| Ich kapituliere ... • Kontrolliertes Trinken |
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Zeter neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2009 Beiträge: 232 Alter: 45
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Verfasst am: 14.02.2010, 15:21 Titel: Meine Gedanken |
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Hallo an alle,
möchte ein wenig plaudern. Denn durch die Trennung von meinem Freund geht mir so einiges durch den Kopf. Sitze hier bin allein im Moment und möchte einfach reden. Lese den ganzen Morgen schon. Jetzt möchte ich schreiben.
Ich bin so traurig über mich selbst, denn ich war vor meinem Freund verheiratet und weiß jetzt seit 2 Tagen, dass mein Exmann einige Jahre in unserer Ehe gekokst hat. Wurde mir erzählt.
Ich wusste nichts davon. Nur von Haschich. Dadurch dass auch er sehr viel trank hatten wir die Absprache das er einmal die Woche alleine ausging um zu trinken. Mir machte das keinen Spaß. An diesem Tag hat er wohl auch gekokst.
Er war immer sehr kalt zu mir, ist wie ich teils vermutet habe und wie ich teils im nachhinein erfahren habe, mir oft fremd gegangen.
Man war ich blind. So naiv. Bin daran zerbrochen an seiner kühlen Art bis ich selbst angefangen habe zu trinken. Allerdings habe ich getrunken wegen meiner Verdauungsproblemen. Dann kam der totale Absturz. Am Tag der Trennung trank ich soviel, dass ich mich auf der Intensivstation wieder fand.
Wollte mein Leben wieder in den Griff bekommen, da ich nicht auch noch meine Tochter verlieren wollte.
Was ich aber dennoch sagen muss, körperlich abhängig, wie soviele Geschichten von den Alkoholikern, war ich nicht. Nur seelisch. Sehe mich als gefährdet, weil ich bei dieser Trennung und in der Ehe diesen Tick entwickelt habe.
Heute löse ich meine Probleme ohne Alk. Daran habe ich die letzen Jahre an mir gearbeitet. Streß auszuhalten und dann in Ruhe zu lösen.
Jetzt muss ich nur noch meine Co-Abhängigkeit bekämpfen. Denn wie unser Beutelschema wohl so ist, sucht man sich immer wieder das Gleiche, Menschen, die einem einfach nicht gut tun.
Ich möchte so gerne nicht wieder blind sein. Aber habe ich schwache Momente, mache ich Fehler. Immer wieder.
Im Moment bin ich sehr aufmerksam und versuche es nicht wieder zuzulassen, etwas über mich ergehen zu lassen, was ich nicht will. Ich finde das so Co. Klar wir machen halt alle gern die Augen zu, wenn wir die Wahrheit nicht sehen wollen. Versuchen die Situationen auszuhalten und hoffen auf besser Zeiten.
Aber das ganze Thema mit der Sucht ist hart, weil wenn der kranke Mensch sein Leben nicht ändern will, obwohl er sagt er will, es aber dennoch nicht macht.
Das muss ich lernen zu verstehen und nicht den blosen Worten zu vertrauen, sondern Taten. Die aber fehlen.
Denn wie ich ja oben geschrieben habe. War ich total blind in meiner Ehe. Habe immer daran geglaubt, wenn man mit einem Menschen redet, dass das auch verstanden wird und nicht als wäre er eine Wand. Aber das setzt voraus, das mein Gegenüber aufrichtig zu mir ist. Leider war das in meinem Leben bisher nie so. Das tut weh. Warum bin ich nur so blind. Ich würde nie etwas sagen, was nicht der Wahrheit entspricht. Warum lügen soviele Menschen? Das verstehe ich nicht.
Eine Antwort habe ich eigentlich darauf: In meiner Kindheit konnte ich nie mit meinem Vater reden und meine Mutter schwieg alles tot. Da sehe ich ein ganz großes Dilämmer bei mir. Wie kann man das Dauerhaft lernen. Denn ich habe nicht die Kraft in jeder Aussage das Schlimmste vermuten zu müssen um nicht wieder auf die Nase zu fallen. Ich möchte gerne eine Unterhaltung ohne diese Unsicherheit führen. Einfach vertrauen. Was ich auch bisher immer gemacht habe. Wie geht ihr damit um?
