| Ich wage den Schritt • Von einem Tag auf den anderen war alles anders... |
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oxalis sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.11.2009 Beiträge: 617 Alter: 52
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Verfasst am: 16.11.2009, 23:39 Titel: wer hat erfahrung mit entzugsklinik |
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Hallo
Ich bin coabhängig, und mein bester Freund ist seit Jahren alkoholiker.
Mein größter Wunsch war , das er in eine Klinik zum Entzug geht.
Jetzt wo es endlich soweit ist , hab ich eine *** Angst um ihn .
Er geht in eine antroposophische Klinik .
Hat jemand von euch Erfahrung damit gemacht .
Über Antworten von euch , wäre ich sehr dankbar .
GLG. Uli |
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| oxalis hat zum Thema: wer hat erfahrung mit entzugsklinik geschrieben
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hugohabicht sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.03.2009 Beiträge: 606 Alter: 47
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Verfasst am: 17.11.2009, 08:34 Titel: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik |
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Liebe Uli!
Ich habe nur Erfahrung mit der "normalen" Suchtstation in der Psychiatrie. Der Entzug - den Begriff kann man nicht verallgemeinern. Es hängt davon ab, wie lange und wieviel man getrunken hat, und die Tagesform ist entscheidend. bei meinem ersten Entzug war es 4 Tage lang die Hölle, Prädelir etc. Direkt danach war ich wieder rückfällig, bin dann nach ca. 10 Tagen wieder hin, da dauerte es ein paar Stunden, dann war alles gegessen. Wenn es "nur" Alk ist, ist der Körper schnell wieder fit, es sei denn, man hat sich wirklich um Kopf und Kragen getrunken.
Kommen aber Medis oder Drogen dazu, ist es lange Zeit die Hölle. Gerade bei Medis. Wir hatten da einen, der nur von Medis entzogen hat, der hatte solche Schmerzen, dass er abbrach. Da half auch das Gut-Zureden der Pfleger nix.
Wie gesagt, man kann es nicht verallgemeinern, aber in der regel ist man schnell wieder fit.
LG Micha |
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| hugohabicht hat zum Thema: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik geschrieben
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oxalis sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.11.2009 Beiträge: 617 Alter: 52
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Verfasst am: 17.11.2009, 16:20 Titel: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik |
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Lieber Micha
Erst mal vielen herzlichen dank das du mir geantwortet hast .
Ich weiss nicht genau wie lange und wieviel er wirklich getrunken hat .
Er hat mir da nie wirklich die Wahrheit gesagt. Selbst seine Schwester kann da nur raten .
Aber so wie ich die sache sehe , hat er mindestens 5-6 Jahre , 4-5 Liter Rotwein getrunken . Ich kenn mich da nicht wirklich aus , aber mir ist es echt ein Rätsel das er überhaupt noch am Leben ist . Er ist einfach mit seinem Leben nicht mehr klar gekommen .
Jetzt hab ich so furchtbare Angst , das er ins Delierium oder so fallen könnte .
Ausserdem hab ich keine gute Kritik über diese Klinik gelesen . Im Internet hat jemand geschrieben , das man dort als Alkoholiker wie der letzte Abschaum behandelt wird , und das man sich nicht so anstellen soll , wenn man mal auf ein paar Bierchen verzichten sollte.
Ich hätte ihm das am liebsten gesagt weil ich doch wollte das er gut untergebracht ist . Aber ich wollte ihn doch auch nicht wieder von seinem Entschluss abbringen .
Am Samstag hat er am Telefon so geweint , weil er schreckliche Angst vor dem Anzug hat . Und ich mußte mich echt zusammen nehmen um ihm nicht zu sagen was für schreckliche Angst ich um ihn habe .
Ich hoffe so sehr das alles gut wird .
Weisst du , ob man beim Entzug Kontakt nach draussen haben darf.
zb: Telefonieren kann.
Herzliche Grüße Ulrike |
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| oxalis hat zum Thema: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik geschrieben
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hugohabicht sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.03.2009 Beiträge: 606 Alter: 47
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Verfasst am: 18.11.2009, 14:35 Titel: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik |
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Liebe Ulrike!
