| Mein Mann ist Alkoholiker • Alles auf Anfang |
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Fliegender Stern neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 372 Alter: 38
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Verfasst am: 09.11.2009, 23:14 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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lieber Micha
ich glaube dir, dass es bei dir so war...
ich möchte nicht den eindruck erwecken, ich habe ein problem mit komplizierten menschen. war vielleicht der falsche ausdruck. jeder mensch hat ecken und kanten und das ist auch gut so!
bei meinem ex kommt gar nix in den vordergrund, was kompliziert sein erklären könnte. jetzt wo er trocken ist....ich meine damit, er arbeitet nix auf, obwohl es jede menge gäbe. für ihn ist das trink problem damit gelöst, dass er halt nix mehr trinken wird in zukunft. sagt er. glaubt er. wünsche ich ihm.
aber ich denke so einfach ist das nicht oder??
und für meinen teilmöchte ich nochmal versuchen zu erklären:
Auch jetzt im trockenen zustand entdecke ich charakterzüge, die ich während der trink Zeit entschuldigt habe, aber eben genau das jetzt nicht mehr kann. PUUH ich schreibe wohl KOMPLIZIERT.
ich hab das auf strinken geschoben, verstehst du?
und es ist schon so, ich bin, war eigentlich ein positiver, unbeschwerter mensch, der an das Gute glaubt.
er ist da das krasse Gegenteil,überall lauert Gefahr. und seine gedanken gänge sind als so verworren, da kam ich nicht mehr mit. Doro hat mir geschrieben, seit der trennung ist ihr leben heller. ja das trifft es. diese ewig dunklen gedanken..ist es jetzt besser erklärt?
und es ist nicht so, dass ich mich nicht mit problemen, ängsten, sorgen auseinandersetzen könnte.
habe selbst schon viel erlebt. war auch schon süchtig, allerdings magersüchtig.
liebe grüße |
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| Fliegender Stern hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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Fliegender Stern neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 372 Alter: 38
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Verfasst am: 09.11.2009, 23:32 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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ich zweifle, weil ich immer entscheidungen bezweifle.
ich kann nicht abstreiten, dass ich ihn nicht mehr liebe, nein ich empfinde immer noch vielund das tut halt weh. trotzdem ist es richtig. kopf sagt ja, mein herz zweifelt. und nein, nein das war natürlich ganz alleine meine entscheidung, hat mich hier niemand überredet, nur mut zugesprochen, den ich auch so dringend brauche.
wie du sagst, um mit einem alkoholiker zuleben, muß man stark genug sein, einen rückfall zu ertragen. und das könnte und will ich nicht.
deswegen habe ich ja auch keine andere wahl.
Aber e s tut trotzdem weh...
vielleicht ist es feige,mag sein, aber ich habe mich so entschieden.
und meine freundinnen,ja die sehen halt, wie ich mich zum negativen verändert habe seit ich ihn kenne.
mich auch verändern habe lassen, dass darf man nie unterschätzen.
ich glaube, es würde Sinn machen, wenn ich mal meine ganze geschichte mit ihm aufschreibe hier, habe nämlich das gefühl, das ich mittendrin anfange.
Doro,ich wünsche dir eine gute nacht. gehe jetzt schlafen, brauche energie für morgen.
und wieder mal ein danke und ganz liebe grüße |
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| Fliegender Stern hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2522 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 09.11.2009, 23:44 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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Ja, gute Nacht! Schlaf gut und komm zur Ruhe.
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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Fliegender Stern neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 372 Alter: 38
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Verfasst am: 11.11.2009, 15:49 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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Hallo ihr Lieben
Es ich schwierig stark zu sein. Vor drei Tagen habe ich meine beziehung beendet und es ist die Hölle..
er hat es geschafft, dass ich voller schuldgefühle bin..und mich ganz mies fühle.
er meinte, für mich hat er seine wohnung vor einem jahr aufgegeben, weil er glaubte, unsre Liebe sei so stark. Dachte ich damals aoch.
und jetzt würde ich ihn einfach vor die türe setztn.
er hat niemanden, ist ganz alleine.ich muß erklären, dass er seit ca, fünf jahren in meiner stadt wohnt.
Die ersten drei Jahre war er mit saufen und frauenbekanntschaften beschäftigt. Er hat sich nie bemüht stabile Freundschaften aufzubauen. Das Bier war sein Begleiter...
Und dann kam ich.
