| 40. Tage ohne Alkohol • Rückfall...FrankyFresh |
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Pittchen aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.10.2009 Beiträge: 649 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 08.02.2010, 13:21 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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Hallo Franky,
... entschuldige, dass ich über die "Postkarte" so emotional geschrieben habe ...
aber diese Flüchtiglkeitsfehler zeigen, das wir eben etwas noch nicht verinnerlicht haben ...
kannst Du bei mir auch nachlesen (gleich am Anfang), ist mir auch passiert! ...
Ansonsten kann ich mich Matthias und HansHa nur anschließen und Ich wollte Dir natürlich auch nicht wehtun !
Sorry
Pittchen |
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| Pittchen hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 08.02.2010, 15:59 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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Hallo zusammen,
ich bin der Überzeugung, das nicht ein Trockenpfad gefunden werden muss oder sonst ein illusorischer Weg. Der Weg ist bekannt, wenn das Ziel ernst genommen wird. Ich kann meinem Weg nur nach dem Ziel ausrichten. Ich bin auch der Überzeugung, das nicht immer alles und stundenlang ausdiskutiert werden muss, um dann verängstigt und halbherzig den Weg zu gehen.
Für mich war es einfach, ohne großartig nachdenken zu müssen , den Weg der Grundbausteine zu folgen . Dieser ist auf jahrelange Erfahrungen aufgebaut und gibt jedem die Richtung vor. Dieser Weg ist gerade ohne Haltestellen und Abbiegungen. Da steht doch alles drin , wie der Weg zu gehen ist , ganz einfach unkompliziert und für jeden nachvollziehbar. Ich kann es aber auch zerreden und mich weiter im Kreis drehen. Alle andere gesundheitliche Folgen der Krankheit bedürfen Behandlungen durch Mediziner oder, wenn nötig, auch Therapeuten, aber sicherlich keine Kursänderung für den Weg.
es ist meine Überzeugung die ich aus eigene Erfahrungen bestätigen kann.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 08.02.2010, 16:42 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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glück auf
pravo hartmut
genau so 100 %
einfach machen
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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FrankyFresh aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.11.2007 Beiträge: 716 Alter: 42
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Verfasst am: 09.02.2010, 01:06 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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Hallo, mal eine kurze Rückmeldung vom meinem Tag heute:
Ich war um 15 Uhr in meiner ehemaligen Entzugsklinik in der ambulanten
Suchtambulanz und hatte dort ein ca. 45 minütiges erstes Gespräch mit
meinem Suchtarzt.
Ich war offen und ehrlich und hab über meine Trinkpausen berichtet, weil der Arzt und ich waren uns schnell einig, richtig ''trocken'' war ich nie.
Das hab ich verinnerlicht ich hab lediglich Trinkpausen eingelegt, die mal länger oder kürzer waren.
Er hat mir vorgeschlagen, es jetzt mit einer ambulanten Therapie zu probieren, Voraussetzung dafür ist keine Trinkpause, sondern wirklich trocken zu sein, ich muss auch Tagebuch führen und jeden Tag kurz berichten, wie es mir geht(ohne Alkohol)
Der andere Vorschlag war, schon klar, eine Langzeittherapie
Ich sehe absolut den Vorteil einer Langzeittherapie, nur, ich hab letztes Jahr einige Tage suchtbedingt gefehlt und bin im Moment ja auch noch bis nächste Woche krankgeschrieben.
Eine Langzeittherapie geht so sagt er mir zwischen 2-3 Monaten und das kann ich momentan im Geschäft einfach nicht machen, ist allgemein momentan kein guter Zeitpunkt...
Wäre ich arbeitslos, wäre das sofort Thema für mich, ohne Wenn und Aber, ich bin natürlich auf der anderen Seite sehr glücklich, das ich nicht
arbeitslos bin, sondern in einem festen Arbeitsverhältnis stehe.
In dem mir bekannten Klinikpark bin ich natürlich auch gewesen, es hat mich mal kurz 12 Jahre zurückgeflasht und ich hab mich dort total verzweifelt auf der Parkbank sitzen sehen...wäre ich doch nur die letzen 12 Jahre trocken geblieben, ging mir durch den Kopf.
Mir wurde klar, das ich mir die ganzen letzten Jahre was vorgemacht habe, durch gute Schauspielkünste funktioniert habe und wahnsinnig viel Energie dafür aufgebracht habe, andere immer wieder davon zu überzeugen, das ich gar kein Alkoholiker bin, denn ich hatte ja immer wieder lange Trinkpausen, ist doch ein Zeichen, ich brauch das Zeug nicht, bla, bla, bla...
Mein ganzes Lügengebäude das ich ja schon in dem Gespräch mit dem Suchtarzt, in sich zusammenfallen lassen habe, wurde mir nochmal richtig aufgezeigt.
Meine momentanen Erkenntnisse daraus, ich muss weniger bla,bla, bla machen und aktiv trocken werden und aufhören mir wieder selbst was vormachen zu wollen.
Ich dachte immer ich habe den Alkohol im Griff, weil ich ja , wenn ich nach längerer Trinkpause, mal wieder eine Absturznacht hatte, sofort wieder aufhören konnte zu trinken...
Letzte Woche hab ich auch hier die Quittung bekommen, weil das natürlich nicht geht, König Alkohol hat mir hier höchstens die Rolle des
Hofnarren zugeteilt und beliebig die Fäden gezogen.
