| Einmal Hölle und zurück bitte.... • Co-Abhängig, super so stellt man sich das Leben vor.. |
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underground Gast
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Verfasst am: 11.01.2010, 20:20 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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ich kann sehr gut nachempfinden was du fühlst und auch deine Gedanken.
Aber jetzt frage ich dich - wann macht es bei dir "klick"?
Du möchtest, daß er sich ändert. Aufhört zu trinken. Verständlich.
Nur es ist sein Leben, wenn er trinken möchte wird er nicht aufhören.
Und wenn du so ein Leben nicht möchtest wird dir nur die Trennung bleiben. Auch sein Arzt hat es dir gesagt.
Ich wollte es auch nicht wahrhaben nicht helfen zu können. Daß er sich nicht ändert. Obwohl er immer gesagt hat, er möchte bla bla bla...
Da hilft es auch nicht wenn man zusammen ein Kind hat.
Dann wenn er möchte, wird er mit aufhören oder auch nicht.
Das ist Sucht. Genauso wie es unsere Sucht ist uns von diesem Mensch abhängig zu machen.
Du hast geschrieben, daß du ihn bis auf 4 Monate nie ohne Alkohol erlebt hast. Und daß ihr euch körperlich angeht usw. Was hält dich bei ihm? Ist eure Beziehung schön? Gibt es dir etwas?
Bei mir war es und bestimmt ist es auch noch so, die Illusion die ich ihn hinein interpretiert habe. Mein Wunsch nach Liebe, Familie, Zusammengehörigkeit. Was er von Beginn an gar nicht war. Aber ich wollte das in ihm sehen. Und in den Momenten in denen es schön war, hatte ich die Hoffnung und noch mehr die Illusion das mit ihm leben zu können.
Ich habe in den letzten 1,5 Jahren die meiste Zeit mit weinen, mir Sorgen machen, Streit, Spielchen, Reden, Hoffnung, Enttäuscht sein usw. verbracht. Wie oft habe ich vor ihm geweint, war fertig, hab ihn darum gebeten etwas zu machen. Konsequenzen angedroht. Mittlerweile heul ich schon nicht mehr.
So stelle ich mir eine Beziehung nicht vor. Ich war schon oft in der Situation wochenlang mich zurück zu ziehen. Nicht hinterher zu rufen etc. Vielleicht erkennt er es ja und MACHT endlich was. Ja, Gerede. Mehr nicht.
Ich hoffe es dieses Mal durchzuziehen. Nee nicht ich hoffe. Ich möchte es durchziehen.
Ich werde, worrüber viele hier schreiben und einem ans "Herz legen", heute eine Selbsthilfegruppe für Alkoholiker und Co-Abhängige besuchen.
Nicht mehr die Augen verschliessen und hoffen ALLES WIRD GUT. Es wird gut werden, wenn ich selbst wieder mein Leben lebe. Hab zwar noch keine Ahnung wo es hinführen wird und wer ich bin, aber ein Schritt nach dem anderen.
Es wird dir nichts bringen dir seinen Kopf zu zerbrechen und Antworten, Erklärungen für ihn finden zu wollen. Das ist Abhängigkeit.
Du schreibst du bekommst Harz IV und es ist schwer für dich eine Wohnung zu finden.
Ich lebe auch vom ALG II, da ich im Moment noch Zuhause mit der Kleinen bin. Musste nach einer Wohnung suchen. Vielleicht findet man nicht sofort etwas, aber machbar. Kein Vermieter kann sicherer seine Miete bekommen.
Du schaffst das wenn du es möchtest!
Ich wünsch dir einen schönen Abend. Lasst es euch gutgehen... |
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| underground hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2522 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 11.01.2010, 20:24 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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Hallo angie,
leider treibt die Sucht die Menschen zu extrem irrationalem Verhalten.
Ich meine, bei manchen ist die Sucht einfach wichtiger als alles andere.
Warum das so ist, weiß ich auch nicht so genau. Es gibt ja auch Leute, die rauchen weiter, obwohl schon ein Bein amputiert wurde. Ich meine, das ist ja wohl auch eine extreme Form des Wegschmeißens, würd ich mal sagen.
Klar, es macht einen als Partnerin total traurig, dass man scheinbar nicht wertvoll genug ist, als dass der Partner aufhört damit, aus Liebe oder um einfach die Beziehung zu retten. Ich hab früher das auch so empfunden. Und dann hab ich gesehen, was mein Mann noch so alles weggeschmissen hat außer mir, um seine Sucht weiter zu leben. Es ging bis zur Obdachlosigkeit. Erst, als es wirklich um Leben und Tod ging, war er bereit, aufzuhören.
