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Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige

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Autor Nachricht
Spanijoggel
Moderatorin
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 13.02.2008
Beiträge: 8589
Alter: 70
Wohnort: Schweiz

BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 16:35    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Pedi!

Willkommen im Forum!

Alle Achtung,Du zeigst Entschlossenheit! Dass Du Deine Beziehung gleich gestern beendigt hast ist Klasse.

Jetzt Standhaft bleiben! Das ist nicht immer einfach.

Aber Du bist ja im Forum und willst Deinen Weg in die Unabhängigkeit erlernen.

Ich wünsche Dir viel Kraft.

Herzliche Grüsse
Yvonne
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Spanijoggel hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben
Nordlicht
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.04.2009
Beiträge: 4459
Alter: 52
Wohnort: kiel

BeitragVerfasst am: 07.12.2009, 18:46    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Pedi,

auch von mir einen Glückwunsch zu deinem mutigen Entschluss.
Ich finde Du bist eine starke Frau.

Viel Erfolg und Kraft auf deinem Weg.
Schreib hier ruhig alles auf, was dich bewegt.

Mir hilft das sehr und gute Tipps, Ratschläge und Trost kann ja jeder von uns gebrauchen.

Herzliche Grüße

Gesche
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Nordlicht hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben
Martha66
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.12.2009
Beiträge: 3784

BeitragVerfasst am: 08.12.2009, 22:01    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Pedi,

ich rutsch mal wieder in Deinen Thread bezüglich Deiner Frage nach Erfahrung mit Selbsthilfegruppen.

Ich bin einmal bei einem offenen Meeting der AA´s und deren Angehörigen gewesen, was ich sehr interessant fand. Ich musste nichts sagen, durfte dabei sein. Ich fand die Form der Kommunikation sehr interessant. Jeder durfte mit dem, was gerade lebendig in ihm ist sein, alle hören emphatisch zu, Ratschläge gibt es keine. Jeder bleibt bei sich und seinen Erfahrungen.

Für mich war das Aufarbeiten meiner Dinge in therapeutischen Einzelsitzungen wichtig, ich brauchte diesen geschützten Raum für mich.

Ich hoffe, Du kannst mit meiner Antwort etwas anfangen.

Wie geht es Dir heute?

Liebe Grüße Martha
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Martha66 hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben
pedi1970
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.12.2009
Beiträge: 262
Alter: 42
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 10.12.2009, 19:59    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Ihr Lieben,

so geht es mir inzwischen:
ich bin sehr standhaft, kein Kontakt mehr zum "Ex". Er hat sich aber auch nicht mehr gemeldet.

Bei mir kommt z.Zt. ganz viel hoch, ich fühl mich wie in einem Strudel, als würde ich darin untergehen.
Ganz viele Szenen aus meiner Kindheit tauchen wie "Flashs" auf... z.B. dass meine Mutter mich und meine Schwester mal mit auf einer Feier genommen hat, vermutlich damit wir unseren Vater vom Trinken abhalten (das habe ich erst heute begriffen, dass es so war). Hat natürlich nicht geklappt und er hat uns zudem noch ausgeschimpft, warum wir nicht mal einen Abend alleine Zuhause bleiben können?!! Wir waren ca. 6-8 Jahre alt, weiß nicht mehr genau.
Gestern habe ich mit einer Freundin telefoniert, die ich seit 10 Jahren kenne und die nichts von all dem wußte. Hab ihr alles erzählt, was mich gerade so umtreibt. Sie war ganz erschrocken, aber mir tat es gut, darüber zu reden. Sie hat mir auch vieles von sich erzählt, was ich auch nicht wußte... das war schon recht vertraut.

Ich lese gerade "Familienkrankheit Alkoholismus - Im Sog der Abhängigkeit". Ein super Buch, was aber ganz viel in mir aufwirbelt. Finde mich dort an so vielen Stellen wieder, was mich sehr erschreckt. Und ich frage mich, ob ich je "normal" werden bzw. eine normale Beziehung führen kann?! Der Berg vor mir türmt sich immer höher auf, habe ich das Gefühl...

