| Meine Geschichte und nun? • Verzweiflung |
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Blaubaerchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 141
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Verfasst am: 08.03.2010, 16:47 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Hallo Ihr Lieben,
erstmal lieber Fliegende Stern, Danke für deine Erinnerung. Ich hab natürlich gar nichts dagegen, dass Du die in meinem Thread geschrieben hast Bin immer froh, über Erfahrungen und dann noch solche, die meinen so ähnlich sind...
Ich habe in der letzten Woche ein wenig Stress auf Arbeit gehabt, einfach viel zu tun. Aber ich hab ja auch immer das Talent, mir den Stress selber zu machen. Jetzt geht es schon langsam wieder.
In der Beziehung ist es eigentlich die Woche über sehr ruhig gewesen. Ich hab mich wohl gefühlt mit ihm und das Einziehen war kein Thema mehr. Zum Glück! Jetzt wird es sich eh von alleine erledigen, denn er wird auf jeden Fall für ein halbes bis dreiviertel Jahr weg gehen müssen. Ich denke, dass gibt mir Zeit, mich selbst wieder zu finden und zu fokusieren, was ich denn nun möchte. Auf jeden Fall den Frühling und Sommer genießen
Ein paar Streitereien gab es, weil ich alleine auf der Geburtstagsparty einer langjährigen Freundin war (er wollte plötzlich nicht mehr mitkommen), dort übernachtet habe und mich nicht gleich morgens bei ihm gemeldet habe. Da kam wohl die Eifersucht und Angst in ihm hoch. Eifersucht ist ja nicht immer was schlechtes, aber es kommt darauf an, wie man sie dem Partner über offenbart. Nicht aggressiv, sondern eher sorgenvoll... Ich meine, natürlich kann er sich nicht sicher sein, dass ich mir nicht lieber einen anderen Menschen an meiner Seite wünsche, nach allem was passiert ist. Und diesem vielleicht auch irgendwann alleine begegne. Aber ich habe ihm nie einen Grund geliefert...
Ich hoffe ich habe Freitag wieder frei und kann zur Gruppe gehen. Darauf freu ich mich schon!
Ich hoffe, euch beiden geht es auch gut?!
Drück euch ganz doll und genießt die ersten warmen Sonnenstrahlen!!!
Euer Blaubärchen |
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Blaubaerchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 141
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Verfasst am: 12.03.2010, 15:37 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Es ist wirklich anstrengend, mit diesem Menschen zu leben. Das Thema Alkohol ist dieses Mal tatsächlich nicht schuld, sondern seine ewige Unzufriedenheit und Lethagie.
So haben wir uns vor zwei Tagen den ganzen Abend über SEINE Entscheidung unterhalten, aufs Schiff zu gehen. Die Pros und Contras aufgezählt und er war so überzeugt, den richtigen Weg einzuschlagen.
Gestern dann, als ich nach Hause kam, eröffnete er mir, er hätte es sich anders überlegt und werde nicht fahren. Ich war sowieso etwas angesäuert, weil ich wieder einmal alleine die Einkäufe in den dritten Stock tragen musste (Frage: Warum hat man einen Freund, wenn er nie da ist, wenn man ihn braucht?) und nach 10 Stunden Arbeit auch noch die Wohnung aufräumen durfte.
Ich also: Und was willst du stattdessen machen?
ER: Nichts.
ICH: Da mach ich aber nicht mit.
Er zog sich zurück ins Bett, wo er vor sich hin litt. Nach einer Stunde hab ich ihn dann zum Reden überzeugt. Wieder ein langer Abend mit einem ebenso langem Gespräch, in dem ICH ihn wieder aufbauen musste und überzeugen musste, dass sein Leben lebenswert sei.
Es ist so wahnsinnig anstrengend! Ich kann doch gar nicht die Zukunft mit ihm planen, wenn er ständig seine Meinung ändert und nie hinter dem steht, was er sagt! Woran liegt das nur? Ich vermute ja, dass Drogen doch ein bisschen das Gehirn angreifen und ihren Schaden bei ihm hinterlassen haben. Oder doch einfach der intensiver Alkoholkonsum der letzten Jahre... Das ist doch nicht normal! Ich hab ihm auch geraten, mal zu einem Psychologen zu gehen. Gegen diese depressiven Momenten muss man doch was tun.
