| Therapie trotz Trockenheit? • Folgen des Alkoholismus |
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Dehong neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 09.02.2006 Beiträge: 1 Wohnort: Düsseldorf
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Verfasst am: 09.02.2006, 03:57 Titel: Carbamazepin absetzen? |
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Hallo,
ich bin 26 Jahre alt und trinke seit 2 Jahren keinen Alkohol mehr. Davor habe ich über 7 Jahre, Anfangs noch in Maßen, und die letzten 3 Jahre täglich ca. 2-3 Flaschen Wein getrunken. Im April 2004 bin ich dann in zum zweiten Mal mit Magengeschwüren, Entzündung der Bauchspeicheldrüse, und starkem Tremor ins Krankenhaus eingeliefert worden. Im Krankenhaus hatte ich dann auch zwei Krampfanfälle; d.h. bei mir waren es Muskelkrämpfe und der Kopf war wie mit einem Schraubstock in den Nacken geklemmt, dabei war ich allerdings bei vollem Bewusstsein. Ich muss dazu sagen, das ich nicht in einer Entzugsklinik, sondern in einem ganz normalem Krankenhaus war.
Nach 6 Tagen wurde ich dann aus dem Krankenhaus entlassen und es mag sich sehr seltsam anhören, aber die Krampfanfälle haben in mir so eine Angst hinterlassen, das Sie mir in der Zeit danach auch etwas geholfen haben trocken zu bleiben.
Damals wurde mir im Krankenhaus das Antiepileptika Carbamazepin verschrieben, das ich bis heute noch regelmäßig nehme. Mir hat der Neurologe schon damals gesagt, das es eigentlich nicht nötig wäre. Da ich damals aber sehr am Boden war, hat er gesagt, das mir das Medikament zumindest ein wenig Sicherheit gibt und die Panik vor einem neuerlichem Anfall nimmt. Ich hatte danach auch einige neurologische Untersuchungen, die alle samt unauffällig waren.
Ich bin heute bei einer tägl. Dosis von 50mg angelangt und habe auch versucht ein paar Mal abzusetzen, aber irgendwie wurde ich danach recht unruhig und habe das bis jetzt immer wieder aufgeschoben.
Letztens habe ich mich dann mit einem befreundetem Hausarzt unterhalten, der meinte das mich die Ärtze damals von einem Unglück in andere gestürzt hätten, nur das das Carbamazepin "viel tiefer" wirkt.
Gibt es in diesem Forum jemanden der sich ein wenig in diesem Gebiet auskennt? Bin total verzweifelt, da mir dieses Medikament doch schon gewisse Sicherheit gegeben hat. Ist dieses Medikament wirklich so schädlich? Diese Sache belastet mich schon sehr, da es eine der letzten "Altlasten" aus der dunklen Zeit ist.
Danke
MfG
Dean |
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| Dehong hat zum Thema: Carbamazepin absetzen? geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32803 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 09.02.2006, 15:48 Titel: Re: Carbamazepin absetzen? |
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Hallo Dehong und Willkommen im Forum.
Ich kenne dieses Medikament nur aus der Behandlung gegen Epilepsie.
Grundsätzlich ist es schon richtig, dass man schnell in eine neue Abhängigkeit geraten kann, wenn man Medikamente unkrolliert und manchmal auch vom Arzt überwacht, also kontrolliert einnimmt.
Das kann man aber aus der Ferne und weil wir auch keine Ärzte sind, nicht beurteilen.
Wenn Du kein Vertrauen zu Deinem Hausarzt mehr hast, ist vielleicht ein Wechsel angebracht.
In jedem Fall würde ich einen zweiten oder auch dritten Arzt befragen.
Du bist für Dich selbst verantwortlich. Kein Arzt kann Dir diese Verantwortung Deiner Sucht gegenüber abnehmen.
Nutze alle Möglichkeiten, die Du hast, um eine neue bzw. andere Sucht vorzubeugen. |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Carbamazepin absetzen? geschrieben
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sophia Gast
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Verfasst am: 09.02.2006, 17:15 Titel: Re: Carbamazepin absetzen? |
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Hallo Dehong,
Carbamazepin setzt die Erregungsleitung zwischen den Nervenzellen
runter und ist lebenswichtig um Anfälle zu verhindern. Es gibt dort keine Abhängigkeit, so viel wie ich weiß!
So wie Karsten rate ich Dir einen zweiten Neurologen zu RAte zu ziehen,
und vor allem der sich mit dem Krankheittsbild Alkoholismus auskennt.
Herzlich Sophia |
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| sophia hat zum Thema: Re: Carbamazepin absetzen? geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 09.02.2006, 22:48 Titel: Re: Carbamazepin absetzen? |
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Hallo Dean
Ob es hier jemand gibt, der dir eine zufrieden stellende Antwort geben kann, weiß ich nicht. Es ist auch nicht einfach, dir auf die Entfernung gute Ratschläge zu geben, da es sicher besser ist, wenn du mit einem Arzt darüber redest. Es kann also nur jemand dir von seinen eigenen Erfahrungen berichten.
Die Krämpfe sind bei dir doch während des Entzugs gekommen. Es ist also davon auszugehen, dass es sich um alkoholbedingte Entzugserscheinungen gehandelt hat. Von einer schädigenden Wirkung habe ich nichts gelesen, ebenso wenig, dass es selbst süchtig macht, nur hat es doch einige Nebenwirkungen. So verändert das Mittel das Reaktionsvermögen soweit, dass die Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen beeinträchtigt wird. Ferner soll es u. a. nicht angewendet werden bei schwerer Leber- Nieren- oder Herzerkrankung. Das spricht doch alles dafür, dass du das Mittel absetzt, allerdings langsam, da vor einem plötzlichen Absetzen gewarnt wird. Da der Körper sich an dieses Mittel gewöhnt hat, kommt es beim plötzlichen Absetzen zu einem höheren Risiko einen epileptischen Anfall zu bekommen. Also, wie ich eingangs schon erwähnte, nur absetzten, nachdem du mit einem Arzt geredet hast.
VG Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: Carbamazepin absetzen? geschrieben
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