Das war bei der letzten Trennung.
Dieses Mal hat er noch mehr verloren an die Sucht. Und ich fürchte, er wird weitermachen, bis es wieder um Leben und Tod geht. Und hoffentlich hat er dann wieder Glück und landet auf der Leben-Seite und bekommt nochmal ne Chance.
Nun, natürlich sind nicht alle Alkoholiker so extrem wie mein Mann. Manchen reicht schon die Drohung der Partnerin, sich zu trennen, damit sich was bewegt.
Es ist eben unterschiedlich, wo genau bei jedem der Tiefpunkt liegt.
Wenn du dir das alles klar machst, dass es nicht wirklich was mit dir zu tun hat, dass er für dich nicht aufhört. DAss es eben seine Sucht ist, die im Weg steht, seine Krankheit. Dann nagt es vielleicht weniger an deinem Selbstwertgefühl.
Es ist immer noch schlimm, aber es ist eben eine Erkrankung.
Liebe Grüße
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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angi83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 70 Alter: 29
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Verfasst am: 11.01.2010, 20:34 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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ICh danke euch beiden so sehr
Jedesmal wenn ich deine Antworten lese, Underground, muss ich weinen. Du sprichst mir aus der Seele oder du fühlst das was ich fühle, du kannst so toll darüber schreiben
Gruß Angi |
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| angi83 hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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underground Gast
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Verfasst am: 12.01.2010, 13:43 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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Hi Angi,
hoffe es geht dir gut heute!
Also wenn du weinen musst und dir das gut tut und hilft, dann raus mit.
Aber ojeee, wenn du weinen musst, weil dir vielleicht meine Worte weh tun, das wäre nicht schön.
Ich war gestern in der Anon-Gruppe. Hab auch grad in meinem Thread darüber geschrieben. Hat gut getan. Den Betroffenen dort hilft diese Gruppe und deren Leitsätze ganz gut.
Stecke gerade selbst wieder mitten drin. Gut, so Tage wird es immer geben. Weiter geht´s.
Bin grad selbst etwas verwirrt. Mich bringen so Gespräche, eigentlich reicht da schon ein Gespräch mit ihm, ganz durcheinander.
Ich hatte nur Beziehungen die aus Abhängigkeit bestanden. Meistens "nur" Drogen und nicht wie jetzt Drogen und Alkohol. Aber sowas wie jetzt, so niveaulos und solche Machtspiele und emotinonale Erpressungen hab ich vorher noch nicht erlebt. Wenn doch hab ich es verdrängt. Das ist sowas von Krank. Kann das gar nicht beschreiben im Moment. Wieder auf das Gerede reingefallen. Und die ganzen Unterstellungen. Das ist der Hammer. Ich weiß nicht ob das Halluzinationen, Wahnvorstellungen oder sonst was sind. Aber die sind vom Feinsten. Und jedes drauf eingehen, dagegen halten macht es noch schlimmer. Wenn man selbst Misstrauen hat und das äussert wird man rucki zucki abgefertigt. Bekommst du sowas vorgeworfen hast du eigentlich keine Chance.
So erstmal genug für jetzt.
Hoffe mein Geschreibe ist nicht zu verwirrend für dich.
Fühl dich gedrückt...
Underground |
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| underground hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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angi83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 70 Alter: 29
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Verfasst am: 12.01.2010, 14:15 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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Nein, deine Worte sind nicht zu hart, sie berühren mich nur
Ich hatte ja geschrieben, das er eine Therapie machen wollte, nur weil ich es ihm gesagt habe, nur das ich ihm dabei nicht helfen werde, er muss seinen eigenen weg gehen.
Jetzt kam gestern abend eine Nachricht, er wäre ja selber Schuld daran, das er sich die Flasche an Hals gesetzt hat, aber ich würde ihm manchmal den Grund dazu geben. Diese Gründe kann er mir aber nicht nennen!! Komisch!!!
Ich sollte doch mal das Wort Alkohol aus dem Spiel lassen, weil ich damit alles kaputt mache.
Aber es dreht sich doch nur um den Alkohol und das hat uns kaputt gemacht.
Ich hab ihm gesagt wovor hast du Angst? Du verlierst doch NUR den Alkohol.
Er hätte Angst zu versagen und alles zu verlieren.
Aber er hat doch so zusagen schon alles verloren!
Ich werd aus diesem Mann nicht schlau...
Also deswegen geht es mir nicht so gut, weil er mich immer wieder mit seinen Äußerungen ein Stich ins Herz versetzt und ich ein wirklich emmotionaler Mensch bin und nicht alles so einfach weg stecken kann, immer diese Schuld auf andere zu schieben und nicht selbst einzusehen das er ein Problem hat tut weh.
