dorothea Moderatorin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 26.08.2006 Beiträge: 7472 Alter: 48 Wohnort: Salzgitter
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Verfasst am: 07.11.2009, 16:09 Titel: Re: Freunde |
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hallo xenica
dich will hier wirklich sicher niemand verarschen. wir haben das alle durch, wir wissen wie empfindlich man am anfang der nüchternheit reagiert. es ist noch eine menge scham da. das verstehen der krankheit ist eins, damit umzugehen das andere.
ich dachte anfangs auch, oh gott ich kann doch keinem sagen das ich alkoholikerin bin, was werden die leute von mir denken. es hat eine weile gedauert bis ich wirklich begriffen habe, das es hier um mein leben geht, das mir die meinung der leute wurscht sein muß um überleben zu können. wer keine erfahrung mit der krankheit hat kann das nicht verstehen. dadurch ergeben sich für mich gefahren, lebensgefahren! man muß einfach einen gewissen offensieven umgang mit unserer krankheit erlernen um sich selbst zu schützen. ich binde auch nicht jedem auf die nase das ich krank bin, aber mir rettet es das leben, das ich den menschen mit denen ich regelmäßig kontakt habe reinen wein einschenke. wenn kuchen rumgereicht wird muß ich nicht komisch argumentieren um den nicht zu essen, meine bekannten sage, den kannst essen doro, oder eben, der is nichts für dich da is rumaroma drin. es sind viele kleinigkeiten die da eine rolle spielen, und ich will leben, scham ist da einfach fehl am platz.
doro |
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Xenica Gast
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Verfasst am: 07.11.2009, 17:19 Titel: Re: Freunde |
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Hallo
Ich werde mich jetzt aus dem Thread herausziehen, denn mir gefällt es
nicht in welche Richtung er sich entwickelt. Btw ist es auch nicht mein
Thread. Den möchte ich nicht für mich "kapern"
Entschuldigung @ Threaderöffner
Ich weiß sehr wohl, daß dies eine Selbsthilfegruppe ist, doch mit
sinnfreien Kommentare, daß meine Reaktion vom Suchtgedächtnis
käme, finde ich einfach daneben.
Meine Emotionalität und Sensibilität ist schon immer
dagewesen und macht mir das Leben schwer genug, und hat nichts mit
dem Anfang der Nüchternheit zu tun.
Mich stört es, wenn die Reaktionen nur im Hinblick auf Nüchternheit,
Sucht, etc bewertet werden. Ich halte das für komplett falsch, denn
die Menschen sind verschieden und einzigartig.
@Hartmut
Dein Beitrag kam bei mir so an, als würdest Du von Dir auf mich
schließen, wenn dem nicht so ist, dann ist es ja in Ordnung und
ich rege mich wieder ab
@dorothea
Ich kann nicht nachvollziehen, warum es so wichtig sein sollte, den
Mitmenschen zu sagen, warum man nichts trinkt. Daran, daß man
nicht JEDEM auf die Nase bindet, daß man ein Alkoholiker ist,
daran stirbt man nicht. Man stirbt am sich zu tode trinken, und nicht
an den ausgesprochenen oder unausgesprochenen Worten
Enge Freunde wissen Bescheid, weil ich ihnen vertraue. Das hat
weder mit Verstecken noch Verleugnen zu tun- Menschen, die mir
zufällig auf der Straße einen Sekt anbieten aus Werbezwecke,
die müßen sich mit "Nein danke, ich trinke nichts" begnügen
Das gleiche ist es bei Kollegen, die müßen sich mit einem
"Nein, danke, ich trinke keinen Alkohol - ich nehme Tabletten"
begnügen
Mit Scham etc hat dies nichts zu tun
Es ist einfach nicht nötig, jedem seine Diagnose mitzuteilen |
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