| dringender notfall bitte helft mir • sorry,ich war zu genau |
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sahira neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.11.2009 Beiträge: 23 Alter: 50
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Verfasst am: 08.11.2009, 00:26 Titel: Was soll ich tun) |
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Ein Hallo und guten Abend zusammen,
ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben und hier bin.
Zunächst war ich auf der Suche nach Möglichkeiten meinem Verlobten (Alkoholiker) zu helfen, bin aber hier beim durchforsten des Forum eines besseren belehrt worden, dass ich mir nur selbst helfen kann und muss und umgekehrt, dass er sich nur selbst helfen kann.
Ich bin mit meinem Verlobten fast 1 Jahr verlobt, das ging ziemlich schnell, nachdem wir uns kennengelernt haben. Es war Liebe auf den ersten Blick. Um sein Alkoholproblem wusste ich zu dem Zeitpunkt. Ich selbst habe auch Probleme mit Alkohol habe ich nur in Streßsituationen sogar exzessiv. Ansonsten kann ich auch ganz entspannt mit Freunden gemütlich Wein trinken. Dazu aber ich entsprechenden Forenbereich noch mal separat meine Vorstellung dazu.
Hier geht es jetzt um meine CO-Abhängigkeit. Wie schon geschrieben, habe ich schon einige Antworten dazu hier finden können und war ganz schön erschrocken, wie schnell man zum Co wird, wahrscheinlich auch aus Unwissenheit.
Also dass ich nun Co bin ist mir klar und ich werde mich weiter bei Euch weiter informieren. Mein derzeitiges Problem ist folgendes: Vor ca. 1 Woche eskalierte die Situation in meiner Wohnung (wir wohnen noch getrennt), Alkohol war bei uns beiden im Spiel. ***shame***
Wir hatten uns angeregt unterhalten und ich wollte ein paar Dinge mit ihm klären, die mir schon eine Weile Sorgen machten, eben dass ich viele Sachen für ihn übernommen habe, wie Termine absagen, Anrufe tätigen, Schriftstücke erstellen. Es regte mich auf, dass einige Sachen einfach als so selbstverständlich angesehen wurden, bis hin dass ich doch auch ruhig mein Auto an ihn verborgen könnte, wobei wir hier sehr gute öffentlich Verkehrsmittel haben etc. pp.
Ja ich weiß, aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich zwar schon mal das Wort Co-Abhängigkeit gehört, betraf mich doch aber nicht. Nein, das trifft immer nur die Anderen. Wie naiv...
Schlussendlich schaukelte sich die Situation irgendwie hoch und zapp hatte ich eine Faust im Gesicht! Und die zweite gleich hinterher im Gerangel meiner instinktiven Abwehr. Usw., usw. mag nicht weiter darüber ausführlich jetzt schreiben...Ich konnte dann aber irgendwie aus meiner Wohnung flüchten und meine Nachbarn haben dann die Grün weißen gerufen. Oh je, schäme mich echt.
Zumal zu meinem großen Schreck und völlig unerwartet: DAS gab es noch nie bei uns. Wir konnten uns immer über alles unterhalten (oder doch nicht???), dass hatten wir uns auch vorher -ganz am Anfang- so versprochen: wenn etwas ist, dann reden. Hatte bisher ja auch funktioniert.
Fakt ist nun, ich habe eine Vorladung als Zeugin bei der besagten Mannschaft bekommen. Ich wollte den Termin schon absagen o. Einfach fernbleiben, aber dann geht das wohl ans Strafgericht und da muss ich dann wohl hin, ob ich will oder nicht.
Ich will das aber nicht. Ja ich weiß, ist schon wieder das Co dazwischen. Und ich liebe den Kerl! Klingt auch wieder paradox, trotzt dieser Ausartung. Ich gehe jetzt mal davon aus, das war eine einmaliger Ausrutscher.