Lg
Zeter |
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| Zeter hat zum Thema: Meine Gedanken geschrieben
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Kaleu sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.02.2010 Beiträge: 1024 Alter: 38
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Verfasst am: 14.02.2010, 17:36 Titel: Re: Meine Gedanken |
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Liebe Zeter,
gerade Dein letzter Abschnitt hat mich eben doch sehr bewegt und deswegen möchte ich Dir kurz antworten.
Ich kenne das gut mit dem Vertrauen. Leider das falsche, nämlich blindes Vertrauen, Vertrauen in jeden Menschen und somit auch in Lügen und leere Worte. Und immer wieder war ich so enttäuscht davon, dass ich so selbst in die Alkoholabhängigkeit rutschte.
Mein Vertrauen in andere Menschen ist und bleibt angeknackst. ich empfand das als Verlust. Doch das stimmt nicht merke ich gerade. Ich bin aber selbst noch dabei das zu lernen und kann es Dir deswegen auch nicht genau beschreiben.
Mittlerweile beginne ich zu verstehen glaube ich, nicht wissen, sondern verstehen. Ich merke, dass mir alles was ich angeblich "weiss" dabei nicht hilft sondern mir mehr im Weg steht.
Vertrauen in Menschen haben möchte ich wieder, irgendwann und ich weiss auch, dass ich das wieder können werde. Aber das wird nicht mehr blind geschehen, sondern das wird geschehen wenn ich mit der Zeit merke, dass ein Mensch vertrauenswürdig ist und sich auch so verhält.
Ich merke, dass ich so nach und nach mein blindes Vertrauen in menschen durch Misstrauen ersetzt habe. Auch das war nicht richtig. Ich versuche jetzt eine Neutralität aufzubauen und beizubehalten mit der ich auf Menschen zugehen möchte. Und erst dann mit viel Zeit entscheiden ob ich zu jemandem Veratrauen fasse oder ihm lieber misstraue.
Ausserdem beginne ich gerade mein Vertrauen irgendwie umzulegen - nicht auf Menschen, sondern darauf, dass alles gut kommt.
Ich stehe selbst noch am Anfang damit, aber vielleicht konnte ich Dir ja doch ein wenig helfen.
Alles Liebe
Kaleu |
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| Kaleu hat zum Thema: Re: Meine Gedanken geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 14.02.2010, 17:59 Titel: Re: Meine Gedanken |
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Könnte es sein, Ihr beiden,
dass je mehr Zutrauen und Vertrauen ihr selber zu und ich Euch habt, desto mehr Vertrauen ihr nach außen geben könnt?
Ich habe das Glück mein Leben lang gute Freunde, wenn auch nicht Partner, gehabt zu haben und somit immer Vertrauen in Menschen hatte, welches mal mehr und mal weniger gerechtfertigt war. Aber ich konnte es immer aufbauen, bin somit etwas anders als Ihr beiden vorbelastet.
Dennoch stelle ich fest, seit ich auf eigenen Füßen stehe und den Weg einer Co-abhängigen Beziehung verlassen habe ich selber entscheiden kann und muß und diese bisherigen Feelings immer berechtigt waren. Ich schaffe es, mein Leben zu führen, auf mich zu achten und dadurch auch die Menschen in mein Leben zu lassen, bei denen ich ein gutes Gefühl habe.
Somit erscheint mir die Grundlage (vielleicht auch nur bei mir) das Vertrauen in sich selber zu sein. Vertraue ich mir selber, dann kann mich auch ein Vertrauensbruch weniger erschüttern und ich nehme ihn eben als "Irrläufer". Ob das bei mir früher so war als ich meine Bestätigungen von außen benötigte, das weiß ich tatsächlich nicht mehr.
Liebe Zeter, wer lügt, der belügt im ersten Moment und dauerhaft erst mal sich selber, sei es aus Schutz, sei es aus Feigheit. Ich fühle mich dann verkohlt und werde diesem Menschen wohl mein Vertrauen entziehen. Das wird aber nur halb soviel machen, wenn ich mir selber vertraue und noch andere Menschen um mich herum habe, die eben fair sind.
