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Gefahr von Rückfällen

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Besucherin
Gast






BeitragVerfasst am: 15.02.2010, 23:32    Titel: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ihr Lieben,

als neue Teilnehmerin möchte ich mir ein wenig von meinem Schmerz und meiner Hilflosigkeit von der Seele schreiben.

Ich habe mich nach einem 4jährigen Verhältnis zu einem bindungsgestörten und hochintelligenten Mann nach etlichen Kämpfen, einem Meer von Tränen und zerschellten Träumen von der Idee einer gemeinsamen Zukunft gelöst. Die S**sucht meines Ex-Partners war nicht mehr zu übersehen und gewann immer mehr die Oberhand, sowohl über ihn, als auch über mich. Sie kontrollierte unsere gesamte Beziehung.

Heute erst ist mir bewusst, dass mein Kampf um die Liebe meines Partners vollkommen aussichtslos war, aber ich stieg in den Ring, ich wollte stark sein für ihn, ich wollte an diesen schönen und romantischen Traum glauben, der schließlich zerschellte wie eine dünnhäutige Muschel an einer Felsklippe.

Natürlich war es meinem Drang zur "Hilfeleistung" zuzuschreiben, dass ich überhaupt an ihm hängenblieb. Ich dachte, ein Mann, der so viel Potenzial in sich trägt, der kann doch nicht Opfer einer so "niederen" Sucht werden; ein Mann, der anderen ein Mentor, ein Vorbild sein sollte, ein Wissenschaftler, zur Morallosigkeit verkommen. Ich habe es lange Zeit verleugnet. Ich wollte nicht wahrhaben, nicht hinschauen, was da passiert mit ihm, mit mir.
Ich wollte ihm irgendwann nur noch gefallen, ihn halten, bloss nicht verlieren, und verlor mich selbst um so mehr, zahlte den Preis in Form von Erniedrigung, Demütigung und Hörigkeit.
Menschen, die mich oberflächlich kennen, würden jetzt kopfschüttelnd vor mir stehen, mir keinen Glauben schenken: eine toughe, im Leben stehende Frau, beruflich selbständig, gewohnt zu leiten, zu coachen, in die Seele anderer zu schauen, deren Probleme zu lösen.

Aber meine eigenen? An denen scheitere ich selbst. Nach einer Trennung 2008 ging es mit mir körperlich und psychisch bergab, ich nahm 13 kilo ab (bis auf 45 Kilo runter), erlitt einen Bandscheibenvorfall, erholte mich nur langsam. Nach einem Jahr ging ich zu meinem "Suchtmittel" zurück, ließ mich wieder belügen, betrügen, musste mit ansehen, wie die Sucht nach Frauen, nach S**, die Gier nach Anerkennung, Bestätigung, der Triumph der Eroberung ihn immer gleichgültiger für mich machten.

Nach einem Chrash vor zwei Monaten kündigte ich ihm die Freundschaft, bzw. die Beziehung, die er im nachhinein sogar relativierte.
Ich bezeichnete ihn (nachdem ich feststellte, dass er seit Monaten wieder in Seitensprung.de, Affäre.com, Frienscout und wie sie alle heißen, aktiv war) als verlogenes Schwein (was für mich nicht üblich ist.). Dieser Mann hat mich so spürbar an meine Grenzen gebracht, dass ich mir selbst in meinen Reaktionen fremd geworden bin, er mich zu Handlungen provoziert, die eigentlich nicht typisch für mich sind.
Und ich gebe mir die Schuld. Ich schäme mich für meinen verbalen Ausfall. Manchen Abend sitze ich wie jetzt hier allein vor dem Computer, wünsche ihn mir zurück, so wie es mal war vor langer Zeit, kann alles nicht glauben, bin unendlich traurig, denke an ihn, vermisse ihn - und weiß, dass sein Bett schon längst wieder mit einer anderen besetzt ist.
Bin ich eine Masochistin? Bin ich krank? Verrückt?

Was ich weiß ist, dass er mich dort zu Packen bekommen hat, wo ich ohnehin instabil bin: an meinem Selbstwert. Ich hatte ihn mir mühselig aufgebaut in den Jahren zuvor, konnte ihm viel von meiner Stärke, meiner Zuversicht, meinem Mut geben als ich ihn kennenlernte. Viel zu spät erkannte ich, dass er mir nach und nach meine Kraft raubte, während die seine immer mehr zunahm.