Er sagt, er sei damals sodankbar gewesen, dass er endlich jemand gefunden hat, der ihn da rausholen will. und das hab ich getan...Er hätte sich die ganze zeit alleine und verloren gefühlt.
er hat sein völlig verwahrloste ( sowas habt ihr noch nicht gesehen, ich schwör s) Whg aufgegeben und ist zu mir gezogen..
und ich war wie verrückt engagiert ihm das schönste zu hause der welt zu bereiten. was ich auch geschafft habe...ich hab fast ausschließlich für ihn gelebt.
aber wir ja vielleicht wisst, habe ich meine Gründe für die trennung und er macht mich emotional so fertig jetzt.
ich ersticke vor schlechtem gewissen.
ich weiß schon gar nicht mehr, was mir wichtig war...Wo bin ich wieder hingegangen? Weg bin ich.
Ich bin wieder nur in seinem Kopf und denke, er schafft das nicht..
Und ich bin mir sicher, er wird such die Therapie abbrechen, wenn er ausgezogen ist und was dann passiert will ich mir gar nicht vorstellen...
ich fühle mich so machtlos,überfordert, hilflos, böse...Könnt ihr mich verstehen?
Was soll ich nur tun? |
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| Fliegender Stern hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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bealinipoldi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.07.2009 Beiträge: 48 Alter: 30 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 11.11.2009, 16:44 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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hallo fliegender Stern..naja das mit dem schlechten gewissen kann ich sehr gut nachvollziehen..mein angehnder ex -Mann war zwar nicht alkohohlsüchtig aba sehr unselbstständig..ich habe ihn damals verlassen und da er zweitweise danach auf der Strasse gelebt hat weil er nichts mehr auf die Reihe bekommen hat (ich habe mich damals um ihn gekümmert und alles erledigt) habe ich heute noch manchmal anflüge von einem schlechten gewissen bzw nein es ist kein schlechtes gewissen mehr sondern er tut mir leid..aba es liegt nicht in meiner verantwortung.
das hat es auch nie..krank hin oder her sie sind erwachsen und für ihr leben verantwortlich ..genauso wie wir für unseres...grade wenn noch Kinder im Spiel sind.
irgednwie sind wir ja auch krank und müssen schaun das wir unsern Weg gehen.
aber ich habe gut reden..bei meinem freund geht es mir schon oft ähnlich.
Im Sommer war ich 3 Wochen zu hause in nrw.
ich bin ja damals wegen meinem freund nach bayern gezogen (naja hat ihn auch net gekümmert wie ich klar komm aba das is ne andere geschichte)
als ich noch in nrw war hatte ich die kraft mich zu trennen..klar lagen ja viele km dazwischen..
naja als ich wieder kam war seine mum sehr krank und is kurz darauf gestorben.
und schwubs hab ich mich quasi verantwortlich gefühlt...weil er ja nun fast niemanden mehr hat ja eh nix allein hin kriegt usw..
er sagte du bist ja das einzige und wenn du net da bist dann weiss ich auch net mehr ob ich noch leben will...
naja gut ich bin wieder schwach geworden..aba was ich dir sagen will ist das du meiner meinung nach genau richtig handelst..glaube du hast bei mir ja geschrieben das du auch ein Kind hast..
für dich und dein Kind....
ich mein ich hab gut reden kennst meine geschichte..aba ich möchte dich wenigstens ein wenig bestärken..weil bei anderen ist es ja immer leichter als bei einem selbst;)
aba glaube mir ich kenne das wenn die gedanken nur noch beim anderen sind und man nicht mehr klar denken kann...
trotzdem versuche irgednwie wieder zu dir zu kommen...
es ist nicht deine schuld und du bist NICHT für ihn verantwortlich...
aba diese vorwürfe treffen einen ich kenn das..aba glaube mir wenn du wieder bisl mehr bei dir bist wirst du sehen das du richtig handelst ...richtig für dich..
fühl dich mal gedrückt und ganz viel kraft...
ich werde gleich mit meinem Kind zum St Martin ich würd mir zwar am liebsten die decke übern Kopf ziehen aba ich denke das es dann im nachinein ganz schön wird..
vieleicht kannst du auch noch etwas unternehmen oder dich bisl ablenken?
ganz liebe grüsse bea |
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| bealinipoldi hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2522 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 11.11.2009, 18:03 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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Hallo Fliegender Stern,
ich hab auch während der Trockenheit für meinen Mann alles gemacht. Es war einfach so schön ihn da rauszuholen. Es war auch sehr anstrengend. Ich hab geackert und gerackert, ihm Dinge abgenommen, ihn lange durchgefüttert, bis er ENDLICH selbst Geld verdiente. Nicht lange danach kam der Rückfall.
Ich kann dein schlechtes Gewissen nachfühlen. Du glaubst - oder er macht dich glauben -, dass er von dir abhängt, dass er nur durch dich trocken ist und bleiben kann.
ABER:
- Du bist nicht dazu da, um ihn "trocken zu halten".