Ich war die ersten 2 Tage weil ich 3,1 Promille hatte in dem geschlossenen Bereich, da hat man uns alles abgenommen. Telefonieren konnte man an einer Telefonzelle. Nach den 2 Tagen kam ich in die offene, da ging alles wie ich es wollte. Es gibt immer Ärzte/Pfleger, die einen wie Abschaum behandeln, aber die leben ja von uns. Die meisten waren super OK, viele trinken übrigens vor Streß selbst.
In speziellen Entzugskliniken ist das ok, problematisch wird es in allgemeinen Krankenhäusern, da ist man wirklich der letzte Dreck.
Man SOLL sogar Kontakt nach aussen haben, schließlich macht das Umfeld mkit krank, und wenn alle eingebunden werden, dann klappt es auch wieder.
Mach Dir keine Sorgen, es ist weniger schlimm, als es sich anhört. Und für den Alki ist es gut, unter seinesgleichen zu sein und sich nicht verstellen zu müssen.
Ganz liebe Grüße vom Micha |
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Linde66 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 4771 Alter: 44
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Verfasst am: 18.11.2009, 15:15 Titel: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik |
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Hallo oxalis,
ich kann deine Sorgen nachvollziehen, andererseits ist es ja so, daß er dort bei Profis ist.
Wenn ich lese, diese Klinik hat "eine schlechte" Kritik bekommen, da frage ich mich als erstes: WER hat denn da kritisiert? Und wieviele wurden gefragt, einer oder 500? Wenn ein Patient, der innerlich die Behandlung abgelehnt hat das geschrieben hat, ist ja klar, daß der kein gutes Wort an der Klinik läßt. Ein anderer hätte vielleicht gelobt und gesagt: die haben mir geholfen...
Es kommt immer darauf an, was man aus seiner Situation macht. Dein Freund kann seinen Aufenthalt als Chance und Hilfestellung begreifen. Und dann ist es relativ egal, in welcher Klinik er entzieht. Das eigentliche an sich arbeiten geht danach los.
Was tust du in dieser Zeit für dich? 2 835 mal am Tag auf's Handy schauen? Du bist für DICH hier.
Lieber Gruß, Linde |
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Nisa.K. neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.11.2009 Beiträge: 21
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Verfasst am: 18.11.2009, 19:00 Titel: Liebe Uli |
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Auch mein Mann war vor vielen Jahren zu einem stationären Entzug.
Leider hat er nicht durchgehalten. Es ist seitdem ein ständiges Auf- und Ab. Ich denke, wir haben zu zeitig aufgegeben. Der reine Entzug war für ihn sehr hart, also die ersten Tage. Wie meine Vorredner schon geschrieben haben, die eigentliche Arbeit geht hinterher los. Und genau das haben wir jetzt wieder vor uns.
Ich wünsche Dir und Deinem Partner alles Gute!
Mupfeline |
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oxalis sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 15.11.2009 Beiträge: 617 Alter: 52
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Verfasst am: 18.11.2009, 20:36 Titel: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik |
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Guten Abend
Lieber Micha, liebe Linde und liebe Mupfeline
Zuerst mal möcht ich euch mitteilen das er mein Freund und nicht mein Partner ist . Er ist zwar verheiratet , aber er erlebt seit vielen Jahren die Hölle in seiner Ehe und schafft es nicht , sich davon zu lösen.
Gerade hab ich von seiner Schwester erfahren , das er wahrscheinlich am Wochenende nach Hause kommt .
Wie soll das funktionieren ?
Geht ein Entzug so schnell ?
Und dann gleich wieder in den Stressfaktor zu Hause . Das kann doch nicht gut gehen . Oder was meint ihr ??
Liebe Linde , du hast ja recht , ich müßte mich mal um mich selbst kümmern . Aber das fällt mir noch sehr , sehr schwer.
Ich hab halt so schreckliche Angst um ihn . Er bedeutet mir sehr viel
Ganz liebe Grüße Ulrike |
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| oxalis hat zum Thema: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik geschrieben
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hugohabicht sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.03.2009 Beiträge: 606 Alter: 47
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Verfasst am: 18.11.2009, 21:03 Titel: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik |
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Liebe Ulrike!
Ein Entzug (körperlich!) geht relativ schnell, wenn es "nur" Alk war, ohne Drogen und/oder Medis.
Das Körperliche ist aber nur eine Seite der Medallie, psychisch ist Therapie angesagt, weil die psychische Abhängigkeit viel schlimmer ist.
LG Micha |
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| hugohabicht hat zum Thema: Re: wer hat erfahrung mit entzugsklinik geschrieben
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