Ich hab mir jetzt vorgenommen ihn nicht mehr zu Antworten.
Vielleicht sollte ich mir auch eine Gruppe suchen.
Und wie geht es dir dabei?
Ich weiß nicht was bei den Alkoholiker in Kopf vor sich geht, ich kann es einfach nicht verstehen, wenn man doch alles hat...Und es dann dadurch kaputt macht. Ich glaube die Wahrnvorstellungen hat jeder, meiner zumindest auch.
Gruß Angi
PS: Im moment kann ich wenigstens Schreiben ohne zu weinen...Ich bleib stark  |
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| angi83 hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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Blaubaerchen neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 15.08.2008 Beiträge: 141
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Verfasst am: 12.01.2010, 19:06 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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Liebe Angie,
Vielleicht kann ich dir durch meine derzeitige Situation die Augen öffnen und helfen, den Weg nicht wieder zurück zu gehen. Ich kann dich sehr sehr gut verstehen. Auch wenn man sich vornimmt, den anderen nicht mehr so nah ran zu lassen, dass er einem weh tun kann, trotzdem schafft er es, einen diese Stiche ins herz zu versetzen und einem irgendwie das Gefühl zu geben, man hat zu früh aufgegeben.
Ich muss gestehen, dass ich wieder einmal darauf reingefallen bin. Ich bin mit meinem Partner zusammen, aber will es im Moment am liebsten nicht sein. Zuerst fingen die Schwierigkeiten mit dem fehlenden Vertrauen an. Auch wenn er nicht getrunken hat, habe ich es immer erwartet. Ich hatte immer Angst und habe Gespenster gesehen. Kontrollanrufe gemacht, Panik bekommen, wenn er sich nicht gemeldet hat. Ob es begründet war, werde ich nie rausfinden.
Als er vor Weihnachten den ersten Alkohol in Form eines Glühweins in der Hand hatte, machte ich Schluß. Aber durch seine Wut und Unverständnis, die er mir entgegenbrachte ließ ich mich überzeugen, dass es vorschnell war und es nicht bedeutete, dass er den Alkohol wieder in sein Leben lassen würde. Also ging ich zurück. Ich hatte solche Angst, etwas zu verpassen. Ihm Unrecht zu tun und uns keine Chance mehr zu geben.
Nun, drei Wochen später hat er wieder in meinem Beisein getrunken. Ich bin nicht die Person, die einem anderen Menschen etwas verbietet und vielleicht wollte ich auch sehen, wo er die Grenze allein setzt. Nach vier Hefe ging er nach Hause, ich weiter in die Disco. Irgendwie war ich stolz auf ihn und dachte, okay, er merkt er hat schon viel getrunken und geht jetzt der Gefahr aus dem Weg, noch mehr zu trinken. Doch ich hatte mich geirrt. Als ich schon zuhause im Bett lag, kam er nach, und stand dann irgendwann wie in den "guten" alten Zeiten betrunken morgens um halb sechs in meiner Wohnung. Ich glaube ihm kein Wort darüber, was er mir über die Stunden erzählt, die er allein verbracht hat. Es ist die Hölle, ein solches Mißtrauen zu haben und tief im Herzen zu wissen, es geht alles wieder von vorne los und du kannst nichts dagegen tun.
Seine Einstellung hat sich natürlich auch wieder geändert. Er würde wieder trinken und das wäre seine Sache wieviel. Ich hätte damit nichts zu tun, genauso wenig wie seine Familie. Es hätte nichts mit seiner Liebe zu mir zu tun.
Jetzt habe ich Albträume vom Vergangenen und von der Zukunft.
Willst du das wirklich, Angie? Wieder in dieses Loch fallen?
Ich weiß, man erinnert sich immer nur an die guten Dinge, wenn er weg ist. Wie oft hatte ich das schon!
Aber bitte, bleib stark, denk an dich und an dein Kind!
Ich bin mir sicher, du schaffst das, wie ich es vielleicht auch eines Tages schaffen werde!
Ganz viel Mut und Kraft,
Blaubärchen |
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| Blaubaerchen hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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angi83 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 70 Alter: 29
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Verfasst am: 12.01.2010, 20:01 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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Danke...ich muss erstmal aus dem Loch raus
Ich denke ja auch oft daran, das ich das nicht mehr mitmachen will, egal wie oft er sagt er trinkt nicht mehr.
Ich habe auch angst vor der zukunft, was ist wenn?
Ich bin wütend auf mich selbst, weil ich immer an ihn denken muss, was er macht, ob er wirklich nicht trinkt, dann immer seine sms.
Dann dieses warum meldet er sich nicht?
