| die Mauern sind so hoch • *lala* meine geschichte |
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cailin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 37 Alter: 39 Wohnort: Norddeutschland
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Verfasst am: 26.11.2009, 01:20 Titel: Erschöpft und ausgebrannt |
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Hallo zusammen!
Ich bin ganz neu hier und da im Vorstellungsbereich ja nur wenige Benutzer lesen können, stelle ich meinen Vorstellungsbeitrag jetzt auch hier mal rein, damit ihr wisst, mit wem ihr es “zu tun” habt:
Ich bin vor ein paar Tagen auf dieses Forum hier gestossen und hab’ mich jetzt auch mal angemeldet, weil ich hoffe, daß der Austausch mit anderen Menschen, die wie ich in einer Alkoholikerfamilie aufgewachsen sind, mir vielleicht irgendwie helfen könnte, mich endlich emotional aus diesem Teufelskreis Suchtfamilie zu lösen.
Ein paar Worte zu meiner Geschichte: Ich bin das einzige Kind von zwei Menschen, die schon sehr lange große Probleme mit dem Missbrauch von Alkohol und Beruhigungs-/Schmerz-/Schlafmitteln haben. Meine Mutter hat diese Probleme wohl schon länger, als ich auf dieser Welt bin, mein Vater hat sich später dann sozusagen angeschlossen. Irgendwie ist das eine ganz furchtbar schreckliche Situation, denn beide sind sowohl von den “Substanzen” als auch voneinander abhängig, obwohl sie sich im Grunde nie wirklich verstanden haben, die Ehe war schon kaputt, bevor ich auf die Welt kam. Damit wären wir dann auch bei der Rolle, die mir von Anfang an zugedacht war: Ich hatte vom ersten Tag meines Lebens an die Aufgabe, die Ehe meiner Eltern zu retten, bin also ein sogenanntes “Kitt-Kind”. Vermutlich haben sie damals wirklich geglaubt, daß meine Mutter das Trinken und mein Vater seine Aggressivität aufgeben könnte, wenn die elterlichen Pflichten “rufen”. Die Realität sah dann anders aus: Die elterlichen Pflichten wurden von meiner Großmutter übernommen, damit sich meine Eltern auf ihre beruflichen Karrieren konzentrieren konnten. Ja, beruflich haben beide ganz toll funktioniert... Akademiker mit gutem Einkommen, die typischen “gutbürgerlichen Verhältnisse”, nach aussen hin alles Glanz und Gloria... Und unter der dünnen Schicht strahlenden Mittelklasse-Leistungsträger-Lacks die pure Hölle.
Ich kann mich nicht daran erinnern, daß es in meiner “Familie” jemals einen zusammenhängenden Zeitraum von mehr als ein paar Tagen gegeben hätte, in dem Frieden (oder auch nur Waffenstillstand) geherrscht hätte. Streit, Terror, Diskussionen, Konflikte, Intrigen, Delirium meiner Mutter, Tobsuchtsanfälle meines Vaters... Und ich immer mittendrin, als Prellbock, als Sündenbock, als Mülleimer, als Botschafterin, Vermittlerin, als was auch immer. Na ja, wenigstens geprügelt haben sie sich nur untereinander. Immerhin etwas. Das sind meine Erinnerungen an meine Kindheit und Jugendzeit im Kreise meiner Eltern. Die einzigen positiven Erinnerungen habe ich an meine Oma und meinen Hund.
