| Abnehmen? • Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma |
|
|
| Autor |
Nachricht |
|
|
aboa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.07.2009 Beiträge: 15 Alter: 45 Wohnort: LDS
|
Verfasst am: 06.11.2009, 18:33 Titel: Re: Freunde |
|
|
Ja Hallo
Vielen Dank für die schnellen und vielen Antworten,ich denke mal Ihr habt alle Recht .Was Dante schreibt stimmt haargenau war bei mir ja vor kurzem auch noch so.Ich denke mal über kurz oder lang wird sich das mit dem Freundeskreis regeln.Habe mir vor kurzem ein Bike zugelegt und freue mich auf die nächste Saison.Ich hoffe noch ein paar gleichgesinnte kennen zu lernen mit denen man sich austauschen kann.Ich habe mich hier schon öfters durchs Forum gelesen
und mir ist aufgefallen das viele Alkohlsüchtige so um die 40 sind.Ist das ein kritisches Alter indem man erkennt das man ein Problem hat oder dauert der Prozess ca.20 Jahre oder was meint Ihr?
MFG.Sven |
|
| Nach oben |
|
| aboa hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |
Maria sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 21.10.2007 Beiträge: 5582
|
Verfasst am: 06.11.2009, 19:40 Titel: Re: Freunde |
|
|
Hallo Sven,
darüber habe ich mit meiner Suchtberaterin seinerzeit auch gesprochen. Sie meinte dazu... die Tendenz wäre, dass ein eventueller übermässiger Konsum meist so um das Alter von 30 (bei Gewohnheitstrinkern) überdacht wird. Ein Teil schränkt sich nach Überlegungen ein und trinkt sich so weiter durchs Leben - ohne weitreichende Probleme zu bekommen oder eine Sucht zu entwickeln.
Bei mir war´s halt so, daß es nicht weniger wurde, sondern immer mehr. Trinkpausen wurden kürzer und die Abstürze mehr. Bis ich erkannt habe, daß die alleinige Abstinenz das weitere abrutschen verhindert, hat es eine ganze Weile gedauert. Das was mit meinem Trinkverhalten nicht stimmt, wußte ich zwar schon immer irgendwie - doch durchgedrungen ist es nicht zu mir.
Heute bin ich froh und dankbar, daß ich es erkennen durfte und bin erstaunt - wie weit ich in den Fängen der Sucht drin war und was der Alkohol in mir angerichtet hat.
Lg Mieken |
|
| Nach oben |
|
| Maria hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |
FrankyFresh Gast
|
Verfasst am: 07.11.2009, 01:36 Titel: Re: Freunde |
|
|
Hallo nochmals Sven Ich bin ja ebenfalls 40 und irgendwann, nämlich j e t z t muss und will ich ja endlich vernünftig werden Ich habe nämlich keine Lust mehr so weiterzumachen und immer wieder nach einem Rückfall von vorne anzufangen Das trockene Leben gefällt mir außerdem auch viel,viel besser. Und: ich muss mir nichts mehr schönreden und diese verdammte Lügerei hat auch aufgehört Den Sport habe ich ebenfalls für mich entdeckt und auch das bewusstere L E B E N. Jetzt ist es endlich wieder eines Liebe Grüsse schreibt Franky |
|
| Nach oben |
|
| FrankyFresh hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |
Xenica Gast
|
Verfasst am: 07.11.2009, 13:16 Titel: Re: Freunde |
|
|
Hallo
| Zitat: | | . Sehr wichtig dabei ist das soziale Umfeld (trockene Wohnung, trockene Freunde, trockener Partner) |
Enge Freunde wissen, daß ich Alkoholikerin bin und deswegen nichts mehr trinke..die "anderen" (Nachbarn, Arbeitskollegen, Bekannte) bekommen von mir gesagt, daß ich keinen Alkohol trinke, weil ich Medikamente nehme .. (Antidepressivas und Betablocker) .. meist erwähne ich nur, daß ich Betablocker nehme gegen erhöhten Blutdruck.. So umgehe ich mich mit Vorurteilen: "Säufer, psychische Kranker"..