Mein Selbstwert ist auch auf körperlicher Ebene gleich Null. Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass ich immer denke, andere finden mich häßlich. Obwohl nie jemand sowas zu mir gesagt hat. Aber das Vertrauen fehlt.
In meiner letzten kurzen "Episode", von der ich ja hier berichtet habe, war es in körperlicher Hinsicht übrigens sehr schön... er war da sehr unkompliziert und hat mir meine Zweifel genommen. Ein Grund, warum es so schade ist, dass es nichts geworden ist dank dem Alk.

Was mich noch interessiert:
ist es bei Euch auch so, dass Ihr Probleme mit körperlicher Nähe habt? Also, bei mir ist das so... in meiner letzten 9-jährigen Beziehung lief nachher gar nichts mehr, es hat mich total angewidert. Er kam auch nur an, wenn er getrunken hatte. Schon bei dem Geruch verging mir alles, und später ging da gar nichts mehr, auch wenn er nüchtern war in dem Moment.
Meine Mutter hat mir als Kind/ Jugendliche schon erzählt, dass mein Vater immer nur was von ihr wollte, wenn er getrunken hatte. Und ich solle mich niemals mit einem Mann einlassen, der Alkoholiker ist. Das war einer ihrer ersten Ratschläge an mich, als ich anfing, mich für Jungs bzw. Männer zu interessieren.

Das war schwer für mich aufzuschreiben... puuhh... jetzt besser.

Wie geht es Euch damit? Habt Ihr auch solche Probleme?

Danke Euch!

LG.. Pedi
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pedi1970 hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben
pedi1970
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 06.12.2009
Beiträge: 262
Alter: 42
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 10.12.2009, 20:02    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Martha,

danke für Deinen Erfahrungsbericht mit der SHG.

Das habe ich jetzt oft gehört, dass die Gruppen gut dafür sind, alles zu erzählen... aber das keine Diskussion oder Ratschläge stattfinden.
Ich denke, ich werde es einfach mal ausprobieren. Vielleicht ist es gut, einfach mal alles "dazulassen", bei Gleichgesinnten, die auch betroffen sind.

Der nächste Termin in meiner Nähe ist nächsten Di., den peile ich mal an.
Werde weiter berichten.

LG.. Pedi
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pedi1970 hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben
Martha66
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 02.12.2009
Beiträge: 3784

BeitragVerfasst am: 10.12.2009, 22:21    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Pedi,

ich lese ja immer gerne, was Du schreibst und kommentierst und ich finde es sehr schön und auch mutig, wie offen Du bist. Ich wertschätze es sehr, wenn sich Menschen zeigen, wie sie sind und was sie denken Smilie

Ich lese aus Deinen Zeilen ein großes Bedürfnis, Dich aufzuräumen, Dich zu reflektieren und zu verstehen,oder? Ja und da kommen Fragen, Selbstzweifel und Unsicherheiten hoch. Alles möchte erst mal wieder neu geordnet werden.

Hier ein paar Gedanken von mir, ich hoffe, es ist Dir recht.

Pedi, was ist normal??????????? Wer legt das fest?
"Es gibt einen Ort zwischen Richtig und Falsch und dort treffen wir uns".

Ich finde das Wichtigste in solchen eigenen "Aufräumphasen" damit aufzuhören, sich selber zu pathalogisieren oder selbst zu bezweifeln. Weisst Du, alles was wir in unserem Leben tun, tun wir, um ein Bedürfnis in uns zu erfüllen. Manchmal ist es uns mit unseren Strategien, die wir gewählt haben, nicht gelungen unsere Bedürfnis zu erfüllen und wenn wir das bedauern und uns selbst verzeihen, haben wir die Möglichkeit, es das nächste Mal anders zu machen.

Ich habe noch Gedanken zur "CoAbhängigkeit
Ich tue mich schwer damit mir zu sagen ich bin CoAbhängig. Ich katapultiere mich selber in eine Schublade und es lässt mir keinen Handlungsspielraum, ich fühle mich unfrei und mir Entwicklung und Wachstum ganz wichtig. Für mich ist es einfacher zu sagen, ein Teil von mir ist CoAbhängig.....ich bin VIELE. Meinem CoAnteil habe ich übrigens den Namen Martha gegeben und mit dem bin ich hier in diesem Forum Smilie.

