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meine geschichte, meine sorgen und gedanken

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Lorelei03
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 11
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 14:51    Titel: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo!

in absprache mit ihr, darf ich hier schreiben, dass claudia08832 meine schwester ist und sie hat die geschichte unseres vaters ja schon ausführlich erörtert.

ich sitze jedoch hier, entfernt von zuhause, und musste ihn mir glücklicherweise nicht anschauen und habe ihn seit weihnachten weder gesehen, noch gesprochen. ich möchte ihn gern im krankenhaus besuchen, aber wann ich es mir zutraue, weiß ich noch nicht.

mir war seit meiner frühesten kindheit bewusst, dass mein vater ein problem hat. ich wusste am anfang nicht, dass es der alkohol ist, aber ich habe mir seit ich denken kann große sorgen um ihn gemacht.
ich konnt es nicht aushalten, ihm nicht helfen zu können, bin dpressiv geworden, verletzte mich selbst, wurde essgestört, wollte nicht mehr leben. viele therapien brauchte ich, um es verarbeitenz u können und zu verstehen, dass ich ihm weder helfen kann, wenn er nicht will, noch, dass ich diejenige bin, die ihn retten muss.

ich bin sobald ich konnte ausgezogen, habe abi gemacht und mein studium begonnen, habe meinen ersten abschluss und eine wunderbare tochter. habe einen wunderabren (gesunden!!!!!) mann gefunden, der mich immer unterstützt und der auch über alles bescheid weiß.

nun geht es meinem vater sehr schlecht und mir wurde quasi der boden unter den füßen weggezogen. ich hätte nie im leben gedacht, dass mich das nach all diesen jahren emotionaler abstinenz von ihm, SO fertig macht. ich habe mitleid mit ihm, was ich seit bestimmt 7 jahren nicht mehr hatte.

nun weiß ich nicht mal, was ich hoffen soll...

ich weine viel und manchmal fühle ich mich wieder so hilflos und kraftlos wie damals, als ich 13 war. erschwerend kommt hinzu, dass ich schwanger bin und das ganze auch körperlich gerade eine riesiger berg für mich, über den ich mal drüberkommen muss.

angenommen er gesundet einigermaßen, wird er dann nie wieder trinken? wird er sich helfen lassen, eine therapie machen?
oder wird er einfach so weitermachen wie bisher?

verwirrte grüße
Lorelei
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Lorelei03 hat zum Thema: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben
Claudia0882
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 08.01.2010
Beiträge: 21
Alter: 29

BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 15:01    Titel: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

fühl dich umarmt mein mäus...
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Claudia0882 hat zum Thema: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14428
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 18:40    Titel: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lorelei,

herzlich Willkommen hier im Forum.

Das ist schön für dich, daß du eine eigene kleine Familie hast, in der du dich wohl fühlst. Das ist wichtig. Auch Abstand ist wichtig.

Nun wurde dein selbstgewählter Abstand von außen verändert. Du weißt, daß er im Krankenhaus liegt und das macht was mit dir.

Du schreibst, daß du dich durch Therapie gut stabilisieren konntest. Besteht aktuell die Möglichkeit, einen Akut-Termin bei deiner/m Therapeut/in zu nehmen?

Solch eine Situation kann einem triggern. Wie mit der Zeitmaschine saust man gefühlsmäßig in die Vergangenheit und fühlt sich hilflos, kraftlos wie früher...

Nur weil er im Krankenhaus liegt, mußt du NICHTS tun! Du brauchst nicht zu handeln. Nur wenn es von innen heraus JA dazu sagen würde. Laß dir Zeit und schau mal, welcher Abstand sich im Moment am besten anfühlt.


Lieber Gruß, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4497
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 20:52    Titel: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf ihr beide

Claudia0882 hat Folgendes geschrieben:
fühl dich umarmt mein mäus...


^ da mach ich mit Pfeil ganz platonisch + väterlich

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben
Lorelei03
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 11
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 21:46    Titel: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

guten abend!

