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Austausch in der Familie

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Trocken aber nicht glücklich   •    Ich bin....  
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lavandula
Gast






BeitragVerfasst am: 02.12.2009, 18:16    Titel: Re: Austausch in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ihr alle,

danke für Eure Antworten. Ja, ich glaube auch, Hans, dass ich diese Krankheit nicht komplett verstehen kann. Obwohl mir doch als EKA einiges an Verhaltensweisen sehr bekannt vorkommt, da ich ja in das Familiensystem hinein geboren wurde.
Manchmal plagt mich tatsächlich das schlechte Gewissen, die alkoholkranke, uneinsichtige Mutter 'verlassen' zu haben... Ja, das gehört zum Ablösungsprozess dazu.

Ich habe schon oft gadacht, es ist eine bessere Art des Umgangs miteinander, das Gespräch - auch über unangenehme Dinge - zu suchen. Gerade in der Familie. Aber gerade mit den Eltern konnte ich über gar nichts, was mich belastete, reden. Immer war etwas anderes wichtiger uns sie sagten zu mir: ich weiss gar nicht, was Du willst, Dir geht's doch gut, ich hatte es viel schlechter als ich so alt war wie Du. Sicher stimmte das in Teilen, aber ich hatte dann in diesen Momenten das Gefühl, das sie dies als Generalausrede benutzten, um mich einfach abzubügeln.

Es tut jedenfalls gut, diesen Austausch hier im Forum zu haben - ohne schlechtes Gewissen, was ich denn heute wieder verbrochen habe meinen Eltern gegenüber.

In einer SHG für Angehörige (ich war das einzige EKA) kamen alle anderen gar nicht vom Fleck wie ich fand. Sie blieben einfach dort wo sie waren. Muss man nicht auch gehen können, wenn einem das Leiden zu viel wird?? Ich finde unbedingt!

LG,
Lavandula
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lavandula hat zum Thema: Re: Austausch in der Familie geschrieben
kossi
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 08.01.2010
Beiträge: 325
Alter: 48
Wohnort: südlich von münchen

BeitragVerfasst am: 02.02.2010, 20:31    Titel: Re: Austausch in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lavandula!
In meiner Familie gehen wir sehr offen mit meiner Sucht.
Meine Frau hat mich bedrängt etwas gegen mein Alkoholproblem, zu machen.
Sie war bei der Therapie eingebunden und hat mich sehr unterstützt. Bei meiner Entwöhnungstherapie, in der Salusklinik, hatten meine Frau ich und unsere Söhne, ein Familiengespräch, mit meinen Therapeuten. Es wurde offen über meine Erkrankung gesprochen.
Alkohol gibt es zu Hause kaum noch. Meine Frau bespricht mit mir, ob es mir Recht ist wenn sie mal etwas trinken willst. Der Jüngere Sohn trinkt mit 19 Jahren keinen Alkohol und der Ältere trinkt in meiner nähe auch keinen Alkohol. In meiner weiteren Umgebung wissen die meisten Menschen über meine Sucht bescheid. Ich fahre sehr gut damit das ich über meine Krankheit rede.

Alles Gute und viel Kraft, Wolfgang!
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kossi hat zum Thema: Re: Austausch in der Familie geschrieben
silberkralle
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Anmeldungsdatum: 04.12.2009
Beiträge: 4497
Alter: 60
Wohnort: Wilkau-Haßlau

BeitragVerfasst am: 02.02.2010, 20:59    Titel: Re: Austausch in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

glück auf

kossi hat Folgendes geschrieben:
Meine Frau bespricht mit mir, ob es mir Recht ist wenn sie mal etwas trinken will


Mit den Augen rollen bin nich neugierig Pfeil wills nur genau wissen Winken wars dir schon mal nich recht Frage (wenn ja warum?)

Sehr glücklich
matthias
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silberkralle hat zum Thema: Re: Austausch in der Familie geschrieben
lavandula
Gast






BeitragVerfasst am: 02.02.2010, 23:15    Titel: Re: Austausch in der Familie Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kossi,

das ist interessant, wie Du das beschreibst. Meiner Meinung nach ist das auch der einzige Weg, wie eine Familie mit der Krankheit umgehen sollte.
Bei uns wurde es leider, wie gesagt, totgeschwiegen bzw. meine Alk.Mutter hat es bis heute nicht einzusehen vermocht, dass es mit Alk nicht weiter geht. Es ist sehr schmerzhaft, die Mutter an den Alkohol zu verlieren - aber das ist so seit ich denken kann.
Ein Wunder eigentlich, dass wir ein nach aussen perfektes Einfamilienhausleben zu viert gelebt haben - aber innen eben alles eher verrottet.
Haufen von Lügen und Tretminen jeden Tag - die Stimmung der Alk.Mutter hat mein Leben in jedem Fall sehr beeinflusst...
Bin froh, dass diese Zeiten entgültig vorbei sind.
Leider hat sie sich immer weiter vergiftet und wurde immer nur giftiger, logisch irgendwie.
Vor mehr als zwei Jahren hab ich ihr entgültig eine Absage erteilt. Falls sie aufhören und bereuen sollte, kann sie sich wieder melden.

LG,
Lavandula
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lavandula hat zum Thema: Re: Austausch in der Familie geschrieben

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