Zwei Tage später hatte er mich dann angerufen und mir gesagt, er brauche meine Hilfe. Mir war klar, dass er nun seit dem Vorfall volltrunken in seiner Wohnung liegen würde. Ich fuhr hin, in der Annahme – und wirklich in der Annahme- dass ich ihn ins Krankenhaus bringen soll. Dem war aber nicht so, ich glaube, er wußte garnicht mehr, dass er mich angerufen hatte. Wollte also auch nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Ich bin dann schnurzstracks umgedreht und habe dann abends den Kriesendienst angerufen. Ich wollte damit die Verantwortung abgeben, nicht grübeln müssen, ob und wie lange er in seiner Wohnung liegt und ich womöglich noch die Verantwortung trage. Die nehmen sich dann der Sache an und sagten mir auch, ich kann selbst da nichts machen. Nur er selbst. Hat mich zwar in diesem Moment nicht wirklich beruhigt. Das kennen ja viele von Euch. aber danach bin ich dann im WorldWideWeb auf Suche gegangen und habe Euch gefunden. Bin ich auch so froh darüber.
Hab aber jetzt noch zwei Fragen:
1.was würdet Ihr machen bezüglich der Aussage?
2.Ich habe bei einigen von Euch gelesen, dass Ihr merkt, wenn sich ein Suchtdruck anbahnt. Woran merkt man das denn und ist das bei allen gleich?
So jetzt genug geschrieben, bin jetzt auch erstmal fix und fertig.
Ich freue mich aber riesig auf Eure Hilfe und/oder Vorschläge.
Ich danke Euch schon mal und
liebe Grüße an Euch alle.
sahira |
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| sahira hat zum Thema: Was soll ich tun) geschrieben
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Mario77 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 24.06.2009 Beiträge: 173
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Verfasst am: 08.11.2009, 13:10 Titel: Re: Was soll ich tun) |
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Hallo sahira,
Ratschläge zu rechtlichen Belangen sind hier im Forum nicht gerne gesehen.
Oft kann man Hilfe zu rechtlichen Themen bei Suchtberatungsstellen oder teilweise auch bei der Polizei. Es wäre vielleicht gut in Erfahrung zu bringen, ob ein Verlobter als Angehöriger gilt und ob man gegen einen Anghörigen Aussagen muss.
Ob das bei allen gleich ist, mit dem Suchtdruck weis ich nicht.
Bei mir macht sich Suchtdruck im Kopf bemerkbar, durch Gedanken an Alkohol.
Meist sind das Gedanken wie : Trink was, dann gehts Dir besser.
Oft geht diesen Gedanken, irgendein Reiz an das Suchtgedächniss vorraus (z.B. an Anblick einer Flasche). Ich finde die beste Strategie gegen Suchtdruck ist es zu vermeiden, sich solchen Reizen auszusetzten.
Stress ist auch oft so ein Reiz...
Liebe sahira, was möchtest du denn für Dich tun? Wie Du schreibst hast Du ja auch einige Baustellen. Das erkennen der eigenen Baustellen, ist ein sehr wichtiger und guter Schritt aber leider haben Baustellen nicht die Eigenschaft zu verschieden, nur weil man sie "enttarnt" hat.
Viele Grüße
Mario |
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| Mario77 hat zum Thema: Re: Was soll ich tun) geschrieben
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sahira neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.11.2009 Beiträge: 23 Alter: 50
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Verfasst am: 08.11.2009, 13:56 Titel: Re: Was soll ich tun) |
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Guten Morgen zusammen,
wie ich beim Lesen Eurer Beiträge festgestellt habe, ergeben sich doch einige Parallelen zwischen Euren Beschreibungen/Schicksalen und meinen bisher kurzfristigen Erfahrungen.
Erstaunlich, Zufall oder ist das in diesem Umfeld immer das gleiche Muster?
Einerseits finde ich es ja traurig, andererseits weiß ich, dass ich hier gut bei Euch aufgehoben bin.