Ich stehe wieder kurz vor einem Rückfall - und will nicht, will nicht schon wieder fallen, will nicht schon wieder meiner Selbstachtung beraubt werden. Warum kann ich ihn innerlich nicht zum Teufel jagen? Warum sehnt ich mich nach einem Peiniger, nach einem Menschen, der mich zerstört - nicht, weil er so ein schlechter Mensch ist, sondern weil die Sucht ihn beherrscht, ihn kontrolliert und damit alles weitere in einem Umfeld.

Traurg.
Ich hoffe, ich habe euch nicht gelangweilt.
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Besucherin hat zum Thema: Gefahr von Rückfällen geschrieben
Rosa Li
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 19.01.2010
Beiträge: 520
Alter: 38
Wohnort: Weilheim Oberbayern

BeitragVerfasst am: 16.02.2010, 00:12    Titel: Re: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich war vor meiner jetzigen Beziehung auch mit einem Mann zusammen,wo ich versuchte die Verantwortung für ihn zu übernehmen.Er war herzensgut aber labil.Er bemühte sich nicht mehr um Arbeit oder hatte diese nur kurz,wurde krank und kümmerte sich nicht mehr richtig.Nach 5 1/2 Jahren war schlu´ß.Dann kam mein jetziger der trinkende Mann.Ich verstand die Welt nicht mehr.Ich begab mich zu einer Therapeutin weil ich Angst hatte abzustürzen.Sie schaffte es letzteendlich ,nachdem ich jedesmal jammerte wenn er gesoffen hatte,mich zu Al-Anon zu begeben.Erst allmählich kam ich dahinter ,hinter meine eigene Coabhängigkeit.Ich las viel ,besuchte die Meetings(auch jetzt noch).Jeder muß für sichselbst die Wurzeln und die Ursachen der eignen Coabhängigkeit herausfinden.Den Mut haben dort dann hinzuschauen,sich dann Ziele zu setzen.......Ich will mich trennen bin aber noch nicht soweit,versuche aber etwas für mich zu tun.Verantwortung für mich selbst zu übernehmen.Ich muß etwas tun damit es mir gut geht,nicht der andere.Ich habe die Verantwortung dafür das es mir gut geht.Dafür zu sorgen das ich das habe was mir gut tut. Wenn man da nix ändert dann kommt man immer wieder an Männer die einem nicht gut tun.Das nicht loslassen können steht für mich für eine Angst die in mir ist und die ich mit der Sucht Mann zu übertünchen versuche!!!Deswegen hat man das Gefühl man braucht diesen Mann immer wieder.Aber brauchen wir eigentlich nicht uns Selbst????Haben wir nicht die Beziehung und die Libe zu uns selbst verloren???Sind wir gut zu uns?Lieben wir uns selbst??
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Rosa Li hat zum Thema: Re: Gefahr von Rückfällen geschrieben
Emma123
Gast






BeitragVerfasst am: 16.02.2010, 11:00    Titel: Re: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Besucherin,

herzlich Willkommen hier im Forum.
Also, wenn ich dich richtig verstehe, dann fühlst du dich Co-Abhängig.
Deine große Liebe ist süchtig nach S**, also nicht unbedingt Alkoholkrank.

Bei der Co-Abhängigkeit ist das besondere Merkmal, daß man dem anderen helfen will oder glaubt, helfen zu müssen und werden so in eine dramatische Situation hineingezogen, ob wir das wollen oder nicht.

Wenn jemand zuviel trinkt, dann löst das beim Gegenüber sehr negative Gefühle aus, Angst, Wut, Ärger, Hass etc.
Und bemühen wir uns auch, immer ein noch besserer Partner zu werden,
die Sucht bleibt immer stärker als wir.

Aber was steckt hinter der Co-Abhängigkeit? Die Abhängigkeit zum Partner wird ja erst durch die Sucht aktiviert.
Der Alkoholiker hat Probleme mit dem Alkohol.
Welche Probleme haben wir?
Leiden wir vlt. schon seit Kindheit - an einer z.B. abhängigen Persönlichkeitsstörung, die uns geradezu prädestiniert zum typischen Co-Verhalten.
Was müssen wir tun, für uns, wie kommt man da raus Frage Idee

Das sind die Fragen, an denen ich arbeite. Es ist genug Demütigendes passiert, daß es so nicht weitergehen darf.
Gehe deinen Verstrickungen auf den Grund, die dich in das suchtkranke Desaster hinein manövriert haben.
Werden wir zu dem, wie wir wirklich sein wollen.

