| Warum ärgere ich mich? • Hallo bin neu hier und habe eine Frage |
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 30.01.2010, 16:36 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Nachtrag
Später jedoch stellte ich fest, wär ich blos doch hingegangen, denn mein Gefühl hat mich nicht getäuscht. Aus irgendwelchen Gründen, die ich so langsam auch gar nicht mehr wissen will, hat si mich blos abgewimmelt.
Ich bin enttäuscht von ihr!!! |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 30.01.2010, 17:05 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Jetzt weiß ich was Loslassen ist und wie es geht.
Sie hat es mir beigebracht.
Und jetzt werd ich sie loslassen.
Der Rückfall in mein altes Muster hat es mir aufgezeigt.
Ich bleib mir und meinem Bauch treu...sonst niemandem.
Trocken bin ich... und trocken will ich bleiben.
Danke für die lehrreichen Stunden mit dir... meine Königin. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 31.01.2010, 22:17 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Bolle,
es mag sein, das du gefrustet bist und dir das Internet zu nutzen machst, um deine Beziehungsprobleme öffentlich auszutagen . Für mich hat das nichts mit Loslösung zu tun sondern mit einer Art Abrechnung.
Du schreibst hier im Detail, so das es die Annahme haben könnte, das sie mitlist. Sollte das so sein, ist das der verkehrte Weg und die verkehrte Plattform.
Viel wichtiger wäre es zu wissen , wie du dich nun in deiner Trockenheit siehst und was es mit dir ausmacht. Welche Gedanken du an den Alkohol hast und ob eine Rückfallgefahr besteht.
lass dir dies ernst und gut gemeinte Denkanstöße, vorurteilsfrei durch durch den Kopf gehen.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Skye neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2009 Beiträge: 293 Alter: 42
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Verfasst am: 01.02.2010, 21:12 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Bolle,
ich stelle mir ein wenig die Frage was Dich hergebracht hat und was Du Dir hier erhoffst zu finden. Was ich hier lese macht auf mich nicht den Eindruck als ob Du Dich mit Dir und Deiner Trockenheit beschäftigen würdest. Es geht um Dich und Sie, es geht um Dich und Eure Beziehung, es geht um Dich in der Beziehung, es geht darum was sie und die Beziehung in Dir auslösen. Ich lese allerdings wenig bis gar nicht, wie Du Dich als Süchtigen siehst. Ich lese keine Beschäftigung allein mit dem Menschen Bolle, immer nur in Bezug auf irgendetwas/irgendjemanden. Bist Du allein nicht existent? Bevor Du erwartest, dass andere Dich lieben und akzeptieren wie Du bist, finde doch erstmal heraus wie und wer Du wirklich bist und lerne Dich selbst zu akzeptieren und zu lieben und das in jeder Lebenslage. Du machst auf mich nicht den Eindruck, als würdest Du Dich kennen.
Auf mich als Angehörige wirkst Du nicht wie ein Mensch, der ernsthaft trocken werden und bleiben will. Meine Meinung, mein Eindruck......
Etwas ist mir besonders ins Auge gesprungen:
| Zitat: | Stationär hab ich versucht... zum zweiten mal (das erste mal vor rund zehn Jahren).
Und zum zweiten mal schier wahnsinnig geworden. |
Das kannte ich von meiner Mutter, sie konnte mit der Begrenzung die ein stationäre Entziehung mit sich brachte nur sehr schlecht leben. Sie fühlte sich eingeengt, eingesperrt, ihrer Freiheit beraubt. Das sie sich diese mit jedem Schluck selbst nahm hat sie nicht gesehen bzw. nicht sehen wollen. In diesen Situationen, in denen es wenig bis gar keine Ablenkung von außen gab, war sie auf sich selbst zurück geworfen, dass hat sie nicht ausgehalten. Draußen gab es genug, womit man sich beschäftigen konnte, wo man sich selbst ausweichen konnte, da drinnen war es um ein Vielfaches schwerer. Sie wollte trocken werden, aber sie wollte sich nicht so nehmen wie sie war, also hat sie schlussendlich doch den Alkohol gewählt. Mit ihm konnte sie vor sich selbst flüchten. Die Flucht war gründlich, der Alkohol hat sie am Ende umgebracht.
Wie sagt Spedi immer so schön: Wer will, findet Wege - wer nicht will, findet Gründe.
Gruß
Skye |
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| Skye hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 03.02.2010, 19:27 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Hartmut, hallo Skye
stimmt, hast Recht. Ich tu es... sie aber auch.
Da stehn mer uns in nichts nach.
Aber ich habe was übers Loslassen gelernt.
Es war für mich viel einfacher vom Alk loszulassen, als von ihr.
Denn trotz Frust bin ich trocken. Ich weiss auch warum. Weil ich meine Probleme nicht mehr auf diese Weise "lösen" will. Denn dadurch habe ich immer nur mein Ego gepuscht und mir die Kraft geholt um mich nicht damit (derartigen Problemen) auseinandersetzen zu müssen.
Vielleicht bin ich auch deshalb mit der Situation unserer Liebe total überfordert. Ich habe ihr schreckliche Dinge angetan für die ich unbändigen Scham empfinde. Wir stehen an einem Punkt an dem wir uns gerade nichts mehr zu sagen haben.