- Du musst auf dich aufpassen, sonst gehst du den Bach runter.
- Ein Rückfall kann trotzdem jederzeit kommen (siehe meine Geschichte).
- Eine Trockenheit kann doch auf Dauer nur gut gehen, wenn er sie um SEINETWILLEN macht und nicht ständig die Verantwortung abschiebt.
- Du kannst es auch so sehen: Du hast ihn da rausgeholt, jetzt muss er langsam lernen, alleine zu laufen.
Er ist doch genauso erwachsen wie du.
Er kann sich um sich selbst genauso kümmern, wie du es kannst.
Er soll jetzt mal mit diesem kindischen Gerede aufhören.
Ihr seid ein erwachsenes Paar, du darfst dich trennen, und mit den Konsequenzen muss er einfach klarkommen. Basta.
So funktiniert unsere Welt.
Niemand sollte aus reinem Pflichtgefühl beim Partner bleiben.
Und ich würde auch keinen Partner wollen, der nur aus Pflichtgefühl bei mir bleibt, das kann er doch nicht ernsthaft wollen.
Liebe Grüße
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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Fliegender Stern neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 372 Alter: 38
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Verfasst am: 14.11.2009, 17:37 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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Schlimmer gehts immer.....
Hatte gestern Therapieberatung,machte ich ja parallel zu meinem Ex.
und es war furchtbar, furchtbar
nächste Wo hätten wir ja einen gemeinsamen Paartermin gehabt.
wie ich jetzt von meinem Therapeuten erfahren habe ( mein ex hat einen anderen therapeuten), hätte es um meine " Anteile" an seinem Rückfall gehen sollen und ob ich in früheren Beziehungen ähnliche Kontrollverhalten gezeigt hätte. Da müßte man mal genauer hinschauen, meint er...
Ich bin mir einfach sicher, dass ich früher nicht so war.im Gegenteil. Erst diese schlimmen Erfahrungen mit der Sauferei haben mich so werden lassen.
ich dachte, ich hab mich verhört. ich fragte genauer nach, ob ich es richtig verstanden habe, dass ich schuld am wieder trinken gewesen sein soll?
es gehe nicht um schuld, meinte er , sondern Anteile..
Wie ich das fände? fragte er mich.
Eine Frechheit fänd ich das, sagte ich.
Dem stimmte mein Therapeut zu und er verstände seinen kollegen auch nciht ganz.
Jedenfalls hat mich das total runtergerissen. Kann denn das sein??
Ich meine mein Ex hat gemacht,was er wollte. ich meine, auch wenn ich imer dachte,alles kontrollieren zu müssen.. aber das habe ich immer mit mir alleine ausgemacht. habe sozusagen stumm gelitten. ihn nie genötigt oder szenen gemacht,dass er nicht ausgehen soll.....weil ich angst habe.
Nein, ich hab ihm alle Freiheiten gelassen, nie gelammert, auch wenn ich oft in größter sorge und panik war, da hab ich nicht mit ihm drüber geprochen.
ich weiß natürlich nicht, was genau die Inhalte seiner Therapiestunden waren, aber mir kommt das alles irgendwie so vor, dass mein ex vom eigentlichen ablenkt, nämlich seinen Problemen. Bin mir sicher, davon weiß sein Therapeut noch nix....Kann ich natürlich nur vermuten....
Und ich hab ihn doch in seiner nassen Zeit kennengelernt. Er hat doch vorher schon getrunken!!
Aber es ging noch weiter. Weiter fragte mich mein Therapeut, wie ich mich einschätze.....die frage wurde mir ja hier auch schon gestellt...
nun ja, sagte ich, ich fühle mich zur zeit schwach, verletzt unsicher in meinen Entscheidungen...und das meine eigene Wahrnehmung total gestört ist.
Und von dem Wort " unsicher" ist er dann nicht mehr weggekommen.
Ich meinte, dass man mit diesem Mann eigentlich nur unsicher sein oder werden kann....
Ich wurde so oft angelogen, z.B. seiner Herkunft, Kultur, dass er verheiratet war und eine tochter hat, um die er sich nciht kümmert, schulden...ja sogar einen falschen Namen hat er mir am anfang gesagt. Und die Wahrheiten habe ich alle durch ZUfälle und Intiution erfahren...
Das dieser Mann Gründe zum Saufen fand, war mir dann logisch.
Er hatte natürlich immer, bis heute Begründungen für seine Lügen, hab ich am anfang alles brav geschluckt und an das Gute geglaubt...
Aber es hat sich nix geändert....
Ist es da nicht verständlich, dass ich unsicher wurde?
Oder hätte ich einfach meht die starke Frau sein müssen, die das alles versteht?? Hab ich es am Ende kaputt gemacht??
