Hilfe bei Alkohol : Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum : Das Alkoholikerforum

Von einem Tag auf den anderen war alles anders... - Hilfe: Herzlich Willkommen im Alkoholikerforum.
Du suchst einen Erfahrungsaustausch, der Dir bei Deiner Alkoholabhängigkeit hilft? Das Alkoholiker Forum bietet Dir Hilfe durch die Selbsthilfe in der Alkoholkrankheit, Alkoholismus und Alkoholsucht. Natürlich auch für Angehörige von Alkoholikern.




Alkoholiker

Von einem Tag auf den anderen war alles anders...

Gehe zu Seite    :   Zurück  1, 2, 3, ... 13, 14, 15  Weiter  
   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern -> Seite 18
Brauche Rat - Ex-Partner will Auto abkaufen   •    Freund macht 1. Entzug - und nun?  
Autor Nachricht
ossi2
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.10.2009
Beiträge: 82
Alter: 48
Wohnort: Nordwesten

BeitragVerfasst am: 20.10.2009, 21:12    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Nun weiß ich, warum er nicht unser Haus verlassen konnte...
Er sagte ja, er könne nicht zu seinem Bruder, seiner Schwester oder seinen Eltern (die alle in der Nähe wohnen), als ich ihm sagte, dass ich es nicht mehr mit ihm unter einem Dach aushalten könne. ??? Was bin ich immer noch naiv! Da kriegt er keinen Alkohol!!!
Nachdem ich ja über´s Wochenende mit unserem Hund zu meinen Eltern gezogen bin, und mich eigentlich schon bestraft fühlte, kam ich am montag Nachmittag endlich wieder nach Hause. Hatte mich so sehr gefreut... Doch oh Schock - er war noch da! Hatte er doch gesagt, er ginge Montag in die Klinik! Ich fragte ihn danach, er antwortete er ginge erst morgen, ... und stapelte seelenruhig das Kaminholz weiter, das er kurz vorher liefern lassen hat. ER HAT`S NICHT KAPIERT! Er nimmt mich und meine Worte wohl gar nicht für voll!
Egal, nun konnte ich auch nicht mehr umdrehen, dachte dass geht schon für eine Nacht. Da ich später noch einmal zur Arbeit musste und erst spät abends wieder kam, begegneten wir uns nicht. Abends verschwand ich ganz schnell in unserem Gästezimmer, mein Bettzeug und den anderen Kram hatte ich ja noch in Sack und Taschen von meinen Eltern. Meinen Hund nahm ich mit in dieses kleine Zimmer, der wollte da gar nicht rein. Er tat mir mal wieder richtig Leid, wird er ja zur Zeit auch ganz schön hin und her geschupst. Der liebt auch sein Zuhause mit dem Garten und so.
Ich war spät in der Nacht endlich zur Ruhe gekommen, da schreckte ich durch eine mörderisches Poltern, das nicht enden wollte, nur leiser wurde, wieder auf. Ihr könnt euch vorstellen, was für Angst ich bekam. Ich hörte später wie er, anscheinend sturzbetrunken die Treppe herunter polterte. Den ganzen Abend, wie auch jetzt schepperte immer wieder die Terassentür auf und zu. Wie ich jetzt weiß, um in die Garage zu gehen, um nach zu tanken! Bisher hat er mir immer erzählt, er wolle lieber draußen rauchen, wegen des Gestanks und so. Was hat der mich angesponnen!
Naja, geschlafen habe ich nicht mehr, lag nur noch angespannt in meinem Bett, das Handy in der Hand, die Nummer meiner Eltern zum schnellen Wählen programmiert, und lauschte den Dingen, die da draußen passierten. Sehr früh heute Morgen ist er dann weggefahren, ich denke endlich in die Klinik. Ich habe dann nachgeschaut, was er denn so angestellt hatte. Er muss über meinen Crosstrainer geflogen sein, war eindeutig zu sehen. Dann hat er sämtliche Bilder abgehangen, einige Schränke durchwühlt, Fotos, Grußkarten und anderes Persönliches von meinem Nachtschrank genommen. Ich habe gottseidank nichts gefunden, was er kaputt gemacht hätte. So habe ich ihn noch nie erlebt. Und ich habe Angst, dass er ziemlich schnell wieder aus der Klinik kommt (die Therapie dauert dort nur 14 Tage) und ich weiß nicht, was dann passiert. Ich muss arbeiten – mehrere solcher Nächte schaffe ich nicht. Aber ich will mein Haus auch nicht aufgeben, steckt doch mein ganzes Herzblut drin (habe ich selbst entworfen). Ich möchte hier weiterhin wohnen – ohne ihn! Das Finanzielle kriege ich hin, aber er ignoriert einfach mein Anliegen. Ich möchte nicht schon gleich zum Anwalt gehen, ich denke, damit provoziere ich ihn nur noch mehr. Aber ich möchte auch keinen Tag länger mit ihm hier unter einem Dach verbringen – ich habe Angst vor ihm. Was soll ich nur tun?
Nach oben
ossi2 hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben
Nordlicht
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 09.04.2009
Beiträge: 4459
Alter: 52
Wohnort: kiel

