Annika sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.12.2005 Beiträge: 3847 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 24.02.2006, 23:12 Titel: Meine Anfänge |
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Hallo zusammen,
da ich ansonsten nur im geschützen Bereich schreibe, ich aber viele "Anfänger " zu denen ich mich auch noch zähle, lese schreibe ich jetzt einmal hier.
Ich bin Annika, gut 3 Monate trocken
Die ersten Tage und Wochen habe ich mich von Stunde zu Stunde gehangelt. Unmengen Wasser und Tee getrunken. Tobsuchtsanfälle, Heulkrämpfe und was weiß ich noch alles veranstaltet.
Ich war agressiv, gemein, lustlos und fühlte den Verzicht auf Alkohol fast wie einen körperlichen Schmerz.
Mein lieber Mann hat das alles in seiner so liebenswürdigen Art ertragen und mir Mut gemacht, mich gedrückt, mich geschüttelt, stundenlang mit mir durch die Gegend gelaufen, mich verstanden, mich aber auch aus meinem Selbstmitleid geholt und mir auch mal verbale Tritte in den Po gegeben .
Kurz um eine Riesenhilfe.
Eigentlich habe ich in den 3 Monaten so richtig ausgemistet und ,meinem Leben eine andere Sichtweise verpaßt.
Ich sage mir jeden Morgen immer noch, nur heute trinkst du nicht. Und jeden abend sage ich zu mir, wieder ein Tag um vor dem du gestern noch Angst hattest.
Nach und Nach habe ich es wie eine Ernährungsumstellung betrachtet.
Habe nach unzähligen Diäten vor Jahren damit begonnen-
Ja und heute sitze ich auch nicht da und heule, wenn die anderen fettige Fleischstücke grillen. Mir schmeckt mein mageres Fleisch genauso gut.
Vielleicht hinkt für euch der Vergleich, aber bei mir paßt es.
Bei jeder Diät hatte ich schon Hunger wenn ich an all den Vericht dachte. Es ist kein Verzicht, es gibt tausend leckere Sachen.
Und es gibt so leckere Getränke ohne Alkohol.
Und so wie früher die Pfunde purzelten so verschwindet heute täglich mehr die Lust auf Alkohol und die Lebensqualität steigt.
Essen kann auch eine Sucht sein.
Bei mir war beides Ersatzbefriedigung für ein unzufriedenes Leben.
Daran habe ich gearbeitet und tue es noch. Ich bin froh und eines Tages sicherlich zufrieden trocken.
Hiermit möchte ich allen Mut machen.
Auf gehts, es ist zu schaffen und der klare Kopf sooo schön
Lieben Gruß Annika |
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