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Mein Vater - Alkohol: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
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Mein Vater

 
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Autor Nachricht
L1la
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.10.2009
Beiträge: 2

BeitragVerfasst am: 18.10.2009, 17:34    Titel: Mein Vater Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo,
mein Vater ist alkoholkrank und dies ist auch der Grund, für meine Anmeldung.
Ich würde ihm gerne irgendwie helfen und hoffe hier auf netten Austausch.
Leider bin ich Studentin und kann mir den kostenpflichtigen Zugang nicht leisten, obwohl ich denke, dass dort wahrscheinlich eher mein Platz wäre.. Vielleicht geht es aber auch so.

(Bis hierher hatte ich dies schon alles in der Vorstellung geschrieben)

Mein Vater trinkt sein Leben lang. Wenn man ihn darauf ansprach bekam man zur Antwort, es sei lediglich sein Feierabendbier, da sei nichts dabei und das ließe er sich auch nicht nehmen.

Irgendwie hat man sich damit immer abtun lassen. Ich wohne lange nicht mehr zu Hause, und war ihn dann vor Kurzem besuchen. Er führte mich ohne Umwege direkt in seine Stammkneipe. Auf seinem Deckel hatte er um 17 Uhr schon 10 Bier.

Mein Vater hatte immer Arbeit. Ich erinnere mich daran, dass er Wert auf eine gepflegte Wohnung legte, Musik und seine Platten liebte und dass er gerne Auto fuhr.

Heute ist davon nichts mehr übrig.
Er hat keine einzige Platte, geschweige denn Musikanlage mehr.

Er geht arbeiten und danach ist sein einziger Lebensinhalt die Kneipe mit seinen "Kumpels".

Seine Wohnung ist trostlos.
Mein Vater hat die Scheidung nie verwunden.
Für mich ist er der traurigste Mann der Welt.

Er erzählt frei heraus, was er doch für tolle Blutwerte habe, spielt die Leber- und Harnwerte aber locker herunter.

Seinen Führerschein hat er vor 10 Jahren wegen Trunkenheit am Steuer und Fahrerflucht verloren.. (kein Personen- , lediglich Sachschaden) nun bekommt er ihn aber in den nächsten Tagen einfach so wieder, ohne Test.

Und das macht mir Sorgen!!

Wie kann ich einem uneinsichtigen Mann helfen??
Wenn ich es nicht in die Hand nehme, und ihn darauf aufmerksam mache wo er hingekommen ist, dann wird es in diesem Leben niemand mehr tun.

Mein Vater ist eine herzensgute Person, aber er macht den Anschein, dass er Kleingeistig ist.
Vielleicht hat ihn der Alkohol so gemacht..

Ich wäre sehr dankbar für Rat und Ansichtsweisen.


Viele Grüße
Lila
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L1la hat zum Thema: Mein Vater geschrieben
Susanne
Gast






BeitragVerfasst am: 18.10.2009, 20:39    Titel: Re: Mein Vater Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lila,

ich habe Dich mal zu den Erwachsenen Kindern verschoben, damit Du hier Deinen Austausch findest.


Ich hoffe, dies war ok für Dich?


Liebe Grüße
Susanne
Nach oben
Susanne hat zum Thema: Re: Mein Vater geschrieben
marinajako
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 18.06.2008
Beiträge: 1404
Alter: 37
Wohnort: daheim

BeitragVerfasst am: 19.10.2009, 16:54    Titel: Re: Mein Vater Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lila,

herzlich Willkommen hier bei uns Kindern, schon das du hier bist.

Mit dem kostenpflichtigen Bereich ist es so, er kostet zwar Geld aber so teuer ist es auch nicht und es lohnt sich, ich fühle mich im sicheren Bereich gut aufgehoben, weil halt einfach nicht die ganze Welt mitlesen kann und gerade bei uns EKA´s gibt es viele Sachen die keinen was angehen.
Ich habe damals auch lange überlegt ob ich reingehe, jetzt bin ich schon über ein Jahr im sicheren Bereich und fühle mich immer noch wohl da.

Zitat:
Wie kann ich einem uneinsichtigen Mann helfen??


Es ist immer schwierig einem Alkoholiker zu helfen, mir persönlich tut es gut viel über die Sucht zu wissen und einfach das Gefühl zu haben nicht alleine zu sein.