Trotzdem: Die mir zugedachte Aufgabe, der “Kitt” in der Ehe meiner Eltern zu sein, habe ich immer sehr ernst genommen. Ich war immer lieb, immer brav, habe mich immer vorbildlich benommen - immer in der Hoffnung, daß ich dadurch eine Veränderung bewirken würde. Am Ende ging es sogar so weit, daß ich nach dem Abitur ein Fach studiert habe, das mich nie interessiert hat, sondern etwas, das den Wünschen meines Vaters entsprach, weil ich Angst davor hatte, daß ein “Verrat” durch mich alles nur noch schlimmer machen würde. Und außerdem waren meine eigenen Ideen ja sowieso immer nur “Firlefanz” oder “Hirngespinste”. Wenn ich doch mal den Versuch wagte, etwas eigenes umsetzen zu wollen, dann setzte der Mechanismus ein, der immer sein Ziel erreichte: Mein Vater machte Terror, meine Mutter soff sich ins Delirium, ich bekam die Schuld und kippte am Ende immer wieder um. “Wir haben Dich in diese Welt gesetzt, damit Du uns glücklich machst. Etwas eigenes darfst Du nicht haben. Das ist das höchste Gebot Deines Lebens! Wenn Du uns enttäuschst und dieses Gebot nicht befolgst, dann werden wir krank und das ist dann nur Deine Schuld!” - So in etwa lautet er, der verbale Tumor, der mir vom ersten Tage meines Lebens an in den Kopf gepflanzt wurde.
Meine Eltern haben ihre Krankheit dazu benutzt, mich von vorne bis hinten zu manipulieren. Heute fällt es mir schwer, andere Menschen um Hilfe zu bitten, wenn es mir schlecht geht, weil ich große Angst davor habe, daß diese sich durch mich manipuliert fühlen könnten.
Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der jeder kleine Fehler, den ich machte, sofort zu Streit und damit letztlich zur Sauferei aus “Enttäuschung über mich” führte. Heute fühle ich mich bei jedem kleinen Fehler schuldig und traue mir selbst so gut wie gar nichts zu, aus Angst vor Fehlern und den daraus resultierenden Schuldgefühlen. Ich bin oft wie gelähmt.
Ich bin in einer Atmosphäre aus Terror, Streit und Konflikten aufgewachsen. Heute kann ich keine Konflikte mehr ertragen. Wenn ich Menschen sehe, die sich streiten, dann bekomme ich Schweißausbrüche. Wenn mir selbst ein Konflikt droht, dann versuche ich dem immer aus dem Weg zu gehen oder gebe ganz schnell nach. Gut für mich ist das nicht.
Ich bin in einer Familie aufgewachsen, in der “Problemlösung” bedeutete, daß man sich mit Alkohol und Tabletten zugedröhnt hat. Heute habe ich Angst davor, Probleme ungelöst zu lassen und überfordere mich dadurch oft genug selber, weil ich vor lauter Problemlöserei und Grübelei kaum noch zur Ruhe komme.
Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der die Worte “Vergnügen” und “Suff” die gleiche Bedeutung hatten. Heute habe ich große Probleme damit, mich überhaupt mal vergnügen zu können, einfach mal irgendwo zu feiern, weil ich da immer mit betrunkenen Menschen konfrontiert werde und dadurch meine Laune in den Keller geht. Dabei würde ich wirklich gerne auch mal ausgelassen feiern können.
Ich bin in einer Welt aufgewachsen, in der Leistung und materieller Wohlstand alles war, was irgendeine Bedeutung hatte. Heute machen mir nur Dinge wirklich Freude, die ich ehrenamtlich oder unentgeltlich mache. Aber von Luft und Liebe kann man leider nicht leben.
Ich habe bisher ein Leben gelebt, in dem von Lebendigkeit keine Spur war, ein Leben, dessen einziger Sinn darin bestand, durch mein Funktionieren die “Eltern” vor dem Absturz zu bewahren.
Heute kann ich nicht mehr, bin ausgebrannt und völlig erschöpft.
LG
cailin |
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| cailin hat zum Thema: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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Gotti sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.02.2008 Beiträge: 3354 Alter: 51 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 26.11.2009, 06:52 Titel: Re: Erschöpft und ausgebrannt |
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Guten Morgen Cailin!
Ich heisse dich hier erst mal Herzlich Willkommen und wünsche dir ganz viel hilfreichen Austausch!
Wenn du bei den anderen liest, wirst du feststellen, dass du hier gut aufgehoben bist, weil wir deine Sorgen verstehen und nachfühlen können.
Liebe Grüße, Gotti. |
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| Gotti hat zum Thema: Re: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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katimaus neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 22.09.2009 Beiträge: 56 Alter: 31
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Verfasst am: 26.11.2009, 09:31 Titel: Re: Erschöpft und ausgebrannt |
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Hallo Cailin,
einen schönen guten Morgen wünsche ich Dir.