Heute Nacht rief mich mein Verlobter um 01:30 Uhr an. Ich bin nicht ran gegangen. Kenne das schon aus vergangener Zeit, in der seiner Situation gab es dutzende von Anrufen, ob übers Handy oder auf den AB gesprochen. Am Anfang bin ich auch immer ans Telefon gegangen, ob Nachts halb 12 oder früh halb 4. Außer Genuschel und Beschimpfungen kam da nichts rüber. Das hat mich fertig gemacht und ich war stinksauer, auch weil ich nichts tun konnte, da seinerseits keine korrekte Botschaft rüber kam. Ich wußte nicht, ob er nun Hilfe brauchte oder einfach nur Frust ablassen wollte.
Später (nach seinem Entzug in einer Klinik) sah er, dass auf meinem AB über 50 Anrufe/Ansagen verzeichnet waren (i.d.R. lösche ich alle abgehörten Anrufe). Als er mich dann fragte, wer denn so angerufen hätte, spielte ich ihm seine hinterlassenen Ansagen alle vor, fast alle. Kurz vor Ende sagte er mir, er kann es nicht mehr hören. Ups, das hatte ich schon irgendwie betroffen gemacht. Seit dem bekomme ich solche Anrufe nicht mehr von ihm. Zum Glück.
Andererseits fing ich heute nacht an zu zweifeln, ob es richtig war. Vielleicht brauchte er meine Hilfe? Ok dachte ich, wenn er jetzt noch mal anruft, gehe ich ran. Anrufen wollte ich nicht, hatte ja in der Vergangenheit nichts gebracht. Natürlich kreisten meine Gedanken darum, wie es im geht und wird er Hilfe suchen und auch annehmen oder weiter sich dem Alkohol hingeben? Und natürlich auch die Sorge, wegen der Krämpfe bei kaltem Entzug, die hier schon beschrieben wurden und man (o. ich) ihn mal irgendwann tot in seiner Wohnung auffinden würde. Ein furchtbarer Gedanke für mich und ich würde mich schuldig fühlen, nicht ans Telefon gegangen zu sein. Kopfkino, das ganze Programm...
Es kam kein Anruf mehr.
Um von meinem Hype runterzukommen habe ich an das gedacht, was ich hier bei Euch in punkto Co gelesen hatte. Das heißt: er muss sich selbst helfen und wenn er mich anrufen kann, kann er auch den Notruf wählen. Oder liege ich da jetzt falsch? Aber es fällt mir verdammt schwer, der Geist ist willig, aber... Puhhhhh....
Große Sorge bereitet mir das noch mit der Aussage. Könnt Ihr mir bitte helfen???
Was würdet Ihr machen oder vorschlagen. Bin für jeden Hinweis dankbar!
Vielen Dank an Alle
und für Euch ncoh ein schönes Wochenende.
sahira
P.S. hab ich gerad erst gesehen... Nein, es geht nicht um rechtlichen Beistand, ich wollte nur Eure Meinung oder Erfahrungen mit Euch teilen.
L.G.
sahira |
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| sahira hat zum Thema: Re: Was soll ich tun) geschrieben
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sahira neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.11.2009 Beiträge: 23 Alter: 50
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Verfasst am: 08.11.2009, 14:34 Titel: Re: Was soll ich tun) |
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Hallo Mario,
vielen Dank für Deine Antworten. Freut mich sehr, hier Anschluß zu finden, dachte schon, die lange Vorstellung hat abgeschreckt.
Danke auch für den "rechtlichen" Hinweis.
| Mario77 hat Folgendes geschrieben: | | Es wäre vielleicht gut in Erfahrung zu bringen, ob ein Verlobter als Angehöriger gilt und ob man gegen einen Anghörigen Aussagen muss. |
Hierzu hatte ich schon mal gegooglt und sofern das Gesetzt noch nicht außer Kraft ist steht da (Auszug):
xxx
Mir geht es aber jetzt hier im Forum nicht um rechtlichen Beistand, sondern ich wollte mal wissen, wie es bei Euch so steht, wie geht Ihr damit um und wie geht es in der Partnerschaft mit solchen Vorfällen weiter?
