| Co-abhängig - wieviel schuld trage ich • Verlagert??????? |
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Amelie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2010 Beiträge: 18
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Verfasst am: 04.01.2010, 15:06 Titel: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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Da ich schon so bisschen im Vorstellungsthread geschrieben habe,
kopiere ich das einfach mal hier rüber.
Mein Mann ist Alkoholkrank. Ich muss seit Jahren damit leben und seither hat sich nichts geändert.
Ganz extrem sehe ich seine Sucht seit 2009. Immer wieder leere Versprechungen das er weniger trinkt oder garnichts.
Der Alkohol hat Ihn und unser ganzen Leben verändert.
Vor ein paar Wochen habe ich meinem Mann nun gesagt, wenn er sich bis Neujahr nicht helfen lässt trenne ich mich und komme mit den Kindern zurück wenn er trocken ist.
Nun ist Neujahr. Bisher hat sich nichts geändert. Und ich war schon drauf und dran diese Woche alle Ämter abzuklappern, die es mir finanziell möglich machen mit 2 Kindern alleine zu leben.
Gestern abend hatten wir ein Gespräch, indem er mal wieder selbst eingesehen hat das er das nicht mehr will und Hilfe braucht.
Entzug in einer Klinik ist derzeit unmöglich. Sein Job steht auf der Kippe wenn er krank macht.
Nun habe ich ihm vorgeschlagen eine Praxis die Alkoholkranke behandelt zu suchen und einen Termin zu machen.
Er war einverstanden. Das ist ein großer Schritt.
Gestern hat er nicht getrunken und es ging ihm schlecht. Krieslaufprobleme, Angstzustände wenn er allein unterwegs ist.
Nungut. Ich habe Heute in einer Praxis angerufen und für Heute Nachmittag einen Termin bekommen. Ich bin so froh darüber.
Die Kinder habe ich betreut, sodass wir gemeinsam dort hin können.
Ich werde Euch sicher berichten darüber.
Liebe grüße |
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| Amelie hat zum Thema: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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Tina sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.05.2008 Beiträge: 9248 Alter: 43 Wohnort: NRW + seit 17.05.08 auch bei mir
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Verfasst am: 04.01.2010, 16:08 Titel: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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Herzlich willkommen Amelie,
hast Du ernsthaft vor, auszuziehen, wenn er weiter trinkt ?
Lieben Gruß
Biene |
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| Tina hat zum Thema: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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habibi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 124 Alter: 49
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Verfasst am: 04.01.2010, 16:21 Titel: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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liebe amelie ,
MUSS man mit dingen leben ?muss man etwas ertragen, was man nicht ändern kann ?kann man wirklich nichts ändern ???was kann man ändern und wie ??????????????
niemanden kann mit dem "nürnberger trichter "erkenntnis , willen zur veränderung und vorallem durchhaltewillen eintrichtern !
aber, ich , für mich , kann sagen "das wetter, das kann ich nicht ändern, aber ob ich friere, oder nicht , nass werde , oder nicht, kann ich mit angepasster kleidung ändern ".!ob sich ein anderer die "jacke "anzieht ?ist einfach seine sache, aber, ich weiss selber, bei welchen temperaturen ich friere!
liebe grüsse
habibi |
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| habibi hat zum Thema: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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Amelie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2010 Beiträge: 18
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Verfasst am: 04.01.2010, 20:57 Titel: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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Hallo.
Es ist zuviel passiert im zusammenhang mit dem Alkohol.
Ja, wenn sich jetzt nichts ändert, dann bitte ich ihn zu gehen oder ich ziehe aus.
Ich möchte nicht weiter mit einem Menschen zusammenleben der den Alkohol mehr liebt als uns. |
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| Amelie hat zum Thema: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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Amelie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2010 Beiträge: 18
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Verfasst am: 05.01.2010, 10:15 Titel: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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Hallo.
Wollte mal berichten. Wir hatten gestern den Termin beim Arzt für Suchtmedizin.
Es ist doch gut verlaufen würde ich sagen.
Bloß war das ehrlich gesagt für uns beide irgendwie ein bisschen viel.
So ganz verstanden wie das nun alles genau weiter läuft haben wir nicht ganz.
Nächste Woche hat mein Mann dann einen Termin bei dem der Arzt wohl anfängt mit der Entgiftung? Also mit medikamentöser Unterstützung.
Es wurden uns Therapiemöglichkeiten genannt. Klinikaufenthalte, Ambulante Therapie.
Ein Klinikaufenthalt ist so gut wie ausgeschlossen, weil sein Job auf der Kippe steht.
Also Ambulante Therapie.
Wie verläuft so eine Therapie wenn man nebenbei Berufstätig ist?
Mein Mann hat sich hier gestern auch schon durchgelesen.
Es kommen so viele Fragen und Ängste auf.
Er wird sich hier Heute auch anmelden. Wenn er sich hier direkt austauscht mit Euch ist das wohl besser. |
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| Amelie hat zum Thema: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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ayki79 Gast
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Verfasst am: 05.01.2010, 10:55 Titel: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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Hallo Amelie,
es ist gut, dass du dich hier austauscht. Du musst das allerdings für dich tun, um mit der Situation zurecht zu kommen und nicht dafür, damit dein Mann etwas unternimmt!
Alles, was er macht, muss er auch selbst für sich regeln. Schon alleine den Termin, den DU für ihn gemacht hast, hätte er meiner Meinung nach selbst machen müssen!