Beutschema: nun, für mich ganz einfach: ich suche und will derzeit keine Beute weil ich mich selber erst mal umerziehen muss kein Beuteschema mehr zu haben
Lieben Gruß von Dagmar |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Meine Gedanken geschrieben
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Zeter neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2009 Beiträge: 232 Alter: 45
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Verfasst am: 14.02.2010, 19:25 Titel: Re: Meine Gedanken |
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Danke für eure Antworten.
Lieber Kaleu, ja es ist wirklich nichts nur im Misstrauen zu schwimmen. Denn früher dachte ich immer, Menschen lügen mal um sich zu schützen, sind aber dem Grunde nach nicht so hinterlistig.
Was meinen Exmann betrifft hat das für mich deswegen so reingehauen. Ich habe von dem was er gemacht hat nichts gemerkt. Denn über das Kiffen wusste ich Bescheid nur nicht über das Koksen.
Denn er hat sich oft sehr merkwürdig benommen. Jetzt mit diesem Wissen, kann ich mir endlich so einige Taten von ihm besser erklären. Er hat mir ganz schön zugesetzt, schreibe gar nicht erst was das alles war. Es wäre mir früher nicht in den Sinn gekommen, dass er solche Drogen nimmt und ich hätte mich besser dagegen schützen können, wenn es für mich offensichtlich gewesen wäre. Habe es aber leider nicht gemerkt.
Was meinen Freund betrifft, kann ich nicht verstehen, wenn er immer wieder sagt er hört auf zu trinken, dreht sich um, trinkt und sagt dann jedesmal, war halt heut so und fängt auch noch an mit mir zu streiten.
Mittlerweile habe ich zumindest das begriffen, dass es wohl doch unterschiede gibt, wenn ein Mensch sagt ich höre auf zu trinken und es auch macht und nicht dann einen Rückfall hat, vielleicht nicht erst wieder streitet und sagt war ja nicht so schlimm, oder es offen zugibt und dann andere Wege beschreitet, um nicht wieder die gleichen Fehler zu machen.
Ja liebe Dagmar. Ich bin auch nicht auf der Suche. Denn alles hat mich doch sehr verletzt. Zumal mein Herz trotz Trennung noch vergeben ist.
Aber ich möchte nicht durch diese schlechten Erfahrungen mit neuen Leuten diese Angst jetzt mit mir rumtragen. Denn letztes Jahr habe ich ganz schön in mich hineinhören müssen. Mein Misstrauen, meine Zuversicht, die ich vereinzelt gespürt habe, halfen mir nicht weiter. Denn ich wurde mit einem Lügenkonzept von meinem Ex so bombardiert, dass er mir Nachbarn auf mich hetzte.
Nach einigen Gesprächen mit diesen Nachbarn konnte ich zumindest einen Teil meiner Ehre wieder herstellen. Aber musste wirklich jedes Wort auf die Goldwaage legen. Denn was die Wahrheit war konnte ich nicht direkt herausfinden und diese Menschen um mich herum belächeln mich jetzt. Manche reden mit mir, aber eine ist ganz giftig und hat direkt den nächsten Angriff gestartet nach dem sie gemerkt hat, ihre beste Bekannte fing an mich zu verteidigen.
Denn ich kann mich diesen Menschen nicht entziehen. Ich habe eine Tochter und muss vereinzelt, wenn meine Tochter mit ihren Kindern spielt irgendwie verhandeln.
Ich gebe nichts aufs Gerede. Aber wenn ich besser erkennen könnt, wann gelogen wird, würde mir schon ein wenig helfen.
Denn ich kann diese Menschen auch verstehen. Sie sind ganz schön genervt was mein Exfreund da so angestellt hat.
Was Freunde betrifft ist bei mir auch nicht so einfach. Denn alles spitz sich zu. Meine Freundin hat sich letztes Jahr das Leben genommen, ihr Mann leidet noch immer, ist schon wie ein Co. Meine andere Freundin hat ähnliche Probleme und klingt sich ein wenig aus. Und eine hat mich Jahrelang benutzt. Musste ich mit bedauern feststellen.
Hier aus dem Forum habe ich jetzt regelmäßig Kontakt mit einer Bekannten. Sie bekam mein blödes Misstrauen ab. Aber ich konnte es klären. Nur ertapp ich mich, wie schnell ich verunsichert bin.
Ich habe vertrauen in mich. Nur alles jetzt zusammen. Ich kann nicht mehr.