LG
Marina Lachen
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marinajako hat zum Thema: Re: Mein Vater geschrieben
Frozen Tears
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 30.11.2006
Beiträge: 465

BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 01:05    Titel: Re: Mein Vater Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Kleingeistig. Ein nettes Wort. ich habe das ja auch alles durchlebt und vorhin auch in meiner Beschreibung meiner Eltern nach einem passenden Ausdruck dessen gesucht, was Du glaube ich aussagen willst. Ich dachte an hilflos, armselig.
Kleingeistig finde ich aber auch nicht schlecht.
Tatsache ist ja, dass das Bewußtsein fehlt. Dinge, die zur Sucht geführt haben sind eben so da gewesen und konnten nicht anders verabeiten werden. Und ist die Sucht ausgeprägt ist es noch schwieriger. Helfen kannst Du garnicht.
Mein Vater hat soweit ich mcih erinnern kann auch mein Leben lang getrunken. Ich habe auch studiert, und war schon ausgezogen als er in Therapie ging.
Sein Zustand war dmals erbärmlich, noch schlimmer als wie Du es von Deinem vater beschreibst. Mein Vater hatte bereits seinen Job verloren, das Haus meiner Eltern wurde verpfändet. Die Einrichtung sah grauenvoll uas. Überall Brandlöcher von Zigaretten inden Möbeln. Farbflecken auf dem Teppichboden. Zertretene Türen etc. Es wurde eh nichts neues mehr angeschafft. Leute kamen eh auch nicht mehr zu Besuch, ausser welche, die auch tranken.
Streitereien, Gewalt usw waren an der Tagesordnung. Mein Vater ist auch noch in betrunkenne Zustand Motorrad gefahren. Als ich noch zuahuse wohnte war das immer ein Horror, wie er fast jede Nacht einmal durchstartete, den Motor so richtig aufdrehte, seine Runde fuhr und dann wieder kam. Dann folgte der nächtliche Streit.
Die Ehrenrunde war schon fast immer eine Erlösung für uns Kinder. Da war die Mutter dann wenigstens in Ruhe. Am Ende seienr Saufzeit passierten Dinge die ich nciht mehr miterlebt habe. Mein Vater kletterte leicht bekeidet nachts aus dem fenster. bei Eiseskälte. Er irrte draussen herum, sah weiße Mäuse und ähnliche peinliche Geschichten. Auch tagsüber lief er oft schlurig bekleidet herum. Irgendwas, Hemd oder so, hing aus der Hose heraus oder die war garnicht richtig verschlossen. Was bewegte meinen Vater dazu eine Therapie zu machen? Sein Hausarzt sagte eines Tages zu ihm, dass er nun die Wahl habe. Entweder würde er nicht mehr lange Leben oder er würde ab sofort nicht mehr trinken und eine Therapie machen. Ich hatte ihn schon abgeschrieben und für mich war es ein Wunder, dass er sich für eine Therapie entschieden hatte.
Niemals hätte ich gedacht, dass mein Vater sich irgendjemandem anvertrauen könnte.
Vielleicht kansnt Du mal schuen, wer sien Arzt ist und Dich diesem mal anvertrauen. Auch für Dich könnte das ganz gut sein. Da Du weißt, dass Dein Vater abhängig ist würd eich auch mal bei dem straßenverkehrsamt anrufen. Denne r gefährdet sich ja selbst udn andere noch dazu, wenn er seinen Führerschein wieder erhält. Absolut verantwortungslos. Sollte das alles nichts nützen hast Du zumindest alles getan, was Du tun konntest. Ein Gespräch, welches auf Versatnd, Logik basiert oder liebevoll gemeint ist kommt leider nciht an. Der Süchtige muß selber einen Tiefpunkt erreichen, der ihn selber 'mobilisiert' sich aus seiner Sucht zu befreien. Das kannst Du ihm nicht abnehmen. Das kannst Du auch nicht herbeiführen. Es muß etwas sein, was tiefgehende Gefühle in ihm erweckt.Sowas wie Todesangst oder Angst vor dem Alleinsein, absolute Verzweiflung.
Vielleicht muß es bei Deinem Vater auch noch viel schlimmer kommen. Selbst die Trennung von Deiner Mutter ist ihm noch nicht so sehr an die Substanz gegangen, dass er aufhören konnte zu trinken. Im Gegenteil. Es hat ihm offensichtlich noch mehr Grund geliefert. Das ist eben die Gefahr dabei. Vielleicht hilft es, wenn Du Dich auch von ihm abwendest udn nie mehr vorbei kommst, ihm das auch sagst. Du solltest es ihm erklären, dass Deine Mutter nicht anders handeln konnte und ging. Und Du nun auch soweit bist. Doch dann solltest Du auch konsequent sein. Du verlangst von IHM Konsequenz . Also zeig es ihm wie es geht.
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Frozen Tears hat zum Thema: Re: Mein Vater geschrieben
Trillian
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 12.11.2009
Beiträge: 37
Alter: 25

BeitragVerfasst am: 12.11.2009, 19:05    Titel: Re: Mein Vater Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hi Lila,

du hast Angst, dass dein Pa das Tief schon erreicht hat oder bald da ist und nicht raus kommt alleine? Aber von außen wird er keine Hilfe annehmen. Das Umdenken muss von innen passieren.

Selbst wenn er es einsieht und offen für das Gespräch ist, die Chancen stehen schlecht, dass er das durchzieht, was er verspricht. Aber du solltest ihm schon sagen, wie du fühlst.

Ich weiß, es ist schwer sich nicht zu kümmern, nicht zu sorgen, aber du kannst nichts ausrichten, solange er sich für den Alkohol entscheidet.

Wie geht es dir gerade? Warst du nochmal da?
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Trillian hat zum Thema: Re: Mein Vater geschrieben

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