| Habe ich noch positive Erlebnisse, die ich behalten möchte? • Alkoholiker, ab wann ist man das? |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
pfundi neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 10.01.2010 Beiträge: 110 Alter: 41 Wohnort: Heilbronn
|
Verfasst am: 24.01.2010, 13:29 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
|
|
| ich hatte massive Schlafprobleme und konnte mich ja nicht jeden Abend zuknallen, da es sonst auf der Arbeit aufgefallen wäre. Habe mich massiv dagegen gewehrt nachts noch was zu trinken, bis ich es dann doch getan habe. |
|
| Nach oben |
|
| pfundi hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
|
|
 |
kossi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.01.2010 Beiträge: 325 Alter: 48 Wohnort: südlich von münchen
|
Verfasst am: 27.01.2010, 16:18 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
|
|
| soschi hat Folgendes geschrieben: | Hallo IHR
Man kann von den Meisten erfahren - wie es vorher, wie es danach war, wie es jetzt ist usw. , aber nur ganz wenige erzählen, wie es begonnen hat. Was war der Hauptgrund , was der Anlass, dass Ihr zum Alkohol gegriffen habt? Und gibt es diesen Grund jetzt nicht mehr? Wenn nicht, super. Aber wenn doch, wie geht Ihr jetzt damit um ?
Alles Liebe Eure Soschi |
Hallo Soschi!
Ich hatte viele Gründe mit dem Trinken anzufangen.
Mit dem Alkohol kamm ich schon mit 10/11 Jahren in Kontakt. Seit meinen 14 Lebensjahr, habe ich regelmäßig getrunken, 30 Jahre lang. Als jugendlicher habe ich immer mehr vertragen als die anderen. Habe auch schnell bemerkt das man mit Alkohol die Streitereien in meiner Familie leichter erträgt. Als Maurerlehrling war das Bier auch immer dabei. Ich habe Geheiratet und 2 Kinder. Habe immer Arbeit gehabt. Ich habe Funktioniert und fällt die Sucht nicht auf, wird sogar Aktzeptiert. Bei mir hat es 30 Jahre geklappt, aber ich brauchte immer mehr Alkohol um meinen Spiegel zu halten. Ausserdem hat mein Körper nicht mehr mitgemacht. Jetzt bin ich 2 Jahre trocken und das ist gut so, aber fast zu spät. |
|
| Nach oben |
|
| kossi hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
|
|
 |
Dante sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 05.08.2006 Beiträge: 2113 Alter: 50 Wohnort: Berlin
|
Verfasst am: 27.01.2010, 17:45 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
|
|
Die Entwicklung vom Missbrauch zur Sucht ist stets eine schleichende Angelegenheit. Es ist auch nie exakt festzulegen, ab welchem Stadium man süchtig ist. Letztlich spielt auch die eigene, persönliche Einschätzung eine Rolle.
Wichtig ist, Missbrauch & Sucht nicht als zwei Stufen ein & desselben Übels zu unterscheiden. Die Einteilung "Bis da & dahin hat X nur schweren Missbrauch betrieben, dann hat er seinen Job verloren & seitdem ist er, aller Schranken ledig, süchtig geworden, weil er seitdem noch viel mehr trinkt." trifft nicht zu.
Alkoholmissbrauch ist die Ursache der Krankheit Namens Sucht. Missbrauch betreibt jeder, der um des Rauschzustands Willen Alkohol konsumiert. Wer Missbrauch betreibt, kann suchtkrank werden, muss es aber nicht. Es gibt viele Menschen, die über sehr lange Zeit sehr viel Alkohol tranken & trotzdem nicht süchtig geworden sind. Es gibt viele Menschen, die Abends über lange Jahre "nur" das Gesundheitstonikum ihrer Wahl reinkippten (z.B. einen allgemein bekannten Nonnensaft) & bei einem Krankenhausaufenthalt dann auf 1 x Entzugserscheinungen hatten.
Ich vermute, bei Soschi liegt noch ein ganz andere Geschichte zu Grunde. Ihr Hinweis auf ihre Essstörung ist da ein wichtiger Anhaltspunkt. |
|
| Nach oben |
|
| Dante hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
|
|
 |
silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4497 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
|
Verfasst am: 27.01.2010, 18:23 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
|
|
glück auf dante
^ dem is nischt hinzuzufügen
bei mir wars auch so - hat sich halt eingeschlichen - hinzu kommt das der "normale mitteleuropäer" kaum was über die krankheit weis + deshalb garnich merkt was passiert
matthias |
|
| Nach oben |
|
| silberkralle hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
|
|
 |
emma78 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 28.01.2010 Beiträge: 8
|
Verfasst am: 29.01.2010, 12:59 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
|
|
hallo zusammen,
um auf die eigentliche frage zurueck zu kommen, warum man(n)/frau mit dem trinken begonnen hat oder was der dafuer grund war.... oder warum ich damit angefangen habe...
ich denke gruende sind selbstgemachte ausfluechte um für etwas einen schuldigen zu suchen oder ein ereignis oder sonstiges was der "grund" war mit dem trinken angefangen zu haben. ICH bin der grund dafuer. nichts und niemand anderes. ICH hab einfach irgendwann alkohol getrunken, wohl weisslich was es fuer folgen haben kann oder auch mit dem bewusstsein dass es alkoholkranke menschen auf der welt gibt und auch in dem bewusstsein dass alkohol alles andere als gut ist.
