| Habe ich noch positive Erlebnisse, die ich behalten möchte? • Alkoholiker, ab wann ist man das? |
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misselli neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.12.2008 Beiträge: 59 Alter: 46
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Verfasst am: 30.12.2009, 20:52 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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Hallo Soshi,
meine Gründe waren vor allem Gefühle aller Art runterzudrücken, Wut Trauer, aber auch Freude.
Jetzt bin ich gezwungen aktiv zu werden, z.b. mich zu wehren wenn mich jemand ärgert.
Yoga machen wenn ich unruhig bin oder spazierengehen oder Gartenarbeit.
Ich achte sehr darauf, dass sich da nichts aufstaut, damit ich trocken bleiben kann.
Liebe Grüße
Elli |
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| misselli hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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soschi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.12.2009 Beiträge: 26 Alter: 57
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Verfasst am: 01.01.2010, 05:28 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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Lb. Erina
Bezüglich Deiner Frage, ob auch Telefonieren möglich ist, müsstest Du einen Moderator fragen. Karsten ist einer von ihnen, ich denke Du kannst ihm eine private Nachricht senden.
Alles Liebe Soschi |
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| soschi hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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pedi1970 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.12.2009 Beiträge: 262 Alter: 42 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 02.01.2010, 14:13 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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Hallo Erina,
Du schreibst, dass Du müde bist, darüber nachzudenken, ob Dein Angehöriger weiß, ob er Alkoholiker ist oder nicht... dann lass es einfach! Investiere Deine Energie und Kraft in Dich und Deine Gesundheit!
Ob es sinnvoll ist, hier zu schreiben, kannst Du natürlich nur für Dich allein entscheiden. Nur das Lesen finde ich persönlich sehr hilfreich, aber ich habe doch das Bedürfnis, mich mitzuteilen. Das ist auch wichtig für uns Co´s, dass wir lernen, unsere Gefühle auszudrücken...
Gibt es eine Selbsthilfegruppe - z.B. Al-Anon - in Deiner Nähe? Dort hast Du die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen mit ebenfalls betroffenen Angehörigen.
Alles Gute für Dich.. Pedi |
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| pedi1970 hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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Fender76 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.11.2009 Beiträge: 18 Alter: 35
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Verfasst am: 09.01.2010, 21:11 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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Hallo Soschi
ich bin 33. Seit ca. 2006 habe ich mir eingestanden Alkoliker zu sein, seitdem habe ich 3 Abstinenzversuche hinter mir. Mein letztes Rückfall zwischen Weihnachten und Sylvester, da habe ich mich daheim allein mit Bier zugekippt. Ich denke da ziemlich schwarz/Weiss. Alkohol ist eine Pschoaktive Substanz, wie viele andere auch.....Wo ist der Genuss? Ein Hummer ist ein Genuss, trotzdem habe ich nicht täglich 6 Stück davon gegessen. Wenn ich heute an mein erstes Bier mit ca. 15 denke...hat es mir geschmekt? Nein es war egelhaft! Ich rauche....schmekt mir das Nein....Kaffe, nein auch nicht.....und wenn dann sind diese Dinge mit viel Zucker und zusätzlichen Aromen versehen...und wenn mir ein Bier mal geschmekt hat, dann hatte ich Durst z.B nach einem Fussballspiel mit der Thekenmannschaft. Ich habe festgestellt, das ich als 16 Jähriger bereits innerlich dachte, das Zeug ist kein Genuss, es ist ein Rauschmittel. So habe ich, wenn ich trank, mich auch bis zum umfallen berauscht, denn das war der Sinn der Sache. Hätte ich etwas geniessen wollen, wäre ein Multivitaminsaft genussvoller gewesen. Ich denke das alle Seelen der Menschen auf solche Substanzen gleich reagieren. Entweder Schwarz "Meine Seele ist emfänglich für solche Stoffe" oder Weiss "Meine Seele ist es nicht". Somit vertrete ich die Ansicht, das Jeder der öfters mal ans trinken denkt und es tut ein Alkoholiker ist...ob er es sich eingesteht ist eine andere Sache. Und die die damit umgehen können, sind nie von solchen Substanzen gefährdet.