BeitragVerfasst am: 20.10.2009, 21:33    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo liebe Ossi,

ein herzliches Willkommen von mir.

Diese Situation, wie Du sie beschreibst, die kenne ich sehr gut.
Dieses Lauschen, was passiert jetzt, was macht er gerade.
Ich kenne deine rechtliche Situation natürlich nicht.
Vielleicht wartest du ab und wenn er dann jetzt wirklich in der Klinik hast hast du ja ersteinmal Zeit, an dich zu denken und dir darüber klar zu werden, wie es für dich weitergehen soll.

Wenn nicht, hast du dann nicht die Möglichkeit ersteinmal bei der Familie oder bei Freunden zu sein, bis die rechtliche Seite eindeutig geklärt ist.

Ich kann dir sagen, ich bin gegangen, habe sehr viel, materiell gesehen ersteinmal aufgegeben.
Dafür habe ich meine Nachtruhe und meinen Frieden wiedergefunden.

Ich wünsche Dir viel Kraft und vor allem einen ungestören Schlaf heute nacht.

Herzliche Grüße

Gesche
Nach oben
Nordlicht hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben
ossi2
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.10.2009
Beiträge: 82
Alter: 48
Wohnort: Nordwesten

BeitragVerfasst am: 20.10.2009, 22:33    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ein liebes Hallo zurück!

Ja Gesche, du hat Recht. Es wäre besser, wenn ich erst einmal ausziehen würde. Habe ich ja auch gemacht, war drei Tage bei meinen Eltern. Aber das hat mir auch gereicht. Meine Eltern haben immer wieder auf mich eingeredet, wie und was hab ich ja schon geschrieben. Sie haben jedenfalls überhaupt kein Verständnis dafür, dass ich nicht mehr kann und will. Haben viel mehr Mitleid mit ihm! Echt schrecklich!
Erst heute habe ich gelesen, dass man schnell mal sein Wohnrecht verwirken kann, wenn man auszieht. Und ich habe mir ganz fest vorgenommen, mich nicht auch noch von meinem Haus zu trennen. Und dann ist da auch noch mein Hund, der ist ziemlich groß, mit dem kann ich auch nicht mal so schnell irgendwo anders unterkommen. Der litt schon die drei Tage, dass er nicht in seinen Garten konnte.
Ich habe für mich zwei Dinge entschieden, zum Einen, mich endgültig von meinem Mann zu trennen. Und zum Anderen, will ich um mein Zuhause kämpfen. Das wird für mich ein finanzieller Kraftakt, da ich auf seine Unterstützung verzichten möchte. Das sind meine Vorstellungen, ich weiß ja nicht was noch kommt, was er sich vorstellt und in wie weit er mir das Leben schwer machen wollen wird.

