| Warum ärgere ich mich? • Hallo bin neu hier und habe eine Frage |
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 29.01.2010, 10:43 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Kaltblut, hallo Xena,
manchmal mehr manchmal weniger.
Es ist wie mit allen Dingen im Leben. Der Tag beginnt wie der vorherige geendet hat. Doch was ich daraus mache entscheide ich für mich.
Habe ich Kraft und Energie, mache ich einen guten Tag daraus, denn ich bin mit dem was ich tu meist zufrieden.
Endete ein Tag mal schlecht... dann schlaf ich schlecht ein und wache schlecht auf. Dann setz ich mich morgens beim Kaffe hin und überlege kurz ob ich heute an dem Schlechten etwas ändern kann. Wenn mir nicht schnell etwas einfällt, dann lenke ich meine Aufmerksamkeit auf die Dinge die ich gut kann. Tu dann diese (be)arbeiten. Das tut mir dann gut, denn so habe ich auf alle Fälle etwas gutes erreicht.
Wenn ich dann noch Kraft habe, kann ich mich um das Thema vom Morgen kümmern... Oder aber ich glaube an das Universum und denke mir das wird schon. Manchmal fallen mir auch Lösungen im Schlaf ein.
Fakt ist... Ein Kreislauf beginnt immer dann wenn mich ein schlechtes Thema sozusagen verfolgt.
Ich nicht loslassen kann.
Dann suche ich nach einem Anker.
Früher suchte ich ihn oft in meinen Mitmenschen, verlangte nach bestätigung meiner erbrachten Leistung. Je mehr Bestätigung ich bekam, desto besser gings mir. Leider führte dies "immer" dazu, daß sobald meine erbrachte Leistung einen Einbruch hatte, diesen dann auch ich hatte.
IMMER DANN HABE ICH GETRUNKEN.
Heute ist es etwas anders. Ich blicke zwar immernoch zurück. Aber die Liebe die ich empfinde, die Liebe zu dem was ich erbracht habe ist eine andere. Denn ich liebe zwischenzeitlich auch die schlechten Dinge an mir. Sie sind es die schlussendlich dazu führen keine Wiederholungsfehler zu begehen.
Ich übe es noch. Es steckt noch in den Kinderschuhen. Aber es wächst.
Es ist schwer, es fällt mir schwer.
Nichts dabei zu trinken fällt mir derzeit leichter, als mich mit meinen schlechten Seiten auseinander zu setzen.
Scham, Trauer, der Drang es wieder gut machen zu wollen... Oft noch überkommen mich diese Gefühle.
Aber das Vertrauen in das Universum, die Liebe zu mir wächst.
Was passiert bei einem Rückfall:
Ich hatte zwei Rückfälle innerhalb von 4 Wochen.
Es ist nicht nur der Körper der leidet. Ich habe, Gott sei dank, nicht sonderlich großen körperlichen Entzug zu leiden. Bei mir ist es die Psyche die leidet.
All die Dinge die ich oben beschrieben habe, werden sozusagen auf Null gesetzt.
Es dauert c.a. 3 bis 5 Tage bis ich wieder normal denken kann.
Dann fange ich wieder von vorne an.
Die wochen zuvor sind zwar noch da, aber eben sehr verblasst.
Während eines Rückfalls kommen ALLE negativen Dinge in mir zum vorschein.
Und mein Umfeld, das nicht sehr groß ist, muss diese ertragen, da ich extrovertiert bin.
Es ist schwer dies zu verstehen. Ich schimpfe und beleidige die Person die mir am nächsten steht. Greife sie persönlich an. Erniedrige und drohe. Mit all der Grausamkeit die in mir steckt.
Ich nehme dies währenddessen meist bewusst wahr.
Dabei meine ich nicht die Person die ich beschimpfe, sondern nur mich selbst.
In solchen Zeiten Liebe ich mich nicht.
Doch etwas ist plötzlich anders.
Ich liebe zweimal.
Zum einen entdecke ich die Liebe zu mir selbst...
Und zum andern liebe ich sie.
Ich trenne die beiden Arten zu lieben.
Beide Lieben sind am wachsen...
Und ich fühle mich gut dabei. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 29.01.2010, 10:50 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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@xena
Danke.
