich dann, wenn durch diese Erkenntnis veränderte Verhaltensweisen von meinem Mann-mir gegenüber und im allgemeinen- hervortreten würden, mit denen ich nicht zurecht käme.
Keine Ahnung, ob ich mich so ausdrücken konnte, wie es in mir aussieht.
Bitte nachfragen, wenn was unklar ist oder zu durcheinander.
Ich hoffe auf weitere Unterstützung und bin sehr dankbar dafür!
herzliche Grüße
Pauliese
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| Pauliese hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3355 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 16.03.2010, 06:37 Titel: Re: Angst - Problem |
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Hallo Pauliese!
Lese ich da schon wieder einen "Rückzug" bei dir heraus?
Ziehst du dich zurück, weil "dein Mann ja gar nicht ...."???
Meine Erfahrungen, die ich dir hier schrieb und schreibe sind Erfahrungen, Erlebnisse aus meiner Vergangenheit mit meinem Mann.
Er ist Alkoholiker. Das ist Fakt.
Ob nun trocken oder nicht, meine Krankheit - ist diese die uns hier im Forum
"Co - Abhängige und Angehörige von Alkoholikern"
beschäftigt.
Dazu gehören alle Anzeichen, die ich dir hier aufgezählt habe, mit denen ich mich rumgeschlagen habe, und auch noch manchmal tue.
Schon allein der Gedanke:
"Es interessiert mich nicht, ob er heute 1 -2 Bier getrunken hat" ist für mich ein Rückfall in MEINE Krankheit = Co-abhängigkeit.
Vlt. übertreibe ich ein wenig, aber ich arbeite daran. Es ist mir wichtig, mich abzugrenzen von der Sucht meines Mannes. Total.
Mein Leben soll UNABHÄNGIG sein von eventuellen Fragen und Gedanken, ob er trinkt oder nicht.
DAS IST NICHT LEICHT.
Nicht nach - bei mir - über 24 Jahren.
Bei mir hat dieses co-abhängigsein sehr viel von meiner Lebensqualität genommen. Ich war nur noch innerlich schwach, feige, und duckmäuserisch.
Für mich konnte ich nirgends mehr eintreten. Hatte kaum die Kraft für meine Kinder einzutreten.
Dass ich an dem Abend den Mut fand, meinen Mann vor die entgültige Entscheidung zu stellen, Scheidung oder Trockenheit, finde ich heute noch als Wunder.
Mein Mann fand noch an diesem Abend den Weg zur Selbsthilfegruppe und damit auch für mich einen Ansprechpartner, der mir die richtige Richtung wies.
Jetzt lernte ich, zu erkennen, was ich alles falsch gemacht hatte. Meine ganze Energie in die KONTROLLE gelegt hatte, statt für mich Ruhepunkte und Kraftquellen zu suchen.
Ach, noch was. Mein Mann konnte mir, oder wem sonst zuliebe, lange Zeit auf Alk verzichten. Einmal sogar vier Monate! Ja! Aber dann gings fröhlich im alten Trott weiter.
Dieses "Hinhalten" hat mich eben die ganzen Jahre lang hingehalten.
So, jetzt verlangt mein Hund nach Auslauf. Macht mir selbst im größten Regen nicht so viel aus, weil es mir auch guttut.
Dann bin ich vorbereitet auf den Tag mit vielen neuen Erlebnissen - Gutes uns weniger Gutes - egal.
Liebe Grüße und einen guten Tag wünscht dir Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Angst - Problem geschrieben
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