Ich persönlich hab bald die Nase voll. Ich kann ihn nicht immer wieder aufbauen und bin auch nicht der Typ, der ihn in den Hintern tritt, um endlich in die Gänge zu kommen.
Ich hab ihm klar gesagt, dass diese Situation unsere Beziehung viel mehr belastet als wenn er sieben Monate aufs Schiff gehen würde.
So, danke, dass ich mich hier mal auskotzen konnte. So langsam überwinde ich vielleicht ansatzweise mein Helfersyndrom
Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende!
Euer Blaubärchen |
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Blaubaerchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 141
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Verfasst am: 12.03.2010, 17:55 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Ich bin tierisch sauer!
Jetzt ruft er mich an, um mir zu erzählen, dass er zu einer Freundin geht und wahrscheinlich dort ein Glas Wein trinkt. Aber nicht mehr. Und ich antworte recht läsig "Naja, wenn es mehr wird kann er eben in ... übernachten. "Nun heul nicht gleich rum!" war seine Antwort. Wie kann er so mit mir reden!!! Wollte er vor seiner Freundin besonders cool wirken! Ich müsse ihn nicht immer an den Deal erinnern. Das ist doch das letzte, nachdem ich ihn die letzten zwei Abende psychisch wieder aufgebaut habe... geht er so mit mir um. Ich habe ihm geschrieben, dass er meinetwegen so viel trinken kann wie er will... Macht er ja eh! Das ist mir bewußt und irgendwie ist es mir jetzt wirklich egal!
Ich freue mich schon auf die Gruppe heute abend. Weiß genau, es gefällt ihm nicht, aber auch das ist mir egal!
Was für ein Idiot!
Entschuldigt, aber das musste sein! |
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 13700 Alter: 46
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Verfasst am: 12.03.2010, 18:56 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Hallo Blaubärchen,
er ist kein Idiot sondern Alkoholiker.
Und dein Helfersyndrom ist DEIN Thema. Er möchte sich nicht ändern, da kannst du an ihm noch so viel rumschrauben, du sagst "psychisch aufbauen" dazu. Er möchte nichts tun.
| Blaubaerchen hat Folgendes geschrieben: | | Und was willst du stattdessen machen? |
Es geht hier um DICH. Hier mal ein Link.
Grüße, Linde |
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Blaubaerchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 141
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Verfasst am: 12.03.2010, 22:35 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Hallo liebe Linde,
ich verstehe was du meinst und hab meinen fehler während der letzten zwei stunden selbst erkannt. Ich habe meine Gefühle und meine Gedanken wieder nur um ihn drehen lassen, von ihm dankbarkeit oder zumindest anerkennung für meine Worte erwartet und wurde enttäuscht. Ich bin mit etwas offeneren Augen heute aus der Gruppe gekommen, denn - als wenn es Schicksal ist - der Text des Tages passte wie die Faust aufs Auge
Was mir allerdings etwas aufstößt ist, dass Du meinst, ich würde an ihm rumschrauben. Das hört sich wie ein Synonym für Manipulation an. Klar habe ich auch schon versucht, ihn zu manipulieren, aber gestern habe ich ihm meine Meinung gesagt und versucht, ihn aus diesem Loch heraus zu helfen, in das er zu entgleiten drohte. Ich glaube nicht, dass es mir komplett gelingen wird, das ist auch nicht meine Aufgabe, ich weiß. Ich will ihn auch nicht zu etwas zwingen, was er nicht tun will.
Ich war vorhin wirklich einfach tierisch verletzt. Weil ich nicht erwartet habe, dass ich mir so etwas von ihm ohne jeden Grund - und ohne Alkoholkonsum - anhören muss. Dabei lass ich ihm doch alle Freiheiten - mir ist das wichtigste, dass ich nicht mehr mit den Auswirkungen des Trinkens konfrontiert werde. Aber ich habe überreagiert. Ich kann meine Gefühle nur schwer kontrollieren...
Danke für den Link. Ich habe mir eingestanden, dass ich krank bin - sonst wäre ich nicht hier und würde nicht in die Gruppe gehen - aber manchmal kriecht diese erkenntnis in die Dunkelheit des hintersten Gehirns und ist ganz still, die Frustration des passiven ist einfach dann stärker.
Ich wünsche dir einen wunderschönen Abend und schönes Wochenende.
