| Find es schade das viele lesen aber nicht reagieren.. • Meine (Ex-)Freundin -> Übertreibe ich? |
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Suomi neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.10.2009 Beiträge: 2 Alter: 33 Wohnort: Zürich, Schweiz
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Verfasst am: 06.11.2009, 22:25 Titel: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit |
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Liebe Forenmitglieder/innen
Ich bin neu hier. Ich bin auch relativ "jung" in der Erkenntnis, dass ich als Co-Abhängige ein Problem habe. Im Sommer 2009 habe ich dank des für mich genialen Buches von Robin Norwood "Wenn Frauen zu sehr lieben" erkannt: Du hast ein Problem. Und: Du kannst nur DICH zuerst ändern, NICHT aber IHN!
Die Erkenntnis bzw. der Mut, mir selbst ins Gesicht zu schauen, was mein spezifisches Problem ist brauchte nochmals gute vier Monate des Leidens:
Jetzt bin ich bereit, nicht mehr zu schweigen, zu vertuschen, so zu tun, als sei alles in Ordnung. Ich habe erkannt, dass mein Ehemann eine Krankheit hat, wobei er sich in der kritischen Phase nach Arnold Schmieder "Alkohol & Co" befindet. Ich habe erkannt, dass ich dazu beitrage, dass der ganze Sog noch schlimmer wird, indem ich ihn mehrmals beim Arbeitgeber entschuldigt habe, als er der Arbeit des Suffs wegen fernblieb und andere Mist gebaut habe.
Am Montag, 9. November gehe ich - obwohl ich hochschwanger bin, naja, ich gebe zu, der Zeitpunkt meiner Erkenntnis hat etwas gedauert - das erste Mal in eine Selbsthilfegruppe für Angehörige. Ich habe heute mein erstes Telefongespräch mit einer Gleichbetroffenen geführt - es tat so unheimlich gut.
Ich möchte allen, die noch unsicher sind, die sich schämen, zu reden Mut machen: Geht zu einer Gruppe, redet mit einer Therapeutin, einem Therapeuten; was immer euer Gefühl euch sagt. Es hat mich Mut gekostet und ist für mich mit bereits zwei Kindern und hochschwanger ein grosser Akt - aber es lohnt sich bestimmt.
Ich habe aber noch unheimlich Angst davor, was jetzt geschehen wird. Was, wenn ich meinem Mann sage: Du nein, ich bin jetzt nicht mehr dabei, wenn du dir mehrmals pro Monat die Lampe mit bis zu 9 Liter Bier füllst? Was, wenn er mir wieder mit Worten droht wie "ich saufe mich zu Tode"? Werde ich standhalten können? Was, wenn er handgreiflich würde, was er bis jetzt nicht wurde (viel eher bin ich das geworden )? Was, wenn er sich Leid antut?
Das sind die Fragen und Ängste, die mich in meiner Anfangsphase des "Austretens aus der Co-Abhängigkeit" beschäftigen.
Wie erging es Euch ganz am Anfang, als Ihr anfingt, aus den Spielchen der Co-Abhängigkeit auszusteigen?
Danke für Eure Beiträge.
Herzliche Grüsse |
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| Suomi hat zum Thema: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit geschrieben
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phibesifra neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 15.11.2009 Beiträge: 23 Alter: 40 Wohnort: Delitzsch
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Verfasst am: 17.11.2009, 09:02 Titel: Re: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit |
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Hallo, Suomi
ich bin ziemlich neu hier, möchte dich aber zu dem Schritt SHG beglückwünschen - du tust das für dich und dein Kind!
Frage dich bitte nicht mehr "was ist wenn", denn das Auf und Ab hast du auch, wenn du nichts für dich tun würdest...
Die Drohung sich zu tode zu saufen - ich kenne sie und habe lernen dürfen, dass er sich sogar im lebensbedrohlichem Zustand Hilfe holen kann. Im letzten Jahr habe ich es geschafft, nicht mehr hinzusehen, nicht mehr Hilfe zu holen, nicht mehr zu rennen, wenn er lallend am Telefon nach mir oder Hilfe verlangte.
Seit 6 Monaten gehe ich zu einer Psychologin und merke, wie sie mich stärkt, mehr auf mich zu schauen, auf meinen Bauch zu hören und meine körperlichen Anzeichen zu achten, wenn es mir nicht gut geht.