Meine eigenen Baustellen. Rational ist mir vollkommen bewusst, dass das großer Änderung meinerseits bedarf. Knackpunkt sind bei mir Streßsituationen (z.B. als Co), wo ich mich gedanklich im Kreis drehe und letztendlich nicht abschalten kann. Ich bin wohl erst beim Schritt 1, die Erkenntnis in Streßsituationen nicht zum Alk zu greifen. Daran muss ich arbeiten. Aber wenn ich in dem Strudel drin bin, sehe ich oft keinen Strohhalm und (er)trinke. Weil es mir dann auch vermeintlich besser geht, tut es ja dann auch, weil ich nach einer Flasche Wein lang und gut ausschalten und ausschlafen kann. Das ist ein Teufelskreis, ich weiß.
Ich erfoffe mir, hier noch viele Erkenntnisse zur Lösung meiner Probleme zu finden und ich denke, wieder das Einzelgespräch innerhalb der SGH zu suchen und langfristig vielleicht auch eine Therapie zu machen. Außerdem habe ich nächste Woche auch wieder einen Termin bei meiner Psychologin...
Lieber Mario, vielen herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Ich merke, dass mir Deine Antworten zum Thema Suchtdruck sehr gut weiterhelfen, Dinge, die ich aus meiner Sicht als Co so nicht gesehen habe. Mich persönlich stört es nicht, wenn ich hier eine Flasche Wein stehen habe. Aber wenn mein Verlobter da ist, dann verstecke ich sowas natürlich. Ist aber auch anstrengend, immer wieder neue Verstecke ausfindig zu machen.
Liebe Grüße
sahira
edit summerdream: bitte keine zitate aus anderen internetseiten/büchern etc einfügen - thx |
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| sahira hat zum Thema: Re: Was soll ich tun) geschrieben
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Skye neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2009 Beiträge: 293 Alter: 42
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Verfasst am: 08.11.2009, 15:06 Titel: Re: Was soll ich tun) |
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Hallo Sahira,
willkommen im Forum. Wie Du selbst wohl festgestellt hast, löst Alkohol keine Probleme, sondern schafft noch zusätzliche und ein schlechter Ratgeber ist er ohnehin.
Dein Verlobter ist ein erwachsener Mann und fähig sich um sich selbst zu kümmern. Da er offensichtlich schon zur Entgiftung im Krankenhaus war, weiß er was Sache ist. Ebenso weiß er dann wo er Hilfe bekommen kann, wenn er sie wünscht. Er hat also alles was er braucht um sich selbst helfen zu können bzw. zumindest den Anfang dazu zu machen. Hast Du im Moment nicht genug mit Dir selbst zu tun, ohne das Du versuchst Probleme zu lösen die Du nicht lösen kannst, weil sie nicht Deine sind? Wenn ich deine Post so lese, liegt bei Dir auch genug im Argen.
Zu Deiner Frage bezüglich der Aussage. Ich würde aussagen. Egal was ist, man schlägt keine anderen Menschen, tut man es, muss man die Konsequenzen tragen. Eine Faust im Gesicht kann ich nicht schön reden und schon gar nicht weg reden. Ist ja gut und schön, wenn einem in einer Diskussion die Argumente ausgehen, sie aber durch Fäuste zu ersetzen geht gar nicht. Ich nenne das Körperverletzung und nicht einmaligen Ausrutscher.
Was das einmalig angeht, nun kann sein, muss aber nicht. Statistiken sprechen da eine andere Sprache. Wenn die Hemmschwelle einmal überschritten wurde, kann die Hand beim nächsten mal um so leichter ausrutschen, vor allem, wenn das vorherige Mal ohne Konsequenzen blieb. Mir wäre das zu unsicher. Und was ist wenn Deine Hoffnung sich zer"schlägt" und er wieder zuschlägt? Womit willst Du das dann entschuldigen?
Für mich wäre das das Ende der Beziehung. Wer mich schlagen würde, egal wie und womit, hätte eine Anzeige am Hals und würde mich nur noch von hinten sehen. Seit wann sind Schläge den ein Zeichen von Liebe und Zuneigung?
Wie dem auch sei, es ist das, was ich tun würde. Es liegt an Dir was Du tust.