Da hilft nicht einfach sich ausklinken und sein eigenes Ding zu machen. Ich bin selbstbewusst und das bekomme ich von allen um mich zu hören, wie klar und strukturiert ich alles kläre.
Ich finde es halt schwierig offen zu bleiben und merke da muss ich noch ganz schön dran feilen.
LG
Zeter |
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| Zeter hat zum Thema: Re: Meine Gedanken geschrieben
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Zeter neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2009 Beiträge: 232 Alter: 45
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Verfasst am: 04.04.2010, 15:30 Titel: Re: Meine Gedanken |
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Jetzt bin ich wieder ganz zerknircht. Habe meinen Freund vorgestern zur Rede gestellt. Nachdem ich eine Nacht des Streit hinter mich gebracht hatte, ließ mich der Gedanke nicht mehr los. Ich werde nicht geliebt.
Denn eigentlich war der Grund dieses Streits banal. Denn ich hatte vergessen das Fenster im Nachbarzimmer zu schließen und bin in der Nacht durch leises Kratzen aufgewacht. Vor lauter Angst, dachte ich es sind Einbrecher ,habe das Licht im Schlafzimmer angemacht, weil ich mich nicht in der Dunkelheit in den Flur traute. Mein Freund fuhr mich an, ob ich spinnen würde nachts einfach das Licht im Zimmer anzumachen und ihn zu wecken. Denn es wäre doch nur eine blöde Katze die durchs Fenster gekommen ist. Wenn es Einbrecher gewesen wären, wäre es meine Pflicht gewesen ihn zuerst zu wecken und nicht das Licht anzumachen. Daraufhin sagte ich, ich sei wohl gerade genau wie er aus dem Schlaf gerissen worden und könne nicht so schnell in allen Details reagieren. Fand er ganz unnormal. Wir legten uns wieder hin. Er wackelte dann mit den Füßen im Bett, wahrscheinlich vor Wut. Ich bat ihn damit aufzuhören. Mein Ton war normal. Danach sprang er Wutentbrand auf, schimpfte nochmal ich sei total bescheuert ihn zu stören. Ging ins Wohnzimmer schlafen. Ich folgte ihm. Wir stritten weiter. Danach war ich total gekränkt, richtig wütend. Schimpfte, er solle mal normal mit mir reden. Ich bekam keine nette Antwort.
Morgens bestätigte sich dieses schreckliche Gefühl in einem erneuten Streitgespräch. Ich fragte ihn, ob er mich denn nicht lieb hätte und sich mal entschuldigen würde. Da bekam ich zur Antwort, ist ihm schei....egal, was ich fühle. Ich hätte ihn nachts nicht zu stören. Dann hätte er das Recht mich zu beschimpfen.
Daraufhin bat ich ihn meine Wohnung zu verlassen, wenn er sich nicht entschuldigen wollte. Denn ich würde nicht mehr zulassen so schlecht behandelt zu werden. Denn wenn er sich entschuldigen würde, wäre das auch ein Zeichen seiner Liebe für mich.
Dann ist er gegangen und fing wieder zu saufen an. Ich bin dann sogar zu diesem Platz hingefahren und er ist vor mir davon gelaufen. Wollte es mit meinen eigenen Augen sehen ob er wirklich jetzt wieder dort seuft.
Ich bekam daraufhin nur eine SMS mit den Worten, ich solle jetzt meinen Interessen verfolgen und nicht ihn.
Vielleicht musste ich auch noch diese Hürde durchleben um nicht mehr bedingungslos ihm meine Liebe zu schenken.
Ganz zerknirscht bin ich. Wieviele haben mir das hier schon geschrieben. Das ich ihn zwar liebe, er aber nicht.
Jetzt hatte ich die Kraft ihn wegzuschicken. Hoffentlich halte ich durch. |
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| Zeter hat zum Thema: Re: Meine Gedanken geschrieben
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Zeter neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.04.2009 Beiträge: 232 Alter: 45
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Verfasst am: 02.05.2010, 14:57 Titel: Re: Meine Gedanken |
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Hallo,
lasse noch mal Gedanken von mir hier. Habe mir vieles durch den Kopf gehen lassen.
