Lady000 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 09.08.2008 Beiträge: 44 Alter: 29 Wohnort: NRW
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Verfasst am: 17.01.2010, 22:30 Titel: Immer wieder diese Enttäuschungen |
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Hallo ihr lieben,
habe mich schon eine lange zeit nicht mehr gemeldet ,nicht weil es besser wurde sondern einfach weil ich nicht schreiben konnte oder wollte .
irgendwie dachte ich ich könne es alleine mit mir ausmachen aber das klappt einfach nicht ,
gestern wollten wir den geburtstag meines mannes feier ,wir haben alle zum essen eingeladen eigentlic wie jedes jahr
tja und wer war wieder nicht da ....... meine mama sie hat mich mal wieder hägen lassen und das ganze immer verbunden mit diesen lügen ,
ich habe sie noch am freitag angeufen weil ich schon wieder gemerkt habe das es los geht und sie wieder trinkt und ihr gesagt das sie bitte samstag zum geburtstag kommen soll und ihre antwort darauf war
nein nadine ich habe nicht getrunken nunja also war wieder alles klar für mich.
Auch am samstag rief ich nochmal an und sie versprach mir zu kommen und nur eine stunde später ging das telefon und sie sagte ich komme nicht angeblich sei sie beim müll rausbringen ausgerutscht und aufs kinn gefallen und nun hätte sie schmerzen und könne nicht richtig sprechen und essen ,
es war mir sowas von klar das es so kommt und trotzdem treibt es mir immer und immer wieder die tränen in den augen und langsam verzweifel ich daran an diesen ganzen lügen und dieses nicht einsehen das sie ein alki ist.
warum macht sie das immer und immer wieder und lässt mich sitzen ,
es ist mir peinlich vor den anderen immer wieder neue ausreden zu erzählen und ich sehe doch das sie alle wissen was los ist,
im mai ist unsere kirchliche hochzeit und ich freue mich so darauf aber trotzallem habe ich angst das sie auch da nicht kommen wird ,mensch ich bin doch ihre tochter und ich brauche sie und warum macht sie das mit mir .
auch heute hat sie sich noch nicht gemeldet und ich habe sie auch nicht angerufen weil es würde wieder nur im streit enden und da habe ich keine lust mehr drauf denn ich bin eh immer die dumme und sie ist das opfer.
mir geht es gesundheitlich schlecht ich habe täglich kopfschmerzen und fühle mich schlapp.
ich wünsche mir dieses jahr ein baby zu bekommen nur leider glaube ich nicht die kraft zu haben um stark für mein kind zu sein
ganz liebe grüße
nadine |
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Skye neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2009 Beiträge: 293 Alter: 42
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Verfasst am: 19.01.2010, 23:34 Titel: Re: Immer wieder diese Enttäuschungen |
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Hallo Lady,
| Zitat: | | aber trotzallem habe ich Angst davor das jemand über meine Mutter schlecht spricht |
Das kenne ich, dass ging mir so als sie noch lebte und das geht mir heute noch so. Allerdings gibt und gab es für mich da große Unterschiede. Das eine sind Tatsachen, auch wenn man sie nicht hören will, etwas anderes sind Lästereien oder als wohlmeinende Ratschläge verpackte Urteile.
Es ist eine Sache die reine Tatsache auszusprechen, dass meine Mutter eine Alkoholikerin war. Das war sie und dafür, die Wahrheit auszusprechen braucht sich niemand zu schämen und schön lügen muss das auch niemand, dass ändert die Wahrheit nicht. Fakt war, sie war schwerstabhängig. Sie hat im Suff viele Menschen vor den Kopf gestoßen und beleidigt. Das diese Menschen ihr nach diversen Vorfällen nicht mehr freundlich gesonnen waren, ist nicht verwunderlich. Auch wenn man betrunken ist hat man andere nicht anzugehen und muss mit den Konsequenzen leben wenn man es trotzdem tut. Ich lasse mich auch nicht beleidigen, egal ob mein Gegenüber nüchtern oder betrunken ist, die Ausrede lasse ich nicht gelten. Dementsprechend fiel das was sie sagten auch nicht unbedingt positiv aus, tat mir zwar weh, aber das konnte ich ihnen nicht übel nehmen.
Worauf ich nach wie vor allergisch reagiere sind Urteile über sie und ihr Leben. Niemand hat das Recht über das Leben eines anderen zu urteilen, nicht über meines, nicht über ihres. Schon gar nicht wenn man nur einen Bruchteil davon kennt.