sicher gab es auch bei mir ereignisse die ich in jungen jahren nicht verdaut habe. und irgendwann auch nicht mehr hinschauen wollte und dafuer gefluechtet bin. doch ich bin der grund, warum alles so kam wie es gekommen ist, und ich zur alkoholikerin geworden bin - so unangenehm wie sich das auch immer noch anhört - ALKOHOLIKERIN zu sein oder sich so zu nennen. ich glaube dass ich zu schnell an vielen punkten aufgegeben habe, und z viel schwarz gesehen habe und es auch so wollte, anstatt die zuegel in die haende zu nehmen und eine lösung zu suchen. eine gescheite lösung und kein mittel nach dem man greifen kann um viele dinge verschwinden lassen zu können.
ich denke dass es ganz normal ist in der jugend mal hier und anzufangen alkohol zu trinken. tut ja jeder, und man will dazugehören - aber genau da faengt es schon an. der prozess war bei mir so schleichend. immer mehr unannehmlichkeiten im leben die ich verdrängen wollte weil ich es leid war sie auf zu arbeiten und mir die finger wund durchs tagebuch zu schreiben.
einfach alkohol trinken um das leben angenehmer zu machen - das fatale. es SCHEINT alles einfacher und angenehmer in dem moment, doch danach ist alles noch viel schlimmer. nichts ist gelöst, und hinzu kommen noch mehr probleme. und dann fängt der teufelskreis an. das ist ja nicht nur bei alkohol so. bei jeglichen anderen süchten ist es genauso. sei es magersucht, oder auch autoagressionen - um nur zwei beispiele zu nennen, die genau in so einem teufelskreis anfangen und scheinen nie mehr anders zu werden.
ich bin schon von einer sucht in die nächste gefallen. magersucht, alkohol, bulemie, dann wieder alkohol dann wieder bulemie, daraus wurden autoagressionen, weil ich mein leben zusehends schlimmer fand und mich fuer all diese süchte gehasst habe.. und dann wieder zur magersucht, aber was seit mich seit dem ersten tag begleitet hat war der alkohol. seit dem ersten mal seitdem ich etwas alleine getrunken habe. das erste mal eine "ist-mir-doch-egal" eistellung zu haben, das leben leichter nehmen zu wollen, doch im nachhinein ist alles noch schwieriger geworden.
warum genau alles so gekommen ist wie es gekommen ist, weiss ich nicht mehr so genau. ich hab mich einfach den umständen hingegeben anstatt etwas daran zu tun oder sie zu verbessern. habe mich ein stueckweit aufgegeben - und all das muss ich jetzt wieder gut machen. meinen körper zu liebe, mir zu liebe und auch meiner familie zu liebe. jetzt hab ich wieder lust am leben teilzunehmen denn alles ist nicht so schlimm wie ich immer gedacht habe. es gibt fuer alles lödungen, nur alkohol ist keine lösung.
ich hoffe ich bleibe stark und bleibe bei meinem vorhaben und werde nicht wieder schwach und gebe mich dem leben hin, sondern nehme gespannt am leben teil und versuche alle probleme auf ganz konservative weise zu lösen antatt zur flasche zu greifen.
ich habe erst mit der spitze des trocken seins angefangen, und hoffe den gesamten eisberg werde ich auch noch schaffen..... und sicher wird es auch noch lange dauern bis ich ganz genau weiss wie und warum alles angefangen hat. obwohl das egal ist, denn haette wenn und wäre gibt es nicht, sondern nur das jetzt und das was ich jetzt tun kann, egal was gewesen ist.
ich druecke uns alle die daumen dass alles gut wird, und wir irgendwann das thema alkohol nicht mehr so tagtäglich im leben haben werden oder darueber nachdenken muessen.
emma |
|
| Nach oben |
|
| emma78 hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
|
|
 |
silberkralle sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.12.2009 Beiträge: 4497 Alter: 60 Wohnort: Wilkau-Haßlau
|
Verfasst am: 29.01.2010, 13:12 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
|
|
glück auf
| emma78 hat Folgendes geschrieben: | | ich druecke uns alle die daumen dass alles gut wird, und wir irgendwann das thema alkohol nicht mehr so tagtäglich im leben haben werden oder darueber nachdenken muessen. |
ich will aber täglich drann denken
dass ich nüchtern leben darf
was ich ohne alk alles erreicht hab
wie glücklich - gesund (körperlich) + zufrieden ich ohne alk bin
auch immer bissl aufpassen das ich das alles behalten darf - ohne alk
matthias |
|
| Nach oben |
|
| silberkralle hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
|
|
 |
Elisabeth neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 26.06.2006 Beiträge: 113
|
Verfasst am: 29.01.2010, 17:31 Titel: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! |
|
|
Hallo,
ich muss mich an meine Sucht erinnern und darf sie nicht außer Acht lassen. Sie ist die größte Bedrohung für mein Leben, d.h. auf der Hut sein - ein Leben lang!
Gruß
Elisabeth |
|
| Nach oben |
|
| Elisabeth hat zum Thema: Re: Sagt mir den Grund, warum Ihr zum Trinken begonnen habt! geschrieben
|
|
 |