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Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich

 
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Mein Name ist Thomas, ich bin Alkoholkrank   •    Was ist ein "Suchthelfer"?  
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Tami
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 16
Wohnort: Hückeswagen

BeitragVerfasst am: 18.01.2006, 15:47    Titel: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

habe in einem anderen Thread von meinem Partner und meine Ängste berichtet.

Nun wollte ich einfach auch was Schönes berichten und damit vielleicht anderen Mut machen.

Seit dem 26.12.05 trinkt mein Partner nicht mehr. (Ich weiß, das ist noch nicht lange, aber immerhin ein Licht am Horizont!) Er geht zur Suchtberaterin und der Alltag ohne Alkohol tut uns beiden gut.

Es ist schließlich noch nicht lange her, da hatte ich mächtig Angst, wenn er aus dem Haus gegangen ist, weil mir klar war, das er garantiert nicht ohne 1-2 Flaschen Wein nach Hause kommen würde. Auch jetzt spreche ich manchmal diese Ängste an, die wohlbemerkt bei weitem nicht mehr so groß sind, aber manchmal eben noch da. G. wird nicht sauer und er lacht auch nicht darüber. Er hat mir erklärt, das er es alleine schaffen muss und will, nach dem Einkauf ohne Alkohol wieder zu kommen. Und Recht hat er. Ich kann und will ihm seine Selbstständigkeit nicht nehmen und alles "aufpassen" würde nichts nützen,wenn er selbst sein Leben nicht ohne Alkohol leben wollte.

Vetrauen war und ist uns in der ganzen Zeit wichtig.

Aber alles Vetrauen nimmt einem natürlich auch nciht die Angst, die man um den Menschen hat, den man liebt.

Dennoch: Auch wenn wir zusammen leben, lebt doch jeder auch für sich!

Ein gewisses Maß an Egoismus ist gesund - für ihn und für MICH!
Wir haben beide Hobbys, die man für sich allein tut - er fotografiert und ich male. Die Resultate teilen wir miteinander und freuen uns an den Werken des anderen, oder kritisieren auch.

Eine Partnerschaft mit einem Alkoholiker und einer Co-abhängigen kann funktionieren, wenn beide daran arbeiten.

Wir wollen es schaffen und wünschen uns viel Kraft dazu!

LG Tamara, Co-abhängig
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Tami hat zum Thema: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich geschrieben
Robert
aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.03.2005
Beiträge: 557
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 18.01.2006, 22:29    Titel: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Tamara,

ich finde das sehr schön, dass du positive Erlebnisse hier schreibst und was heisst "noch nicht lange"? Jeder Tag ohne Alkohol, ist ein Erfolg, für einen Abhängigen! Es zählt immer der erste und dann der nächste Schritt!
Ich hoffe und wünsche euch, dass ihr das gemeinsam hinbekommt!
Das macht auch anderen Mut, denn nicht immer, gibt es nur die Trennung als einzig möglichen Weg, vorausgesetzt der Suchtmittelkranke, ist bereit, etwas für sich und somit auch etwas für die Partnerschaft zu tun und danach sieht es ja bei euch aus. Weiter so!
Besucht er eine SHG, oder hat es vor?

LG Robert
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Robert hat zum Thema: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich geschrieben
Tami
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 16
Wohnort: Hückeswagen

BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 10:23    Titel: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Robert,

eine SHG besucht G. nicht (oder besser gesagt nocht nicht). Er weiß, dass es nicht ohne gehen wird, aber er hat noch immer Angst vor dem 1. Schritt. Er stand schon vor der Tür - ist aber nicht hinein gegangen. Seine Suchtberaterin sagt, dass er da nicht aufgeben soll und er es schaffen wird. Auch ich geben die Hoffnung da nicht auf.

LG Tamara, Co-abhängig
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Tami hat zum Thema: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich geschrieben
Robert
aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.03.2005
Beiträge: 557
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 13:28    Titel: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

ja, das kann ich gut verstehen, es ist nicht einfach, sich das erste mal vor einer Gruppe "fremder" Menschen zu outen, aber er darf nicht vergessen, dass alle die dort sitzen, mehr oder weniger das gleiche problem haben, oder hatten, wie er! Die Erkenntniss kann vllt. helfen, den ersten Schritt zu gehen.
Es wird ihn keiner "beissen" und wenn er sich in der ersten besuchten Gruppe nicht wohlfühlt, kann er weitere "antesten". Es gibt ja auch mehrere Organisationen, also nicht aufgeben, ist die richtige Einstellung.
Schon mal darüber nachgedacht, diesen Schritt gemeinsam zugehen, also eine Gruppe zu suchen, in der Abhängige und Angehörige zusammen hin gehen können?
Auch das Thema Co-Abhängigkeit sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden!

Gruß Robert
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Robert hat zum Thema: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich geschrieben
Tami
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 27.12.2005
Beiträge: 16
Wohnort: Hückeswagen

BeitragVerfasst am: 19.01.2006, 17:18    Titel: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ja ich weiß, dass Co-abhängigkeit nicht mit dem Nichttrinken des Partners abgelegt wird. Wäre auch zu einfach. Auch die Co-abhängigkeit kam nicht von heut´ auf morgen.

Ich arbeite dran.

Gruppe für beide ---> da haben wir bisher nicht drüber nachgedacht. Bisher hatte ich Bedenken, dass G. denkt, ich würde ihn ans "Händchen" nehmen wollen und da hin führen.

Gruß Tamara
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Tami hat zum Thema: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich geschrieben
Robert
aktiver Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 07.03.2005
Beiträge: 557
Wohnort: Dortmund

BeitragVerfasst am: 20.01.2006, 18:11    Titel: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,

das ist ja eine Entscheidung, die ihr beide treffen müsst, ich würde es nicht als ein an die Hand nehmen einstufen, eher als eine Unterstützung und schliesslich hast du als Co-Abhängige sicher auch bedarf an Informationen, oder?

Gruß Robert
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Robert hat zum Thema: Re: Co-Abhängigkeit - Vetrauen - Zeit für mich geschrieben

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