Deine Augen sind tief und sehen rein. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 29.01.2010, 11:08 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo
xena
| Zitat: | | Klar gibt es Tage da habe ich einen Rückfall in die co-abhängigkeit, das ist dann so ein Druck, wie es ein Alkoholiker wohl verspürt, wenn ich das so vergleichen darf. |
und
| Zitat: | Was passiert bei einem Rückfall: Ich hatte zwei Rückfälle innerhalb von 4 Wochen.
Es ist nicht nur der Körper der leidet. Ich habe, Gott sei dank, nicht sonderlich großen körperlichen Entzug zu leiden. Bei mir ist es die Psyche die leidet.
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wie ein Rückfall, für einen CO-Abhängigen aussehen kann, oder wie er nachhaltig wirkt ,kann ich mangels von Erfahrungen nicht einschätzen oder beurteilen. Ich weiß jedoch das ein Rückfall bei einem Alkoholiker der Tod sein kann. Wenn nicht gleich, dann auf längerer Zeit, da er nicht mehr zum trockenen Leben zurückfindet. Deswegen würde ich das eine und andere nie vergleichen wollen.
In Eurer Post habe ich mehr oder weniger eine Verharmlosung heraus-gelesen und das halte ich für einen gedanklichen Fehler, der in die falsche Richtung geht. Ich kann mich aber auch irren und ihr meint was anderes.
Hallo Bolle , seit wann bist du nun trocken? Ich dachte seit fünf Wochen , wann hattest du denn da deinen Rückfall?
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 29.01.2010, 11:41 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Hartmut,
den ersten Rückfall hatte ich in der ersten Woche.
Den zweiten in der vierten.
In ärztlicher Behandlung (ambulant) bin ich seit fünf Wochen.
Stationär hab ich versucht... zum zweiten mal (das erste mal vor rund zehn Jahren).
Und zum zweiten mal schier wahnsinnig geworden.
Ich mag das irgendwie nicht.
Ich stehe wieder am Anfang...
Da ich die Rückfälle sehr bewusst (was ich früher nicht tat) wahrgenommen habe... und das Trinken mir nicht das gab was ich mir erhoffte (bewusster Missbrauch)...
haben diese Rückfälle eine besondere Bedeutung für mich.
Sie warfen mich so hart zu Boden, dass ich...
wie soll ich sagen...
ich ziehe aus ihnen die Kraft es mir anzusehen.
Sie zeigten mir die ganze zerstörerische Kraft und Gewalt in mir auf. Es war einfach nur schrecklich.
Wenn ich länger als eine Woche nicht trinke... (ich war... lass mich lügen... weiß nicht mehr genau... rund acht Jahre trocken bevor ich vor eineinhalb Jahren wieder anfing) werde ich ein anderer Mensch.
Der den ich mag und wirklich sein will.
Ich ging ins Forum weil ich hier meine Gedanken niederschreiben kann und trotzdem frei sein, zuhause oder meinem job nachgehen kann.
Stationär sterbe ich innerlich.
Es ist nicht wie Tagebuch schreiben und sich es dann durchzulesen und selbst Gedanken darüber zu machen, sondern man bekommt Feedback und kann Tagebuch schreiben.
Nach langer Suche habe ich auch zwei Therapeuten gefunden die mich ambulant begleiten und mir liegen.
Ich will neu beginnen... doch diesmal anders. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10069 Alter: 49
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Verfasst am: 29.01.2010, 12:29 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Bolle,
Heißt das ,das du nun , 1 Woche wieder nüchtern lebst?
es ist gut ein Tagebuch zu führen, um daraus reflektieren zu können. Wir haben im erweiterten Zugang , einen extra Tagebuch Bereich, bei dem nicht das ganze Internet mitlesen kann oder von Suchmachinen gfunden wird. Überlege es dir mal.
Du schreibst von Loslassen und von einem Neubeginn.
Ich habe für mich erfahren dürfen, das da auch unabdingliche Lebensänderungen notwendig sind. Ich habe das eine mit dem anderen verbunden und hatte auch gleich hier ,ein Wegweiser mitgeteilt bekommen , der mich nach zig Jahren des Verzweifelns und Versuchens , zufrieden trocken werden ließen.
