| Der Spirituelle anteil an der trockenheit!!?? • Tag 1 ...... |
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murmeltier neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.01.2010 Beiträge: 167 Alter: 41
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Verfasst am: 13.01.2010, 18:20 Titel: will nicht mehr alleine kämpfen! |
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Hallo, ich lese hier schon eine geraume Zeit mit, und heute trau ich mich auch zu Euch.
Ich habe im letzten Jahr durch euch sehr viele hilfreiche Tips mit auf meinen Weg zur Abstinenz mitgenommen, aber außer meinem Therapeuten war ich bisher allen mit meinem Alkoholproblem.
Kurz meinen zusammengefassten Werdegang:
Mit dem Trinken habe ich erst 2001 angefangen, als ich nach meiner Scheidung meinen Lebensgefährten kennenlernte. Er hat (so mein Verdacht) schon immer mehr Alkohol getrunken, es fing harmlos an mit 1-2 Bieren zum Feierabend.
Die Folgen der Scheidung, finanz. Probleme (bin selbstständig), verschiedene Vorfälle die mich sehr verletzten und der ständige Stress (Firma, Kind, keine Urlaub etc.) führten dazu, dass ich meine ersten Vollräusche hatte. Immer nur an freien Tagen, immer nur zuhause, eigentlich immer zusammen mit meinem neuen Partner.
Schließlich war der Punkt erreicht, an denen wir bereits morgens (an freien Tagen) Bier oder Wein tranken, ich konnte endlich entspannen, indem ich in einem Alkoholnebel war, alles war plötzlich leichter - ich hatte Spass. Bis sich die Situation umkehrte, wir stritten immer häufiger im Rausch, es kam zu Gewaltausbrüchen, Kontrollverlusten usw.
Im Februar 2008 schnitt ich mir nach so einem Streit die Pulsadern auf, im November 2008 sprang ich von der Brücke, jedes Mal überlebte ich und war dann eine zeitlang in der Klinik, immer auf eigenem Wunsch frühzeitig entlassen, - ich konnte ja die Firma und meinem Sohn nicht alleine lassen.
Erst jetzt erkannte ich mein Alkoholproblem, meldete mich zur Therapie in der Suchtberatung an, die ich auch jetzt noch besuche (Einzelgespräch). Medikamente lehne ich ab, - habs probiert und nicht vertragen.
Mein Therapeut riet mir zur Gruppentherapie, ich kann mich aber anderen gegenüber schwer öffnen, ist mir peinlich, - deshalb bin ich hier.
lg, murmeltier
sorry, ist jetzt lang geworden |
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| murmeltier hat zum Thema: will nicht mehr alleine kämpfen! geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14428 Alter: 46
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Verfasst am: 13.01.2010, 19:41 Titel: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! |
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Hallo Murmeltier,
fühl dich Willkommen hier im Forum!
Schreib dir hier alles von der Seele, wann immer es dir danach ist. Du wirst gelesen, auch wenn nicht immer jemand gleich etwas dazu schreiben kann.
Ich kann gut verstehen, wenn man nicht in eine reale Gruppe möchte. Bin ich auch nicht. Wir verstehen uns hier als virtuelle Selbsthilfegruppe. Es ist auch - fast - immer jemand online.
Wie geht's dir gerade aktuell?
Liebe Grüße, Linde |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! geschrieben
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Jule25 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.11.2009 Beiträge: 47 Alter: 41
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Verfasst am: 13.01.2010, 19:55 Titel: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! |
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Hallo Murmeltier.
Gut, dass Du hier bist. Willkommen!
Dich hier anzumelden und von Dir zu schreiben ist ein mutiger Schritt nach vorn.
So wie Du schreibst, gehst Du Deinen Weg ja schon seit einer Weile und hast schon einiges erreicht.
Bist Du denn noch mit Deinem Lebensgefährten von 'damals' zusammen? Trinkt er noch?
Freu mich, mehr von Dir zu lesen, Jule |
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| Jule25 hat zum Thema: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! geschrieben
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murmeltier neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.01.2010 Beiträge: 167 Alter: 41
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Verfasst am: 14.01.2010, 09:34 Titel: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! |
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Danke für das schnelle feedback.
Kurz zu meiner Person: Ich bin 40 Jahre, seit 17 Jahren Unternehmerin und lebe derzeit mit meinem Sohn (12 Jahre), meinem Lebensgefährten und meinem Hund zusammen.
Ich hatte im letzten Jahr zwei Rückfälle, jeweils nur für einen Tag, mit mehrern Monaten Abstand. Beide Male, so auch im Oktober 2009 griff ich in einer Stress/Streitsituation zur Flasche, danach gings mir tagelang körperlich uns seelisch schlecht.
Ich arbeite daran in solchen Situationen andere Strategien zu finden, dass Problem dabei ist, dass ich vin seiten meines LG keine Hilfestellung erwarten kann, weil er selbst immer noch trinkt, und mich sehr oft zum Mittrinken auffordert und auch massenhaft Alkohol zuhause hortet.
Normalerweise kann ich gut damit leben, ich habe kein Bedürfniss nach Alkohol, auch in Gesellschaft stört es mich nicht. Da ich aus einem Trinkerumfeld komme, bin ich es gewohnt dass neben mir Alkohol konsumiert wird, es stört mich nicht.