Heute weiss ich, ich hatte so nie die Chance wirklich trocken zu werden, mit meinem nassen Denken
Ich meld mir morgen wieder, seid lieb gegrüsst
Franky |
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| FrankyFresh hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 09.02.2010, 06:34 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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glück auf ranky
du hast dir 12 jahre lang eingeredet "kein alkoholiker" zu sein
problem = du weist zuviel über die krankheit + bildest dir desshalb ein alles im griff zu haben
lösung = alles vergessen
geh schritt für schritt wies hartmut geschrieben hat
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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MrHardcore neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2009 Beiträge: 149 Wohnort: Nähe München
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Verfasst am: 09.02.2010, 09:06 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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hi franky,
ich finde es immer wieder erstaunlich, mit welcher vehemenz und welchen "totschlagsargumenten" manche von uns alkoholikern die chance einer langzeittherapie an sich vorbeiziehen lassen.
so mit die beliebtesten argumente -bei frauen- sind "ich kann meine kinder/familie jetzt nicht im stich lassen" bzw -bei männern- "ich verliere womöglich meinen arbeitsplatz".
in der realität sieht es jedoch sehr häufig so aus, dass statt der familie oder des arbeitsplatzes die trockenheit auf der strecke bleibt, und als folge davon dann auch die familie bzw der arbeitsplatz verlustig geht.
ich persönlich habe die erfahrung gemacht, dass eine lzt das "unangenehmste" war, was ich mir als nasser säufer vorstellen konnte. warum? weil ich wusste, dass ich da meiner sucht -anders als bei einer ambulanten therapie- nicht entfliehen konnte, kein raum, keine zeit für ablenkung etc - nur beschäftigung mit mir, meinen defiziten und meinem suff.
das wollte ich natürlich nicht, denn ich hatte ja alles unter kontrolle, ich war ja anders als die anderen alkoholiker, ich und meine situation...
was soll ich sagen? das funktionierte in meiner einbildung und selbstüberschätzung so lange, bis ich die schnauze voll hatte vom saufen, und bedingungslos trocken werden und bleiben wollte. da hatte dann auch die lzt ihren schrecken für mich verloren, und ich war froh um jede nur erdenkliche hilfe, die ich bekommen konnte. egal was, hauptsache, nicht mehr trinken müssen.
und was soll ich noch sagen? die lzt war gar nicht so schlimm, wie ich mir das immer eingeredet habe. es war kein hort der zwänge, keine strafkolonie, keine entmündigung. es war nicht unter meinem niveau, und ich war nicht fehl am platze. im gegenteil, es war genau der richtige ort, um endlich das rüstzeug zu erlernen, mit dem ich seither trocken leben darf.
von daher erstaunt mich dein"genervt-die-augen-hochzieh-smilie" zum thema lzt. das einzige was du in deiner säuferkarriere bis jetzt bewiesen hast, ist doch, dass du es im "normalen umfeld" eben nicht geschafft hast, trocken zu werden.
verstehe mich bitte nicht falsch: ich will dir keine lzt andrehen, wozu auch. ich will nur wissen, wie jemand, der es selbst nicht auf die reihe kriegt trocken zu werden, etwas (=eine lzt) beurteilen will, worauf er sich selbst nicht einlässt.
ist es etwa die gleiche angst, die ich damals hatte???
cu
MrHardcore |
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| MrHardcore hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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FrankyFresh aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.11.2007 Beiträge: 716 Alter: 42
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Verfasst am: 09.02.2010, 18:11 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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Hallo Heute war und ist ein guter Tag
War heute 2 Stunden in der schönen Winterluft spazieren
hilft den Kopf freizukriegen
Die Langzeitherapie beschäftigt mich auch immer noch...
Tatsache aber ist: ich kann jetzt einfach nicht 2-4 Monate fehlen.
Ich will meinen Arbeitsplatz nicht gefährden, natürlich weiß ich,
wenn ich jetzt weitersaufe, ist es nur eine Frage der Zeit, bis
auch mein Arbeitgeber Bescheid weiß und ich irgendwann
gegangen werde
ich brauche ein stabiles Umfeld,da gehört für mich auch mein
fester Arbeitsplatz dazu, ich kann mir es einfach nicht leisten
jetzt ein paar Monate zu fehlen...
Heute abend gehe ich noch zusätzlich in eine andere SHG,
ich schreibe jeden Tag hier im Forum und lese auch viel
mit meinem festen Willen trocken zu bleiben(ohne rumzuzocken!)
und der ambulanten Therapie in der Suchtklinik werde ich es diesmal
schaffen, denn das ist mein Ziel: ein trockenes, zufriedenes Leben
LG Franky |
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| FrankyFresh hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 49 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
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Verfasst am: 09.02.2010, 18:20 Titel: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir |
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| FrankyFresh hat Folgendes geschrieben: | ich kann jetzt einfach nicht 2-4 Monate fehlen.
Ich will meinen Arbeitsplatz nicht gefährden | Hallo,
als doch ein Hintertürchen gefunden? Das war dann wohl nichts mit den Vorsätzen.
Was nutzt Dir der Arbeitslatz, wenn Du ihn wegen Suff sowieso los wirst?
Schönen Tag noch |
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| HansHa hat zum Thema: Re: Hoffnung arbeitet wieder in mir geschrieben
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