Ich kann ihm im Moment sagen, dass ich seine Entscheidung (nur 1 x im Monat zu trinken) nicht mittrage und auch nicht an seiner Seite sein werde, wenn es wieder akut wird. Das ist seine Entscheidung gewesen dies zu tun, damit muss jeder selbst leben - ob er es kann, muss er selbst wissen. Und die Konsequenzen aus seinem Handeln muss auch jeder selbst tragen. Für meinen Kopf ist es gut, dass ich ihm das deutlich sagen kann und nicht toleriere, wie seine Eltern z.Bsp.
Frage nicht "was ist wenn er...", frage dich ernsthaft "was mache ich für mich und mein Kind wenn..." , denn das wird deine Entscheidung sein, die du (er-)tagen musst. Er muss seine tragen!
Schöpfe viel Kraft in der SHG und liebe Grüße an Dich! |
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| phibesifra hat zum Thema: Re: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit geschrieben
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Speedy53 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.10.2008 Beiträge: 1370 Wohnort: Hessen
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Verfasst am: 17.11.2009, 19:09 Titel: Re: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit |
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Hallo Suomi,
als erstes möchte ich Dich hier im Forum herzlich Willkommen heissen und als zweites beglückwünsche ich Dich zu Deinem Schritt aus der Co-Abhängigkeit.
Du hast schon sehr viele Erkenntnisse gewonnen und bist damit schon weiter, als ich es damals war, als ich hier ankam.
| Suomi hat Folgendes geschrieben: | | Ich habe aber noch unheimlich Angst davor, was jetzt geschehen wird. Was, wenn ich meinem Mann sage: Du nein, ich bin jetzt nicht mehr dabei, wenn du dir mehrmals pro Monat die Lampe mit bis zu 9 Liter Bier füllst? Was, wenn er mir wieder mit Worten droht wie "ich saufe mich zu Tode"? Werde ich standhalten können? Was, wenn er handgreiflich würde, was er bis jetzt nicht wurde (viel eher bin ich das geworden )? Was, wenn er sich Leid antut? |
Wenn Du mit Deinem Mann sprichst, dann bitte nur, wenn er nüchtern ist und ohne Vorwürfe, sondern sachlich und bestimmt.
Drohe ihm nichts an, was Du nicht bereit bist auch umzusetzen... Du wirst schnell unglaubwürdig und er nimmt Dich nicht mehr ernst.
Und bitte... schaue auf Dich und Dein ungeborenes Kind!
Dein Mann ist erwachsen und hat sein Leben selbst in der Hand. Wenn er sich was antun möchte (was ich nicht glaube), dann kannst Du es nicht verhindern.
Tausche Dich hier aus... lese und schreibe... mir hat das immer sehr geholfen!
Lieben Gruss
Speedy |
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| Speedy53 hat zum Thema: Re: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit geschrieben
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Lilli2009 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 17.11.2009 Beiträge: 7 Wohnort: Bayern
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Verfasst am: 17.11.2009, 21:43 Titel: Re: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit |
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Hallo Suomi,
ich bin auch neu hier und mir geht`s so ziemlich gleich wie Dir.
Auch ich bin emotional total von meinem Mann abhängig, er ist zwar nun trocken seit 6 Wochen, aber es geht ihm nicht wirklich psychisch gut, und somit mir auch nicht. Ständig die Sorge dass er sich "Leid" antut, das kenn ich...
Schon die Erkenntnis das man das nicht allein durchmacht, dass es noch andere gibt, die das verstehen können,,tut gut.
Ich wünsche Dir viele "Zufälle" die Dir "Gutes" zu-fallen lassen, ich probier grad mit großem Gottvertrauen mein Leben und das meines Mannes, meiner Kinder, Familie... in Gottes Hand abzugeben, er wird`s schon richten, ich allein kann nichts ausrichten, nur für mich allein kann ich was ändern.
Wir können nur was ändern indem wir uns verändern.
Mir hilft grad viel das Stöbern hier im Forum..... ich entdecke ähnliche Geschichten, zieh für mich hilfreiches da raus und probier zumindest was davon anzuwenden..... grad die Grundbausteine für Co`s...
LG
Lilli |
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| Lilli2009 hat zum Thema: Re: Ich wage einen ersten Schritt aus der Co-Abhängigkeit geschrieben
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