Meine These viel ich dadurch auch manifestirien indem ich festgestellt habe, daß der überwiegende Anteil der Tinker auch viel Rauchen und viel Kaffetrinken, der ein oder andere hat auch andere Seelische Krankheiten. Die anderen "die weissen" auch wenn sie mal einen zu viel über den Durst trinken, sind meist von nix anderem abhängig. (Ausnahmen gibts natürlich immer wieder) |
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| Fender76 hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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viola sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.01.2010 Beiträge: 7118 Alter: 47 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 10.01.2010, 10:43 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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Hallo Soschi,
habe dazu heute in meinem Tagebuch geschrieben und kopiere jetzt mal den Beitrag hier rein:
| Zitat: | Gestern habe ich lange mit meiner besten Freundin telefoniert, sie fragte mich, warum ich eigentlich immer und soviel getrunken hätte. Ja, warum nur? Gute Frage. Konnte ich gar nicht so konkret mit einem klaren Satz beantworten.
Daher eine Rückschau:
Mit 12 oder 13 ein halbes Glas Sekt zu Silvester gemischt mit Orangensaft, eingeschenkt von den Eltern. Hat mir nicht geschmeckt. Mit 14 ein halbes Glas Wein auf meiner Konfirmation. Hat mir nicht geschmeckt. Mit ca. 16 Bier in der Kneipe mit Schulfreunden. Hat mir auch nicht geschmeckt, aber den Jungs offenbar..... wollte wohl cool sein und dazugehören. Mit 17 Besuch bei Verwandten in England, Weinkenner, mein Onkel war entsetzt, als ich mir Saft in seinen teuren Rotwein kippte. Hat mir also auch wohl nicht geschmeckt. Mit 18 oder 19 ein Mordskater nach einer Silvesterparty mit rotem Sekt, ich habe mir geschworen, nie wieder Alkohol.
Warum bin ich dann 30 Jahre später hier gelandet?
Irgendwann in der Zeit habe ich auch mal an einer Zigarette gezogen, igitt, hat mich danach nier wieder gereizt. Warum dann der Alkohol?
Während des Studiums habe ich anfang noch zuhause gewohnt, hatte eine frauenbewegte Kommilitonin, die mir den Spitznamen "Saufziege" verpasst hat. Sagt wohl alles. An Trinkmengen oder so kann ich mich aber nicht mehr erinnern. Fortsetzung des Studiums dann in einer anderen Stadt, freies Studentenleben, Doppelkopfabende in der Kneipe, Biergarten, Wohnheimpartys... Alkohol gehörte immer dazu.
Gegen Ende des Studiums hatte ich dann einen neuen Freund, meinen jetzigen Exmann und Vater der drei Kinder. Er hat irgendwie regelmäßig und praktisch täglich getrunken, Pils, Weizen, Apfelwein. Wenn nichts mehr da war, sind wir oft noch los zum Italiener, der Flaschen zum Mitnehmen verkaufte, oder zum Kiosk. Obwohl wir nur sehr wenig Geld hatten. Damals habe ich mir das regelmäßige Trnken wohl angewöhnt.
Während der beiden Schwangerschaften habe ich nichts getrunken, so konsequent war ich immerhin. Während der Stillzeiten (beim Großen 9 Monate, bei den Zwillingen 6 Monate) habe ich schon ab und zu ein Bier oder ein Glas Wein getrunken, ganz bewusst und mit Genuss, und mich auf die Zeit gefreut, wenn ich endlich wieder zulangen konnte. Null Problembewusstsein also.
Dann folgte die Zerrüttung der Ehe, mein schwerster Entschluss meines Lebens, nämlich zu gehen und die Kinder bei ihm zu lassen (führt jetzt alles zu weit - habe vier Jahre für die Entscheidung gebraucht), Leben ohne die Kinder, Krebserkrankung des Sohnes, Chemotherapien, nebenbei 50-60 Stunden Arbeit, Karriereaufbau, Unterhaltszahlungen, Beendigung einer Affäre, Einsamkeit, Einzug des Sohnes, Hauskauf, Umzug......