Außerdem hat mein helfender Anteil nicht nur schlechte Seiten, nein ganz und gar nicht. Es ist doch eine sehr schöne Eigenschaft, für andere da zu sein, Mitgefühl zu haben und Empathiefähig zu sein. Wichtig ist nur, dass ich mir genau überlege, wem ich meine Energie gebe....

Ach ja, diese körperlichen Themen habe ich nicht, da kann ich nicht mitreden....

Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Martha
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Martha66 hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben
Marina
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 01.12.2009
Beiträge: 85
Alter: 36
Wohnort: Duisburg

BeitragVerfasst am: 10.12.2009, 23:41    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Pedi,
grad habe ich noch einen Rat von dir bei mir gelesen und bin eigentlich zufällig nun bei dir gelandet. Du hast mir geschrieben: "er tut mir nicht gut" und für dich die Konsequenz direkt umgesetzt. Ich habe mal gelesen- ich glaube es war sogar in "Wenn Frauen zu sehr lieben" das wir immer wieder auf solche Männer eingehen weil uns die Handlungsweisen vertraut und bekannt sind und man sich im Umgang, so doff das auch klingt, gewissermaßen sicher sind. Ich habe beim lesen auch teilweise weinen müssen, da ich mich häufig identivizieren können. Ich sage auch häufig zu Freundinnen: "stell´mir 10 Männer da hin und ich wähle immer den Falschen" Sehr häufig stelle ich in Beziehungen dann fest das es entweder Paralelen zu meinem Vater gibt oder irgendwelche Suchtprobleme. Manchmal übersehe ich die Anzeichen, aus ähnlichen Gründen, wie du sie Anfangs beschrieben hast: er ist doch so nett, humorvoll, nimmt mich so, wie ich bin ect. bis ich nicht mehr drüber hinwegsehen kann. Bei meinem Ex- Freund habe ich die Beziehung nach drei Monaten beendet und trotzdem hat er ein komplettes Jahr in Anspruch genommen. Er hat mich belogen und hintergangen, nie Ruhe gegeben, wurde gemein usw. Trotzdem habe ich mich entschieden ihm zu helfen, was ja auch erst gut aussah. Man geht als co- Abhängige bestimmt auch oft bis zu Selbstaufgabe... zumindest hatte ich die letzten 3 Monate oftmals das Gefühl, als ich ihm beistand. Betrunken ist er penetrant, egoistisch, selbstbemitleident und rücksichtslos- nüchtern war er sensibel, liebevoll, einfühlsam, humorvoll, kreativ... ich denke immer wieder es ist eine Schande: er wird sich aufgegeben haben! Ich habe kein gutes Gefühl, habe es aber auch nicht in der Hand. Ich habe immer wieder so einen Satz im Kopf, den ich mal gehört habe "Ich liebe dich; aber ich liebe mich noch mehr- deshalb muß ich gehen" Daher sei stolz auf dich das du die Notbremse früh genug gezogen hast. Gerade wenn er sagt, der Alkohol sei ein Teil von ihm, kannst du dir nicht sicher sein, dass er ihn nicht irgendwann wieder beherrscht und du dich in der gleichen Spirale befindest. Wenn du dich gerade in einem solchen Verarbeitungprozess befindest, hilft dir vielleicht auch eine Therapie? Noch viele hilfreiche Erkenntnisse und alles Gute
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Marina hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben
schnusel
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.11.2009
Beiträge: 1338
Alter: 55

BeitragVerfasst am: 11.12.2009, 00:02    Titel: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Liebe Pedi
Ich bin bei der SHG beim Diakonischen Werk . Treffen ist leider nur zwei mal im Monat aber dafür findet ein reger Austausch statt . Wir erzählen uns gegenseitig wie es uns gerade geht und es werden auch Meinungen ausgetauscht . Es tut wirklich gut dahin zu gehen , was ich vorher niemals gedacht hätte .
Wünsch dir alles Gute und ganz viel Kraft.
Liebe Grüße Ulrike
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schnusel hat zum Thema: Re: Mein S.O.S.-Ruf als Co-Abhängige geschrieben

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