Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

@ karsten, chrissyta und henri - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

@ karsten, chrissyta und henri

 
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern -> Seite 70
Hallo, ich bin auch neu hier   •    Definition Coabhängigkeit Teil 2  
Autor Nachricht
Sabine83
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 02.02.2006
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 03.02.2006, 12:29    Titel: @ karsten, chrissyta und henri Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Vielen Dank für eure Antworten!

@henri: Doch, er trinkt täglich, und somit auch, als er die Anfälle bekommen hat. Aber seine Verlobte ruft dann wie gewohnt den Krankenwagen, die Sani´s nehmen ihn mit ins Krankenhaus, nach einer Woche kommt er wieder nach Hause und der Alltag (sie ist arbeiten, er allein zuhause) geht weiter. Aber die Ärzte dort haben auf Anfrage bisher immer gesagt, die können und dürfen nichts unternehmen, bezgl. Entgiftung usw., solange der Patient es nicht selber einsieht und selber danach fragt ;-(

Ich habe irgendwie das Gefühl, dass er sich alleine gelassen fühlt, keiner versteht ihn (bezgl. Arbeitslosigkeit usw.). Klar hat man Sorgen, wenn man arbeitslos ist und seit langer Zeit auch nichts in Aussicht hat. Und das es 1. heute nicht einfach, etwas zu finden, 2. hat er in dem Alter noch weniger Chancen. Aber das ist doch kein Grund alles so wegzuwerfen.

Es gehen so viele Gedanken in meinem Kopf herum aber ich weiß nicht, wie ich das ausdrücken soll. Ich dachte immer, in so einem Moment fühlt man eine Art Hilflosigkeit. Aber ich fühle etwas wie Verantwortung, ich bin zwar auch enttäuscht und traurig, dass es überhaupt so weit kommen musste, aber ich habe das Gefühl, dass ich ihm helfen MUSS, wie auch immer!?! Wobei ich genau weiß, mehr wie mit ihm reden können wir zur Zeit eh nicht. Aber ich denke, ein Versuch ist es wert!

Ich wünsche mir und uns für nächste Woche gaaaanz viel Kraft, um ihn für sich dazu zu bewegen, weitere Schritte in Richtung Behandlung einzuleiten.

Ich weiß nicht genau, was ich für nächste Woche erwarte! Um ehrlich zu sein, bereitet mir der Gedanke, mit ihm darüber zu sprechen, mehr Angst, als ich Anfangs gedacht habe. Angst davor, dass er uns vielleicht rausschmeißt oder aggressiv wird oder selber weinend zusammenbricht und wir dann wirklich hilflos sind. Ich bin schon sehr froh darüber, dass mein Onkel mitfährt, obwohl mein Vater zu seiner Familie in den letzten Jahren wenig Kontakt hatte. Das beruhigt mich schon etwas!

Vielen Dank, dass ich hier darüber reden kann!!!!!!!!!!!

Liebe Grüße, Sabine

PS: Habe ich richtig bemerkt, dass ich als kostenlos regristierter Nutzer keine Beiträge beantworten kann? Nicht einmal wenn ich ein Thema eröffnet habe?
Nach oben
Sabine83 hat zum Thema: @ karsten, chrissyta und henri geschrieben
henri
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.03.2005
Beiträge: 1618

BeitragVerfasst am: 03.02.2006, 14:05    Titel: Re: @ karsten, chrissyta und henri Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Sabine

Epileptischer Anfall oder Krampf, ist bei eurem Gespräch letztlich von geringer Bedeutung. Es ist richtig was die Ärzte sagen, wenn er nicht will, dann dürfen sie keine Entgiftung veranlassen. Selbst wenn er zu einer Entgiftung gezwungen wird, dann nützt diese nichts, weil er danach doch wieder mit trinken anfängt. Solange er nicht selbst aufhören will und selbst der Überzeugung ist, dass es ihm ohne Alkohol besser geht, sind alle Maßnahmen umsonst.
  • Mache ihm klar, dass sein Alkoholgenuss für diese Anfälle verantwortlich ist und er mit seinem Leben spielt.
  • Durch sein trinken wird er nichts an seiner Arbeitslosigkeit ändern, ganz im Gegenteil, wie will er Arbeit finden, wenn er besoffen ist.
  • Wie lange macht seine Freundin das Spiel noch mit? Redet mit ihr, dass sie auch in der Richtung mitzieht.
  • vermittelt ihm, dass ihr euch Sorgen um ihn macht und ihr zu ihm steht, wenn er mit trinken aufhört.

Ich glaube, das sind Argumente, die ihn zum Nachdenken bewegen könnten. Er muss zu der Überzeugung gelangen, dass es für ihn besser ist, keinen Alkohol zu trinken und dass er dadurch viele Vorteile hat. Deine Befürchtung, dass er weinend zusammenbricht, ist u. U. nicht die schlechteste Basis, um einen Anfang zu finden. Wenn es bei dem Gespräch keinen Erfolg gibt, so kann es doch sein, dass er sich die nächste Zeit Gedanken macht und es nur eines weiteren Gesprächs, eines kleinen Anstoßes bedarf, damit er etwas unternimmt.

Wenn das alles nichts nützt, dann kannst du dir wenigstens sagen, dass du alles unternommen hast. Häng dich auch nicht zu sehr da rein, weil du u. U. sonst selbst Probleme bekommen kannst. Du bist nicht für ihn verantwortlich, sondern das ist immer noch er selbst, aber du bist für dich und deine Familie verantwortlich. Deshalb denke auch immer ein wenig an dich selbst.

wünsche euch viel Erfolg

VG Henri
Nach oben
henri hat zum Thema: Re: @ karsten, chrissyta und henri geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1


Ähnliche Beiträge
Thema Forum

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Behandlung
Behandlung
Mit 14 betrunken
Mit 14 betrunken
Alkohol
Alkohol
Angst, Panik und Phobien
Angst, Panik und Phobien
Alkoholdiagnostik
Alkoholdiagnostik


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de