| Frohe Weihnachten • habe mich gestern das erstemal eingetragen |
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Billy170 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 89
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Verfasst am: 15.03.2011, 14:25 Titel: Re: Billys Geschichte |
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Hallo, liebe Foris...!
Ich beschäftige mich in letzter Zeit oft mit der Problematik des "sich kümmern müssens".
Das ist ja gerade bei uns Co-Abhängigen ein verbreiteter Wesenszug und mir selbst ist erst nach der Auseinandersetzung mit den Grundbausteinen der Cos aufgefallen, dass dieses Thema mich so stark betrifft.
Ich mache mir immer wieder Gedanken, wie weit dieses "sich kümmern müssen" gehen darf.
Dazu habe ich auch im EKA-Forum was geschrieben, bin seitdem aber auch noch nicht richtig weitergekommen.
Es gelingt mir mittlerweile ganz gut, mich nicht mehr um alles kümmern zu müssen. Oder schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich etwas nicht gemacht habe.
Was mir schwer fällt ist, mein eigenes Befinden nicht von dem Befinden meiner Umgebung abhängig zu machen. Wenn es meinem Partner nicht gut geht (aus welchem Grund auch immer...) dann leide ich förmlich mit.
Und versuche dann, irgendwie zu erreichen, dass es wieder besser wird.
Oft muss ich aber feststellen, dass ich eigentlich gar nichts machen kann und das belastet mich dann manchmal sehr.
Mein Focus sollte aber doch auf mir selbst liegen...dafür zu sorgen, dass es mir gut geht (macht ja sonst keiner ).
Kennt ihr diesen Wesenszug auch und wie seid ihr damit umgegangen?
Ein gewisses Maß an Teilnahme gegenüber meiner Umwelt ist auch auch nicht gleich ein ausgeprägtes Co-Verhalten, oder??
Ich bin dankbar für jeden Denkanstoss...
Herzliche Grüße und DANKE fürs Lesen
Billy |
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| Billy170 hat zum Thema: Re: Billys Geschichte geschrieben
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Billy170 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 89
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Verfasst am: 13.12.2011, 15:05 Titel: Re: Billys Geschichte |
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Hallo Ihr lieben!
Lange ists her...und bei dem ganzen vorweihnachtlichen "Gute-Wünsche-übermitteln" dachte ich mir jetzt, dass ich Euch auch nicht ganz vergessen darf!
Hier mal ein kurzes Update von mir. Es soll dafür gedacht sein, anderen Cos Mut zu machen, ihr Leben selbst an die Hand zu nehmen.
Es soll zeigen dass es nicht einfach ist, die Co-Strukturen abzulegen. Auch wenn ich am Anfang auch dachte: "...jetzt hast Du Dich endlich getrennt...nun ist alles gut!" Pustekuchen!!
Die Arbeit ging dann erst los und dauert weiterhin an.
Ich lebe nun alleine in meiner eigenen Wohnung. Es geht mir dort gut...ich fühle mich wohl und geborgen.
Ich habe nach der Trennung völlig neu angefangen...neue Möbel, neue Einrichtung...! Es ist ein gutes Gefühl, nach "Hause" zu kommen.
Ich habe neue Menschen kennen gelernt und habe aber auch zu früheren Freunden wieder Kontakt...den ich nach der Trennung zunächst nicht weiter aufrecht erhalten wollte.
Das war zu Beginn meiner Trennung mein größtes Problem...ich habe mir nicht vorstellen können, wie ich alles schaffen soll.
Mir war zwar klar, welche Schritte ich unternehmen musste, aber ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass alles so funktioniert. Nun habe ich es tatsächlich geschafft, eine Wohnung komplett zu renovieren...habe mir alles überlegt, mit Handwerkern verhandelt, viel selbst gemacht. Es hat viel länger geduert als gedacht, aber nun habe ich es geschafft!
Immer schön eins nach dem anderen...zwischendrin war ich oft genervt, habe aber meinen Schritt niie bereut!!
Meine Gedanke sind nun oft auf mich selbst gerichtet; es soll mir gutgehen und ich kann und will mich nicht nur um andere Menschen kümmern.
Das fällt mir oft noch seeehr schwer, aber es funktioniert viel besser als noch vor einem Jahr!
Naja...mühsam ernährt sich das Eichhörnchen.
Das Forum hier begleitet mich immer noch durch meine Leben, ich bin nicht mehr täglich hier um zu lesen, aber schau immer mal wieder rein!
