| Trennung vom Partner • Immer gleich die Trennung??? |
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Anesa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2010 Beiträge: 199 Alter: 41
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Verfasst am: 15.02.2010, 21:58 Titel: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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Hallo,
ich bin ganz neu hier. Ich habe durch verschiedene Informationsstellen schon festgestellt, dass ich wohl co-abhängig bin. Obwohl ich immer selbständig während meiner Ehe war, gehts mir schlecht, wenn mein Mann trinkt und ich habe Angst davor, wie es weitergeht.
Was ich nicht ganz verstehe: Ist man auch abhängig vom Partner, wenn es einem schlecht geht, weil er z.B. Depressionen hat oder eine Lebenskrise, selbst nicht weiss, wie es weitergehen soll? Auch wenn er keinen Alkohol trinkt oder Drogen nimmt? Wenn man mit einem Partner zusammenlebt und man mit ihm mitfühlt/mitleidet, ist man dann grundsätzlich abhängig? Ist es "gesünder" zu denken, ach, ist mir wurscht, wie es dem geht, ich geh mich jetzt amüsieren?
Ich hoffe auf Antworten von Euch. Mir hat das Lesen zwar schon vieles klar gemacht, aber ich habe immer noch tausend Fragezeichen im Kopf!
Gruss, Anesa |
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noemi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2010 Beiträge: 19 Alter: 44 Wohnort: Bawü
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Verfasst am: 15.02.2010, 22:28 Titel: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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Hallo Anesa...
bin zwar auch noch ein frischling aber ich hoffe ich kann dir helfen...
nein es geht nicht darum kein mitgefühl für den geliebten menschen zu haben !! es geht darum sich bis zur selbstaufgabe demütigen zu lassen, sich den trinklaunen des partners auszuliefern, alles mitzumachen um ihn ja nicht zu verlieren... sich wie das kaninchen vor der schlange zu verhalten und nicht mehr zu wissen wer man eigentlich selbst ist...
das ist co abhängig... ich hoffe die alten hasen können mir zustimmen ansonsten bitte ich um berichtigung...
LG noemi |
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Anesa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2010 Beiträge: 199 Alter: 41
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Verfasst am: 16.02.2010, 13:24 Titel: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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Hallo,
also einige Punkte bei mir treffen zu, aber nicht alle.
Als ich im letzten Jahr gemerkt habe, dass mein Mann ein Alkoholproblem hat, ging es mir wirklich schlecht! Ich habe damals schon gedacht, dass ich ihm nicht helfen kann, habe aber viel mit ihm geredet und er hat teilweise, wenn es ihm wirklich schlecht ging, gesagt, dass er sich helfen lassen möchte. Ich habe ihn dazu gebracht, zum Hausarzt zu gehen, er hat alles von selbst erzählt. Als der Arzt dann sagte, er solle doch am nächsten Tag in eine Entzugsklinik gehen, hat mein Mann sehr erschrocken reagiert und wollte das nicht. Gut, ich fand das auch ein bisschen schwierig, was soll man dann dem Arbeitgeber sagen? Ich geh in die Klinik, um herauszufinden, ob ich eine Therapie brauche? Das Alkoholproblem ist bei ihm auch noch nicht wirklich schlimm, nachdem, was ich hier schon alles gelesen habe. Aber ich will diese schlimmeren Sachen auch nicht mit ihm erleben. Jetzt macht er eine Psychotherapie, aber viel Hoffnung habe ich da nicht.
Seit letztem Jahr denke ich schon, dass nur eine Trennung die Lösung ist. Bei dem Gedanken geht es mir wirklich schlecht. Es gibt Tage, da bin ich den ganzen Tag kurz vorm Heulen und manchmal denke ich, das ist totales Selbstmitleid.
Durch das Lesen hier und in anderen Beratungsseiten geht es mir etwas besser. Ich fange jetzt auch an, Gespräche mit einer Therapeutin von der Suchtberatung zu führen.
Was ich auch erschreckend finde ist: Zuerst habe ich gedacht, ich müsste mit meinem Mann mehr unternehmen, dafür ist man ja eigentlich zusammen. Das wurde mir auch von Bekannten geraten. Aber jetzt höre ich von allen Seiten, ich muss etwas für mich tun. Das klingt für mich wie eine Vorbereitung dafür, sich von dem Partner abzugrenzen und zu lösen.
Also eine Vorbereitung für die unvermeidliche Trennung?