Ob ich bei den trockenen Alkoholikern lese oder bei den EKA´s oder bei den CO´s. irgendwie finde ich alles bei mir wieder. Nur klar mich irgendwo einzuordnen geht nicht.
Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass mein Vater immer trinkt, wenn er Probleme hat. Ich das auch gemacht habe bis hin, dass ich es einmal so übertrieb, dass ich mein Leben richtig gefährdete und bis heute nicht wirklich gelernt habe Probleme so zu meistern, dass ich nicht immer wieder in das tiefe Loch falle. Hohle mich zwar raus, aber auf diese schlimmen Schmerzen kann ich wirklich verzichten. Manchmal schaffe ich es zwar vorher so zuzumachen, dass ich nicht da hineinfalle, aber manchmal falle ich dennoch.
Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass ich immer meinen Partnern helfen wollte, weil ich das Chaos von meinen Partnern nicht ertragen konnte und mir immer gewünscht habe, warum sortieren die nicht ihr Leben.
Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass ich immer zerbreche, wenn meine Partner nicht nett mit mir redeten oder meine innere Angst, abgelehnt zu werden, mich einfach nicht anhörten. Denn mein Vater redet nur mit mir, wenn er besoffen ist und sagt gleichzeitig er kann mich nicht leiden.
Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass mein Partner unter Penner sich auf der Straße aufhält und sie als Freunde bezeichnet. Mein Opa lebte auch auf der Straße, obwohl er eine Whg. hatte.
Wenn ich über die Tatsache nachdenke, dass meine Mutter immer alles anders ausdrückt wie die Dinge sind. Denn ich habe so oft anderes gefühlt. War aber in ihren Augen alles falsch. Das hat mich sehr gequält, denn die Wahrheit lag oft auf der Hand und sie wollte mir immer anderes einreden. Gerade was meinen Vater betrifft.
Früher dachte ich immer, ich habe meine Vergangenheit hinter mir gelassen. Habe sehr auf mich aufgepasst, nicht so zu werden wie mein Opa und mein Vater.
Was ist aber genau passiert.
Mein Exmann trinkt auch zuviel und ich fing an mitzutrinken. Habe die gleiche Macke wie mein Vater und habe mich auf einen Menschen eingelassen der so lebt, wie mein Opa es tat.
Alles zusammen ist so peinlich.
Langsam kann ich nein sagen, verbiege mich nicht mehr. Sobald ich spühre, dass mich jemand ablehnt, ertrage ich seine Nähe nicht mehr. Ich gehe. Gerade dass was alles mit meinen Exmann zutun hat. Meide die Oma meiner Tochter, denn sie redet selten gut über mich. Ich tue mir diese negativen Gefühle nicht mehr an. Habe das 10 Jahre über mich ergehen lassen. Denn meine Tochter sollte ihre Oma kennen. Jetzt ist sie alt genug um ihre Oma selbst anzurufen.
Packe keinen Alkohol mehr an, denn früher trank ich auch, damit meine Verdauung besser geregelt ist. Täglich. Zwar nicht viel. Heute weiß ich aber, ich habe nur meine Schmerzen betäubt. Nachdem was ich heute so weiß, war es dennoch zuviel. Denn ich habe eine Lactoseunverträglichkeit. Wahrscheinlich noch andere Allergien. Denn ich reagiere auf manche Lebensmittel.
Gleichzeitig habe ich immer wieder meine Probleme versucht damit zu lösen. Habe jetzt gemerkt, dass ich auch meinen Körper gehindert habe, Probleme zu verarbeiten.
Mein Co-Verhalten habe ich abgelegt. Helfe nicht mehr.
Meide meinen Freund. Denn er ist süchtig und will seine Krankheit nicht einsehen. Das hat unsere Beziehung einfach zu sehr belastet. Da kann ich nur gehen.
Alles aber macht mich auch wieder einsam.
Diese Kühle, die ich jetzt an den Tag lege, hatte ich früher nicht. Deshalb bin ich daran wahrscheinlich auch zerbrochen. War zu weich, weil ich Nähe gesucht habe. Bin aber dennoch nicht gefühlskalt geworden. Nein das bin ich wirklich nicht. Passe nur besser auf mich auf.
Ich bin wirklich erstaunt darüber, dass ich alles aus meiner Vergangenheit so verinnerlicht habe und noch immer darin lebe.
