| Co-Alk von Co-Alk sucht Hilfe (Vorsicht lang) • Mein Vater und der Alkohol |
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Butterblume neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 06.02.2006 Beiträge: 5
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Verfasst am: 06.02.2006, 18:00 Titel: Was mache nur? |
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Hallo,
ich bin neu hier und nur durch Zufall auf dieses Forum gestoßen... oder habe ich genau das aus lauter Verzweiflung gesucht?
Also ohne große Umschweife lege ich los!
Mein Mann und ich sind seit 5 Jahren zusammen 2 1/2 davon verheiratet. Ich bin 27 und er ist 34 Jahre jung. Grundsätzlich habe wir keine Probleme -wirklich nicht- unser ewiges Thema ist "lediglich" sein Alkoholkonsum! Ich trinke übrigens niemals Alkohol.
Getrunken hat er schon immer gerne (ca. 15 Jahre!!) aber mittlerweile ist der Punkt an dem ich nicht mehr kann. Er selbst weiß das er ein Alkoholproblem hat, aber will sich wohl nicht weiter damit befassen!
10-15 Bier sind für ihn normal- mal macht er zwischendurch 1-2 Tage Pause mal trinkt er die ganze Woche durch. Alles hat sich verstärkt seit er mal wieder winterbedingt arbeitslos ist. Erfahrungsgemäß geht es im Frühling wieder los mit der Arbeit.
Dann ist erstmal für die ersten Arbeitswochen unter der Woche kein Bier angesagt, aber Wochenende holt er dann alles wieder auf...
Mein ewiges Helfersyndrom geht mir schon alleine auf die Nerven und immer öfter kracht es! Anfangs waren Streits nach spätestens 2 Stunden vergessen und vorbei. Jetzt zieht sich unsere Krise schon seit fast 3 Wochen so dahin.
Ihn nervt das alles und das Wort Scheidung ist auch irgendwie in jedem 5. Satz vertreten... aber das kann doch nicht alles sein!
Ja, sicher bin ich am Ende meiner Kräfte und ich habe schon Pläne gemacht wie ich es am besten anstelle auszuziehen... aber das kann doch nicht alles sein, oder?
Mein Mann ist ein herzensguter Mensch- er liebt mich abgöttisch (auch wenn es derzeit nicht leicht ist), liest mir jeden Wunsch von den Augen ab (außer natürlich meinen sehnlichsten!), betrügt mich nicht, schlägt mich nicht - er hat einfach nur ein riesen Alkoholproblem... welches nicht zu besiegen ist. Und durch mich sowieso nicht, dass habe ich inzwischen schon rausbekommen.
Ich liebe meinen Mann, ich würde ihm so gerne helfen - weiß aber das ich es nicht kann! Ich möchte so nicht weiterleben bis zu meinem Ende. Auch ich habe ein Recht aufs glücklich sein - aber mir fehlt der richtige Ansatz dazu...
Ist Scheidung tatsächlich der letzte Ausweg? Alleine finanziell wäre das erstmal eine riesen Katastrophe - aber nur deswegen auf "schönes Wetter" warten geht doch auch nicht.
Kann mir hier irgendjemand helfen?
geknickte Butterblume |
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 06.02.2006, 20:32 Titel: Re: Was mache nur? |
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hallo butterblume,
wenn dein mann zur zeit täglich 10 – 15 bier trinkt, ich kann mir nicht vorstellen, dass er das so einfach abstellen kann, wenn er wieder anfängt zu arbeiten. er sieht sein alkoholproblem ein und tut nichts d.h. er will nicht aufhören mit dem trinken.
helfen kannst du ihm wirklich nicht, er muss von selbst aufhören wollen, dann kannst du ihn unterstützen.
nun habt ihr über scheidung gesprochen, wenn man enttäuscht ist fallen diese worte schnell, sollte es einmal soweit kommen, dann ist es sicher noch ein langer weg. da du deinen mann noch liebst wirst du erstmal weiter hoffen, denn du bist noch jung. ich schreibe dir dieses aus eigener erfahrung. über eine trennung solltest du erst nachdenken bzw. du solltest sie erst in den raum stellen, wenn du auch bereit bist diese durchzuführen, denn nur reden bringt einen alkoholiker nicht zum aufhören.
ich würde dir raten noch einmal mit deinem mann zu sprechen ob er nicht doch einmal professionelle hilfe in anspruch nehmen möchte. eine unverbindliche beratung bei einer suchtberatungsstelle kostet zwar ein wenig überwindung, aber da wird einem nicht der kopf abgerissen. du kannst ihn ja begleiten, wenn er das möchte.
sollte alles nichts bringen, dann kannst du immer noch eine trennung in erwägung ziehen, denn wie ich lese bist du nicht glücklich, was auch verständlich ist.
lg
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: Was mache nur? geschrieben
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henri sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.03.2005 Beiträge: 1618
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Verfasst am: 06.02.2006, 22:49 Titel: Re: Was mache nur? |
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Hallo Butterblume
Fünf bis sieben Liter Bier am Tag ist schon eine ganze Menge. Im Moment schafft er es noch, 1 – 2 Tage Trinkpause zu machen. Die Erfahrung zeigt, dass es mit der Zeit immer schlimmer wird, die Trinkpausen werden immer kürzer bis es zu einem täglichen Muss geworden ist. Du schreibst, dass es schon schlimmer geworden ist Bis er es nicht mehr schafft, während der Arbeitszeit nichts zu trinken wird nur eine Frage der Zeit sein. Es geht ihm wie so vielen, er ahnt oder weiß, dass sein trinken nicht normal ist, will es aber nicht wahrhaben, ist ein ganz normales Verhalten eines Abhängigen.
Erst, wenn er an seinem persönlichen Tiefpunkt angekommen ist, ist er bereit etwas gegen sein trinken zu tun und sich auch helfen zu lassen. Daher ist Nichthelfen die beste Hilfe die du ihm geben kannst. Das heißt, seine Aufgaben muss er selbst erledigen. Hilf ihm nicht, sein trinken vor anderen Leuten zu vertuschen. Versuche in einem vernünftigen Ton und ohne Vorwürfe mit ihm über das Problem zu reden und ihn dazu zu bewegen, sich bei einer Suchtberatung Hilfe zu holen, denn alleine wird es für ihn kaum zu schaffen sein. Mit ihm über das Thema zu streiten hat keinen Zweck, hast das ja selbst schon gemerkt. Wenn du so nicht weiterkommst, dann kannst du dich auch an die Suchtberatung wenden, Caritas oder Diakonie, gibt es in jeder Stadt.
Und wenn das alles nichts genutzt hat, dann erst kannst du an eine räumliche Trennung denken. Nur, wenn du von Trennung zu ihm sprichst, musst du auch bereit sein, diese mit allen Konsequenzen durchzuziehen. Zum Schluss, aber wirklich ganz zum Schluss wäre dann die Scheidung die letzte Lösung für dich. Aber immer daran denken, wenn du etwas androhst, musst du bereit sein, diesen Schritt auch zu tun.
wünsche dir viel Erfolg
Henri |
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| henri hat zum Thema: Re: Was mache nur? geschrieben
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