| Panikattacken bekommen und alle Therapeuten • Meine Suche... |
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kimmik neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 07.02.2010 Beiträge: 28 Alter: 36 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 13.02.2010, 14:05 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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Hallo Maria,
und auch in Deinem Beitrag erkenne ich mich selber...
Rede Dir nicht ein, dass Deine Geschichte nicht so schlimm ist wie die der Anderen, denn das stimmt nicht! Deine Erfahrungen belasten Dich, was ich völlig nachvollziehen kann und nur darum soll es hier gehen!
Bin selber erst seit einigen Tagen in diesem Forum unterwegs und ich persönlich empfinde es als ziemlich anstrengend hier zu schreiben und zu lesen...Aber es hilft eben auch!
Deine Beschreibungen im Bezug auf Nähe, Angst etc. kenne ich nur zu gut!
Und auch das mit den Tieren ist absolut passend!
Meine Tiere sind meine Familie, von ihnen wurde ich nie enttäuscht, nie im Stich gelassen, sie schenken mir Nähe, die ich auch ertragen und annehmen kann!
Bei Euch scheint es ein ganz gewaltiges Problem mit der Kommunikation zu geben, das ist Gift, selbst in einem Haushalt ohne Suchtstruktur! Ich habe auch einen 10 Jahre jüngeren Bruder, auch ich habe mich von Anfang an um ihn gekümmert und nebenbei versucht meine Mutter im Blick zu haben...Was wir vergessen, wir waren selber noch Kinder und es ist einfach Fakt, dass sich zu einem sehr frühen zeitpunkt unseres Lebens die Rollen getauscht haben...Wir mußten erwachsen werden, Verantwortung übernehmen, uns Sorgen machen und lernen, mit unserer inneren Not selber fertig zu werden....(Wir waren Kinder, Schutzbefohlene unserer Eltern)..... aber wir haben überlebt, wie auch immer! Nun sollte es darum gehen, zu erkennen, zu regulieren, zu verstehen und uns selber besser kennen zu lernen...Beziehungen zu einer Anderen Person stehen da wohl ersteinmal hinten an...aber wir sind auf dem richtigen Weg!Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und viele erleichternde, befreiende und wohltuende Hundespaziergänge;)
BIs bald KIM |
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| kimmik hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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Mia-lena neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2010 Beiträge: 55 Alter: 30
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Verfasst am: 15.02.2010, 21:38 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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Danke für eure lieben Nachrichten! Ich hab mich da grad mal wieder fruchtbar einsam gefühlt und irgendwie kommt man dann auf den bescheuerten Gedanken das einen keiner mag.... und obwohl man weiß das es quatsch ist fühlt sich das wie ein brutaler Liebesentzug an.
So geht´s mir auch manchmal mit meiner Familie und wenn ich dann all meine Kräfte zusammennehme (dieses Gefühl lähmt einen dann ja immer irgendwie) und es ruft nicht gleich oder gar erst Tage später einer zurück, dann grübelt man was man wieder ausgefressen haben könnte... Aber das jemandem zu sagen, so dass er das nächste Mal sich wenigstens schon mal kurz per Sms melden kann oder so ist halt auch schwierig. Würde wieder Mitleid erregen...
Aber hier, glaub ich, darf ich ja schon mal einen Hilferuf abgeben wenn es grad wieder nicht zu ertragen ist und es haben ja auch einige sehr liebe gleich geantwortet.
Ich hatte zwar nach dem Spaziergang nur noch die Nachricht von Linde66 gelesen und dann den Pc ausgeschalten, aber auch das schon gab mir das Gefühl nicht mehr ganz so allein zu sein.
Es fehlt mir im Moment wohl auch bissel jemand mit dem ich über das alles reden kann. Es wühlt einen furchtbar auf und ich merke wie ich in vielen Situationen grad immer gleich gereizt werde, aber mit wem? Auf Arbeit merkt es scheinbar nicht mal jemand dass ich nicht grad im Gleichgewicht bin. Mal ganz abgesehen dass ich befürchte das es kaum einer verstehen würde und ich weder Mitleid haben will und auch nicht das mir keiner Glaubt.
Mein bester Freund ist auch nicht grad der beste Zuhörer und meint nur "Was soll ich sagen ich sauf ja noch mehr als deine Mutter."