Habe mir jedenfalls vorgenommen glücklich zu leben und einmal zufrieden zu sterben. |
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| Zeter hat zum Thema: Re: Meine Gedanken geschrieben
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maria44 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 2106 Alter: 48
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Verfasst am: 15.06.2010, 08:44 Titel: Re: Meine Gedanken |
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Hallo Zeter,
ich wollte nicht wieder beim Frank schreiben, schreib ich besser hier und das sind nur meine Gedanken,
du schreibt
| Zitat: | Ich finde nur die Harthärzigkeit so schlimm. Denn eigentlich müssten Menschen, die sich mal geliebt haben oder sich noch lieben, doch miteinander kommunizieren können, als das immer vom schlimmsten auszugehen ist.(Trennung)
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Ich weiß nicht genau wie du das meinst mit der Hartherzigkeit,
Ich denke dass niemand sich vom heute auf morgen einfach nur trennt, sondern hat jeder für sich irgendwelche Gründe.
Überlegungen, Versuche, Gespräche wenn es möglich ist, kann man ja oft im Co Bereich ja lesen, wie schwer einem eine Trennung fällt, ich bin keine Co aber auch für mich war die Trennung nicht einfach.
Miteinader kommunizieren ist gut und schön aber ich kann Liebe nicht erzwingen(obwohl Liebe versteht jeder irgendwie anders) was hat das nun mit Hartherzigkeit zu tun? Und rettet mich dieses miteinander kommunizieren von einer Trennung, wenn keine Gefühle mehr da sind?
Trennung ist für den jenigen der liebt vielleicht schlimm für den anderen ist das vielleicht aber eine Erlösung.
Du schreibst ja
| Zitat: | | Es heißt doch: So wie in den Guten als auch in den Schlechten Zeiten. |
Ich würde noch dazu schreiben, „bis der Tod uns scheidet“ weil das ist ja wichtig
Heißt für mich und in einfachen Worten, egal ob ich liebe oder nicht, egal ob ich geschlagen, missbraucht oder sonst was werde,
egal ob mein Mann/Frau Alkoholiker ist und mein eigenes und meiner Kinder Leben ruiniert,
ich habe ein Versprechen gegeben, das sind dann ja die schlechte Zeiten, ob gute Zeiten noch kommen? ja vielleicht irgendwann, vielleicht aber auch nicht.
| Zitat: | | Das Leben ist so kurz. |
Genau so sehe ich das auch deswegen nehme ich mein Leben in meine Hand und mache aus meinem Leben das Beste, warte nicht auf Wunder, sondern Lebe jetzt, nicht in der Vergangenheit und vielleicht auch irgendwann wieder liebe.
du schreibst
| Zitat: | | Bin aber dennoch nicht gefühlskalt geworden. Nein das bin ich wirklich nicht. Passe nur besser auf mich auf. |
Das lernen wir hier oder tun wir alle, auf uns selbst aufpassen.
Ja das sind so meine Gedanken
LG
maria |
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| maria44 hat zum Thema: Re: Meine Gedanken geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 15.06.2010, 09:49 Titel: Re: Meine Gedanken |
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Hallo zusammen,
Hallo Maria, ich habe bei Frank auch gelesen und wollte bei ihm auf das Thema nicht eingehen. Es ist ein Thema das auch michbewegt und worüber ich gern mitschreiben mag- | Zitat: | Ich würde noch dazu schreiben, „bis der Tod uns scheidet“ weil das ist ja wichtig
Heißt für mich und in einfachen Worten, egal ob ich liebe oder nicht, egal ob ich geschlagen, missbraucht oder sonst was werde,
egal ob mein Mann/Frau Alkoholiker ist und mein eigenes und meiner Kinder Leben ruiniert,
ich habe ein Versprechen gegeben, das sind dann ja die schlechte Zeiten, ob gute Zeiten noch kommen? ja vielleicht irgendwann, vielleicht aber auch nicht.
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Ein Beispiel, wie da der Glauben und ein Versprechen so viele Menschen zusammenhällt, obwohl es ihnen gar nicht gut geht. Ich würde deshalb auch niemals kirchlich heiraten, habe es damals nicht gemacht. Zu meinem Glück und zu meinem Selbstschutz!