Gruß
Skye |
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| Skye hat zum Thema: Re: Was soll ich tun) geschrieben
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sahira neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.11.2009 Beiträge: 23 Alter: 50
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Verfasst am: 08.11.2009, 16:45 Titel: Re: Was soll ich tun) |
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Hallo liebe Skye,
vielen Dank für Deine aufrichtige Antwort. Ich weiß, ich muss an mir viel aufarbeiten und deshalb bin ich hier.
| Skye hat Folgendes geschrieben: | | Wer mich schlagen würde, egal wie und womit, hätte eine Anzeige am Hals und würde mich nur noch von hinten sehen. Seit wann sind Schläge den ein Zeichen von Liebe und Zuneigung? |
Genauso habe ich das auch immer gesagt und meinte es auch so. Ich habe auch davor Angst, so wie Du es schreibst, dass die Hemmschwelle überschritten ist und ich kann mir nicht wirklich sicher sein.
Mich beschleicht das Gefühl, es ist dann wohl auch egal, wie ich mich entscheide. Fakt ist, dass eine Körperverletzung sowieso beim Strafgericht landet und er würde eine Strafe bekommen, unabhängig von (m)einer Aussage. Oder irre ich mich? Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege!
Mich zu trennen sagt mir mein Bauchgefühl auch, sogar richtig doll. Mein Herz dagegen streikt. Ich kann es garnicht beschreiben, welches Durcheinander in mir herrscht.
Hinzu kommen meine eigenen Schuldgefühle, dass Alkohol im Spiel war. Ich hatte an dem Abend mal wieder meine Depressionen mit Wodka "weg"gespült, wollte dicht machen und niemanden sehen oder hören. Es war nicht geplant, dass mein Verlobter hier auftaucht. Ich mache mir deshalb auch Vorwürfe, dass er mitbekommen hat, dass ich was getrunken hatte. Ich legte mich dann schlafen, war der Meinung, entweder geht er nach Hause oder wartet ab. Als ich dann aufwachte war er immer noch da. Angetrunken. Irgendwie eskalierte dann das ganze. Ich kann noch nicht mal sagen, wie genau. Ich war noch zu verkatert.
Ich weiß, es ist der blödeste Zeitpunkt, unter Einfluss von Alkohol, irgendwelche Diskussionen oder Debatten zu starten. Aber wahrscheinlich war der Ausgangspunkt die Tatsache, dass er noch da war und/oder angetrunken hier saß.
Egal wie, ich trage hier wohl maßgeblich mit an der Situation bei.
Ich bin verzweifelt.
Vielen lieben Dank für Deine Ausführungen. Ich versuche, für mich davon einiges zu verinnerlichen und die Konsequenzen zu realisieren. Ich merke schon beim schreiben, es fällt mir ganz schön schwer überhaupt einen klaren Kopf zu behalten. Ich werde aber hier gleich noch mal posten. Bleibe also am Ball. Ein Trost für mich ist es, dass ich mich hier mitteilen kann, obwohl es mir auch schwer fällt, mich hier so öffentlich zu outen.
Also bis später und vielen herzlichen Dank für Deine Hilfe.
sahira |
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| sahira hat zum Thema: Re: Was soll ich tun) geschrieben
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Skye neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 16.05.2009 Beiträge: 293 Alter: 42
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Verfasst am: 08.11.2009, 18:08 Titel: Re: Was soll ich tun) |
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Hallo Sahira,
| Zitat: | Mich beschleicht das Gefühl, es ist dann wohl auch egal, wie ich mich entscheide. Fakt ist, dass eine Körperverletzung sowieso beim Strafgericht landet und er würde eine Strafe bekommen, unabhängig von (m)einer Aussage. Oder irre ich mich? Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege!
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Ich bin kein Rechtsanwalt und kenne auch die Gesetzeslage diesbezüglich nicht, deshalb kann ich Dir nicht sagen ob Du falsch oder richtig liegst. Egal wie Du Dich entscheidest finde ich es jedoch nicht. Es kommt darauf an, wie viel Du Dir selber wert bist.
