| Wie ich als trockener Alkoholiker mit Problemen umgehe. • Suchtdruck und Nikotin |
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Martha66 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.12.2009 Beiträge: 3663
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Verfasst am: 26.01.2010, 21:47 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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Lieber Manfred,
schön, das Du Marshall weiter empfiehlst, das gefällt mir, nun sind wir schon zu zweit?
Es freut mich, dass Du eine gute Sitzung hattest und Vertrauen zu Deinem Therapeuten hast.
Ich habe natürlich bei Dir schon gelesen. Ich brauche immer etwas mehr Zeit , um bei Dir zu antworten, dass geht immer so n bisschen tiefer und mir ist Ruhe und Konzentration wichtig, die mir abends oft fehlt.....da reichts dann nur noch für ein paar aufrüttelnde oder aufmunternden Sätze
Dir ganz liebe Grüße,Martha |
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| Martha66 hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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Spes neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2009 Beiträge: 83 Alter: 57 Wohnort: Bayern, trocken seit dem 2.12.2009
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Verfasst am: 29.01.2010, 11:59 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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Hallo Manfred, Martha,
hab' jetzt länger überlegt, ob ich auf Deinen (Marthas) Weg vom 26.1. zum "sich selber Lieben" und vom Kopf zum Gefühl zu kommen hier oder in meinem Thread antworte.
Ich tu's jetzt mal hier, auch wenn sonst niemand darauf reagiert hat.
Ich finde es großartig und es hilft mir ganz, ganz viel, weil es mir einen Weg aufzeigt, auch wenn ich mich damit noch hart tue.
Bei mir ist immer alles rationale Erkenntnis als Ergebnis von Nachdenken und Abwägen. Ich merke aber jetzt als Trockene, dass ich so richtig gar nicht weiß, wo meine Gefühle sind ??????? Wer ich eigentlich bin ????????? D.h. für mich jetzt, lieben kann man sich eigentlich nur, wenn man seine Gefühle kennt und zulässt und damit sich selbst, das wirkliche Selbst, kennenlernt.
Sorry für die späte Antwort.
Kopf : Bin einfach ein bißchen langsam
Gefühl : Hab' immer ein bißchen Angst zu antworten. Warum ???
Ganz herzliche Grüße von
Spes |
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| Spes hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 29.01.2010, 12:27 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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glück auf spes
| Spes hat Folgendes geschrieben: | dass ich so richtig gar nicht weiß, wo meine Gefühle sind ??????? Wer ich eigentlich bin ????????? D.h. für mich jetzt, lieben kann man sich eigentlich nur, wenn man seine Gefühle kennt und zulässt und damit sich selbst, das wirkliche Selbst, kennenlernt.
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scheint der springende punkt zu sein - "muss" nich wissen - "darf" fühlen mich selbst lieben
| Spes hat Folgendes geschrieben: | Sorry für die späte Antwort.
Kopf : Bin einfach ein bißchen langsam
Gefühl : Hab' immer ein bißchen Angst zu antworten. Warum ???
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warum entschuldigen wovor angst haben
sich selbst lieben (dürfen)
gefühle (auch gedanken) äusern (dürfen)
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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Spes neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2009 Beiträge: 83 Alter: 57 Wohnort: Bayern, trocken seit dem 2.12.2009
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Verfasst am: 29.01.2010, 13:46 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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Hallo Matthias,
jo, hast Recht. Lieben Dank für die Stärkung.
Angst wovor ?? Hmmhh - Was mir im Moment einfällt : Es gibt hier soviele tolle Menschen, die warmherzige, mitfühlende, bestärkende und innige mails schreiben - ich komm' mir dagegen immer etwas zu kühl vor. Aber ich seh schon, das ist wieder an anderen orientierte Erwartungshaltung an mich selbst. Manfred , ich denke hierbei sehr an dich, als Du schriebst, das Umärmeln und Drücken sei nicht so ganz Deins. Schön, dass Du es so für dich akzeptieren kannst. Ich bin wohl noch nicht so weit.
Alles Liebe
Spes |
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| Spes hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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Manfred sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2009 Beiträge: 1293 Alter: 54 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 29.01.2010, 16:12 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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Hallo Spes,
gerne gehe ich noch mal auf das „Umarmen“ und „Drücken“ ein:
Ich habe für meine bevorzugte „Halbdistanz“ zwei wesentliche Gründe:
1. Ich lasse mir nicht gerne die Gefühle von anderen Menschen überstreifen oder mich von ihnen vereinnahmen.
2. Ich mache mich lieber erstmal mit meinen Gefühlen vertraut. Das dauert manchmal ein bisschen …
Bei Matthias mache ich eine Ausnahme Den kenn ich schon etwas länger, den mag ich und dem vertraue ich
Liebe Grüße
Manfred |
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| Manfred hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 29.01.2010, 17:10 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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glück auf manfred
freu mich wien "matscheimer" über die ausnahmeregelung
beruht auf gegenseitigkeit
matthias
(hab gesehn das du wieder im "garten" bist - bin dort) |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4064 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 14.02.2010, 18:04 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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glück auf alle
> schade schon über 2 wochen kein neuer beitrag - is n interessantes thema (traurig guck)
matthias |
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| silberkralle hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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Manfred sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2009 Beiträge: 1293 Alter: 54 Wohnort: Hamburg
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Verfasst am: 02.05.2010, 14:21 Titel: Re: Sich selbst lieben!? |
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Hallo zusammen,
ich möchte noch mal auf meinen letzten Beitrag in diesem Thread eingehen. Da ging es um den Begriff „Halbdistanz“.