Gestern Abend hatte ich ein gutes Gespräch mit meiner ältesten Schwester. Wir haben über 2 Stunden telefoniert und uns darüber ausgetauscht in welchen Punkten wir uns hier wiederfinden. Ich hatte ihr den Link zur Seite geschickt. Sie ist ja nun noch näher an der Sache dran und sieht wie viele "Rückfälle" es schon wieder gibt. Sie meinte, nach dem Lesen hätte sie das Gefühl, sie hätte erfahren sie hätte eine unheilbare Krankheit. Das ist schon brutal.
Wir haben auch darüber diskutiert wann wir erkannt haben das es da ein Problem mit dem Alkohol gibt und kommen da beide auf eine Zeit vor mindestens 7 Jahren. Ich weiß nicht ob es wichtig ist sich darüber klar zu werden. Einen bestimmten Punkt kann man sicher eh nicht angeben und sagen ab dem Datum war es... Aber irgendwie geht es mir die Tage immer wieder durch den Kopf. Und die Ereignisse wo ich mich dran erinnern kann waren ja auch nicht ohne. Sie hat da gelallt und unzusammenhängende Sachen erzählt, so dass man ihn nicht mehr folgen konnte... Es wird mich wohl noch eine ganze Weile beschäftigen wie lange wir es vorher nur noch nicht mitbekommen haben.
Wir haben uns vorgenommen jetzt wieder regelmäßiger zu telefonieren, da wir da auf jeden Fall einen Gesprächspartner haben der die Situation versteht und begreift was in einem vorgeht. Ich meine im Gegensatz zu Freunden und Kollegen, hier möchte ich auf jeden Fall nicht nur weiter lesen, sondern auch weiter schreiben. Vielleicht braucht es ein Jahr, aber dann kann ich hier sicher auch einige Fortschritte sehen.
Das soll jetzt auch für heute reichen. Mir geistern noch so viele Sachen im Kopf rum, doch grad fällt mir eh nichts davon mehr ein und ist ja auch schon wieder viel Text geworden.
Danke nochmal!
LG Maria |
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| Mia-lena hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14429 Alter: 46
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Verfasst am: 15.02.2010, 21:49 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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Hallo Maria,
dieses Aha-Erlebnis, was du von deiner Schwester schreibst, das war bei mir so ähnlich. Aber ich sehe mich inzwischen nicht mehr als Opfer.
Sondern, das Ding hat einen Namen: EK!
Und da kann ich wieder handlungsfähig werden! Und das hilft gegen das Lähmungsgefühl.
Deine Familie ist so wie sie ist. Heute kannst du dir aussuchen, mit wem du worüber kommunizieren willst. Wann, wo, wielange, wie. DU entscheidest.
Und ansonsten umgib dich mit Menschen die dir gut tun.
Lieber Gruß, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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Mia-lena neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2010 Beiträge: 55 Alter: 30
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Verfasst am: 15.02.2010, 22:24 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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Ich sehe es auch eher als Change mit all dem vielleicht irgendwann mal besser umgehen zu können. Ich weiß zwar noch nicht wie der Weg aussehen könnt, aber es tut mir gut mich nicht mehr so unnormal zu fühlen. Es gibt auch andere mit den gleichen Problemen. Das zu wissen ist doch schon mal toll.
Trotzdem bringt es mich erst mal aus dem Gleichgewicht. Ich möchte einfach schreien und wenn ich genau darüber nachdenke möchte ich meiner Mutter ins Gesicht schreien. Einfach weil ich mich so hilflos fühle. Ich weiß dass ich ihr nicht helfen kann. Das muss sie selbst tun. Doch ich verstehe auch dass sie in ihrer Position ein Problem damit hat zu den Anonymen zu gehen. Doch was sollte sie sonst tun? Ich würd mich am liebsten einige Tage in meiner Wohnung einschließen und hier lesen und lesen... Bis ich wenigstens eine Idee, paar Vorschläge... hätte die ich ihr unterbreiten könnet.
Ende März hab ich auch eine Woche Urlaub, in der ich gern hin fahren möchte. Ich will mit ihr reden und ihr sagen was ich denke, aber ich befürchte das sie mir nicht wirklich zuhört und es in einem Monolog ihrerseits endet in dem sie erklärt das wir ja alle Schuld sind.