Jedenfalss komm ich mir jetzt ziemlich mies und verraten vor.
Wirklich, ich hab soviel für diesen Mann gemacht, habe ihn so geliebt...lieb ihn wahrscheinlich immer noch.
Meine Entscheidung war eine Kopfentscheidung..
Bin total durcheinander....wo bin ich wieder hin??
Weg bin ich. Denke ständig nur zurück, statt nach vorne.
Ich freue und hoffe auf eure meinungen..
Fliegender Stern |
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| Fliegender Stern hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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Doro sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.01.2009 Beiträge: 2522 Alter: 41 Wohnort: Niedersachsen
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Verfasst am: 15.11.2009, 00:06 Titel: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " |
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Hallo Fliegender Stern,
ich selbst hab bisher keine Therapie gemacht.
Aber die Sache mit den "Anteilen" kenne ich und auch hier im Forum ist oft die Rede davon. Und zwar kommt es dann von den Co-Abängigen selbst, dass sie ihre "Anteile" an der Beziehung erkennen.
Wenn man noch mitten drin steckt in der Beziehung und unter ihr leidet, dann hat man vielleicht keinen Sinn dafür, jetzt auch noch danach zu forschen, wo vielleicht mit einem selbst was nicht stimmt. Man braucht seine seelische Kraft dafür, das vom Partner zerstörte Selbstwertgefühl erstmal wieder aufzupäppeln und sich zu erholen. Zuspruch, Bestätigung braucht man. Und nicht etwas, was sich wieder wie Kritik anfühlt. Der Partner hat uns schon genug kritisiert und runtergemacht. So ging es mir jedenfalls und ich bin dann auch hoch gegangen wie ne Rakete, wenn ich sowas in der Richtung gehört hab.
Aber - jetzt kommt mein ABER:
Es ist - denke ich - nicht so negativ gemeint, wie du es jetzt wahrnimmst.
Ich glaube, es geht tatsächlich überhaupt nicht darum, ihn aus der Verantwortung zu entlassen oder sie dir zuzuschieben.
Und wenn jemand sowas versucht, ist er auf dem falschen Dampfer.
Du bist jedenfalls nicht schuld an seinem Trinken oder irgendwelchen Rückfällen.
Trotzdem bist du ja irgendwie Teil es "Spiels" gewesen. Hast dich notgedrungen irgendwie dazu verhalten. Bist in der Beziehung geblieben oder was auch immer. Bist überhaupt erst in solch eine Beziehung hineingegangen. Das ist dein "Anteil" - nicht Schuld.
Ich selbst bin auch immer noch auf der Suche nach meinen "Anteilen". Ist ne schwierige Sache. Mir geht es dabei eigentlich nur darum herauszufinden, in welchen Punkten ich vielleicht anfällig bin für solche Beziehungsmuster. Sonst tappe ich ja früher oder später wieder in solch eine Falle und lasse mich missbrauchen, manipulieren usw.
Aber die Frage ist für mich auch sehr schwer zu beantworten. Ich halte mich eigentlich auch für ziemlich "normal" - bloß diese Beziehung hat mich unnormal werden lassen. So sehe ich es auch: In erster Linie hat mich die Alkoholkrankheit meines Mannes mit reingezogen und in Mitleidenschaft gezogen.
Trotzdem: Wieso bin ich diese Beziehung überhaupt eingegangen, obwohl er getrunken hat? Da muss doch irgendwie mein Selbstwertgefühl vielleicht schon einen Knacks gehabt haben oder meine Fähigkeit, auf mich aufzupassen. Und ich bin schon ein bisschen wankelmütig und leicht zu beeinflussen, glaube ich. Irgendwas in der Richtung sehe ich als meinen "Anteil". Und bei dir, Fliegender Stern, spüre ich sowas auch. Du bist sehr schnell dabei, dich rückzuversichern: Was glauben die anderen?
Ich bin so ähnlich. Das ist jetzt keine Kritik. Aber vielleicht hilft es dir für die Zukunft, wenn du in diesen Punkten aufmerksamer wirst und vielleicht irgendwann weniger abhängig davon bist, was andere über dich meinen oder andere für richtig oder falsch halten. Denn dann wärst du ja auch weniger manipulierbar.
Es gibt bei Co-Abhängigen auch, glaube ich, sehr unterschiedliche Ausprägungen. Zieh dir nur die Schuhe an, die passen.
Das war viel Text, sorry. Ich hab mich sehr angesprochen gefühlt durch deine Reaktion. Hätte von mir sein können.
Nen schönen Abend
wünscht
Doro |
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| Doro hat zum Thema: Re: " Fliegender Stern s Geschichte " geschrieben
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