| Cos, Workoholics, Burnout und der Suchtcharakter • Schuld - Schrei nach Bestrafung? |
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kommal sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 24.06.2007 Beiträge: 6319 Alter: 53 Wohnort: Niederrhein
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Verfasst am: 06.11.2009, 21:40 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Hallo Plejaden,
Deinen Zeilen entnehme ich, dass sich ein wenig Klarheit einstellt.
Ich hoffe, das fühlt sich gut an und Du Dich besser.
Du weißt ja: Schritt für Schritt
LG kommal |
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| kommal hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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Frozen Tears neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 30.11.2006 Beiträge: 453
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Verfasst am: 07.11.2009, 00:57 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Hallo Plejaden,
ich kenne solch eine Situation wie Du sie durchlebst sehr gut. Ähnliches habe ich auch schon einmal durchlebt. Sicher ist das beste Dir von einem Arzt helfen zu lassen. Ich habe das in meiner Situation nicht gemacht , bin aber nach und nach da auch allein wieder raus gekommen.
Nachdem ich wochenlang total in mir selbst gefangen war und ncihts tun konnte habe ich langsam angefangen érstmal meinen Zustand zu akzeptieren. Erstmal mir selbst gesagt, dass es ok ist , dass es jetzt so ist. Das war für mich ganz wichitg zu erkennen,dass ich eine Auszeit scheinbar brauchte. Habe auch ein bißchen recherchiert. Dann bin ich richitg strategisch daran gegangen. Ich habe Stück für Stück ganz banale Dinge erledigt, die normalerweise zum Alltag gehören. So wie geschirr abräumen. Wäsche waschen. Sowas war zu diesem Zeitpunkt schon richitg anstrengend für mich. Zwischenzeitlich habe ich mir erlaubt immer wieder kleine oder auch große Pausen zu machen. Das war ganz wichitg für mich, dass ich mir das alles selbst 'erlaubt' habe. Denn vorher hatte ich mich innerlich selsbt so sehr unter Druck gesetzt, dass garnix mehr ging. Ich habe mir kleine To-Do-Listen gemacht. Wichitg und unwichitg unterschieden. Und langsam langsam habe ich den Stein wieder ins Rollen gebracht.
Vielleicht setzt du dich selbst auch einfach zu viel unter druck , oder auch andere. Die dinge kommen sowieso wie sie kommen sollen. Ob es Menschen sind zum Kennenlernen oder andere Dinge. Lass es einfach auf dich zukommen statt es zu erzwingen. Du hast noch viel vor dir und es wird noch sehr viel in deinem leben passieren. Freue dich auf dein Leben , wie auf einen Kinofilm, den du dir noch anschauen willst. Niemand weiß was kommt, und vieles sit im leben noch möglich. Vieles kommt ganz anders als geplant. Versuche einfach dich zu lösen von dem was war und lass neues auf dich zukommen. Vor allem freue dich auf ein neues und spannendes stück leben. Wenn du merkst wie sehr du selber einfluß drauf nehmen kannst , was daraus wird, in welche richtung du gehst, und du dich nicht einfach nur treiben läßt dann fängt es auch an wieder spaß zu machen. Dein Leben steckt Voller Möglichkeiten. Du schreisbt, dass du dich leer fühlst. Das ist auch eine gute Basis. Fange an dein Leben wieder aufzufüllen mit schönen Dingen. Vielelicht hattest Du einfach mal nötig dich von allem Ballast zu befreien und zu 'entleeren'. betrachte es mal alles unter diesem Aspekt. |
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| Frozen Tears hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1174 Alter: 33
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Verfasst am: 08.11.2009, 10:54 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Hallo zusammen,
ich denke immer noch viel darüber nach was meine nächsten kleinen Schritte sein könnten. Bisher bin ich zu der Überzeugung gelangt, dass es wohl am besten ist einige meiner alten Hobbies wieder aufzunehmen, eins nach dem anderen. Fotografieren, malen, Geschichten schreiben, Gitarre spielen... Nicht alles auf einmal, aber nach und nach. Bis dato mache ich vor allem etwas für die Uni, räume auf (beides sehr "anstrengend", das Aufräumen bisweilen schmerzhaft) und muss mich davon dann erholen indem ich zocke oder fernsehen gucke. Es ist alles sehr anstrengend. Dennoch merke ich, wie es mir langsam besser geht. Das ist ein Lichtblick, der mir Hoffnung gibt meinen Aktionsradius dann erweitern zu können.