Aber diese Nacht wird ruhig... Bestimmt! Smilie

Und das wünsche ich auch allen anderen: Eine ruhige Nacht!
Nach oben
ossi2 hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3354
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 07:00    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Ossi!

Der Weg zum Anwalt kann dir nur helfen!
Dann weisst du Bescheid, was aus eurem Haus wird, wie die finanzielle Lage sein wird, was du tun kannst usw.
Ganz egal wie es ausfällt, dann kannst du konkret weiterdenken.
Dann kannst du planen, wie du weiterleben wirst.

Schade, dass deine Eltern ihn eher bemitleiden als dir zu helfen. Dann nutzt es dir auch nichts, wenn du kurzzeitig zu ihnen ziehst. Vergebene Kraft. Kraft, die du für dich alleine brauchst.

Vielleicht findet ja ein Anwalt eine Möglichkeit, die es dir alleine erlaubt in eurem Haus zu bleiben. Dann muss dein Mann ausziehen.

Ich schicke dir eine Ladung Kraft für die nächsten Tage, liebe Grüße von Gotti.
Nach oben
Gotti hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben
prof_schroeder
aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 10.09.2008
Beiträge: 869
Alter: 46

BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 14:21    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi ossi, ist es euer gemeinsames haus? steht ihr beide im grundbuch und in evtl. grundschulden? wenn ihr verheiratet seid, könntest du mit hilfe eines anwaltes einen antrag auf alleinige nutzung des hauses während der zeitdauer des getrenntlebens stellen bei gericht; dann wird dir das haus zur nutzung zugewiesen und du hast zeit, in dem einen jahr dir mit hilfe des anwaltes eine lösung zu erarbeiten, um das haus allein zu halten; wenn die finanzierende bank mitspielt, können die den grundschulden zugrunde liegenden dahrlehensverträge auf deinen namen umgeschrieben werden, sein miteigentumsanteil kann auf dich allein übertragen werden gegen übernahme der verbindlichkeiten und teilung des verbleibenden erlöses *lächel*; macht dein mann nicht mit, wartest du eben das trennungsjahr ab und beantragst die teilungsversteigerung des hauses, läßt jemanden ersteigern für dich und dann bist du auch alleineigentümer *g* veilleicht hilft das ein wenig Lg Uschi
Nach oben
prof_schroeder hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben
ossi2
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.10.2009
Beiträge: 82
Alter: 48
Wohnort: Nordwesten

BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 15:51    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke Gotti! Danke Uschi!

Ich habe mir auch schon gedacht, dass es gut wäre einen Anwalt einzuschalten. Aber ich habe auch Bedenken, dass er dann auf Konfrontation geht und nur dem Nötigsten zustimmt. Ich habe mir gedacht, ihn um ein Gespräch zu bitten, wenn er aus der Klinik kommt, um mit ihm zu regeln, wie es hier weiter gehen soll.
Ich erkläre euch mal kurz unsere Situation zum Haus. Wir beide haben vor vier Jahren das Grundstück gekauft, stehen also beide im Grundbuch. Den anschließenden Bau und auch den Preis für das Grundstück haben wir per (gemeinsamen) Darlehen bezahlt, also 100%ige Finanzierung, wir hatten beide kein Geld, hatten beide gerade eine Scheidung hinter uns. Ich habe das Grundstück "besorgt" und nur bekommen, weil ich bei unserer Gemeinde angestellt bin. Winken Das Haus habe ich entworfen und die gesamte Bauzeit selbst begleitet (ohne ihn). Er musste sich hier natürlich hauptwohnsitzlich anmelden (für die Bank). Er hat aber auch eine kleine Wohnung an seinem Arbeitsort. Er ist nur am Wochenende und im Urlaub hier. Die monatliche Rate fürs Haus geht schon seither von meinem Konto runter. Wir haben getrennte Konten! (Hat er auch geschickt eingefädelt, so merke ich nicht, wie viel Geld er für seine Sucht ausgibt. Da kam ich jetzt erst drauf.)
So, und ich habe nun gerechnet und denke, ich kann die Raten allein weiter zahlen, was ich aber gar nicht müsste. Ich will ihm das aber so anbieten. Nur die Steuerklassen müssen wir tauschen, ich habe jetzt noch die V, so schaffe ich das nicht. Er hat seine Arbeitsstelle und seine Wohnung woanders, ich arbeite und wohne hier - ist doch eigentlich klar. Wie gesagt, wir könnten das ganz einfach regeln, wenn er das so will, aber vielleicht versucht er nun, mir das Leben schwer zu machen. Weil ich ihn ja verlassen habe und ja sowieso Schuld bin, dass er ja so krank ist! ... Keine Sorge, ich weiß, dass das so nicht ist, aber er wird so denken. Und deshalb denke ich, ich versuche erst einmal in Ruhe mit ihm zu reden, bevor ich einen Anwalt aufsuche, was ich ihm aber auch so sagen werde.