Meine Freunde sind nicht "trocken". Sie sind nicht süchtig, sie trinken Alkohol zu besonderen Anläßen und Feierlichkeiten. Ich habe den Eindruck, es wird erwartet, daß man alle nicht abstinenzen Menschen meidet.. |
|
| Nach oben |
|
| Xenica hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |
Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32803 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
|
Verfasst am: 07.11.2009, 13:30 Titel: Re: Freunde |
|
|
Hallo,
meine Freunde ( mich bedeutet das Wort Freund mehr als nur eine flüchtige Bekanntschaft ) trinken keinen Alkohol und Bekannte, denen ich wichtig bin, trinken in meiner Gegenwart keinen Alkohol.
Was sie sonst machen, bleibt ihnen natürlich frei, aber da sie wissen, dass ich alkoholkrank bin, fragen sie gar nicht erst, ob es mir was ausmachen würde, wenn sie was trinken würden, sie machen es einfach nicht.
Bei anderen Menschen, mit denen ich mal was zu tun habe, merke ich ja ganz schnell, ob sie was getrunken haben und wenn sie morgends schon mit einer Alkoholfahne daherkommen, wird sich daraus kein weiterer Kontakt oder gar Freundschaft entwickeln.
Ich selbst erwarte nicht, dass Menschen in meiner Gegenwart nicht trinken, aber ich kann mir aussuchen, ob ich dann noch zu diesen Menschen Kontakt möchte.
Gruß
Karsten |
|
| Nach oben |
|
| Karsten hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |
Hartmut Moderator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 13.02.2007 Beiträge: 10681 Alter: 49
|
Verfasst am: 07.11.2009, 13:34 Titel: Re: Freunde |
|
|
Hallo Xenica,
| Zitat: | | meist erwähne ich nur, daß ich Betablocker nehme gegen erhöhten Blutdruck.. So umgehe ich mich mit Vorurteilen | Dieses Aussagen kenne ich auch. Nur war das früher als ich noch Trinkpausen machte. Offen und Ehrlichkeit lassen mich heute auf dem Boden stehen., Denn irgendwann holen dich Halbwahrheiten und Lügen wieder ein.
| Zitat: | | "Säufer, psychische Kranker".. | Das ist mir wurscht was andere denken. Wenn ich heute noch so denken würde hätte ich es auch noch nicht für mich akzeptiert das ich krank bin.
Hallo Sven,
mit der Zeit trennt sich die Spreu vom Weizen und du erkennst genau was Saufkumpanen sind oder Freunde. Ich halte mich an Menschen die nicht in meinem Beisammensein sich besaufen.
Erstens wird das Suchtgedächtnis strapaziert und zweitens haben die meisten nichts anderes zu tun ,sich selbst zu rechtfertigen und versuchen dich wieder mit ins Boot zu ziehen.
Bei mir/uns zu Hause gibt es auch keinen Alkohol und Freunde bringen auch keinen mit zur ihrer eigene Selbstversorgung. Ich brauche das nicht mehr um mich gesellig zu fühlen.
das waren mal meine Gedanken zu Freunde.
Gruß Hartmut |
|
| Nach oben |
|
| Hartmut hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |
Xenica Gast
|
Verfasst am: 07.11.2009, 15:26 Titel: Re: Freunde |
|
|
Hallo Karsten
| Zitat: | | meine Freunde ( mich bedeutet das Wort Freund mehr als nur eine flüchtige Bekanntschaft ) trinken keinen Alkohol und Bekannte, |
Da sind wir uns einig
deswegen schrieb ich ja von engen Freunden und Bekannten. Da ist
schon ein Unterschied da, aber ich mache die Freundschaft nicht von
deren Abstinenz abhängig.
Sehr wichtig ist mir, daß ich zuhause keinen Alkohol habe.
Hätte ich was zuhause, wäre es wirklich mein Tod.
Zur Zeit meide ich Feiern, auch Familienfeiern, weil ich
von den Gastgebern nicht verlangen mag, daß
diese sich nach mir richten und keinen Alkohol ausschenken.
