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Noch Hoffnung?

 
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Lenachen
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Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 14.09.2009
Beiträge: 3
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BeitragVerfasst am: 15.09.2009, 10:11    Titel: Noch Hoffnung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll...

Ich lese schon seid 1-2 Jahren hier drinnen. Immer wenns mir besonders schlecht geht. Und nun ist ein Angelurlaub und ein Bier der Grund warum ich mich endlich angemeldet habe.

Es sollte sich doch alles ändern. Mein Freund hatte versprochen aufzuhören zu trinken. Seid einer Woche hat er nicht mehr getrunken. Er will/ wollte aufhören weil er seine MPU in einem Jahr machen will. Ich dachte das wäre unsere/ meine Chance das er es endlich kapiert, das er ein Problem hat. Gestern abend rief er an und erzählte er hätte eins getrunken. Als ich anfing zu weinen, sagte er er wisse nicht was ich für ein Problem habe, es ist schließlich nur eins und immerhin hätte er es ja auch verschweigen können und es wäre ja seine Sache.

Am Besten ich fange mal von vorne an. Als wir uns vor 4 Jahren kennen lernten, war Alkohol schon ein Thema. Er trank damals schon viel. Ich öfter mal am We. Beim Feiern. Als Freunde war es immer lustig mit ihm, irgendwann verliebten wir uns und kamen zusammen. Und die Probleme fingen an. Ich war damals noch selbstbewust, hatte viele Freunde, ging öfter weg. Auch viel gemeinsam. Er war alkoholisiert immer sehr eifersüchtig und aggressiv. Die erste Trennung kam, wegen eifersucht. Wieder zusammen. Viele Demütigungen duch seine Eifersucht. Gewalt kam dazu. Er ging fremd. Wieder getrennt. Wieder zusammen. Dann wurde ich schwanger, ich dachte alles änderte sich. Er kam zum Bund, endlich regelmässigkeit. Er hatte keine Langeweile mehr. Es wurde alles schlimmer. Trennung. Die gesamte Schwangerschaft schrieb er ständig Sms, er ändere sich, er will seine familie zurück, er liebe mich. Nix, länger als 14 Tage hielt er nie durch. Dann kam unser Sohn im Januar zur Welt.

Es war fantastisch. Er kam jeden Tag. Fuhr bei Wind und Wetter nur um bei uns zu sein. Nach 4 Wochen hatte er mich wieder rum Traurig

Es begann schleichend...Erst wieder nen paar Bier, dann wieder der erste Absturz. Gewalt gab es nicht mehr. Warum auch. Er hatte ja keinen Grund mehr Eifersüchtig zu sein. War ja nur noch zu Hause, keine Freunde mehr. Weggehen tu ich mit ihm auch nicht mehr, aus Angst wie er sich benimmt. Oder seine Eifersucht.
Einmal die Woche trinkt er sich besinnungslos. Er ist noch sehr jung. Jünger als ich. 22. Ich denke immer. Wie war ich mit 22. Das wird noch.
Unter der Woche dann nen paar Feierabendbier....Aber wenn er loszieht dann richtig. Er vergisst alles, und es ist ihm auch alles egal.

Und nun, ich bin nur noch am rumzicken und meckern. Angeblich kann er mir nix recht machen. Ich solle mir nen anderen doofen suchen, den ich einsperremn kann, sagt er immer. Aber ich kann ihm nicht mehr vertrauen. Er macht nur Mist wenn er betrunken ist . Nächsten Tag tut es ihm leid.

Vielleicht zur Info, meine Mutter hat sich von meinem Vater scheiden lassen, als ich 6 war. Wegen Alkohol. Heute lebt er im Heim. Korsakov Syndrom. Traurig

Vielleicht reagiere ich doch nur über, weil ich Angst habe das ihm das auch passiert? Ich liebe ihn doch. Es heisst immer, sie müßen es alleine schaffen. Man muß sich trennen um selbst den Mist zu überleben. Was aber wenn sie es alleine nicht begreifen, so wie mein Vater. Vielleicht hätte er es mit dem Halt seiner Familie eher geschaft, als alleine.

Tut mir leid, etwas lang geworden.....
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Lenachen hat zum Thema: Noch Hoffnung? geschrieben
Emilie_AllEin
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 15.08.2008
Beiträge: 1257
Alter: 31

BeitragVerfasst am: 15.09.2009, 10:54    Titel: aufgefordert in den Spiegel zu schauen Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Lenachen.

Du wirst hiermit aufgefordert, deinen Tränen freien Lauf zu lassen. Setz dich hin vor einem Spiegel und schaue dir in deine traurigen Augen und lass mal deine Tränen zu, die du für dich weinen musst. Du hast dich hier angemeldet, um für dich deine Situation zu verändern? Wenn dies so ist, dann herzlich Willkommen und ja, es gibt Hoffnung. Hoffnung für dich und dein Kind. Wenn du geweint hast und dich beruhigt. Dann liebe Lenachen bist du aufgefodert, aufzustehen und dir in deine traurigen Augen zu schauen. Hast du Spaß an diesem Leben, welches du führst? Willst du so leben, wie du jetzt lebst? In Schwäche? In Mutlosigkeit? In Traurigkeit? Willst du, dass dein Kind so lebt? Ein Leben Lenachen - nur das steht dir zur Verfügung! Steh für dich und dein Kind auf und beginne zu leben! Du bist aufgefordert, einen Schritt nach hinten zu machen und dich in den Spiegel anzulächeln. Sag dir doch einfach mal, dass du dich liebst! Und fällt schwer, oder? Wann hast du dir das das letzte Mal gesagt? Fühlst du dich verantwortlich für dich selbst und dein Kind? Oder fühlst du dich verantwortlich für einen Mann, der euch nicht das gibt, was ihr dringend braucht?