Blaubärchen |
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 13700 Alter: 46
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Verfasst am: 12.03.2010, 23:33 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Hallo Blaubärchen,
ich kenne diese Phase, wenn man beginnt die Blickrichtung zu verändern. Den Fokus nicht mehr auf den Partner, sondern auf sich selber richtet. Das kann ganz schön heftig sein. Rumschrauben, das ist ein Wort, Manipulation ist auch ein Wort, Beeinflussen, Bewirken, Antippen, Denkanstoß geben, Anleiern.... es läuft einfach darauf hinaus, daß wir meinen, beim anderen etwas TUN zu müssen.
Müssen wir aber nicht, das ist Seine Aufgabe. Wenn er nicht will, dann ist das so.
Verändern können wir uns nur selber. Ich wollte damals einfach nicht auf mich schauen! Ist ja einfacher, die Baustelle nach "draußen" zu verlagern, als bei sich selbst zu bleiben und da zu ackern!
Aber es ist zu schaffen. Und es macht mir inzwischen Riesenfreude, mein Leben zu gestalten. Jeder ist frei, das zu tun, was er tut. Wenn du sagst, du läßt ihm alle Freiheiten, hm, die hat er ja eh! Du hast das nicht in der Hand. Das Entscheidende ist: DU hast auch alle Freiheit, das zu tun, was DIR gut tut.
Manchmal hat mir Freiheit Angst gemacht. Ich konnte mir nicht vorstellen, mein Leben in die Hand zu nehmen, meine Zeit zu gestalten und Verantwortung für mich zu übernehmen. Ein Partner sollte schön alle meine unerledigten Dinge tun... Nö. Inzwischen genieße ich das eigene Tun.
Viele Grüße, schön, daß du eine gute Gruppenstunde hattest!
Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? geschrieben
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Blaubaerchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 141
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Verfasst am: 15.03.2010, 12:36 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Hallo Ihr Lieben,
Ich kann meinem Freund auch gar keinen Vorwurf machen, was seine Unsicherheit für die Zukunft angeht. Bei mir sieht es im Inneren doch genauso aus:
Vor zwei Tagen noch fand ich es eine gute Idee, dass er aufs Schiff geht, endlich was arbeiten geht und was für seine (unsere) Zukunft tut.
Seit gestern abend (der typische Sonntag abend) wurde ich sehr traurig. Immer wieder kam in mir ein Gefühl der Leere auf. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ist die Angst vor dem Alleine sein. Ich spiele sogar schon mit den Gedanken, dass vielleicht ein anderer auftauchen könnte... mache es aber wahrscheinlich nicht nur aus Unzufriedenheit über die Beziehung sondern eben aus Angst vor der Einsamkeit.
Insofern werden die nächsten sieben Monate wohl auch für mich eine wichtige Prüfung. Lernen, alleine zu sein.
@Linde: Es ist ja noch nicht einmal so, dass ich auf meinen Partner Aufgaben abwälze. Ganz im Gegenteil, ich bin eine Person, die alles alleine machen will und ganz schwer was abgibt.
Das ist nicht das Problem. Aber ich bin in den letzten Jahren nie länger als 2 Monate alleine gewesen. Ohne Partner, ohne jemanden, der neben dir im Bett schläft, der mit auf dem Sofa liegt, mit dir ißt...
Ich denk dann immer, naja, aber es ist dann auch Weniger dreck und weniger zu kochen, ergo weniger Arbeit für mich und Streß!
Ich werd mal sehen wie alles läuft. Aber ich bin mir schon sicher, ich bekomme auch das hin... Wer weiß, vielleicht gewöhn ich mich noch daran...
Ich drück euch ganz doll;
Euer Blaubärchen |
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| Blaubaerchen hat zum Thema: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? geschrieben
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Fliegender Stern neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 372 Alter: 37
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Verfasst am: 15.03.2010, 21:36 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Liebes Blaubärchen !!
Alleine zu leben bedeutet nicht der Anfang vom Ende !!!
Es kann durchaus Vorzüge haben, zusätzlich zu weniger Dreck un d weniger kochen
Zum BEispiel könntst du dich entdecken !!
Und mit dir alleine glücklich und zufrieden leben.
Um dann vielleicht wieder bereit zu werden für eine neue, gesunde und stabile Partnerschaft, in der du all deine Träume verwirklichen kannst !!!
Pass auf dich auf...
Dein fliegender Stern |
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| Fliegender Stern hat zum Thema: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? geschrieben
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