Ich hatte den Begriff ja in erster Linie in Bezug auf andere Menschen verwendet. Nach längerem Nachdenken darüber ist mir klar geworden, dass er auch in Bezug auf den Umgang mit mir selbst und meinen Gefühlen zutrifft.
Wahrscheinlich ist es so, dass je mehr ich mich annehme und mag desto mehr mag ich auch andere Menschen.
Wie gehe ich also mit mir um?
In welcher Haltung begegne ich mir selbst?
Welche Botschaften habe ich an mich selbst?
Wann mag ich mich und wann nicht?
Was mag an mir und was nicht?
Rückblickend und zusammenfassend würde ich sagen, dass ich in der (trockenen) Vergangenheit überwiegend so mit mir umgegangen bin:
Kritisch, analysierend, fordernd, im Bestreben einem idealisierten Selbstbild zu entsprechen.
So etwas wie Zuwendung, Güte, Liebe kam da so gut wie nie vor.
Da sind auch Botschaften (so wie ich sie wahrgenommen habe) aus der LZT (1989) mit eingeflossen: Kritische Analyse der Lebensgeschichte und mein Anspruch es Allen zu zeigen, dass ich in der Lage bin etwas zu leisten, dass ich eine hohe Frustrationstoleranz besitze, etc.
Ich bin insgesamt sehr hart mit mir gewesen und habe mir nur wenig Schönes erlaubt. Es ist dieses tiefe Gefühl von „Ich muss es mir erst verdienen“.
In den ersten 15 Jahren meines Lebens habe ich es meinen Eltern „nicht recht gemacht“. Dann 16 Jahre getrunken und es allen Anderen „nicht recht gemacht“.
Da hatte ich häufig in den letzten 21 Jahren Trockenheit das Gefühl, dass ich etwas wieder gutmachen muss.
Dass ich auch etwas in mir selbst „gut machen“ muss, ja „gut machen“ darf, dieses Gefühl, diese Botschaft sickert erst langsam durch. Insbesondere deshalb, weil ich nicht mehr durch berufliche Aktivitäten abgelenkt bin bzw. nicht mehr die tief liegenden Gefühle verdrängen und abwehren kann.
Diese jahrelange Verdrängung und Abwehr hatte sicher auch eine Schutzfunktion. Ich hatte schlicht kein Vertrauen in die äußeren Rahmenbedingungen um meine innere Befindlichkeit leben zu können. Mein Leben war eher geprägt von den Gedanken:
Wenn Ihr kein Interesse an mir habt, wenn meine Gefühle und Bedürfnisse Euch nicht interessieren, dann zeige ich Euch, dass ich auch ohne Euch klar komme.
Die Krux daran war, dass ich lange nicht gemerkt habe, dass ich mich auch nicht wirklich um meine Gefühle und Bedürfnisse gekümmert habe. Außer dem Bedürfnis beruflich erfolgreich zu sein, zu zeigen dass ich in der Lage bin auch schwierigste berufliche Herausforderungen zu meistern, zu zeigen dass ich etwas leisten kann.
Mit dieser beruflichen Leistungsorientierung ist es nun seit einiger Zeit vorbei. Und jetzt wird mir nach und nach klar, dass ich in allen anderen Lebensbereichen Vieles nachzuholen habe, soweit das überhaupt möglich ist.
Insofern ist diese berufslose Zeit einerseits sehr schwer auszuhalten, andererseits auch eine Chance, die mir die Gelegenheit gibt, mir klarer darüber zu werden: Wie gern habe ich mich? Unabhängig von Firma, Familie, Freunden.
Ich stehe also jetzt mit 52 Jahren vor der Aufgabe bei mir noch mal von vorn zu beginnen. Wie kann ich mein in der Summe destruktives Verhalten mir selbst gegenüber verändern? Wie kann ich die selbst zerstörerischen Beweggründe verändern? Wie komme ich zu mehr Annahme statt Ablehung? Zu mehr Öffnung statt Abgrenzung?
Einen ersten Schritt habe ich mit der Einleitung meiner Traumatherapie gemacht. Welche weiteren Schritte noch folgen, dass kann ich im Moment nicht einschätzen.
Ich glaube, dass es im Kern etwas mit Vertrauen zu tun hat. Vertrauen im Sinne von Urvertrauen.
Urvertrauen, das ich nicht kenne.
Wie entwickle ich Urvertrauen?
Kennt sich jemand damit aus? Ist das möglich?
Wenn ich bei einigen EKA´s lese, dann entdecke ich dort viele Parallelen in der Grunddisposition. Insbesondere in dem Beschreiben und den Auswirkungen von emotionaler Vernachlässigung und seelischem und körperlichem Missbrauch.
Ich bin mir im Moment sehr unsicher an wen ich mich (außer meiner Therapeutin) mit den Fragen nach dem Urvertrauen zu einem weiteren Austausch wenden soll.
Vielleicht hat jemand von Euch eine Idee?
Ich wünsche allen Lesern noch einen schönen Restsonntag.
Liebe Grüße
Manfred |
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| Manfred hat zum Thema: Re: Sich selbst lieben!? geschrieben
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