Dann wenn er sich meldet, warum schreibt er sowas.
Dann warum kann er nicht normal mit mir reden.
Ich weiß irgendwo im Herzen, das er sich nicht ändern wird, weil er sein Problem nicht einsieht.
Dann sagt mein Herz mir du liebst ihn doch trotzdem.
Mein Verstand sagt mir aber, denk an dich, den kleinen... denk daran was er gemacht hat, das er dir ein Stück deiner Seele kaputt gemacht hat
Es gibt vieles was er in der Vergangenheit gemacht hat, aber ich sehe jetzt mit angst in die zukunft, nicht mit ihm.
Ich weiß nicht was alles noch kommen wird, mein herz liebt ihn noch immer |
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| angi83 hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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underground Gast
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Verfasst am: 12.01.2010, 21:49 Titel: Re: Trennung und dann wieder zurück? |
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Hallihallo Angi,
ich greif gleich zu Anfang deinen Satz auf - ich weiß nicht was alles noch kommen wird, aber mein Herz liebt ihn noch immer.
Ich bin überzeugt davon, daß wenn du/ich/wir die in dieser Situation/Abhängigkeit stecken den nötigen Abstand dazu haben, den Absprung geschafft haben, erkennen werden, daß es nichts mit Liebe zu tun hatte.
Ich hab das ja alles schon mal erlebt und bin so blöd nochmal mich abhängig gemacht zu haben. Heute kann ich nicht verstehen, was mich damals gehalten hat und ich sooo toll fand. Und das wird bestimmt jetzt nicht anders sein. Nur erstmal da rauszufinden. Das ist das Schwierige.
Es gibt ein Sprichwort: Der schönste Sieg ist der über sich selbst.
Ich habe heute unmengen an Anrufen von ihm erhalten. Jetzt auch in dem Moment. Oh Gott. Du müsstest es hören. BESOFFEN
Voller Selbstmitleid. Und ich hätte mit allem Recht und ob alles Lug und Betrug war? Nein war es nicht.
Heute hat er mir seit Ewigkeiten gesagt ich hab dich lieb. Ich musste mich zusammreissen. Aber ich kann auch das nicht mehr glauben. Alle Register müssen gezogen werden um mich auf wieder auf seine Seite zu bringen.
Und so werden es die meisten Abhängigen machen. Genauso wie er schon seit Tagen auf Entgiftung und Therapie sein möchte. WORTE
Ich hatte die ganze Zeit Schuldgefühle. Das ist das Muster. Dem Anderen die Schuld zuweisen. Du fühlst dich schlecht und wirst wieder das machen, was ER möchte. Helfen, für ihn da sein, lieb sein und "gehorchen", .... und alles was man sonst noch tut.
Natürlich möchte er nichts über seine Sucht hören.
Aber weisst du was? Wir haben auch nicht wirklich das Recht dazu uns in das Leben von demjenigen einzumischen. Es ist ja schliesslich sein Leben. Genauso wie dein Leben deines ist. Und theoretisch bist du genauso frei um tun und lassen zu können wonach dir ist. Solange man nicht Grenzen überschreitet. Es fehlt im Moment nur an der Umsetzung.
Was wär denn wenn er aufhören würde zu trinken? Mal ganz sachlich betrachtet. Ich weiß schon was du meinst und die Gedanken habe ich auch. ABER nur so gäb es doch überhaupt die Chance eine relativ "normale" Beziehung zu führen. Oder?
Nein man hat Angst, daß der Andere einen dann nicht mehr möchte.
Wieso Angst? Ausser Schmerz und Leid gibt so eine Beziehung nichts.
Weil man gebraucht wird???? Wir haben Kinder die uns BRAUCHEN. Wirklich brauchen. Er ist erwachsen und hat die Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.
Wenn wir das brauchen zu meinen für den Anderen sorgen zu müssen, ihm die Dinge abzunehmen, dann hat das etwas mit Kontrolle zu tun. Wir haben Kontrolle über ihn und das was er tut. Meinen wir ... Funktioniert nicht.
Denk an die Dinge die passiert sind. Das war wahrscheinlich der Hauptbestandteil eurer Beziehung oder? Und an das was du dir wünschst. Was du haben möchtest. Kannst du es mit IHM haben? Ist er so ein Mensch oder anders?
Ich wünsch dir einen schönen Abend. Ich hoffe du kannst die Ruhe geniessen. Und denk wie gesagt an das was du dir wünschst. Unabhängig von ihm. Und freu dich darüber, daß du all das haben kannst mit einem Mann der dir das geben kann.
Bis bald
Underground |
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| underground hat zum Thema: Re: Trennung und dann wieder zurück? geschrieben
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