| Meine Mutter und der Alk :/ • Bin auch neu.... |
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Shakti neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.01.2006 Beiträge: 260
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Verfasst am: 12.01.2006, 12:59 Titel: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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...aber eine erwachsene, traurige, verzweifelte Frau.
Das bin ich und wollte mich nach meiner Registrierung Euch (jetzt nur kurz wegen Zeitmangel) vorstellen. Ich bin 37 Jahre alt und habe eine zwanzigjährige Suchtgeschichte hinter mir. Erst Bulimie, dann Alkohol (und Rauchen). Viele Anläufe, vom Alkohol wegzukommen, scheiterten, auch wenn mal kleinere, mal größere Trinkpausen dazwischen waren Ich hoffte nach einer zweieinhalbjährigen Trinkpause durch Schwangerschaft und Stillzeit und Muttersein, wäre ich nicht nur für mein, sondern auch für das Leben meines Kindes "verantwortlich" genug, die Finger vom Alk zu lassen. Aber selbst meine süße Tochter bringt mich nicht davon ab, auch nicht der sehr anspruchsvolle, anstrengende Job, der eine Art Qualifizierungsmaßnahme ist, überhaupt als Alleinerziehende für Unterhalt und trotzdem Zeit und Liebe fürs Kind zu sorgen. In diesen zwanzig Jahren versuchte ich es bei zwei Therapeuten und zwei Suchtberatungsstellen, die ich jeweils für ca. ein Jahr aufsuchte. Aber ich empfand sie alle nicht als große Hilfe. Trotzdem brauche ich dringend Hilfe. Ich muss mir eingestehen, dass ich es nicht allein schaffe. Denn immer wieder führe ich mir selbst vor, dass ich es nicht schaffe, auch wenn ich nach ein paar Tagen alkfrei mich wunderbar fühle, die ersten Probleme sich von selbst zu lösen scheinen und ich zuversichtlich bin, mir das nie wieder anzutun. Und dann kommt dieser kleine, winzige Moment, wo sich der Schalter wieder umlegt. Es ist zum Verzweifeln.
Mein Lebensgefährte ist gestorben, als die Kleine elf Monate war. Wir hatten uns sehr geliebt, aber sein Alkoholismus (ich war während unserer Beziehung nicht "drauf") hatte uns zunächst räumlich getrennte Wege gehen lassen. Und als er plötzlich "nach kurzer schwerer Krankheit" starb, vielmehr in meinen Armen elendlich erstickte (Lungenkrebs), fing ich das Trinken wieder an. Erst ab und zu,...
... mehr später (muss jetzt schnell die Kleine abholen), freue mich aber jetzt schon über jede Rückmeldung.
bis dann
colibri |
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| Shakti hat zum Thema: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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schorni67 Gast
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Verfasst am: 12.01.2006, 13:11 Titel: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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hallo colibri,
herzlich willkommen im forum.
es ist schon eine menge passiert in deinem noch jungen leben. ich hoffe wir können dir helfen auf dem weg in ein alkoholfreies leben.
wenn du konkrete fragen hast stelle sie, wir versuchen sie dir zu beantworten.
ich wünsche dir kraft auf deinem weg.
gruß
schorni |
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| schorni67 hat zum Thema: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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chrissyta sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 23.03.2005 Beiträge: 1053 Wohnort: BW
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Verfasst am: 12.01.2006, 14:34 Titel: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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hallo colibri,
herzlich willkommen hier im forum.
da hast du ja schon einiges hinter dir, aber deine tochter sollte es dir wert sein, dass du die stärke erlangst vom alkohol wegzukommen.
lg
chrissyta |
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| chrissyta hat zum Thema: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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Tabaluga aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 11.11.2005 Beiträge: 947
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Verfasst am: 12.01.2006, 17:09 Titel: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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Hallo colibri!
Schön, dass Du hier her gefunden hast!
Deine Geschichte macht mich traurig.
Gut, dass Du Dir eingestehst, es ohne Hilfe nicht zu schaffen.
Das ist ein erster Schritt...
Liebe Grüße
Tabaluga |
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| Tabaluga hat zum Thema: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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Joachim Gast
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Verfasst am: 12.01.2006, 18:46 Titel: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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Hallo Colibri,
schön, dass Du ins Forum gefunden hast und auch von mir ein herzliches Willkommen.
Ich hoffe, wir können Dir ein wenig aus Deiner Verzweiflung helfen.
Unterstützung wirst Du hier sicher genügend finden.
Scheue Dich bitte nicht zu schreiben, wenn Du etwas wissen möchtest.
Viel Kraft für Deinen Weg
Joachim |
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| Joachim hat zum Thema: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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honda-daddy Gast
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Verfasst am: 12.01.2006, 19:19 Titel: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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Hallo Colibri
Kein kleiner hektischer Vogel ???
Du hast in deinen berichten geschrieben
1. leider kann ich nur kurz zu Deinem Problem etwas sagen, obwohl das Thema ganze Bücher füllen könnte.
2. Das bin ich und wollte mich nach meiner Registrierung Euch (jetzt nur kurz wegen Zeitmangel)
vorstellen.
3... mehr später (muss jetzt schnell die Kleine abholen), freue mich aber jetzt schon über jede Rückmeldung.
Ich habe deine berichte gelesen und dabei ist mir aufgefallen das deine zeit immer sehr knapp bemessen ist, schau mal ob du wirklich kein hektischer vogel bist.
Versuche doch alles mal ruhiger anzugehen, nimm dir ZEIT !