Liebe Grüße, Kraft und Vertrauen
wünscht dir Emma
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Emma123 hat zum Thema: Re: Gefahr von Rückfällen geschrieben
Nancy
sehr aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 24.11.2008
Beiträge: 1339

BeitragVerfasst am: 16.02.2010, 11:47    Titel: Re: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Besucherin,
auch von mir ein herzliches Willkommen. deine Geschichte geht mir unter die Haut, da gewisse ähnlichkeiten bei mir sind. Ich denke an dich und wünsche dir viel Kraft, daß du alles schaffst, und nicht umfällst.
Lieben Gruß
Nancy
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Nancy hat zum Thema: Re: Gefahr von Rückfällen geschrieben
Besucherin
Gast






BeitragVerfasst am: 16.02.2010, 13:33    Titel: Re: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Emma,

danke für dein Schreiben und deine aufmunternden Worte.
Es widerstrebt mir zwar, meinen Text mit diesem Hinweis zu beginnnen, aber ich glaube, dir ist durchgerutscht, dass ich mich bereits in der Vorstellungsrunde outete - und zwar als Coabhängige, die das nicht nur so fühlt, sondern es definitiv von sich weiß. Das ist aber auch kein Beinbruch, bitte nicht falsch verstehen.

Also: Ich bin coabhängig; langjährige Beziehung mit einem alkoholkranken Partner; dependente Persönlichkeit wurde bei mir festgestellt vor 13 Jahren; anschließend Therapie, Selbsterfahrung.

Mein letzter Partner war kein Alkoholiker (sondern S**üchtig) wie du bemerktest, aber die Wirkweisen einer Suchterkrankung sind sehr ähnlich, ebenso die Ursachen und Hintergründe, sonst wäre eine Suchtverlagerung auch kaum möglich.

Zitat:
Bei der Co-Abhängigkeit ist das besondere Merkmal, daß man dem anderen helfen will oder glaubt, helfen zu müssen und werden so in eine dramatische Situation hineingezogen, ob wir das wollen oder nicht.



Ja, das Helfen Wollen ist eines der der vielfältigen Merkmale von Coabhängigkeit, aber eben nur eine Facette davon.

Zitat:
Wenn jemand zuviel trinkt, dann löst das beim Gegenüber sehr negative Gefühle aus, Angst, Wut, Ärger, Hass etc.
Und bemühen wir uns auch, immer ein noch besserer Partner zu werden,
die Sucht bleibt immer stärker als wir.


ja, und genauer gesagt, versuchen wir unseren Partner zu kontrollieren, damit unsere negativen Emotionen kontrollierbar bleiben - denken wir! Dummerweise funktioniert es nicht... Ich wollte ein immer besserer Partner werden, nicht um den Emotionen zu entgegen, sondern weil mich das erstens aufgewertet hat und zweitens ich meiner Verlustangst entgehen wollte. Mein suchtkranker Partner sollte mich "brauchen", dabei brauchte ich ihn ebenso, meine Suchtstrukturen greifen in die seinen.

Zitat:
Aber was steckt hinter der Co-Abhängigkeit? Die Abhängigkeit zum Partner wird ja erst durch die Sucht aktiviert.


Das stimmt für mich nicht so ganz; ich falle auch bei nicht-süchtigen Partnern in coabhängiges Verhalten; habe unbewusste "Verschmelzungstendenzen" , Kontrollverhalten (auch bei guten Freunden oder meinen Kindern) nur dass eben sehr häufig meine Partner Süchte entwickelt hatten aufgrund ihrer persönlichkeitsbedingten Defizite.

Zitat:
Der Alkoholiker hat Probleme mit dem Alkohol.
Welche Probleme haben wir?


Ich denke, dass wir ähnlich fehlende "Substanz" haben wie unsere suchtkranken Partner- unsere Ich-Anteile sind nicht ausreichend entwickelt, wir haben oftmals in der Kindheit gelernt, nicht zu fühlen, es allen Recht zu machen, "brav" zu sein, eigene Bedürfnisse schon sehr früh zurückzustellen. Wir teilen das gleiche Problem mit unseren Partnern.

Zitat:
Was müssen wir tun, für uns, wie kommt man da raus Frage


ja, das ist der Weisheit letzter Schluss. Als ich vor 12 Jahren bei der Alanon war, sagte mir eine alte, sehr weise Dame: "Mädchen, deine Coabhängigkeit behältst du dein Leben lang. Aber du musst lernen, dich an die erste Stelle zu setzen."

Ich habe genau dies immer wieder versucht, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg, wobei die Phasen des Neben-Sich-Stehens immer kürzer werden.
Im Moment spüre ich wieder meine Schwäche und das ist auch irgendwo gut so, denn ich bin nicht immer stark (gestatte mir aber diese Schwäche nicht gerne). Immerhin bin ich soweit, dass ich zugebe: "Ja, ich brauche jetzt Hilfe, ich brauche Gespräch, ich brauche jemanden, der sagt: "Traue deiner Wahrnehmung", weil genau die durch meinen Partner verunsichert wurde.