Deine Mutter ist Alkoholikerin, auch wenn Dir das wehtut, auch wenn Dir das Angst macht, es tot zu schweigen ändert nichts daran.
| Zitat: | | ich meine ich liebe meine Mama und es ist mir sehr wichtig sie dabei zu haben und nein es würde mir zu schlecht gehen wenn sie nicht dabei wäre. |
Deine Mutter ist abhängig und sie scheint auch nichts daran ändern zu wollen, wenn ich Dich richtig verstanden habe. Das heißt, wenn Du sie dabei haben willst, musst Du damit rechnen, dass sie betrunken ist. Wie wird es Dir dann gehen?
Ein Alkoholiker kann nur trocken werden, wenn er es für sich will. Er kann nur für sich aufhören, nicht für andere. Du kannst zwar erwarten, dass sie den Tag für Dich nüchtern ist, wenn sie es aber für sich nicht will, dann wird sie es nicht sein. Erwarten kann man viel, ob man es bekommt, weiß man nicht. Erwartungen bergen immer das große Risiko enttäuscht zu werden.
Du wirst eine Entscheidung treffen müssen. Willst Du sie dabei haben und das Risiko eingehen, dass sie betrunken ist? Oder willst Du sie nicht dabei haben, dann zwar ohne Deine Mutter heiraten, aber sicher sein, dass sie Deine unter Umständen betrunkene Mutter nicht Deine Hochzeit ruiniert? Es einfach laufen zu lassen und das Beste zu hoffen, ist auch eine Entscheidung, die Entscheidung nichts zu tun. Wie auch immer es steht eine Entscheidung für Dich an. Du kannst ihr nur ausweichen, wenn Du die Hochzeit absagst, was Du wohl nicht willst.
| Zitat: | | denn sie weiß es ja selbst und bereut es jeden Tag und das versucht sie halt mit dem Alkohol zu vergessen . |
Lady es gibt keine Gründe zu saufen, Du musst keine Entschuldigungen für Deine Mutter finden. Sie trinkt, weil sie will. Es gibt Hilfe, sie weiß wo sie sie bekommen kann, sie muss sie nur annehmen, tut sie es nicht, will sie, warum auch immer, trinken. Nicht jeder Mensch der Probleme hat trinkt, es gibt also auch andere Wege, es gibt Lösungen. Mit trinken löst man keine Probleme, man schafft nur neue und die alten sind immer noch da.
Du erwartest immer wieder, dass sie für Dich nichts trinkt, weil Dir es etwas bedeuten würde. Deine Mutter trinkt nicht, weil sie Dich nicht liebt, sondern weil sie sich selbst nicht liebt. Sie lügt nicht weil, sie Dich belügt, sondern weil sie sich selbst belügt. Belügen muss, sonst müsste Sie trocken werden und das will sie nicht, weil sie glaubt, dass der Alkohol ihr etwas gibt ohne das zu leben sie nicht bereit ist. So funktioniert Sucht, bar jeder Logik und lebensbedrohlich. Du kannst sie nicht retten. Solange sie sich selbst nicht wert genug ist aufzuhören, wird sie es nicht tun, dass hat mit Dir überhaupt nichts zu tun. Weder bist Du Schuld das sie trinkt, noch kannst Du etwas daran ändern, es ist ganz allein ihr Ding. Ebenso wie es ihr Ding ist, wenn sie sich durch ihre Sucht immer weiter isoliert.
Seit 1,5 Jahren bist Du hier angemeldet, in dieser Zeit schwankst ständig zwischen Hoffen und Bangen. Das tut Dir nicht gut, wie Dir Dein Körper mitteilt und Du verschwendest damit Deine Lebenszeit in der Du zufrieden und glücklich sein könntest. Deine Mutter ist erwachsen, lass sie alleine laufen, sie kann für sich selbst sorgen, wenn sie will. Lass sie los....
Ich habe meine Mutter auch geliebt, trotz allem was gewesen ist. Ich bin bei dem vergeblichen Versuch ihr zu helfen zu wollen fast selbst mit dabei drauf gegangen. Ich habe sie losgelassen, um mich zu retten, ich habe sie trotzdem weiterhin geliebt, aber ich habe sie losgelassen. Liebe heißt nicht Selbstaufgabe.
Gruß
Skye |
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