Ich habs echt voll verbockt.
Dennoch liebe ich sie.
Aber fakt ist, ich habe nicht getrunken.
Ich bin einfach sehr durcheinander und kann selbst nicht mal so genau erklären warum ich nicht getrunken habe. Es ist ein Gefühl das ich so bisher noch nicht kannte. Eine Art Durchbeissen die mir neu ist, aber deutlich echter.
Ich weiss nicht ob man das so verstehen kann.
Ich hab was übers Loslassen gelernt. Ihn (Alk) hab ich losgelassen. Sie hab ich durch meine Arroganz und mein Ego verloren.
Die Liebe spür ich immer noch.
Ob diese Liebe jemals wieder gemeinsam gelebt werden kann und wird weiss ich nicht.
Aber derzeit fühl ich mich stabil was das Trinken angeht.
Eine plausible Erklärung dafür hab ich selbst noch nicht. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 03.02.2010, 19:29 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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| ähhh....tschuldigung. Sollte plausiblere Erklärung heissen. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 06.02.2010, 13:09 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo an alle,
nach vielen Hochs und Tiefs die mich die letzten Wochen gebeutelt haben, darf ich aufrecht stehend und mit Stolz erfüllt von mir behaupten... Ich stehe immernoch.
Ich bin immer noch trocken und das ist neben der Erkenntnis, den Unterschied zwischen Freundschaft und Pseudofreundschaft kennengelernt zu haben, mein größter Erfolg für mich.
Ich höre Menschen oft sagen wie wichtig es ist Verantwortung für sich selbst zu übernehmen...
Doch beobachte ich auch sehr häufig dabei wie viele Menschen darüber hinaus den Blick für die Verantwortung ihrer Mitmenschen völlig aus den Augen verlieren.
Es ist eine wahre Größe sich selbst treu zu bleiben, noch größer ist es aber dabei die Würde seiner Mitmenschen zu wahren.
Würde ist es wenn ich Schulden auf mich nehme und zu diesen stehe... Egal was bisher zwischen Schuldner und Gläubiger geschehen sein mag.
Würde ist es sich stets zu bemühen einen gemeinsamen Konsens herbei zu führen, egal wie groß die Kluft zwischen den vielleicht auch ehemaligen Partnern geworden sein mag.
Würde ist es, die eigenen Forderungen gleichzeitig als die Rechte des anderen zu sehen.
Denn häufig ist es so, dass die menschen die für sich ihre Autonomie einfordern, dies auf kosten anderer tun... Es schlichtweg einfach damit übertreiben.
Denn Masslosigkeit ist ja schliesslich ein Krankheitssymptom.
Sicherlich mag es schon schwer genug sein zu erkennen man ist anders als viele anderen. Sicherlich ist es schwer sich einzugestehen man hat eine Krankheit, eine Sucht als ständigen Begleiter neben sich.
Noch viel schwerer ist es aber darüberhinaus die Regeln des gemeinsamen Miteinander zu respektieren und zu befolgen.
Hingegen leicht ist es sich hinter seiner Krankheit zu verstecken und den Mitmenschen zu sagen "ich habe NUR Verantwortung meiner selbst gegenüber zu tragen".... weil ich ja krank bin.
Loslassen und sich selbst lieben sind Tatsachen die für uns Abhängige ein Grundsatz des Stabilbleibens sind.
Doch Gerechtigkeit und Ausgleich ebenso...
Denn wer gibt mir das Recht als arbeitender Kranker meine Krankheit auf dem Rücken anderer aus zu tragen.
Habe ich das nicht schon lange genug als nasser Alkoholiker getan?
Also denke ich, mit Aussagen wie "ich trage jetzt Verantwortung für mich selbst" und "ich liebe mich selbst" sollte man beherzt umgehen...
und nicht WIEDER übertreiben und diese über alles andere stellen.
Denn ich sehe dies lediglich als Suchtverlagerung.
Ich lasse los... von meinem alten Denken.
Von meinem Egoismus und meiner Feigheit meine Krankheit als Schutz und Wegbereiter zu verwenden.
Ich denke, im Gegensatz zu vielen Psychologen, ein beherztes "tut mir Leid, das war dumm von mir. Lass uns nochmal darüber reden"... also eine Entschuldigung...
oder "stimmt, so hab ich dies noch gar nicht betrachtet"...
ist viel mehr WERT (wenn man das so sagen darf), als ein... "ich zieh mich zurück und trage für mich die Verantwortung".
Loslassen beginnt genau dort... und nicht bei seinen Mitmenschen!
Mit freundlichem Gruß,
Bolle |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Skye neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2009 Beiträge: 293 Alter: 42
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Verfasst am: 06.02.2010, 14:13 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Bolle,
lass mich mal zusammenfassen: Du hast Mist gebaut und gesoffen und Du kannst jetzt mit den Folgen Deiner eigenen Handlung nicht leben.
Du hast Mist gebaut nicht andere, nicht sie. Lerne damit zu leben und lerne daraus für die Zukunft.
Gruß
Skye |
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| Skye hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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