Meine Eltern sind sehr an solche Versprechen gebunden. Die beiden leben seit nunmehr fast 46 Jahren zusammen und halten sich an diesen Slogan. Beide gehen Jahrzehntelang diesen Weg miteinander: In guten wie in schlechten Zeiten. Wenn da nur mal wieder gute Zeiten kommen würden. Die sind in ihrem Miteinander aber leiden für immer und ewig durch ihr miteinander.Das ist nicht zu durchbrechen. Beite halten sich oben, aber leider im Sumpf und Nebel und verharren dort. Beide bringen sich gegenseitig an ihre Grenzen, bis einer ansauft.Nur weil es irgendwann geheissen hat "In guten wie in schlechten Zeiten, bis das der Tot euch scheidet" Traurige Wahrheit.
Das sind meine Vorbilder und ich muss sagen, Danke euch ihr habt mir genau das vorgelebt, was mich heute zu einer ganz anderen Einstellung bringt. Zu einer Gesunden Einstellung nämlich die da heisst, das ich mich dann erst binden kann, wenn ich frei und unabhängig von solchen Versprechen bin und mich nicht daran festklammern muss.
Ich werde sicher nicht in guten und in schlechten Zeiten mit einem Menschen zusammen bleiben, wenn dieses Versprechen missbraucht wird um den andern zu benutzen.
Ich werde immer aus solchen Verträgen ausbrechen, wenn einer meine Grenzen überschreitet und ich mein Leben durch ihn einschränken muss.
Ich werde es niemals mehr zulassen das einer mich schlägt , vergewaltigt oder missbraucht nur, weil ich irgendwann irgendein Versprechen gegeben habe.
Vorsorglich werde ich niemals eine Partnerschaft eingehen, wo solche Vereinbarungen getroffen werden, lieber bleibe ich allein.
DAs gebe ich auch gerne anderen mit auf die Reise, das gehört zur Ablösung dazu. Sich frei zu machen, von Versprechen und Zwängen, die irgendwann gemacht wurden.
Viele vergessen schnell wieder was sie sagten und halten dann doch fest an solchen versprechen. Warum blos, auch das ist eine Frage die man sich zu stellen hat. Weil sie sich an allem festhalten woran sie sich festhalten können um nicht loslassen zu müssen? Was steckt dahinter? Die Angst was zu verlieren, nicht loslassen können, sich nicht lösen können, sich an ein Versprechen klammern ohne wenn und aber?Was passiert denn, wenn man sich dann auch dafon befreit, sich trotzdem trennt? Ist man dann ein schlechter Mensch oder was hat das dann zu bedeuten?Hat man dann versagt wenn man sich aus einer Ehe befreit, in der es nicht mehr funktoinieren kann?
Ich selbst erlebe wie ein solches Versprechen missbraucht wird, weil man es vorschiebt um sich nicht lösen zu müssen. Um das aufrecht zu erhalten, was man Jahrzentelang gelebt hat. Das ist Krank und wird immer krank bleiben.Zudem haben diese Menschen einfach pure Angst dafor etwas zu ändern.Das ist so schade.Ich wünschte mir, meine Eltern würde das erkennen.
Es ist nicht wirklich richtig sich sowas zu versprechen ohne dabei zu bedenken, das ich alles dafür tun muss um es auch einzuhalten.Das ich für ein positives miteinander sorge trage um mich selbst vor negativen zu schützen. Wenn beide darauf achten, das sie sich gegenseitig stützen und halten ohne sich voneinander abhängig zu machen kann man sich vielleicht auch ein solches Versprechen geben.Immer mit dem Blick auf sich selbst und nicht auf den anderen aber im positiven und im Guten. Dann kann dem anderen nicht vile passieren wenn der auch im Guten und positiven an sich selbst denkt.Dann wird das sich stützen ein leichtes ohne Aufopferung, Zwang und Abhängigkeit.Gewusst wie heisst es hier und das ist nicht einfach dahin zu kommen, wenn man sein Leben lang ganz anders gedacht und gelebt hat.
Das meine Gedanken dazu, die mir kommen wenn ich diesen Satz lese"in guten wie in schlechten Zeiten"
Vielen Dank
Melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Meine Gedanken geschrieben
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