Allen, die mich noch kennen sollten und allen, die meine Geschichte lesen wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit.
Herzliche Grüße
Billy  |
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| Billy170 hat zum Thema: Re: Billys Geschichte geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 14.12.2011, 10:11 Titel: Re: Billys Geschichte |
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hallo billy,
bei dir schint es ja auch wieder recht ok zu gehen wie ich lese. find ich schön das du uns das so mitteilst! ich freu mich mit dir.
gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Billys Geschichte geschrieben
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Billy170 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 27.10.2009 Beiträge: 89
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Verfasst am: 14.12.2011, 15:18 Titel: Re: Billys Geschichte |
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Hallo Melanie!
Danke für Deinen Beitrag...
Das beschreibt meinen Zustand sehr schön!
Mein Leben könnte in einigen Dingen besser sein, aber in vielen Dingen ist es genau so, wie ich es mir wünsche!!!
Ich glaube Du warst es, die mal irgendwo etwas vom "Zulassen der Ängste" oder so ähnlich geschrieben hat.
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht...aber ich habe in der letzten Zeit gemerkt, dass dieses Zulassen mir hilft, mit meinen Ängsten (die in einem Bereich "berechtigt" sind, in vielen anderen Bereichen aber das Ergebnis meiner Co-Abhängigkeit) umzugehen. Ich akzeptiere sie und verurteile mich nicht mehr dafür, dass ich Angst habe!!
Viele grüße und DANKE fürs lesen und teilhaben
Herzlichst
Billy |
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| Billy170 hat zum Thema: Re: Billys Geschichte geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 17.12.2011, 13:49 Titel: Re: Billys Geschichte |
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hallo billy,
| Zitat: | Ich glaube Du warst es, die mal irgendwo etwas vom "Zulassen der Ängste" oder so ähnlich geschrieben hat.
Das hat mich sehr nachdenklich gemacht...aber ich habe in der letzten Zeit gemerkt, dass dieses Zulassen mir hilft, mit meinen Ängsten (die in einem Bereich "berechtigt" sind, in vielen anderen Bereichen aber das Ergebnis meiner Co-Abhängigkeit) umzugehen. Ich akzeptiere sie und verurteile mich nicht mehr dafür, dass ich Angst habe!! |
mich hat das zulassen der angst und dieses annehmen meiner angst sehr geholfen. der kampf dagegen angst zu haben war vorbei und damit hatte diese angst dann wieder die berechtigung im leben. dadurch hat diese angst es nicht mehr nötig gehabt in einer wehementen domminanz mit panikattaken auf sich aufmerksam zu machen. ich lebe heute mit der angst und diese hat sich inzwischen wieder in einem normalen zustand gewandelt. laufen lassen hat mir mal jemand gesagt. das stimmt. im annehmen und akzeptieren der dinge wie sie sind habe ich das gefunden was für mein leben sehr wichtig war. eine innere zufriedenheit mit dem wer ich bin und wie ich lebe.
es geht sicher immer irgendwie besser, denk ich mir. das ist ja auch gut so. dementsprechend habe ich ja auch ziele für mich was zu verändern. so macht es ja auch spass rauszufinden was könnte ich noch verbessern, wo kann ich noch was verändern für mich. ich empfinde es heute sehr positiv eben nicht alles perfekt zu haben und noch hier und da ne stellschraube zu haben wo ich etwas tun kann.
stell dir doch mal vor wie das leben langeweilig wäre wenn du alles hättest und nichts mehr zu tun hättest. langewilig wärs und du würdest doch dann wieder in ein loch fallen, weil es dann wieder nichts gibt im leben woran zu arbeiten wäre. ich sehe es doch an vielen menschen die alles erreicht heben und angeblich keine sorgen mehr haben. die eiern rum weil sie keine sinn mehr sehen, weil sie alles haben und wundern sich dann, weil sie unzufrieden sind.
nun ja, das leben ist im fluss wenn es hier und da dann mal einen strudel gibt wirds spannend. hinterher fliesst das wasser oft wieder ruhiger. bis zum nächsten strudel.darauf darf jeder vertrauen.
gruß melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Billys Geschichte geschrieben
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Melinak sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.12.2008 Beiträge: 5012 Alter: 40
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Verfasst am: 24.12.2011, 12:23 Titel: Re: Billys Geschichte |
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liebe billy
frohe weihnachten und einen guten rutsch ins neue jahr 2012
es geht immer vorwärts!
lieben gruß
melanie |
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| Melinak hat zum Thema: Re: Billys Geschichte geschrieben
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