| Freunde • Immer wieder Suchtdruck... |
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Fräulein B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.10.2009 Beiträge: 36
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Verfasst am: 07.11.2009, 13:42 Titel: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma |
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| Dante hat Folgendes geschrieben: | Der Kopfschmerz ist das Suchtgedächtnis, liebes F.B. "Trink ein Reparaturbierchen, dann bist du mich los" will es sagen.
Aber jetzt hast du das ja durchschaut.  |
So richtig durchschaut habe ich das erst jetzt, wo Du mich mit der Nase drauf gestoßen hast
Ist aber auch ein hinterlistiges Miststück das Suchtgedächtnis  |
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| Fräulein B. hat zum Thema: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma geschrieben
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espoir sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.11.2008 Beiträge: 1150 Alter: 44
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Verfasst am: 07.11.2009, 15:10 Titel: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma |
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| Fräulein B. hat Folgendes geschrieben: |
Dann habe ich Angst, dass sie sich Vorwürfe machen, weil sie nichts gemerkt haben und den Fehler bei sich/in ihrer Erziehung suchen. Ich möchte sie einfach nicht belasten, weil sie meinetwegen ohnehin schon genug Sorgen hatten. Und zu allerletzt mache ich mir Gedanken darüber, wie speziell meine Mam reagieren wird, da sie selbst mit einer Flasche Sekt pro Tag nicht unbedingt einen "normalen" Umgang mit Alkohol pflegt ... |
Hallo Sarah,
ich habe gerade erst gelesen, dass du dir für heute "die Stunde der Wahrheit" vorgenommen hast - dafür meinen Glückwunsch und Respekt! Das wird bestimmt nicht einfach werden...
Aber: Ich bin mir sicher, dass du dein Vorhaben für dich positiv durchziehen kannst, wenn du dich bemühst, möglich ruhig und sachlich zu bleiben. Ich weiß, bei einem derartig emotionalen Unterfangen gewiss nicht leicht, aber machbar! Denn weißt du, Menschen neigen manchmal dazu, ihre Fassungslosigkeit über bestimmte Nachrichten in "Empörung" oder "Anklage" zu verhüllen, damit nicht so auffällt, dass sie völlig verunsichert sind.
Mein Bruder z.B. wählte die Variante "Anklage", der hielt mir also vor, dass es ja eigentlich logisch gewesen wäre, aber es hätte ja nicht soweit kommen müssen, und unausgesprochen ging der Satz dann weiter: "Du hättest das soweit im Griff haben können, dass du auch weiterhin gesellig mittrinken kannst. Du wolltest aber wohl nicht!?" = Anklage perfekt.
Meine Mutter hielt die Füßchen schön still, sie ist halt 'ne klassische Co, aber ich könnte mir vorstellen, dass es viele Eltern gibt, die zwar vordergründig betroffen sind und sich selbst geißeln ("Was haben wir denn falsch gemacht?"), de facto aber meinen: "Wage es ja nicht, uns Vorwürfe zu machen! Jaja, im Nachhinein weiß man immer alles besser! Soso, will das Küken also schlauer als die Henne sein! Und dass wir mal'n Sekt trinken, hat ja wohl mit "Saufen" nix zu tun!" = Empörung.
Vielleicht ist es aber auch alles ganz anders.
Möglicherweise sind deine Eltern ganz patente Leute, die mit einem gesunden Selbstbewusstsein ausgerüstet sind und statt dessen Interesse ("Wie geht es dir denn jetzt?") und Hilfsbereitschaft ("Kind, wie können wir denn jetzt helfen?") zeigen. Wer weiß?
Ich wünsche dir von Herzen gute, konstruktive Gespräche!
Vielleicht magst du dann ja später hier berichten?
Alles Liebe
espoir |
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| espoir hat zum Thema: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma geschrieben
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Fräulein B. neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.10.2009 Beiträge: 36
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Verfasst am: 07.11.2009, 16:35 Titel: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma |
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Liebe espoir,
ich danke Dir für Deine aufmunternden Worte. Hat mir gut getan
Ich mache jetzt dann Feierabend und fahre Richtung alte Heimat und dann ... Mal sehen. Ich lasse es auf mich zukommen.
Ich erzähle Euch dann, wie's gelaufen ist.
Bis dahin schönes WE!
verlässt den Thread und murmelt "Ich werde ruhig und sachlich bleiben, ich werde ruhig und sachlich bleiben, ich werde ..." vor sich hin |
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| Fräulein B. hat zum Thema: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma geschrieben
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sonnel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 10.10.2009 Beiträge: 32 Alter: 56
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Verfasst am: 08.11.2009, 00:45 Titel: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma |
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Hallo Sarah,
wenn du dies liest, ist dein "Outing" bestimmt vorbei und ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass es ähnlich verlaufen ist, wie meins.
Ich habe mich heute auch nach vier Wochen Trockenheit durchgerungen, meiner Mama (leider leben meine Oldies 400km entfernt)am Telefon die sicher für sie nicht schöne Nachricht von meiner Krankheit zu sagen.
Kam mir wieder vor wie ihr kleines Mädchen und hatte echt Schiss, was kommt, immerhin sind meine Eltern um die 80. Außerdem bin ich noch dazu der wohl bis jetzt einzige Alkoholiker in der Familie.
Nach meinem Geständnis war sie erst ganz still und dann kam ein Satz, der mir die Tränen in die Augen trieb und mich ganz stark macht, alles was kommt ohne Alkohol überstehen zu wollen.
Sie sagte: "Egal was ist, wir sind deine Eltern und wir schicken dir ganz viel Kraft."
Nun freue ich mich wieder auf Weihnachten, es wird keinen Alkohol bei meiner Familie geben und trotzdem wird es sicher ein schönes Fest.
In vielen Beiträgen habe ich ja hier gelesen, dass gerade Feiertage immer so ein Knackpunkt sind.
Diese Angst kann ich jetzt schon mal aus meinem Kopf löschen.
Ich wünsche dir einen schönen, trockenen Sonntag.
lg sonnel |
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| sonnel hat zum Thema: Re: Ein paar Worte zu mir oder Das Herz-Hirn-Dilemma geschrieben
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