Lindi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.04.2011 Beiträge: 184 Alter: 47
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Verfasst am: 22.05.2011, 17:06 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Hey, Blaubaer,
lass Dir mal nen Rat von einer aelteren Frau geben....
Drei Wochen vor Deinem letzten Beitrag schriebst Du noch was von grosser Liebe, Du hast ihm Geld geliehen, obwohl Du wusstest, er ist arbeitslos und brauchts nur fuer .... na, Du weisst wofuer.
Und nun willst Du harte Geschuetze auffahren, um die Muecken einzutreiben, obwohl er immer noch arbeitslos ist uns gar nicht zahlen kann, selbst wenn er moechte.
Das ist doch auch nur wieder eine Form der Beziehung! Eine sehr negative zwar, aber eben eine Beziehung! Lass es, wenn es keine Existenzbedrohenden Summen sind, vergiss es und schreib es unter Lebenserfahrung ab! Lieber einmal nicht in Urlaub fahren, als Terror, der letztendlich nur belastend fuer Dich und Deine neue Beziehung ist! |
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Apfelsine1963 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.05.2011 Beiträge: 24 Wohnort: Großstadt
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Verfasst am: 22.05.2011, 19:49 Titel: Re: Ewiger Kreislauf - zu schwach um auszubrechen? |
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Hallo Ihrs,
ich lese und lese und lese und irgendwie sind wir uns alle doch sehr ähnlich...
ich denke viel nach die letzten Monate... denken, denken, denken...
Ich glaube die wirkliche Wende in meinem Leben begann, als ich mal wieder in der Thera durchgekaut habe, dass ich mich als Opfer ( s** Missbr.) NICHT schuldig fühlen darf... ja ja ja, hundertmal gehört... hundertmal erklärt... aber ich habe zu ihr gesagt, dass ich mir das im Kopf noch hundertmal sagen kann... ich fühle mich immer noch schuldig - auch wenn ich weiss, dass ich s nicht bin.
okay, nächste Runde:
Trennung von Opfer und Täter... und vor allem: genau angeschaut was der Täter denn gemacht hat und wie er von seiner Persönlichkeit her war.
Dann: Es gibt bestimmte Verhaltensweisen die einen Täter auszeichnen.. in der Regel sind sie Egoisten, leben nach dem Motto: Mir gehört die Welt und einiges dazu, sie sind Grenzüberschreiter und sie haben in der Regel nur ein ganz klitzekleines Schuldbewusstsein... ( trifft auf 90 Prozent der Täter zu)
Okay, das war mal etwas womit ich etwas anfangen konnte.
Automatisch kam durch die Trennung ( immer wieder alles noch einmal durchdenken und abspielen lassen... was hat er gemacht?... was habe ich gemacht?... wer ist Täter, was ist Tat? wer war Opfer? wer war schuld?) einiges in die Gänge.
Vieles konnte ich viel klarer sehen ( ein 5 jähriges Kind hat keine Schuld am Misb. auch wenn es gierig auf die Schoki war... etc etc etc)
Gleichzeitig - und das fand ich spitzenmäßig - kam dann, dass ich in meinem Umfeld plötzlich Grenzüberschreitungen sehen konnte... mal besser mal schlechter... aber es ging los...
und seither rumpelts hier auch ordentlich im Karton...
nimmt dir jemand was weg und du hast es dir ewig lang gefallen lassen, gibt der natürlich auch nicht so einfach auf, wenn du einmal "Nö, ist meins!" gebrüllt hast...
klar reden 'unsere' Männer alle lieb und nett und klar denken wir es war halt nur der blöde Alk weshalb er so ausfallend war, oder er kommt gerade mit seinen Probs nicht klar und wir schreien ja manchmal auch rum und so weiter blablabla... Chaos im Kopf... aber wenn wir mal das ganze blablabla von ihnen ausblenden und nicht die Worte beachten, sondern einfach gucken was sie tun... da sieht dann doch einiges ganz anders und klarer aus...
(Interessant wäre auch mal eine Umfrage zu 'anderen Paaren'... sagen da die Männer auch so oft "ich liebe dich!"...
also jetzt noch ein ganz 'blödes' Beispiel aus meinem Leben, aber da hats vor einigen wochen echt noch einmal bei mir geklickt, als ich daran dachte. Auf mich wurde einmal geschossen um mich zum schweigen zu bringen. natürlich hat die kugel nicht getroffen, aber ich habe daraufhin lange geschwiegen. leben wollte ich halt doch...
so, gruselige erinnerung und so etwas drängen wir ja dann ganz schnell wieder weg oder erstarren nachträglich erneut und schieben erst mal panikattacken und müssen wieder runterkommen etc etc etc... aber wenn man s mal auseinandernimmt, ganz nüchtern betrachtet:
Täter schießt auf Opfer um es zum schweigen zu bringen... schießt natürlich daneben, denn wie soll er denn die Leiche erklären?...
Da gezielt daneben geschossen war, kann man auch die Schuldgefühle klar entsorgen ( wenn ich nicht so geschrieen hätte, hätte er nicht die Beherrschung verloren etc etc etc).
Dieser Mann war 'beherrscht', denn sonst hätte er nicht absichtlich daneben geschossen und dieser mann hat bewusst eingeschüchtert.
Und dann: Seine Schuld... eindeutig riesig, denn sonst hätte er nicht so drastisch einschüchtern und zum schweigen bringen müssen.
Und als Zugabe: Tat betrachten, euer damaliges Verhalten betrachten. In meinem fall finde ich es klasse und herrlich gesund so laut und schrill zu schreien..
dann betrachten was nach der tat des Täters und seinen einschüchterungen euer verhalten war... angst, geschwiegen...
Das ist jetzt ein krasses Beispiel und vielleicht nicht das beste, aber mir hilfts die ganzen Greueltaten noch einmal durchzusortieren... denn da liegt der Schlüssel... Täter und Opfer... klar anschauen... trennen, trennen, trennen... euch klar anschauen... vorher, nachher... ihn klar anschauen... Motiv, Tat, Ziele, weiteres Verhalten...
weiss zwar nicht ob das nur für mich die erkenntnis war und ob es euch hilft, aber ich wollt s mal mitteilen, weil es hier, seitdem 'trennen von Täter und Opfer' mein Hobbie ist ( mach ich beim putzen... an damals denken und trennen trennen trennen) bin ich hier in der 'lieben' familie zur poesen poesen Apfelsine gewachsen )))
davor war ich beliebt ( bitte nicht mit geliebt verwechseln
So, das war mein Wort zum Sonntag
Liebe Grüße und viel Power euch allen!
Apfelsine |
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