Nochwas... Seit dem ich Montag bei meinen Eltern wieder ausgezogen bin, habe ich nichts mehr von ihnen gehört. Sie merken gar nicht, wie schlecht es mir geht, fragen nicht nach. Weinen Darüber bin ich schwer enttäuscht! Wie es ihm geht, wissen sie bestimmt.

Wie froh bin ich andererseits, dass ich euch hier gefunden habe! Danke für euren Zuspruch! Der Austausch hier tut mir richtig gut.
Meine Arbeitskolleginnen darf ich natürlich hier nicht vergessen! Die sind ganz lieb und fürsorglich zu mir. Und verstehen 100%ig meinem Entschluss.

Liebe Grüße!
Ossi2
Nach oben
ossi2 hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben
ossi2
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 16.10.2009
Beiträge: 82
Alter: 48
Wohnort: Nordwesten

BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 21:01    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo zusammen,
ich habe eben nachlesen können, dass ich die Steuerklasse ja sogar ändern lassen muss, sonst begehe ich Steuerbetrug. Geschockt
Ich lese immer wieder von der Trennungszeit. Weiß jemand, wie man so eine Trennungszeit offiziell einläutet? Muss ich doch zum Anwalt?

Vorhin haben mich seine Eltern angerufen. Haben auch gefragt, wie es mir geht. Geschockt Auf meine Gegenfrage antworteten beide, es geht ihnen ganz gut! Bin ich eigentlich die einzige, in der Familie, der es schlecht geht? Sie haben mir auch erzählt, dass er in den letzten Tagen öfter bei ihnen war. Er hätte ganz gut ausgesehen und hätte sehr gut gegessen! ??? Der Hammer war, dass sie mich auch noch gefragt haben, ob ich am Wochenende zur Geburtstagsfeier seiner Schwägerin komme!
Dann fragten sie noch, ob ich etwas von ihm gehört hätte, da er sich seit gestern nicht gemeldet hat. Und sagten noch, sie würden mich informieren, sowie sie etwas heraus bekommen würden. Ich habe nur noch sagen können, dass ich nichts hören möchte von ihm. "Achso."

Ich habe heute nach langer Zeit wieder mein Haus geputzt und Wäsche gewaschen. Seit der Schock-Nachricht vor 10 Tagen war ich dazu nicht mehr in der Lage. Aber nun kann ich langsam wieder klar denken, möchte um dieses, mein Haus kämpfen!
Es ist mein Haus! Ausrufezeichen

Liebe Grüße!
ossi2
Nach oben
ossi2 hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben
malinca
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.10.2008
Beiträge: 132
Alter: 40