@linde66: ja, abstand ist wahrlich wichtig. ich sage immer, dass ich wohl nicht mehr leben würde, wäre ich nicht von zuhause ausgezogen damals. wahrscheinlich wäre es tatsächlich so...ich weiß es nicht und das ist wohl auch gut so!

ich bin so froh und dankbar über mein leben heute. mit allem guten und schlechten, aber ich habe wirklich einen so besonderen mann und eine tochter, die mir jeden tag so viel gibt. und unser baby im bauch. da war es mir immer wichtig, dass mein vater mein leben nicht mehr beherrscht. und nun tut er es doch wieder.
im sommer war ich eine zeit lang zur psychologische beratung bei der caritas, weil ich solche angst hatte mein kind "kaputt" zu machen, bei meiner vorgeschichte. vielleicht könnte ich dort nochmal nachfragen. bzgl. einer akuttherapie bei meiner ehemaligen psychologin habe ich jedoch wenig hoffnung, die wartezeiten.....

und ich weiß, dass ich nichts tun muss, ich weiß es wirklich. ich bin wahrscheinlich die aus meiner familie, die es am besten weiß aufgrund der jahrelangen aufarbeitung. ich versuche es gerade mit der taktik "aushalten". ich kann nichts ändern, ihm nicht helfen, also versuche ich gerade das gefühl der hilflosigkeit einfach auszuhalten, bis es (was auch immer "es" ist) vorbei ist.

ich schäme mich dafür, aber ich hoffe oft einfach nur, dass es vorbei ist. mit ihm. dass er nicht mehr so unendlich traurig und allein sein muss wie in den letzten jahrzehnten, dass er seinen frieden finden kann. darf ich sowas denken? darf ich solche schrecklichen wünsche haben?
natürlich ist da ein fünkchen hoffnung, dass er einsicht zeigt, vielleicht doch sowas wie eine therapie macht, einigermaßen hergestellt wird und nie mehr trinkt.....aber er hatte in den letzten jahrzehnten nur diese taktik. ich weiß selbst, wie sehr eine sucht ersatz für ALLES sein kann und wieviel angst es macht, auf sie verzichten zu sollen, für IMMER. wie schwer es ist, die tür zuzuschlagen und auch alle hintertürchen zur flucht abzuschließen. und ich war keine jahrezehnte lang essgestört, sondern nur ein paar jahre! wie schwer muss es für ihn sein?

oh man, ich hab schon wieder mitleid.

@silberkralle: danke fürs platonische umarmen!
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Lorelei03 hat zum Thema: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben
Lorelei03
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.01.2010
Beiträge: 11
Alter: 26

BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 21:47    Titel: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Claudia0882 hat Folgendes geschrieben:
fühl dich umarmt mein mäus...


zurückumarm. wenn auch aus der ferne!
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Lorelei03 hat zum Thema: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben
Linde66
Moderatorin
Moderatorin


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.10.2008
Beiträge: 14428
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 12.01.2010, 23:06    Titel: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lorelei,

du darfst wütend sein und Mitleid haben, du darfst dich ekeln und du darfst ohnmächtig weinen, in dir darf Hoffnung sein auf seine Einsicht und auch der Gedanke, daß es einfach vorbei sein soll.

Lorelei, ALLE diese Gefühle darfst du haben, alle, und noch viel mehr. Es sind deine Gefühle. Du bist völlig in Ordung.

Aushalten ist was anderes als Abstand. Schau mal, was für dich stimmiger ist.


Bei Akut-Sachen braucht es i. d. Regel keine Antragstellung bei der Kasse, da kann man per Überweisung paar Einzelstunden bekommen. Einfach fragen, fragen, fragen. Du suchst ja im Moment keinen Therapieplatz für länger, sondern hättest gerne paar Beratungsstunden wg. einer aktuellen Geschichte. Sowas geht oft ohne längere Wartezeiten. Ist jedenfalls bei mir so... Frag einfach nach.

Lg, Linde
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Linde66 hat zum Thema: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben
Claudia0882
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 08.01.2010
Beiträge: 21
Alter: 29

BeitragVerfasst am: 13.01.2010, 08:28    Titel: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

schwesterherz... du weisst ich denke genauso... wenn es nur endlich soweit wäre könnten wir damit abschließen ein für allemal... aber das zieht sich mal, denke ich, wenigstens noch dieses jahr hin... viell sollten wir rapunzel mal fragen?
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Claudia0882 hat zum Thema: Re: meine geschichte, meine sorgen und gedanken geschrieben

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