Fühl dich umarmt und verstanden. Hier bist du gut aufgehoben, wenn du bereit bist, das Leiden abzugeben und für dich in Selbstverantwortung ein gutes Leben wählen willst. Selbstverantwortung!!! Schreibe und Lese! Du bist aufgefordert, statt vorwärts zu träumen langsam vorwärts zu gehen und Schritt für Schritt dein Leben zu deinen Traum zu machen.

kk.
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Emilie_AllEin hat zum Thema: aufgefordert in den Spiegel zu schauen geschrieben
Lenachen
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
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BeitragVerfasst am: 15.09.2009, 11:57    Titel: Re: Noch Hoffnung? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Danke erstmal für deine lieben Worte....
Ich habe schon sooft in den Spiegel geschaut.Geweint und gesagt, Ja ich bin blöd, das ich das mitmache. Ja und ich weiß, daß ich so nicht weiterleben will. Es geht nicht so weiter. Es muß sich was ändern.

Also entweder bin ich völlig Co abhängig oder noch nicht zu tief gesunken.
Ich weiß, es muß sich was ändern, aber ich suche immernoch nach dem gemeinsamen Weg. Es heißt doch nicht umsonst, in guten wie in schlechten Zeiten. Und soll ich ihn nun weil er krank ist auch noch obendrein rausschmeißen? Ihn von Kindern und Heim trennen? Ihm seinen letzten Halt, seine letzten Hoffnungen nehmen?

Es ist doch eine Krankheit? Gibts denn keine Hoffnung auf Genesung? Wenn ich mich von ihm trenne, ist es doch im Endefekt auch nur der Gedanke, das er ganz schnell kapiert, das er für sich aufhören muß. Gibt es denn hier keine Lebens/Leidensgeschichte wo es ein gemeinsames Leben gab? Ich will nicht so schnell aufgeben, wie meine Mutter. Ich will kämpfen. Nicht um Jeden Preis, aber es muß doch nen Weg geben. Es gibt doch soviele trockene Alkoholiker, haben die es nur ohne ihre Familien geschaft?

Ihr denkt bestimmt: Schön naiv kleines Mädchen.... Träum weiter.....
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Lenachen hat zum Thema: Re: Noch Hoffnung? geschrieben
Emilie_AllEin
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
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BeitragVerfasst am: 15.09.2009, 12:10    Titel: Liebe ist eine schlimme Krankheit ... Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Du sollst dir nicht vor dem Spiegel sagen, was biste doch blöde. Du sollst dir sagen, dass du dich liebst. Dass ist ein großer Unterschied, denke ich! Wenn du dich trennst, damit er trocken wird, ja, Recht hast du, das ist der falsche Ansatz. Du und dein Kind sollten der Ansatz sein. Er wird nur trocken, wenn er es will! Was willst du? Für dich? Manche Menschen schaffen das vielleicht gemeinsam. Aber WILL ER DAS gemeinsam SCHAFFEN und ist ER BEREIT DAFÜR ETWAS ZU TUN? Es gibt viele Wege und viele Ergebnisse. Du musst allein für dich (und dein Kind) entscheiden, welche Wege du bereit bist zu gehen und welche Ergebnisse du hinnehmen kannst. Wie lange bist du nochmal mit ihm zusammen? 4 Jahre? 4 Jahre Terror in Form von Eifersucht? Und jetzt Ruhe, weil du nimmer rausgehst? Na, wenn das das Leben ist, was du weiterhin führen willst, dann mach doch einfach. Es wird dich Niemand daran hindern...

Was sind denn deine Hoffnungen? Was ist dein Halt? Liebe ist eine schlimme Krankheit, es müssen immer zwei ins Bett?! Liegt ihr im gleichen Bett?

Liebe Grüße

kk.
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Emilie_AllEin hat zum Thema: Liebe ist eine schlimme Krankheit ... geschrieben
Emilie_AllEin
sehr aktiver Teilnehmer


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Anmeldungsdatum: 15.08.2008
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BeitragVerfasst am: 15.09.2009, 12:17    Titel: Nachtrag Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Im Übrigen glaube ich nicht, dass hier Jemand denkt, was für ein naives Mädel, sondern was für eine verzweifelte (sich im Kreis drehende) Frau. Und entweder reiht sich der/die LeserIn mit ein oder hat genau die gleichen Fragen am Anfang hinter sich.

Möchte gern meinen einen Satz verbessern:

--> Aber WILL ER DAS gemeinsam SCHAFFEN und ist ER BEREIT DAFÜR ETWAS ZU TUN? <--

Aber WILL ER DAS gemeinsam SCHAFFEN und was TUT ER DAFÜR?

Nochmals liebe Grüße, fühl dich umarmt.

kk.
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Emilie_AllEin hat zum Thema: Nachtrag geschrieben

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