Was ich damit nur sagen will, alles war mir recht zu sagen: Ich habs so schwer, jetzt gönn ich mir nen guten Tropfen.
Ich denke, dass hat gerade die Suchtstruktur bei mir ausgelöst.
Langsam aber sicher habe ich mich an die regelmäßige Zufuhr von Alk gewöhnt, er gehörte wie selbstverständlich zu meinem Leben, der Missbrauch schlich sich immer mehr ein und zum Schluss war mir eigentlich jedes Argument vor mir selber recht, um 1-2 Flaschen Wein pro Tag in mich reinzukippen: gute Laune, schlechte Laune, Stress, Frust, Einsamkeit, Heiterkeit, schlechtes Wetter, gutes Wetter, Feiertage, Urlaubstage, Alltage...... einfach alles.
Ich wollte mir was Gutes tun, mir was gönnen, mich entspannen und mich erholen. Und als Antwort darauf fiel mir nur immer wieder der Alkohol ein.
So sehr kann ich mich also selber belügen.
Nichts wird besser oder schöner durch Alkohol. Das ist ja nur eine große Illusion, hervorgerufen durch die Droge.
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Viele Grüße und alles Gute, kindi |
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| viola hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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Mandy1234 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.12.2009 Beiträge: 88 Alter: 47
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Verfasst am: 24.01.2010, 00:13 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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Hallo Maria,
ist es ungewöhnlich, "nachts" zu trinken??
Ich frage deswegen, weil ich dieses zum ersten Mal höre bzw. lese und mein Mann seit der Angewohnheit, das Wochenende "durchzutrinken"; damit meine ich, er trinkt freitag abend soviel, daß er um 19.00 ins Bett fällt, dann aber um 1.00 wieder aufsteht und gegen 3.00 wieder ins Bett fällt, gegen 6.00 wieder aufsteht usw. usw.
Das haut doch irgendwann den stärksten Körper um. Macht mir zumindest Angst. Und er sieht auch nicht gesund dabei aus.
Viele Grüße
Sandy |
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| Mandy1234 hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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Mandy1234 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.12.2009 Beiträge: 88 Alter: 47
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Verfasst am: 24.01.2010, 00:18 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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wollte noch ergänzen, daß ich bis dto. dachte, das sei dann wohl
"normal" bei Alkoholismus, daß er seit neuestem jetzt auch nachts trinkt, weil er nicht mehr schlafen oder nicht mehr liegen kann, mache mir aber jetzt Gedanken, ob dies wirklich "normal" ist, wenn es heißt "sogar nachts". |
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| Mandy1234 hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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maria44 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.03.2006 Beiträge: 2106 Alter: 48
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Verfasst am: 24.01.2010, 09:37 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
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Hallo Sandy,
ich kann ja nur für mich sprechen, und ob es ungewöhnlich ist auch nachts zu trinken? Ich denke nein zumindest mit der Zeit.
Ich wollte den steigenden Konsum beschreiben weil es bei mir nicht immer so war. Es gab Zeit da habe ich am Abend gesoffen und dann durchgeschlafen, ich wusste zwar oft nicht was am vorherigem Tag passiert ist „Blackout“ aber ich musste nachts nicht trinken.
Mit der Zeit aber brauchte mein Körper immer mehr Alkohol und das hatte dann nichts mit wollen zu tun sondern mit Entzug, sobald mein Körper zu wenig Alkohol hatte kamen auch Entzugssymptome, dann habe ich wieder gesoffen um die zu lindern.
„Normal“ ist das ja, denke ich bei Alkoholismus, aber auch schon tief unten
| Zitat: | Das haut doch irgendwann den stärksten Körper um. Macht mir zumindest Angst. Und er sieht auch nicht gesund dabei aus.
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Ja das tut es auch, und manche finden leider den Weg nicht.
deswegen wird ja hier geschrieben dass Alkoholismus eine tödlich verlaufende Krankheit ist wenn man sie nicht zum stoppen bringt.
Sandy ich wünsche Dir auf deinem Weg alles Gute!!!
Gruß
Maria |
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| maria44 hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
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