Ich habe hier einen Betrag gelesen (ich weiss leider nicht mehr von wem), in dem gesagt wurde, er habe einen Schlussstrich gezogen und ist noch mit dem Partner zusammen. Wie ist denn das mit dem Schlussstrich gemeint?
So, ich hoffe das war nicht zuviel Text. Vielleicht kann ja jemand etwas dazu schreiben.
Gruss, Anesa |
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4687 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 16.02.2010, 21:09 Titel: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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Hallo Anesa,
wenn Dein Mann 6 Monate weg wäre oder 1 Jahr, was würde das für Dich bedeuten, was würde denn da passieren?
Wenn Du anfängst Dich um Dich zu kümmern, worum würdest Du Dich denn da kümmern und warum soll das eine Trennung sein?
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? geschrieben
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Anesa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2010 Beiträge: 199 Alter: 41
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Verfasst am: 16.02.2010, 22:46 Titel: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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Also, wenn ich ihm sagen würde, er soll gehen, dann habe ich das Gefühl, ich lasse ihn im Stich. Wenn er selbst gehen würde, wäre ich natürlich traurig, aber ich hätte kein schlechtes Gewissen. Ich weiss, das ist die Co-Abhängigkeit.
Das Problem an der Sache ist, glaube ich, dass ich mich daran gewöhnt habe, nicht allein zu sein. Wenn er jetzt 6 Monate aus irgendwelchen Gründen weg wäre und ich wüsste, er kommt wieder, dann hätte ich damit kein Problem. Ich komme gut alleine klar, aber es macht mir angst, wieder ganz alleine zu sein. Niemanden zu haben, der für mich da ist.
Wir haben auch zusammen schon so viel durchgemacht, irgendwie kann ich mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen. Ich erschrecke gerade vor meinen eigenen Worten, ich war vor der Ehe nicht so! Wenn ich mich alleine mit jemandem treffen will oder ganz alleine irgendetwas mache, bekomme ich von meinen Eltern oder teilweise auch von Arbeitskollegen zu hören "und was ist mit Deinem Mann?" Von aussen wird einem immer eingebläut, Du hast doch deinen Mann, was willst du denn noch. Mehr steht dir nicht zu, andere sind ohne Partner viel ärmer dran.
Ehrlich gesagt weiss ich nicht, in welcher Form ich mich um mich kümmern würde. Ich mache die ganzen Jahre unserer Ehe viele Sachen alleine oder mit einer Freundin. In der letzten Zeit hat mein Mann auch zu nichts mehr lust.
Ich merke schon die ganze Zeit, dass das alles ein Prozess ist, den ich durchlebe. Aber ich stehe noch ganz am Anfang.
LG, Anesa |
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4687 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 16.02.2010, 23:24 Titel: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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Hallo Anesa,
auf eines kannst Du Dich verlassen: auch wenn das Alkoholproblem noch nicht so groß ist, die Probleme werden nicht kleiner.
Wie meinst Du das denn jetzt? Brauchst Du einen Grund dafür, dass es Dir wieder gut geht und Du kein schlechtes Gewissen hast? So was wie: er ist ja gegangen und hat Dir die Entscheidung abgenommen oder ihn irgendwo erwischen oder oder oder, d. h., Du wartest jetzt vom Anfang bis ans Ende, also so lange bis er Dir die Entscheidung abnimmt, ob es Dir gut oder nicht so gut geht?
Voraussetzung dass sich was ändert ist etwas zu tun und nicht da zu sitzen, zu warten bis die Dachlawine runter kommt.
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? geschrieben
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Anesa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.02.2010 Beiträge: 199 Alter: 41
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Verfasst am: 17.02.2010, 08:53 Titel: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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Das klingt so einfach. Da mir ja keiner konkret sagen kann, was ich tun soll, muss ich es wohl herausfinden. Und übers Knie brechen bringt ja auch nichts. Wenn ich mich von ihm trenne, muss ich ja auch dahinterstehen, damit ich danach nicht wieder Zweifel bekomme.
Gruss, Anesa |
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| Anesa hat zum Thema: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4056 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 17.02.2010, 09:18 Titel: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? |
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glück auf anesa
? welche zweifel sind schlimmer - die verzweiflung jetzt untätig auf n einschneidendes ereignis warten - oder der zweifel nachdem du was gutes für dich getan hast < obs richtig war
ich würd an der untätigkeit / hilf- und machtlosigkeit verzweifeln
> ich wünsch dir ne portion entschlusskraft
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Co-abhängig wegen Alkohol? geschrieben
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