Ich für meinen Teil gehöre nicht geschlagen und würde mich dementsprechend zur Wehr setzen bzw. verteidigen wenn es jemand tut. In diesem Fall hieße das für mich eine Aussage zu machen und damit dafür zu sorgen, dass derjenige der mich geschlagen hat, dafür bestraft wird.
| Zitat: | | Hinzu kommen meine eigenen Schuldgefühle, dass Alkohol im Spiel war. |
Die Schuldgefühle sind etwas, dass Du mit Dir ausmachen musst. Die kann Dir keiner nehmen. Manchmal muss man einfach mit dem Mist den man verzapft hat leben und kann nur seine Lehren für die Zukunft daraus ziehen. Doch dass Du selbst betrunken warst rechtfertigt nicht, dass er Dich geschlagen hat. Wenn man noch so nüchtern und koordiniert ist, dass man zielgerichtet zuschlagen kann, ist man auch noch nüchtern genug, dass man weiß, dass man das nicht darf. Das ist meine Meinung dazu.
Wichtiger ist für mich die Frage, wie viel Respekt hast Du vor Dir selbst?
| Zitat: | | Ich hatte an dem Abend mal wieder meine Depressionen mit Wodka "weg"gespült, wollte dicht machen und niemanden sehen oder hören. |
Ich denk Du weißt selbst, dass das nicht die Lösung ist. Alkohol löst keine Probleme, er schafft welche und Alkohol beseitigt auch keine Depressionen, er ruft sie hervor und/oder verschlimmert sie. Ich kann nicht beurteilen, wie weit Dein Missbrauch schon geht, ob Du schon abhängig bist oder „nur“ auf dem Weg dahin, denn das bist Du wenn Du Alkohol als Mittel zum Zweck einsetzt. Das kannst nur Du selbst beurteilen. Abhängig ist man allerdings nicht erst dann, wenn morgens die Hände zittern, vor der physischen kommt die psychische Abhängigkeit. Ich denke, es ist allerhöchste Zeit für Dich an Dich selbst zu denken und für Dich eine Lösung zu finden. Ich finde, dass was Du schreibst in höchstem Maß bedenklich. Dein momentaner Weg führt in die falsche Richtung, nämlich geradewegs nach unten.
Es ist Dein Leben, trage Sorge dafür, dass es Dir gut geht und höre auf Deinen Bauch.
Gruß
Skye |
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| Skye hat zum Thema: Re: Was soll ich tun) geschrieben
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sahira neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 06.11.2009 Beiträge: 23 Alter: 50
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Verfasst am: 08.11.2009, 19:00 Titel: Re: Was soll ich tun) |
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Hallo nochmal,
kurz zum Geschehen: Er hat nun doch wieder angerufen und wollte, dass ich ihn ins Krankenhaus bringe.
Ich habe es nicht gemacht, weil
1. innerlich sträubte sich etwas in mir, dort hin zu fahren
2. ich ihn in diesem Zustand nicht sehen wollte
3. ich die Eskalation vor Augen hatte (Angst / Panik ?)
4. wenn er mich anrufen kann, kann er auch selbst den Notfruf tätigen
5. betitelte er mich mit dem Namen irgendeiner Ex
Ich habe ihm dann gesagt, dass er selbst den Notarzt rufen muss. Er meinte 'ok' und legte auf. Kurz darauf erneuter Anruf, mit der Bitte, ich solle den Notarzt rufen, er hätte sich verwählt und bekommt da niemanden. Also habe ich dann für ihn den Notruf gewählt. Seit dem ist Ruhe... und kehrt auch in mir ein wenig ein. Hoffentlich. Puhhhh..... ist mir schlecht....
VG
sahira
P.S. der Zeitpunkt, (m)eine Entscheidung treffen zu müssen, rückt nun näher...
in zweierlei Hinsicht 1. Aussage, 2. unsere oder einzig und allein meine Zukunft  |
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| sahira hat zum Thema: Re: Was soll ich tun) geschrieben
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