Das sind die Grundbausteine. Daran habe ich mich gemessen ,überprüft und das wichtigsten überhaupt , ohne wenn und aber, danach gehandelt , auch wenn sie mir am Anfang dubios vorkamen.
http://www.forum-alkoholiker.de/grundbausteine-der-nuechternheit.php
vielleicht ist das auch was für dich.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Paddy neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 19.12.2006 Beiträge: 380
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Verfasst am: 29.01.2010, 22:18 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Bolle,
da ist etwas , was Du in Deinen Threads geschrieben hast, was ich auch aus meinem Leben kenne und auch in einigen anderen threads lese. Doch die Art und Weise, wie Du es schreibst hat mich auf seltsame Weise berührt. So als ob ein gewisses Geheinis oder Schlüsselerlebnis dahinter steckt, über dass es sich einmal gemiensam nachzudenken lohnt. Du schreibst, dass Du bei einem Rückfall die Dir am nahesten stehnede Person beschimpfst , erniedrigst etc. In Wahrheit meinst Du Dich selbst damit.
Das hört sich an, als ob die andere person eine Art Speigelfunktion für Dich hat. Es sit ja in keisnter Weise logisch genau die Person zu demütigen, die man am meisten liebt. Dass ein Partner aber auch in nicht abhängigen Verbindungen schnell zum Müllabladepaltz wird ist auch die bittere Wahrheit. Seltsamer Weise dneke ich, dass es aber auch ein Zeichen von Vertrauen ist. Vor wem würde man sich sonst 'trauen' diesen ganzen Müll auszukippen, wenn nicht vor dem Partner, von dem man eigentlich dann auch erwartet , dass dieser Verständnis zeig tund diesen Akt dann wieder verzeiht. ( Besonders ja bei Coabhängigen kann man sich ziemlich drauf verlasssen). Oder aber rechnest Du damit, dass Du dadruch Deinen Partner dermaßen verletzt, dass Du Dir dadruch Absatnd verschaffst? Ist es ein Akt, der versucht die Liebe, die der Partner für Dich empfindet zu zerstören? Vielelicht weil Du insgeheim denkst, Dass Du es nicht wert bist geliebt zu werden; eben deswegen, weil DU Dich selber nicht liebst?
Oder erhoffst Du DIr druch die Erniedrigugn des Partners, dass dieser sich dann ordentlich ins Zeig schmeißt udn wieder um seine Liebe kämpft, indem er Dir Bestätigung gibt, Schuld auf sich nimmt, es Dir versucht Recht zu machen? Auch diese Rolle würdebei Cos ja recht gut funktuonieren und einem Abhängigen sicher wieder ein wenig Selbstbewußtsein verschaffen. Ein Selbstbewußtsein, was er in diesem Moment nicht hat. Meine Frage ist ertsmal eigentluch: Hast Du in diesem Moment sozusagen die Knöpfe des gut funktionierenden Coabhängigen gedrückt, um Dir wieder Bestätigung zu beschaffen. Oder hast Du Dir in dem Moment einfach Erleichterung verschafft und Druck abgelassen, in dem Du Dich bei der Dir am nächten stehenden Person einfach sozusagen 'psychisch ausgekotzt' hast?
Du hast auch angedeutet, dass Dein Gegenüber aus der Co-Rolle ausgestiegen ist. Was löst es in DIR aus, wenn plötzlich Dein Gegenüber solches Verhalten nicht mehr hinnimmt, nicht mehr duldet und sich dann selber aus den Fängen der Coabhängigkeit befreit. Wenn Dir plötzlich die 'Grundlage' felt, um Dich derart zu befreien wirst DU automatisch auf 'Dich selbst' zurück geworfen, denke ich mir. Oder Du müßtest Dir ja schnell ein anderes 'Opfer' suchen, eine weitere nahe stehende Person suchen. Was bewirkt das in Dir? |
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| Paddy hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 30.01.2010, 01:23 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Hallo Paddy,
um deine Fragen zu beantworten...
Ja, ich vertraue Ihr und nur bei ihr kann ich den Mut aufbringen der zu sein der ich bin.
