pumuckel88 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.02.2010 Beiträge: 2
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Verfasst am: 06.02.2010, 09:17 Titel: was tun? |
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Hallo,
Mein Vater trinkt seit ich denken kann....Ich bin 21 jahre alt. Nun ist es soweit, dass er letze woche ins spital (nachdem er 3 wochen dort lag wegen zuviel wasser im bauch, ist er wieder heimgeschickt worden und nach nur 3 tagen hat er die tabletten verwechselt, oder was auch immer..und ist mit leberversagen wieder ins spital gekommen. Ich hab ihn im delirium oder schock zustand gefunden und ihn mit der rettung ins spital gebracht. Echt schlimmer anblick.. Jetzt ist er noch im spital und kommt am montag wieder nach hause. Er wohnt alleine, ich und meine schwester sind schon seit 2 jahren ausgezogen, aber meine schwester hat letzes jahr noch ab und zu zuhause bei ihm geschlafen. aber wir können wirklich nicht mehr. Er hat schon immer viel getrunken, hat uns aber immer geliebt und uns nie etwas getan. Nur anfangen konnten wir oft nichts mit ihm, da wir uns einfach schämten mit ihm außer haus zu gehen, da er wieder einmal eine fahne hatte und nicht ordentlich angezogen war bzw ordentlich reden konnte. Er hat uns oft versprochen, er höre jetzt auf aber wir haben irgendwann aufgehört ihm zu glauben. Nach der Scheidung von meiner Mutter vor 3 Jahren ist es schlimmer geworden. Er ist nur mehr depressiver geworden und hat immer mehr getrunken, obwohl er leberzirrose hat und hepatitis c. Der arzt hat ihm immer wieder gesagt, er soll damit aufhören und auch wir und seine schwester, aber er tat es immer heimlich. Letze woche als ich ihn persönlich eingeliefert habe mit der rettung hat auch der arzt zu mir gesagt, dass er sehr sehr schlimm um ihn steht und er ein leberversagen hatte (jetzt ist er aber im krankenhaus putz munter und möchte wieder heim, angeblich danach in eine enziehungsklinik die 3 monate dauert??). Ich und meine schwester gehen beide arbeiten und machen abends noch die abendschule und haben wirklich keine zeit und kraft immer bei ihn zu sein und ihn zu kontrollieren (welche tabletten er zu sich nimmt) Er bekommt jetzt schon essen auf räder aber mehr kann man ihn nicht helfen (heimhelfer gehn derzeit nicht, da er noch zu "aktiv" ist, wir müssten dies aus eigener tasche bezahlen und das können wir uns schwer leisten) Mein problem ist eigentlich nur, dass ich ein schlechtes gewissen habe, dass ich ihn nicht zu seite stehen kann. Er ist sehr depressiv und er langweilt sich zu hause (pension) da greift er zum bier etc. Er hat zum glück auch noch eine schwester die sich um ihn kümmert aber auch sie hat fast keine kraft mehr. Irgedwie will er sich damit selber töten habe ich das gefühl, weil er keinen lebenswillen mehr hat. Eine neue Frau findet er (klarerweise) auch nicht mehr.. es ist nur arm, wir sind so hilflos und manchmal denke ich mir, wann hat das ganze ein ende, wann kann ich ohne probleme richtig leben?? Ich habe zum glück seit 7 jahren einen freund mit dem ich seit 3 jahren in einer wohnung lebe. Durch ihn habe ich sehr viel lebensfreude, seine familie ist super, ich habe gesehen, dass es auch ohne alkohol geht in einer familie (ich selbst habe keine alkohol probleme oder drogenprobleme weil ich niemals so enden will wie mein vater...) ich habe meinen vater sehr lieb und kann einfach nicht mehr. Am liebsten würde ich ihn in ein heim stecken wo er unter leuten ist und nicht mehr alleine, aber dazu ist er noch zu aktiv. Er kann gehen etc aber er verliert auch oft unterwegs seine schlüssel, geldbörse..
Die meiste zeit hab ich alles verdrengt, die ganzen geschichten von früher, wo er mich bier kaufen schickte (als kleines kind), und wenn ich nicht wollte, war er angefressen und hat mir ein schlechtes gewissen gemacht, er tue doch auch soviel für uns..
in letzer zeit kommt soviel hoch, erinnerungen etc. wütend bin ich auch auf unsere mutter, die nie uns damals nicht nach der scheidung mitgenommen hat, uns mit ihm alleine ließ aber ich schätze sie wollte auch ihr eigenes leben endlich leben....
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pumuckel88 hat zu |
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pedi1970 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.12.2009 Beiträge: 262 Alter: 42 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 06.02.2010, 21:37 Titel: Re: was tun? |
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Hallo Pumuckel,
herzlich Willkommen im Forum. Es ist schön, dass Du Dich angemeldet und etwas von Dir erzählt hast. Das ist ein erster Schritt.
Lese Dich durch die vielen Beiträge, das wird Dir schon ganz viel helfen.
Ich möchte Dir einen meiner Lieblings-Buch-Tipps geben:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/349918771X/selbsthilfeun-21
(richtig so, Karsten?!)
Alles Gute.. Pedi |
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