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Co-Alk von Co-Alk sucht Hilfe (Vorsicht lang)

 
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Definition Coabhängigkeit Teil 2   •    Was mache nur?  
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Lillith
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 04.02.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 04.02.2006, 23:45    Titel: Co-Alk von Co-Alk sucht Hilfe (Vorsicht lang) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Miteinander,

ich bin neu hier und hoffe ein paar Tipps für Co-Alkoholikerinnen zu bekommen:

Dazu muss (möchte ich endlich mal?) ich ein bischen mehr erzählen:

Mein Stiefvater - seit 1967, ich war 5 - ist Alkoholiker. Klar geworden ist mir dies vor ca. 5-6 Jahren. Alkohol war immer ein normaler Bestandteil unseres Lebens und Besäufnisse zu besonderen Anlässen (Kirmes, Schützenfest, Geburtstagen etc.) völlig in Ordnung, wenn nicht gar Ziel der Parties. Habe mir auch nie was dabei gedacht.
Vor ca. 28 Jahren - mit 16 - hatte ich für mich das Gefühl, zu viel zu trinken und zu regelmässig. Habe dann die Notbremse gezogen und seitdem trinke ich bewusst. Hatte Phasen, wo ich täglich 1 Flasche Wein oder mehr intuss hatte. Ich habe mich immer als Anlasssäuferin gesehen. Aber auch als Alkoholikerin, da der Alkohol fester Bestandteil meines Lebens war. Seit ich schwanger wurde vor 8 Jahren trinke ich nur noch sehr selten. Muss ja immer in der Lage sein mein Kind ins Krankenhaus zu bringen oder irgendwo abzuholen im Notfall....

Mein Stiefvater trinkt seit mindestens 30 Jahren - so weit reicht meine Erinnerung daran - regelmässig. Seit ich das beobachte - ca. 4 Jahre - trinkt er immer bis zu einem gewissen Pegel. Er wird laut und schnell unsachlich, bzw. unlogisch in seinem Reden, schwer zu beschreiben...
Gewalttätig wird er durch den Verlust über seine Sinne - z. B. wenn er meine Tochter necken will mit einem sanften Kneifen oder Klapps ist das so stark, dass es ihr weh tut.
Meine Mutter - lebt alleine mit ihm - will nicht erkennen, was da abläuft.
Jedes Mal wenn wir kommen ist er betrunken. Jedes Mal sage ich ihr das. Jede Mal sagt sie, dass ihr das nicht aufgefallen sei.

Jetzt zu meine Problem:
Mein Kind liebt Oma und Opa. Ich möchte Oma das Enkelkind nicht entziehen. Oma ist aber nicht mehr so mobil. Und ich kann nicht stundenlang bei Oma sitzen, weil ich sehr wenig Frreizeit habe.

Deshalb habe ich ihr vor ca. 2 Jahren gesagt, dass meine Tochter gerne zu ihnen kommen kann oder Oma zu uns oder ich Oma mitnehme aber Opa nix alleine mit ihr unternehmen darf. Ich wollte das auch Opa sagen, aber das wollte sie lieber selber machen. Hat einige Monate gedauert, aber sie hat es dann wohl geschafft...

Meiner Tochter habe ich die Situation Stück für Stück erklärt - was Sucht und auch Alkoholsucht ist weiss sie und das Opa einfach krank ist und deshalb nicht mit ihr alleine sein soll auch. Sie hat ihm auch schon mal gesagt, dass er besoffen sei und ihr deshalb weh tue und das sein lassen soll... danach hat er ein paar Tage die Finger vom Alkohol gelassen. Ich habe ihn auch schon konfrontiert, aber dann reagiert er nur verbal agressiv, verzieht sich und knallt die Türen. Kommunikationsaustausch unmöglich.

Meine 2 Schwestern - seine Kinder - reagieren nur mit Schulterzucken wenn ich das Thema anspreche. Mit mir zu den Treffen der AA für Co-Alkoholiker wollen sie nicht gehen - meine Mutter auch nicht. Und alleine gehe ich nicht - bin ja nicht mal verwandt mit ihm...
Aber ihre Kinder lassen sie wenigstens nicht mehr dort übernachten seitdem ich Klartext geredet habe.

Vor ein paar Wochen sprach meine Mom mich an und meinte ich könne doch Opa und Kind mal alleine einkaufen gehen lassen. Das sei doch für das Kind unverständlich, wenn sie das nicht dürfe. Ich habe nur gefragt
ob es das Risiko wert sei, das meiner Tochter etwas passiere...

WAS kann ich da nur tun? Ich möchte den Kontakt zu meiner Mutter. Die ignoriert und akzeptiert und tut nix. Erzählt mir aber immer wieder, dass er verbal ausfällig und sehr laut wird. Und das sie Angst hat, dass er auch gewalttätig wird.

Danke fürs "zulesen"

Lillith
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Lillith hat zum Thema: Co-Alk von Co-Alk sucht Hilfe (Vorsicht lang) geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 05.02.2006, 17:07    Titel: Re: Co-Alk von Co-Alk sucht Hilfe (Vorsicht lang) Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo lillith,

deine mutter kennt ihren mann nicht mehr anders, entweder sieht sie es wirklich nicht, dass er getrunken hat, was ich nicht so recht glauben kann, oder sie will es nicht sehen. sie hat sicher vor dem alkohol kapituliert genau wie deine schwestern. sie haben gemerkt, dass reden nichts hilft. wenn er nicht mit dem trinken aufhören will musst auch du das akzeptieren, denn über sein leben entscheidet jeder selbst.

es ist traurig, dass deine tochter das alles mitbekommt, aber es ist richtig wie du dich hier verhälst, auch ich würde meine tochter nicht alleine lassen mit einem alkoholiker. ich weiss nicht wie alt sie ist und wie weit sie diese ganze situation verstehen kann.

rede mit deiner mutter doch noch einmal in ruhe, irgendwie muss sie es doch verstehen, dass du deine tochter nicht bei ihrem opa lassen kannst. vielleicht kannst du auch einmal ein gespräch mit ihr über ihre eigene situation führen und danach setzt ihr euch einmal mit deinem stiefvater zusammen und redet in ruhe über das thema alkohol, wo auch deine mutter sagen kann wie sie sich in dieser ehe fühlt. wenn ihr dieses gespräch ohne deinem stiefvater vorwürfe zu machen führt kommt er evtl. auf die idee einmal über sich selbst nachzudenken. wenn er schon so lange trinkt, dann kann er auch nicht mehr gesund sein, denn der alkohol zerstört viel im körper. sollte er nicht bereit sein an seinem leben etwas zu ändern, dann kannst du leider nichts tun, dann denke an deine tochter und grenze dich ein wenig ab. es kann sein, dass es ihm auffällt wenn ihr nicht mehr so oft zu ihm kommt, denn auch das ist eine möglichkeit einen alkoholiker zum nachdenken zu bewegen.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Co-Alk von Co-Alk sucht Hilfe (Vorsicht lang) geschrieben

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