Für dich wäre es vielleicht ganz gut, dich an eine Suchtberatungsstelle zu wenden. Dort gibt es auch Gespräche für Angehörige von suchtkranken Menschen. Mir hat es damals sehr weitergeholfen. Auch im Internet gibt es einige gute Seiten mit Informationen über die Co-Abhängigkeit!
Mein jetziger Ex-Mann hat damals auch eine ambulante Therapie begonnen, erste Gespräche dort geführt, NACHDEM ich mich getrennt hatte. Allerdings hat er diese nicht durchgezogen und er stand auch nicht dahinter. Es war ein Versuch, mich zu manipulieren, mir zu zeigen: "Ich tu doch was, also verhalte dich gefälligst so, wie du es immer getan hast und glaub mir einfach!" Das habe ich zurecht nicht getan - und jetzt, knapp 3,5 Jahre nach meiner Trennung, sind wir Gott sei Dank geschieden. Er hat mittlerweile eine neue "Beziehung". Seine Freundin hat nun die Probleme mit ihm, die ich nicht mehr haben wollte. Und ich bin echt froh, diesen Schritt gegangen zu sein!
Ich möchte dir hiermit Mut machen! Auch mit zwei Kindern ist es machbar zu gehen! Meine Kinder waren damals 2 und 4 Jahre alt, und ich bereue diesen Schritt in keiner Weise! Im Gegenteil - es war die beste Entscheidung meines Lebens! Es war ein langer Weg, und ich habe für mich und die Kinder viel getan, damit es uns jetzt wieder gut geht. Aber auch wenn es anstrengend war und ich öfter mal Durchhänger hatte: Ich würde es immer wieder tun!
Natürlich kann die Situation bei euch anders sein... wäge ab und entscheide für dich, was du tun möchtest! Aber vor allem: Konzentriere dich auf dich und die Kinder - und lass ihn selbst machen.... Wenn er aufhören will, dann wird es sich kümmern, wenn nicht, dann nicht. Du wirst es nicht ändern können!
LG und viel Kraft weiterhin, Ayki. |
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| ayki79 hat zum Thema: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 05.01.2010, 11:02 Titel: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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Hallo Amelie und ein Herzliches Willkommen!
Es ist sehr schön, dass du deinem Mann so hilfreich zur Seite stehst.
Lange Jahre durchgehalten, mitgeholfen, dass es so bleibt wie es ist.
Habe ich genauso gemacht!!! Bis ich in der Shg, bzw. bei Angehörigen gelandet bin, und mir die Augen geöffnet wurden.
Dein Mann ist nun selbst gefragt. Er muss nun selbst entscheiden, ob und welche Therapie für ihn gut ist.
Sonst bist hinterher du wieder die Dumme. Weil er NUR wegen DIR, für DICH usw. trocken wurde.
Der Grund, den Job vorzuschieben, kenne ich auch. Aber! Welchem Chef ist ein unsicherer Alkoholiker lieber als ein trockener?
Man trifft nach dem Outen meist auf soooo viel Verständnis und dann Hilfe.
Es ist eine Krankheit, die man in den Griff bekommen kann.
Wenn man will. Und da sollte der kranke Mensch wichtiger sein als alles andere.
Und - den Spruch wirst du hier noch häufiger lesen - wer will, findet Wege!
Ambulante Therapie kann, denke ich , auch ganz anonym ablaufen.
Bei mir hat damals auch fast keiner gewusst, dass ich in Therapeutischer Behandlung war. MIR hats geholfen, das war wichtig. Und dadurch konnte ich "gesund" werden, zumindest teilweise. Denn wir Angehörigen haben ja leider auch eine ordentliche "Krankheit" abgekriegt.
Ich wünsche dir und deinem Mann ein gutes "Ankommen", regen Austausch hier und viel praktische Hilfe für euren Start! in ein neues Leben.
Liebe Grüße, Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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Amelie neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2010 Beiträge: 18
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Verfasst am: 05.01.2010, 12:16 Titel: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann |
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Ich danke Euch beiden für Eure Antworten.
Ja mein Mann ist nun selbst gefragt.
Er muss jetzt für sich entscheiden was das beste ist.
Das ich ihm sage was ich für das beste halte, ist in meiner Sitution wohl normal. Ich denke das ist wohl wirklich verkehrt.
Ich suche schon nach einer Selbsthilfegruppe für mich.
Denn bei dem was ich hier so lese, gehöre ich da wohl auf jeden Fall hin.
Das Alkoholproblem haben wir seit Jahren, aber seit 2009 geht es mir so richtig schlecht damit.
Denn ich weiss das wir ohne den Alkohol, ein richtig gutes Leben hätten.
Schließlich habe ich diesen Mann mal geheiratet als es ihm noch besser ging und wir uns 100% vertrauten.
Meine Psyche ist derzeit sehr angeknackst. Es ist nicht leicht nebenbei noch 2 Kinder zu erziehen die Lebhaft ist.
Es reicht das ich für 3 Personen denken muss (mich und die Kinder).
Wie oft musste ich schon für 4 denken, was bei Nicht-Alkoholikern nicht nötig wäre.
Wie oft musste ich schon umdenken. Sei es, wenn wir irgendwo hin wollten, aber ich wusste, das mein Mann kein Auto mehr fahren kann oder nicht wieder.
Wie oft habe ich mich schon ärgern können das ich keinen Führerschein habe. |
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| Amelie hat zum Thema: Re: Mein Leben mit einem Alkoholkranken Mann geschrieben
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