BeitragVerfasst am: 21.10.2009, 21:55    Titel: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo ossi2, die Trennungszeit "offiziell einläuten" ist ganz einfach. Du gehst zu Deinem Einwohnermeldeamt und meldest Dich getrennt lebend. Das müssen nicht beide Ehepartner machen, es reicht wenn Du das machst. Falls Du Deine Lohnsteuerkarte für 2010 noch nicht hast (ich habe sie gerade bekommen) läßt Du auch gleich Deine Steuerklasse ändern mit der Getrennt-Lebend-Erklärung. Ich habe mich im Juli sogar rückwirkend ab Februar getrennt lebend gemeldet. Auch wenn Dein Mann nicht damit einverstanden ist, dass Du Dich getrennt lebend meldest , kann er nichts dagegen tun. Du solltest nur darauf achten (falls er Eurer Haus noch nicht verläßt), dass Du alles trennst. Schlafbereich, Einkäufe ect., also nur für Dich allein lebst auch wenns unter einem Dach ist. Alles andere könnte sonst immer als ein "Versöhnungsversuch" ausgelegt werden und verlängert die Trennungszeit evtl. Ich scheue mich auch noch vor dem Anwaltsgang, da auch dieser ja mit Kosten verbunden ist und mein Geld reicht zwar sehr gut um mein normales Leben zu bestreiten, aber um einen Anwalt zu bezahlen ist es dann doch knapp und Prozesskostenbeihilfe bekomme ich nicht. Bei mir ist es so gar so, daß ich mittlerweile vielleicht noch Unterhalt bezahlen muß. Deshalb empfehle ich Dir, wenn Du Dir ganz sicher bist, dass Du Dich von Deinem Mann für immer trennen willst, dann mach sofort obiges beschriebenes, denn noch arbeitet Dein Mann. Und wenn er durch das Trinken irgendwann seinen Job los ist, bekommt er erstmal Arbeitslosengeld und bis dahin bist Du dann mit Sicherheit schon geschieden und brauchst keinen Unterhalt mehr zu zahlen. Das waren nur mal so meine Gedanken. Aus Deinen Zeilen spricht ganz viel Kraft und Energie und die Du auch richtig einsetzt und zwar für Dich. Ich finde das toll, dass Du so schnell gemerkt hast was das Wichtigste für Dich ist. Nämlich Du und Dein Wohlbefinden. Sei stolz auf Dich. Versuch vielleicht Deine Eltern ein wenig zu verstehen, ich weiß das das schwer ist. Sie sind meiner Meinung nach überhaupt nicht mit der "Alkoholkrankheit" vertraut und können somit nicht das sehen, was Du siehst. Und Alkholiker können ihr Umfeld auch schön einwickeln, sprich in diesem Fall Deine Eltern. Ich finde Du machst das toll und konsequent und wenn Du so stark bleibst, ist Dein Leidensweg nicht mehr so lange. Alles Liebe, Malinca.
Nach oben
malinca hat zum Thema: Re: Von einem Tag auf den anderen war alles anders... geschrieben

   Selbsthilfe-Alkoholiker-Forum Foren-Übersicht -> Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite    :   Zurück  1, 2, 3, ... 13, 14, 15  Weiter
Seite 2 von 15


Ähnliche Beiträge
Thema Forum
Keine neuen Beiträge Wie mit einem Co-Abhaengigen umgehen? Co-Abhängige und Angehörige von Alkoholikern
Keine neuen Beiträge ich bin für mich verantwortlich und n... Lebensgeschichten - Erfahrungsberichte - Das Leben nach dem Alkohol

Informative Bücher für Alkoholiker und Angehörige bei amazon.de:
.
Alkoholfolgekrankheiten
Alkoholfolgekrankheiten
Abhängigkeit bei Frauen
Abhängigkeit bei Frauen
Soziale Phobie
Soziale Phobie
Alkoholismus
Alkoholismus
Alkohol
Alkohol


Werben im Alkoholikerforum - Spenden





Impressum : Sitemap
1 2 3 4 5 6 7 8 9 Weihnachtsgeschenke

Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de