Ich habe in meiner abhängigen Zeit nicht in Gesellschaft
getrunken, sondern meist mit meinem Mann oder alleine. Aber zur Zeit
möchte ich mich nicht in ein Umfeld begeben, wo Alkohol ist- auch nicht
zu Weihnachtsfeiern, Hochzeiten, oder Silvesterfeiern ..
Ich kann mir vorstellen,
wenn ich stabiler bin, daß ich mich irgendwann mal auch wieder zu
solchen Festen traue, auch, wenn dort alkohol angeboten wird.
Aber ich gehöre zu den Menschen, denen es schwer fällt sich
abzugrenzen, und Nein zu sagen..
Drum meide ich die Gefahr und gehe nicht zu Feiern
| Zitat: | | Ich selbst erwarte nicht, dass Menschen in meiner Gegenwart nicht trinken, aber ich kann mir aussuchen, ob ich dann noch zu diesen Menschen Kontakt möchte. |
Es "fühlt" sich komisch an für mich, daß Du den Kontakt zu den
Menschen abhängig davon machst, ob diese Alkohol trinken.
Ich meine jetzt nicht die--sorry- die so sind wie wir Alkoholiker, die trinken
müßen, sondern Menschen, die eben zu bestimmten Anläßen ein Glas
Sekt trinken..
Ich war zu einer Hochzeit eingeladen, die ich abgesagt habe, weil ich
sicher nicht Nein sagen könnte, wenn mir einer dann dort ein Glas
hingestellt hätte. Ich bin mir sicher, wäre ich gekommen, hätte ich
von keinem erwartet oder verlangt, daß sie in meiner Gegenwart nichts
alkoholisches trinken. Ich bin sicher, manche haben sich richtig die
Kante gegeben...
Trotzdem bin ich noch mit dem Gastgeberpaar befreundet und mir
würde es nicht im Traum einfallen den Kontakt mit ihnen abzubrechen,
weil sie zu Feierlichkeiten was trinken
Ich gehe nicht hin, wenn Alkohol ausgeschenkt wird.
Es gibt genügend Zeiten fernab von Feiern wo man sich treffen kann
Aber Menschen meiden, weil sie nicht abstinent leben- Nein ..
Wenn wir unsere Freunde einladen und sie uns, dann sind wir meist
zu viert oder zu fünft. Wir kochen dann zusammen, da ist es klar,
daß keiner Alkohol kauft oder beim Essen trinkt.
Natürlich bin ich nicht scharf auf Freundschaften mit Leuten, die echt
jeden Tag besoffen sind und gar nicht mehr nüchtern werden, aber
mit besoffenen kann man sowieso nichts anfangen und es kommt
nichts gescheites dabei raus
Ich wünsche mir, daß ich mit dem Text hier niemanden
auf die Zehen trete, ich bin ja noch ein "Küken"
Xen |
|
| Nach oben |
|
| Xenica hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |
HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 50 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
|
Verfasst am: 07.11.2009, 15:38 Titel: Re: Freunde |
|
|
| Xenica hat Folgendes geschrieben: | | Es "fühlt" sich komisch an für mich, daß Du den Kontakt zu den Menschen abhängig davon machst, ob diese Alkohol trinken. |
Hallo Xenia,
es ist ein Unterschied, ob ich zu einer Feier (nicht) gehe und dort Alkohol angeboten wird oder ob ich mich in Gesellschaft von jemanden befinde, der meine Suchtkrankheit kennt. Wenn dieser in meiner Gegenwart das Trinken nicht unterlassen kann, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Er hat selbst ein Alkoholproblem oder ihm ist meine Befindlichkeit und mein Problem sehr egal. In beiden Fällen lege ich keinen Wert auf Kontakt zu dieser Person.
Das ist eine einfache, logische Erklärung. Sollte mein Suchtgedächtnis versuchen, mir eine andere Sicht der Dinge einzublasen, kann das der erste Schritt zum Rückfall sein.
Schönen Tag noch |
|
| Nach oben |
|
| HansHa hat zum Thema: Re: Freunde geschrieben
|
|
 |