Sie hat vor paar Wochen wohl schon so ne Bemerkung gemacht das mein Schwester daran mit Schuld sein, weil sie ja auch immer mal etwas schwierig war... Ich hab mich so darüber aufgeregt! Dann bin doch wohl ich auch Schuld und unser Bruder. Keines unserer Leben ist so gelaufen wie sie es sich vorgestellt hat.
Als ich meinen Vater, am Telefon, darauf ansprach meinte er (sinngemäß) er sehe das auch so und wimmelte mich dann schnell ab weil das andere Telefon klingelte. Ich hab ihm dann ne böse Mail geschrieben, auf die er dann mit ganz anderen Themen antwortete...
Ich fühl mich momentan vor allem hilflos und wütend und kann diese Wut aber auch nicht ablassen, vor allem weil ich mich nicht trauen würde und was würde es bringen? |
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| Mia-lena hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4498 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 16.02.2010, 14:01 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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glück auf maria
das mit dem schreien find ich gut > geh oder fahr raus (in n wald'?') nimm n bild von deiner mutter mit + schrei sie an bis du keinen ton mehr rausbringst
was es bringt deinen ärger rauszulassen > er is dann aus dir raus > is wieder platz für dich
ich würds sofort genau so ^machen
ich wünsch dir alles gute
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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Mia-lena neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2010 Beiträge: 55 Alter: 30
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Verfasst am: 16.02.2010, 19:13 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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Hallo Matthias!
Danke für deinen Tipp. Auf Abreit, wenn es richtig stressig war, hab ich mich schon manchmal ins Tiefkühlhaus gestellt und geschrien. Da ist die Wut schnell weg und ich kann bissel über mich lachen.
Doch zum Lachen find ich das Ganze im Moment nicht. Ich muss es wohl wirklich mal ausprobieren. Jetzt muss ich mich nur erst mal um meine Wohnung kümmern. Mit diesem lähmenden Gefühl und dieser Hilflosigkeit fällt es mir grad schwer mich um mich und meine Ding zu kümmern, aber das nötigste sollte unbedingt mal gemacht werden.
Heut Abend werd ich dann mal in briefform versuchen zu formulieren was ich ihr sagen und am liebsten an den Kopf werfen möchte. Ich will ihn nicht abschicken, aber vielleicht ist das ein Anfang für ein vielleicht im Urlaub stattfindendes Gespräch. Ich muss mir noch klarer darüber werden wie ich ihr entgegentreten will.
Bis später!
LG Maria |
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| Mia-lena hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4498 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 16.02.2010, 19:29 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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glück auf nochmal maria
| Mia-lena hat Folgendes geschrieben: | | Jetzt muss ich mich nur erst mal um meine Wohnung kümmern. Mit diesem lähmenden Gefühl und dieser Hilflosigkeit fällt es mir grad schwer mich um mich und meine Ding zu kümmern, aber das nötigste sollte unbedingt mal gemacht werden. | mmhhh gäfäät mir nich so richtig ^ is aber deins
ich glaub das aller aller wichtigste dürfte dein wohlbefinden sein ? - da dürfte alles andere liegenbleiben (auser n baby)
tu was dir gut tut
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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Mia-lena neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2010 Beiträge: 55 Alter: 30
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Verfasst am: 16.02.2010, 20:23 Titel: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin |
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Mh... Klar könnte man es als Flucht sehen, aber es tut mir ja auch gut wenn ich mich in meiner Wohnung wohl fühle.
Es fällt mir schwer mich mit meinen Gefühlen auseinanderzusetzen. Auf meine Gefühle zu hören erfordert wohl noch etwas Übung.
Und der Brief wird wohl auch etwas schwierig. Wenn ich mit dem Hund laufe fallen mir immer 1000 Sachen ein was ich z.B. meiner Mutter gern sagen würde, aber sobald ich einen Stift in die Hand nehme ist mein Kopf leer. Ganz davon abgesehen wenn ich mit ihr reden wollte.
Ich werd mich trotzdem jetzt mal dran setzen. |
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| Mia-lena hat zum Thema: Re: mia-lena Kind einer Alkoholikerin geschrieben
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