Die zeit um dich mit deinem alkoholproblem auseinander zu setzen , |
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| honda-daddy hat zum Thema: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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Shakti neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 12.01.2006 Beiträge: 260
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Verfasst am: 12.01.2006, 20:58 Titel: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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Hallo,
danke für Eure aufbauenden Rückmeldungen. Das tut mir sehr gut. Honda-Daddy hat`s erfasst und mich gleich erwischt bei einem meiner wunden Punkte. Ständiger Zeitmangel bzw. vielleicht nicht die richtigen Prioritäten setzen, dafür mich permanent unter Druck setzen. Dass meine Zeilen da schon so offensichtlich darauf schließen, hat mich erst überrascht, im Nachhinein nicht mehr.
Danke nochmal, das gibt mir zu Denken. Zeit nehmen, um mein Alkoholproblem anzugehen. Anders geht's schließlich nicht. Immerhin reicht es nicht, "einfach nicht zu trinken". Es ist eine Investition in sich selbst, die viel Zeit erfordert.
Das ist ein Grund, warum ich mich immer wieder im Kreis drehe. Ich setze zum falschen Zeitpunkt falsche Prioritäten, z.B. dass ich arbeiten muss, obwohl ich Schwimmen wollte oder mir nach faulenzen ist. Das setzt mich so unter Druck oder ich bin so erschöpft und ausgelaugt, dass ich am Ende nichts von all dem mache und stattdessen saufe. Super intelligent, nicht wahr?
Erst letzte Woche habe ich wieder einmal der Arbeit dem Vorzug gegeben statt zu schwimmen, von dem ich weiß, dass es mir gut tut und oft vom Trinken danach abhält. Und dann war ich so kaputt und nervös, dass ich in die Kneipe ging. Den Rest könnt Ihr Euch denken. Der nächste Tag war futsch, und ich konnte natürlich nicht gut arbeiten; schlechtes Gewissen, Zeitdruck, Schuldgefühle und alles wieder von vorn ...
Ich glaube deshalb, dass Maßnahmen, die mir gut tun und die Chance erhöhen, mich vom Alkohol abzuhalten, genauso wichtig sind, wie der Grundsatz, nicht zu trinken. Es bedingt einander. Aber die Wichtigkeit dieser Maßnahmen, das Recht darauf habe ich noch nicht so verinnerlicht wie die Wichtigkeit und das Recht darauf, nicht mehr zu trinken (was ich aber offenbar noch nicht genug verinnerlicht habe).
Also, theoretisch weiß ich zum Teil, was mich stabilisiert, ich tappe aber immer wieder in die Pflichtfalle. Und dann geht diese Spirale los, dass ich mich dieser Selbstverpflichtung wieder nur durch Alkohol entziehe. Statt gleich auf die inneren Signale zu hören und die Notbremse zu ziehen. das habe ich einfach nicht drauf. Es steckt tief in mir drin. Wem geht es ähnlich?
Euch trockene und gute Zeiten
Colibri |
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| Shakti hat zum Thema: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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nana neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 16.08.2005 Beiträge: 265
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Verfasst am: 12.01.2006, 22:45 Titel: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... |
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Hallo, colibri!
Erst einmal, wenn auch etwas verspätet- herzlich Willkommen hier!
Und in Deinem Bericht erkenne ich doch einige Parallelen zwischen uns..
Ich bin zwar nicht alleinerziehend, doch ist mein Mann als Fernfahrer in der Woche unterwegs, und so hab auch ich hier alles zu "wuppen". Und dann "muss" (warum eigentlich??) man ja zeigen, dass es geht- Arbeit, Kids, Haushalt, Elternbeirat und noch so einiges- alles immer perfekt, sauber, ordentlich- und sich selber dabei total vergessend..
Auch ich wollte immer zeigen, dass es mich nicht stört, dass ich es schaffe, tun andere ja auch..Tja, und so sass ich dann abends da, badete in Selbstmitleid- und trank..
Mittlerweile hab ich begriffen, dass ich an MICH denken muss, denn nur, wenn es der Mutter gut geht, geht es auch den Kids gut. Ok, war ne harte Lektion, es spielten viele Faktoren mit rein- aber heute bin ich trocken, immerhin fast 4 Monate, und ich merke, wie in mir die Kraft wieder wächst , es auch wirklich schaffen zu wollen!
Und das merke ich erst, seit ich
1. den Alk nicht mehr "brauche"
2. mir Ruhepausen gönne (und das schaff ich mittlerweile täglich!)
3. etwas für MICH tue. Ich zB bin viel Radgefahren, und wenn es denn nicht mehr so glatt draussen ist, werd ich es tun- es tut mir gut!
Damit will ich Dir nur den Mut machen, etwas für DICH zu tun.
Denn es ist NIEMAND perfekt, das wär ja auch ziemlich langweilig..
Bau Dir feste Schwimmzeiten in Deinem Wochenplan ein, bewusste Spaziergänge mit Deinem Kind (ich wusste gar nicht, wieviel Spass das macht..). Und abends- ein Cappuchhino, heisser Kakao oder Ähnliches (natürlich ohne Alk )wirkt Wunder.. denn auch den geniesst Du dann ganz entspannt.
Ich wünsche Dir viel Kraft und Mut auf Deinem weiteren Weg!
Achja, und ein Termin beim Hausarzt, wegen eventuellen Entzugserscheinungen, und der Tipps, die er gewiss auch hat, wäre dann auch ein wichtiger Schritt.
LG nana |
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| nana hat zum Thema: Re: kein kleiner hektischer Vogel ... geschrieben
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