Wie gehts Dir heute?
Hast Du mal über Tagebuch-schreiben nachgedacht?
Liebe Grüße,
Kati |
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| katimaus hat zum Thema: Re: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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cailin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 37 Alter: 39 Wohnort: Norddeutschland
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Verfasst am: 26.11.2009, 20:23 Titel: Re: Erschöpft und ausgebrannt |
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Hi!
@Gotti:
Danke für Deine Willkommensgrüße! Ich bin echt erstaunt, wie viele Ähnlichkeiten ich hier schon beim Lesen gefunden habe. So viele Aha-Erlebnisse hatte ich glaube ich noch nie innerhalb so kurzer Zeit. Das Gefühl, mit all dem ganzen Müll alleine zu sein, das ich die ganzen Jahre immer hatte, weil immer alle lieber dem äusseren Schein meiner Familie glaubten als mir, beginnt jedenfalls langsam zu verschwinden. Und das alleine hilft mir schon ungemein.
@Kati:
Ich war heute sozusagen auf der Flucht. Auf der Flucht vor dem Telefon... Das klingelte nämlich schon am frühen Morgen Sturm. Und wer war's? Na klar, die "lieben" Eltern... Dran gegangen bin ich nicht, Anrufe am Vormittag sind immer ein schlechtes Zeichen. Das war eigentlich schon 'ne echte Leistung für mich, vor knapp einem Jahr hätte ich das so noch nicht gekonnt. Aber natürlich kamen dann auch gleich die Schuldgefühle. Es könnte ja sein, daß meine Mutter sich wieder ins Nirvana katapultiert hat und mein Vater nicht mehr mit ihr zurecht kommt und sich dann selbst ein wenig betäubt. Um Weihnachten rum hat das ja schon eine lange Tradition. Ich hab' mir dann meinen Hundi geschnappt, das Handy auf dem Küchentisch liegen lassen und bin lange draussen gewesen... Das war dann sogar richtig schön!
Trotzdem bin ich auch ziemlich frustriert. Seit Monaten versuche ich meinen Eltern nun schon klar zu machen, daß ich Abstand brauche und daß sie mich nicht mehr so oft anrufen sollen. Und was bringt es? Nichts! Alle paar Tage klingelt das Telefon... Was mich dann erwartet, wenn ich ran gehe, ist immer wie russisches Roulette: entweder fröhliches Heile-Welt-Gesäusel als wenn nie etwas gewesen wäre oder es ist diese träge, langgezogene Stimme, die nur Gift verspritzen kann, und die ich eigentlich nie, nie wieder in meinem Leben hören will.
Das mit dem Tagebuch muss ich mir noch ein wenig überlegen, so viel Erfahrung mit Internet-Foren habe ich offen gestanden noch nicht. Ich muss mich da, glaub' ich, erst noch ein wenig eingewöhnen...
Liebe Grüße
cailin |
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| cailin hat zum Thema: Re: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14428 Alter: 46
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Verfasst am: 27.11.2009, 00:42 Titel: Re: Erschöpft und ausgebrannt |
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Ein ganz liebes Hallo nochmal hier im offenen Bereich!
| Zitat: | | Auf der Flucht vor dem Telefon... | Abstand ist immer gut und das Gute daran ist, daß DU ihn heute wählen kannst. Und aus Fluchtpunkt wird irgendwann Standpunkt...
| Zitat: | | Seit Monaten versuche ich meinen Eltern nun schon klar zu machen, daß ich Abstand brauche | Bringt es etwas? Ich bitte inzwischen maximal 2 mal um etwas, wenn der andere nicht reagiert, dann ist das Seins. (Beim 1. mal könnte er es ja überhört habe, grins.) Jedes weitere mal wäre Energieverschwendung.
Du kannst dich monatelang darin erschöpfen, an deinen Eltern rumzuschrauben. Du könntest aber auch einfach Zeichen setzen. Nicht SIE wollen Abstand! DU willst ihn, also ist es an DIR, deinen Abstand zu wählen.
Ist immer spannend, wenn man sich selber mal anders verhält als vorher...