Die gefährlichen Situationen entstehen zuhause, wenn mein LG das Gespräch sucht und dabei trinkt. Ich rede hier nicht von 1-2 Bier, er hat z.B. während der Weihnachtsfeiertage durchgesoffen. Das führt zu ständigen Konflikten, er wird zu einem ganz anderen Menschen, und ich komme dabei oft in Versuchung es ihm gleichzutun!
Ich denke das ist der große gefährliche Knackpunkt in meinem Leben. |
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| murmeltier hat zum Thema: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! geschrieben
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silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4497 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
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Verfasst am: 14.01.2010, 09:57 Titel: lg? |
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glück auf murmeltier
lebensgefährte wohl eher lebensgefahr
matthias |
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Pequena_Peca neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.01.2010 Beiträge: 16 Alter: 44
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Verfasst am: 14.01.2010, 10:09 Titel: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! |
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Hola Murmeltier,
schau an ... du hast fast die selbe Konstellation wie ich: Alter 42, Sohn 13.
Kleiner Unterschied: Von meinem LG hatte ich mich getrennt, er wohnt jetzt über uns. Auch er trank (und trinkt) schon immer viel und ich hatte mich in diesen Strudel mit reinziehen lassen.
Wir haben momentan ein freundschaftliches Verhältnis, aber zu meinem Selbstschutz werde ich dieses beenden. Jeglicher Kontakt - Gespräche, gemeinsame Unternehmungen - gingen fast immer mit Alkohol einher.
Wenn er sich nicht in mein Leben drängt und ich ihn nicht sehe, geht es mir gut, dann habe ich auch Null-Bedürfnis nach Wein.
Sobald er in meiner Nähe ist - klickt irgendwas bei mir aus. Er ist schon fast sowas wie ein Suchtauslöser geworden.
Denk noch mal drüber nach, wie stabil eure Beziehung ist. Wie ist sein Verhältnis zu deinem Sohn? Vielleicht hilft ja vorerst auch schon mal ein räumlicher Abstand.
Ich wüsste genau, ein Zusammenleben mit so einem LG wäre fatal für ich - ich wäre nicht stark genug, mich gegen den Weinkonsum zu wehren.
liebe Grüße von
Pequena_Peca |
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| Pequena_Peca hat zum Thema: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! geschrieben
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murmeltier neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.01.2010 Beiträge: 167 Alter: 41
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Verfasst am: 14.01.2010, 11:09 Titel: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! |
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Liebe Pequena-Peca, das klingt alles wirklich sehr vertraut.
Bei mir kommt erschwerend dazu, daß ich von ihm finanziell abhängig bin. Mein kleines Unternehmen ist derzeit sehr krisengeschüttelt, ich kann zuhause nicht mal mehr Miete etc. zahlen, weil alles Geld für die Erhaltung meiner Firma draufgeht. Er hat einen gutbezahlten Job, nur so kann ich meinem Sohn eine adäquate Ausbildung und wohnliches Umfeld bieten. Ich hab mich schon beim Jugendamt etc. erkundigt, die Alternative wäre Frauenhaus/Sozialwohnanlage und damit sozialer Abstieg. Für mich allein würde ich das in Kauf nehmen, aber meinem Sohn kann und will ich das nicht zumuten.
Ich bin nicht so naiv zu glauben, daß er sich je ändern wird, er leugnet sein Alkoholproblem, aber ich hatte die Hoffnung solange durchzuhalten, bis mein Sohn aus dem gröbsten raus ist...
Bis vor einem halben Jahr hat er ja nur an freien Tagen getrunken, in letzter Zeit trinkt er auch unter der Woche - so wie gestren. Meine Überlebensstrategie ist derzeit früh ins Bett zu gehen, oder wenn nicht möglich, mit dem Hund Gassi zu gehen - um aus der Situation rauszukommen.
Meinem Sohn gegenüber verhält er sich neutral, traut sich aber auch nicht laut zu werden od ähnliches, weil ich ihn im Zuge eines heftigen Streites klar und deutlich in seine Grenzen verwiesen habe.  |
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| murmeltier hat zum Thema: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! geschrieben
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HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 50 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
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Verfasst am: 14.01.2010, 11:35 Titel: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! |
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| murmeltier hat Folgendes geschrieben: | | die Alternative wäre Frauenhaus/Sozialwohnanlage und damit sozialer Abstieg. |
Hallo,
die Alternative zu was? Weitersaufen und dann doch absteigen oder sogar daran sterben? Du befindest Dich in einer Situation, in der es eigentlich gar nicht möglich ist, trocken zu werden und der Rückfall vorprogrammiert ist. Im Moment hälst Du das Nichttrinken einfach nur aus.
Ich musste mich am Anfang meiner Trockenheit auch entscheiden, wo ich meine Prioritäten setze. Meine oberste Priorität ist es trocken zu leben. Ich habe in der Vergangenheit alles dafür getan und werde es weiterhin so halten. Wenn ich wieder trinke, kann ich alles andere vergessen, also muss ich dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt.
Schönen Tag noch |
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| HansHa hat zum Thema: Re: will nicht mehr alleine kämpfen! geschrieben
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