Ich weiß heute, dass der Weg das Ziel ist und der Weg ist verdammt weit und steinig.

Alles Liebe von der Besucherin
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Besucherin hat zum Thema: Re: Gefahr von Rückfällen geschrieben
kaltblut
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 20.06.2006
Beiträge: 4741
Alter: 53
Wohnort: beiM

BeitragVerfasst am: 16.02.2010, 22:17    Titel: Re: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Besucherin hat Folgendes geschrieben:
...bindungsgestörten und hochintelligenten Mann


Hallo Besucherin,

noch ein herzliches Willkommen hier im Forum.

Das Tolle ist doch, dass da immer Zweizu gehören.
Wo sind da denn Deine Anteile?

LG Kaltblut
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kaltblut hat zum Thema: Re: Gefahr von Rückfällen geschrieben
Besucherin
Gast






BeitragVerfasst am: 16.02.2010, 22:39    Titel: Re: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

um an die "kaltblütige" Äußerung von eben anzuschließen:

kaltblut hat Folgendes geschrieben:
Besucherin hat Folgendes geschrieben:
...bindungsgestörten und hochintelligenten Mann

Das Tolle ist doch, dass da immer Zweizu gehören.
Wo sind da denn Deine Anteile?
LG Kaltblut


Meine Anteile sind die Coabhängigkeit, eine gleichfalls, doch subtil zutage tretende Bindungsangst in Form passiven Vermeidens (=Verlustangst) und ein durchaus ausbaufähiger IQ ! Lachen

Nichts für ungut, liebes Kaltblut
Alles Liebe von
Besucherin
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Besucherin hat zum Thema: Re: Gefahr von Rückfällen geschrieben
Besucherin
Gast






BeitragVerfasst am: 16.02.2010, 23:09    Titel: Re: Gefahr von Rückfällen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nein, Provokation liegt mir fern - Ihr dürft mich ruhig angehen!

Daher danke für eure lieben und auch kontroversen Antworten, ich kann damit umgehen.

Aber mal ernsthaft: wie Kaltblut fragte: Wo liegen meine Anteile?

Ich sehe schon einen kausalen Zusammenhang in meiner bestehenden Selbstwertproblematik und der Indentifikation über den Partner (LEIDER).

Mir ist klar, dass er mich idealisiert hat und ich habe mich ungemein aufgewertet gefühlt (ist aber unbewusst geschehen). Ich habe ihn sehr bewundert um sein Wissen, sein Können; er bildete intellektuell eine gute Ergänzung zu meinen Fähigkeiten, das hat mich fasziniert, wir waren schon in so mancher Hinsicht ein tolles Team - nicht nur in der Horizontalen. Aber das ist eben nur ein Aspekt, eine Seite der Medaille, gewesen. Der andere war die Sucht und die implizierte Abwertung, die von seiner Seite erfolgte und mich destabilisierte. Er manipulierte mich und ich ließ mich zum Opfer seiner Manipulationen machen - zum Teil durchblickte ich sie sogar und war regelrecht hypnotisiert.

Ich arbeite schon sehr lange an meinem Selbstwert und wie gesagt, er schwankt bis heute, mal mehr, mal weniger.
Gelernt habe ich, nicht mehr perfekt sein zu müssen, vor allem beruflich, aber auf der persönlichen Ebene war es ähnlich. Ich wollte die beste Geliebte sein, die tolle Freundin, die beste Vertraúte, unersetzbar und unerreicht (und irrwitzigerweise hat er mir genau das Gegenteil demonstriert). Ich habe wirklich ALLES gegeben. Heute schäme ich mich dafür, denn ich war bereit, dafür den Preis der Selbstverleugnung zu bezahlen. Ich dachte, ich liebte, aber ich habe vieles aus Angst zugelassen, aus Angst ihn zu verlieren, zu versagen, "nicht gut genug" zu sein.

Bringen wir es auf den Punkt: Es sind meine eigenen narzisstischen Anteile gewesen, vermute ich, die mich taub haben werden lassen für diese leise Stimme in mir, die da flüsterte: "Du hast so eine Behandlung nicht verdient, dreh dich um geh, suche dir jemanden, der dich wertschätzt".
Und irgendwo war und ist da eine gleichfalls schwache Stimme, die sagt: "Aber ich liebe ihn doch" - und dieses Gefühl existiert, auch
wenn es nur Abhängigkeit sein sollte.

Ich kenne meine Anteile doch recht gut, glaube ich.

Liebe Grüße von der Besucherin
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Besucherin hat zum Thema: Re: Gefahr von Rückfällen geschrieben

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