@FrozenTears: Was du schreibst ist sehr wahr. Das ging mir damals bei meiner Sozialen Phobie genauso, ebenso bei der Alkoholkrankheit - als ich aufgehört hatte dagegen zu kämpfen, konnte ich erst richtig damit arbeiten. Diese Dinge als momentan gegeben zu akzeptieren ist wichtig.
Es ist manchmal erstaunlich, dass wir Dinge wie z.B. einen grippalen Infekt eher als einen "echten" Krankheitsgrund akzeptieren können als z.B. eine Depression. Bei einem grippalen Infekt gönnt man sich soweit es geht Ruhe und kuriert ihn aus, bei einer Depression dagegen versucht mach auf Biegen und Brechen trotzdem sein Leben durchzuziehen und "es" zu ignorieren. Dabei ist eine Depression im Prinzip ein grippaler Infekt der Seele...
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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Lütze sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.11.2007 Beiträge: 1296 Alter: 40
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Verfasst am: 08.11.2009, 18:13 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Hi Pley
Das sind wieder die Zeilen,die mir gefehlt haben.
Genauso ist das,wie du schreibst.Früher war mir die Vorstellung so absurd,das ich mal zu einem Psychotherapeuten gehe.Das ich krank sein könnte nicht am Kopf,sondern drinne...
Mach nur schön langsam.Und pass auf dich auf.
Lütze |
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| Lütze hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1174 Alter: 33
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Verfasst am: 10.11.2009, 12:00 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Hallo Lütze, freut mich dass meine Zeilen dir gefallen . DAs ist nur einfach eine Sache, die mir in der langen Zeit der Beschäftigung mit dem Thema aufgefallen ist. Wenn ich mir den Knöchel verstaucht hab (und nicht grad professioneller Hochleistungssportler bin ) würd ich auch mein regelmäßiges Fußballtraining oder dergleichen ein paar Tage/Wochen sausen lassen. Aber hingegen versucht viele mit Depressionen weiter den Tag durchzupowern oder mit einer sozialen Phobie das Flirten zu lernen, obwohl sie nichtmal im Laden einen Verkäufer nach einem Regal fragen können...
Indem ich solche Sachen wie Depressionen als eine Krankheit anerkenne, gestehe ich ihnen gleichzeitig zu behandelbar zu sein. Mit der entsprechenden Therapie und der nötigen Eigeninitiative können sie verschwinden. Ignoriere ich sie oder denke, das gibt sich von alleine, wird alles noch schlimmer. Ist bei körperlichen Gebrechen genauso - meine Mutter hatte mal nach einem Sturz schlimme Schmerzen im linken Handgelenk, weil sie aber noch alles bewegen konnte ist sie damit nicht zum Arzt. Erst nach Wochen ging sie dann hin, Diagnose: einer dieser kleinen Knochen im Handgelenk war gebrochen und nun falsch zusammengewachsen. Klar, das ist eine komplizierte Sache, aber ich frag mich, auch da hätte eine rechtzeitige Behandlung wohl doch was bringen können.
Ich persönlich habe für mich nun überlegt, als allererstes zu versuchen eine gewisse innere Zufriedenheit zurückzuerlangen. Mit mir selbst zufrieden zu sein, in mir selbst zu ruhen. Ich möchte verschiedene Dinge ausprobieren das zu schaffen, hab mich z.B. grad ein bisschen mit Thai-Chi beschäftigt. Mich selber mögen tue ich immer noch, daran hat sich nichts geändert. Das ist immerhin schon etwas. Aber ich möchte gerne eine gewisse innere Stabilität finden und etwas unabhängiger von anderen Menschen werden. Klar, das wird mir nie 100%ig gelingen und soll es auch nicht, der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht andere Menschen für sein Wohlbefinden. Aber ich habe im Moment einfach das Gefühl, dass ich mein Wohlsein immer noch zu stark von anderen abhängig mache, bzw. noch immer sehr dazu neige zu klammern. Aktuell gibt es keinen Menschen zum "Klammern", aber ich habe das starke Gefühl, wenn einer käme würde ich es wieder tun. Das möchte ich auch gerne dann mit der Therapeutin aufarbeiten.
So, ich muss nu noch allen möglichen Schreibkram erledigen für die Uni, Sachen ausdrucken und lesen, Antrag ausfüllen, Emails schreiben.... drum bis später vielleicht .