Hm, ich überleg grad, Schuldgefühle könnte man auch nett in ein Päckchen einpacken und ihnen untern Weihnachtsbaum legen..?
Lieber Gruß, Linde
P.S. Hier im offenen kann das www mitlesen, die Tagebücher sind im geschützten Bereich des Forums. Ich hab monatelang hier im offenen geschrieben und bin gewechselt, als ich ans "Eingemachte" gekommen bin. |
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| Linde66 hat zum Thema: Re: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10681 Alter: 49
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Verfasst am: 27.11.2009, 00:50 Titel: Re: Erschöpft und ausgebrannt |
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Hallo cailin,
| Zitat: | | Das mit dem Tagebuch muss ich mir noch ein wenig überlegen, so viel Erfahrung mit Internet-Foren habe ich offen gestanden noch nicht. Verlegen Ich muss mich da, glaub' ich, erst noch ein wenig eingewöhnen... |
die Gewöhnung geht relativ schnell. Ich hatte am Anfang überhaupt keine Ahnung wie das alles funktioniert. Einfach Fragen stellen und dann wird das schon.
Du befindest dich hier im Offen Bereich und dieser kann durch jeden der sich im Internet tummelt eingesehen werden. Wir haben auch noch einen erweiterten Bereich der von Suchmachinen nicht gefunden werden kann und du anonymer bist. In diesen erweiterten Bereich besteht auch die Möglichkeit Tagebücher zu schreiben.
im Offenen kannst du das auch, ist jedoch einsehbar.
Gruß Hartmut |
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| Hartmut hat zum Thema: Re: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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cailin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 37 Alter: 39 Wohnort: Norddeutschland
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Verfasst am: 27.11.2009, 03:40 Titel: Re: Erschöpft und ausgebrannt |
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Hallo Hartmut!
Ich bin da ja auch ganz optimistisch. Und wenn’s irgendwo hakt, dann frage ich... Es ist halt auch die Art der Kommunikation, die ich (noch) etwas, na ja, ungewöhnlich finde: Keine Stimme, keine Mimik, keine Gestik, kein Gesicht, das man mit den Worten assoziieren kann... Das ist im Moment noch etwas komisch...
Liebe Grüße
cailin |
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| cailin hat zum Thema: Re: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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cailin neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.11.2009 Beiträge: 37 Alter: 39 Wohnort: Norddeutschland
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Verfasst am: 27.11.2009, 03:49 Titel: Re: Erschöpft und ausgebrannt |
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Hallo Linde!
| Zitat: | Du kannst dich monatelang darin erschöpfen, an deinen Eltern rumzuschrauben.
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Eigentlich mache ich damit ja tatsächlich nichts anderes, als ich immer gemacht habe... Und gebracht hat es definitiv nie etwas. Die “Eltern” wissen ja, was sie tun müssen: Einfach das dumme Kind ins Leere laufen lassen, irgendwann hört es dann von selbst auf, wenn es erschöpft genug ist. Oh je, das ist schon wieder so ein Mechanismus, der an mehr als nur einer Stelle in meiner “Beziehung” zu den “Eltern” zu finden ist. Und einer, der ganz sicher schon früh in meinem Leben zum Standardprogramm gehörte. Ich glaub’, da fällt gerade mal wieder ein Groschen bei mir... Wenn ICH die alten Verhaltensmuster nicht verlasse, dann wird es niemand tun...
Das mit den Schuldgefühlen unter dem Weihnachtsbaum ist ein schöner Gedanke. Richtig schön mit rosa Schleifchen und Sternchen drauf... Leider ist das aber ein Punkt, bei dem es bei mir noch ganz schön hakt. Ganz bewusst etwas tun, das für mich eigentlich gut und richtig ist, von dem ich aber ganz genau weiß, daß es das Sauf-Programm auslöst, fällt mir noch immer unendlich schwer. Der Verstand weiß ja, daß ich mir damit nur selbst im Wege stehe, aber die Gefühle hinken da (noch) extrem hinterher.
Liebe Grüße
cailin |
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| cailin hat zum Thema: Re: Erschöpft und ausgebrannt geschrieben
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