Ich bin stolz auf sie wie sie die Co Mauer durchbricht. Ich sehe wie sie wächst und zu einem noch wundervollerem Menschen wird den ich sowiso in ihr gesehen hab. Mit ihrem Wachsen wächst meine Liebe mit. Meine Liebe zu ihr.
Ich will damit nicht verletzen oder Distanz erzeugen. Ich rechne aber auch nicht mit Verständnis.
Ja, sie hat oftmals eine Spiegelfunktion für mich.
Rechnen oder erwarten tu ich in solch einem Fall nicht. Dazu bin ich dann gar nicht in der Lage.
Es hat sicherlich etwas mit Wertschätzung zu tun. Derer wie ich mich selber wertschätze.
Deshalb denke es ist wichtig die Liebe zu trennen.
Da gibt es die Liebe zu ihr... und die Liebe zu mir.
Beide agieren unabhängig voneinander.
Ausserdem schätze ich an ihr sehr die Gabe mich auf mich selbst zurück zu werfen.
Ich denke um eine genauere Antwort darauf zu finden, müsste ich noch tiefer in mir graben.
Ist nur die Frage ob das Sinn macht.
Wäre es nicht einfach sinnvoller die Liebe zu mir beständiger zu machen... dies zu üben üben üben.
Meine Liebe zu ihr ist beständig, bei gott und beim Universum. Erst heut Abend hab ich es wieder mal gespürt. Ich sehe sie noch immer, so wie ich sie schon immer gesehen hab. Habs vielleicht nicht ganz so rübergebracht.
An meiner Liebe zu mir arbeite ich noch.
Der erste Schritt war zu erkennen, dass beide Lieben unabhängig voneinander sind. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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Bolle74 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.01.2010 Beiträge: 39 Alter: 37
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Verfasst am: 30.01.2010, 16:34 Titel: Re: Wie lässt man los? |
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Altes Muster
Heute fiel ich in ein altes Muster aus meiner Vergangenheit zurück.
Der aktuelle Stand unserer Beziehung ist eher Einseitig geprägt. Sie will Freundschaft, mehr nicht. Ich hingegen hab da weiter reichende Bedürfnisse.
Ich nahm via sms Kontakt zu ihr auf, wollte wissen ob wir am Nachmittag noch etwas chatten können.
Die kurz formulierte Absage versetzte mich in einen Wutzustand.
Sie sei unterwegs, so ihre Aussage.
Ich wurde neidisch und eifersüchtig. Neidisch auf ihr soziales Umfeld. Ich friste ein Alleinsein in meiner Wohnung und habe kein soziales Umfeld.
Ich wollte mich nur unterhalten.
Mit dem Gedanken „Na das woll mer mal sehn ob du unterwegs bist“ machte ich mich auf den Weg zu ihr. Ich spürte einen schier unbändigen Drang in mir die Wut weg zutrinken.
Als ich in ihrer Stadt ankam, lief ich zunächst ziellos umher.
Ich schaute mich nach allen Seiten um, dachte vielleicht treibt uns der Zufall zusammen. Hoffte es sogar. Dem war nicht so.
Irgendwann jedoch lief ich immer näher in Richtung ihrer Wohnung. Der Druck wurde stärker. Die Wut auch.
Als ich dann an der entscheidenden Straßengabelung stand, wurde es plötzlich anders.
Ich spürte ihre Nähe. Eine Wärme stieg in mir auf. Ich hatte auf einmal nicht mehr das Bedürfnis es prüfen zu müssen. Ich war noch weit entfernt von ihrer Wohnung, konnte sie also nicht sehen. Dennoch wäre es die entscheidende Abzweigung gewesen. „Wenn ich diesen Weg jetzt nehme, dann tu ich ihr weh“.
Die Wärme die ich spürte zeigte mir, ich hab es nicht nötig sie zu prüfen. So ging ich dann an der Abzweigung vorüber.
Mit jedem weiteren Schritt mit dem ich mich dann von ihr entfernte wurde auch mein Druck zu trinken weniger. Ich musste mehrmals tief durchatmen und inne halten.
Ein Schweißausbruch überkam mich. Doch ich wollte nicht mehr trinken.
Erleichtert und müde ging ich dann nach Hause. |
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| Bolle74 hat zum Thema: Re: Wie lässt man los? geschrieben
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