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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zerfreila sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 01.01.2009 Beiträge: 9817 Alter: 54 Wohnort: Deutschland
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Verfasst am: 10.11.2009, 19:04 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Hallo Plejaden,
ich möchte Dich mal begrüßen. Anfang des Jahres meldete ich mich hier im Forum an und wir hatten uns mal über das Thema Entspannung ausgetauscht. *Die Gesänge der Buckewale* waren mal kurz Thema. Im Sommer habe ich wieder mit Fotografieren begonnen, meine kleine Kamera ist heute mein täglicher Begleiter und von meinen zahlreichen Betrachtungen unterwegs bringe ich ganz viele schöne Bilder mit, macht richtig Spaß. Überhaupt Freude ist mir ein wichtiges Thema auf meinem Weg. Mit ihr gehen die Dinge viel leichter. Bin jetzt im 18. Monat trocken unterwegs und bei mir hat sich ne Menge getan.
Liebe Grüße und Dir weiter einen guten Weg, zerfreila. |
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| zerfreila hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1174 Alter: 33
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Verfasst am: 12.11.2009, 22:45 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Huhu zusammen,
heute gings mir wieder nicht so gut... hatte starke Stimmungsschwankungen. Auf der einen Seite sehe ich endlich ein Licht am Ende des Tunnels, aber dann hat mich wieder das Gefühl aufgefressen für immer allein bleiben zu müssen und nie jemanden zu finden. Dass ich nur Idioten abbekommen werde, die mich auszunutzen sollen und alle anderen sich nicht für mich interessieren. Es ist immer wie eine tiefe Dunkelheit, die sich über mich senkt...
Tendenziell ist aber weiterhin ein positiver Trend zu verzeichnen. Ich habe zum ersten Mal wirklich das Gefühl, einen Ausweg zu sehen.
Sorry wenn ich euch immer wieder mit denselben Themen nerve, aber darum kreisen meine Gedanken seit zwei Monaten unentwegt . Es ist wie ein Strudel, aus dem ich nicht rauskomme....
Ich warte wirklich sehr gespannt auf das Therapiegespräch Anfang Dezember. Vielleicht schaffts die Frau ja mich mit einem Gespräch nen bisschen einzunorden.
Ich gehe nun ins Bett. Fühle mich erschöpft und ausgelaugt.
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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Plejaden sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.08.2007 Beiträge: 1174 Alter: 33
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Verfasst am: 15.11.2009, 23:22 Titel: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang |
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Hallo ihr Lieben,
inzwischen geht es mir wieder etwas besser. Ich habe ein wenig das Gefühl, das ganze Grau hat sich ein bisschen gelichtet. Zwar traue ich der ganzen Sache noch nicht 100%ig, aber wie sagt man so schön: Ich lebe, ich werde sehen.
Ich hatte eine Sache vergessen, deren ich mir früher bewusst war, die ich aber vollkommen aus den Augen verloren habe - nur ich allein kann mich selbst wirklich glücklich machen. Ich brauche keine anderen Menschen dazu. Klar, das stimmt auch nicht so ohne Vorbehalt. Aber die Richtung ist wichtig. Ich kann mir meine eigene Welt bauen und sie mir einrichten, wie sie mir gefällt. Ihr habt Recht - ich brauche derzeit auf niemanden Rücksicht nehmen dabei. Ich habe tatsächlich gemerkt, dass ich wieder dabei war auf andere Menschen zu warten, und dass dabei nichts heraus gekommen wäre. Wie z.B. mit diesem Freund, der eine WG mit mir gründen wollte. Davon ward die letzten Wochen nichts mehr gehört und nun habe ich aus einem Nebensatz eher herausgehört als erfahren, dass er schon wieder ganz andere Pläne hat.
Ich warte nicht mehr auf andere Leute. Ich mache mein eigenes Ding. Aber vorerst warte ich erstmal noch ein wenig auf mich - möchte schauen wie lange die "stabile" Phase anhält. Es wäre fatal jetzt voller Energie alles mögliche anzupacken und dann in einer Woche wieder eine depressive Phase zu haben und dann wieder nichts auf die Reihe zu kriegen. Viel mehr Rückschläge möchte ich einfach nicht mehr einstecken...
LG
Plejaden |
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| Plejaden hat zum Thema: Re: Mein Leben - Projekt Neuanfang geschrieben
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