| Buchsbäume / Buxus werden braun ! Woran kann das liegen ? • Heute ist Freitag der 13. |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
Spanijoggel Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2008 Beiträge: 8589 Alter: 70 Wohnort: Schweiz
|
Verfasst am: 12.11.2009, 22:41 Titel: Re: Freitod eines Sportlers |
|
|
Hallo,gutenAbend!
Füe mich hat es Linde sehr gut ausgedrückt:In einem Schub von Depression
geht nichts mehr.
Ich habe ja meiner Therapeutin versprochen mich sofort zu melden wenn ich depressiv werde.----- Aber das ist sehr schwer für mich.Ich fühle mich dann wie ein schwerer Stein der sich nicht bewegen kann,weder physisch noch psychisch. Es ist wirklich eine Krankheit.
Und wenn sie wieder einmal ankommt ist es sehr,sehr dunkel.
Ich kann dem Fussballer total nachfühlen wie es war für ihn.
Ich habe mir insofern Hilfe gesucht,indem ich mich in "freien" Zeiten jetzt,hier in Rüschlikon und Zürich je eine Frau ins Vertrauen gezogen habe.
Es ist noch eine Krankheit mit der ich leben muss und will.
Herzliche Grüsse
Yvonne |
|
| Nach oben |
|
| Spanijoggel hat zum Thema: Re: Freitod eines Sportlers geschrieben
|
|
 |
Linde66 Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 08.10.2008 Beiträge: 14428 Alter: 46
|
Verfasst am: 12.11.2009, 23:22 Titel: Re: Freitod eines Sportlers |
|
|
Hallo Yvonne,
um so wichtiger ist es, in der symptomfreien Zeit an seiner Stabilisierung zu arbeiten. Das Netz, das man sich in dieser Zeit flicht, das kann einem tragen in der Zeit des Schubs.
Wie gut, daß du dich 2 Frauen anvertraut hast und daß du deiner Therapeutin bescheid geben kannst, wenn du spürst daß innendrin die Farbe auf Grau wechselt...
Lieber Gruß, Linde |
|
| Nach oben |
|
| Linde66 hat zum Thema: Re: Freitod eines Sportlers geschrieben
|
|
 |
Sonnenblume sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.01.2009 Beiträge: 7268
|
Verfasst am: 13.11.2009, 09:38 Titel: Re: Freitod eines Sportlers |
|
|
Hallo,
das einzige was man wirklich tun kann, wie hier schon viele schreiben, ist Lernen damit besser umzugehen in Zeiten wo es einem gut geht. Und wenn es abwärts geht, sich Hilfe zu holen. Das hat Robert Enke leider nicht getan.
Gerade Männer tun sich in unserer Gesellschaft damit sehr schwer, weil ihr Selbstbewußtsein ja oft mit äußerlichen Dingen zusammenhängt.
Lezte Woche war im FOCUS darüber ein Artikel.
Einen Zusammenhang mit der Alkoholerkrankung sehe ich für mich dahingehend, daß man gegen diesen Zustand gerne antrinkt, mir hat das in den Abendstunden immer eine gewisse Erleichterung gebracht.
Gestern hörte ich diesen Satz oft im Radio (ich kenne ihn ja schon)
Depression ist eine Dame in grau, wenn sie bei Dir anklopft, laß sie herein und höre, was sie Dir zu sagen hat.
Man will es nicht hören und will es lieber wegtrinken, so habe ich mich lange verhalten.
Irgendwann habe ich mit Hilfe meiner Therapeutin gemerkt, daß es für mich kein Weiterkommen gibt, wenn ich dieses Verhalten fortsetze.
Obwohl es mir nicht immer gut geht, stelle ich jedoch eine Verbesserung meines Zustandes fest, seit ich nichts mehr trinke.
Ich habe für mich anerkannt, daß ich diese Krankheit habe, mag schon sein, das in früher Jugend durch irgendwelche Einflüsse, die man nicht verkraftet hat, sich der Gehirnstoffwechsel verändert hat und daß es in den Genen liegt, wie mir meine Neurologin erklärte.
Ich kann mich noch an depressive Phasen in meiner Kindheit erinnern.
Ich kann sehr gut verstehen, daß jemand, der diesen Gemütszustand überhaupt nicht kennt, sich das auch nicht vorstellen kann.
Das schlimmste, sind der Verlust aller Gefühle, so habe ich das empfunden.
Der Selbstmord geschieht ja meistens auch in Phasen, wo es ein bischen aufwärts geht, sonst hätte man sogar den Antrieb dafür nicht, deswegen ist diese Phase auch so besonders gefährlich.
Und gerade da, ist es zwingend notwendig sich Hilfe zu holen.
Ich habe gelernt, die Krankheit für mich zu akzeptieren und nütze die Möglichkeiten der ärztlichen und therapeutischen Betreuung und dadurch gerate ich nicht mehr in so ein tiefes Loch.
Mir haben auch immer Bücher sehr geholfen, das alles zu verstehen.
Gerade unsere Spaßkultur ist für einen Depressiven im akuten Stadium das Schlimmste, was es gibt.
Wish |
|
| Nach oben |
|
| Sonnenblume hat zum Thema: Re: Freitod eines Sportlers geschrieben
|
|
 |
lilly sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 12.06.2008 Beiträge: 9552 Alter: 55 Wohnort: Oberbayern
|
Verfasst am: 13.11.2009, 17:22 Titel: Re: Freitod eines Sportlers |
|
|
Hallo "Wish",
Du hast mir - Satz für Satz - aus der Seele gesprochen. Genau so ist "es"! Mehr kann ich gar nicht hinzufügen.
DANKE für Deine "Zusammenfassung".
Liebe Grüße
"Lilly" |
|
| Nach oben |
|
| lilly hat zum Thema: Re: Freitod eines Sportlers geschrieben
|
|
 |