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wer kann mir einen rat geben?

 
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Mein Problem mit dem Feierabendbier   •    mein armer onkel  
Autor Nachricht
kiki1970
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.09.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 01.09.2009, 17:43    Titel: wer kann mir einen rat geben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

ich bin 39 jahre jung und lebe mit meinem mann (41) seit 6 jahren zusammen und seit 1 jahr sind wir verheiratet. am anfang unserer beziehung habe ich ihm gesagt, wie wichtig es mir ist, dass der neue mann an meiner seite keinen alkohol bzw. nur in maßen trinkt. habe einfach schlechte erinnerungen in bezug auf den alkohol. ich dachte er hat das verstanden, aber dann kam alles ganz anders. nach ca. 6 monaten sind wir zusammen gezogen und ab diesem moment habe ich erst richtig miterlebt, wie er sich all abendlich betrinkt, um, seiner aussage nach"einschlafen zu können".
tja nun sind 6 jahre vergangen und ich hab die hölle durchlebt. ich ertrage seine wutausbrüche und seine gereizte art einfach nicht mehr. wie oft hat er mir schon versprochen weniger zu trinken und hat es nie länger als max. 4 wochen ausgehalten. nun habe ich mit ihm vor 2 tagen das erste gespräch geführt, in dem ich heraushören konnte, dass er das so alles nicht mehr will. er weiß anscheinend, dass es zuviel ist was er trinkt. er trinkt so durchschnittlich 6 flaschen bier und gelegentlich schnaps. das dachte ich zumindest bis gestern abend. denn gestern abend suchte er von sich aus das gespräch mit mir, da er wohl anhand des internet protokolls gesehen hatte, dass ich mich über alkoholismus informiert habe. tja und dann bekam ich gestern abend ein geständnis zu hören, mit dem ich nie gerechnet hätte. er gestand mir, seit 3 jahren jeden verdammten abend schnaps getrunken zu haben. angeblich weil es ihm nach dem schnaps besser gehen würde (im bauch versteht sich). ich war so traurig und enttäuscht und konnte im ersten moment überhaupt nichts sagen, was im nachhinein auch besser war, denn mit diesem geständnis wollte er mit zeigen, dass es ihm ernst ist weniger zu trinken. ich allerdings bezweifele das stark. er hat vor seinen bierkonsum so zu reduzieren, dass ihm der kasten bier mit 20 flaschen 10 tage hält und dann möchte er noch alkoholfreies bier dazu trinken. das ist meines empfindens nach nicht ok. bier ist bier und der geschmack ist das, was das suchtverhalten weiterhin aufrecht erhalten wird. so denke ich zumindest darüber.
nun ist meine frage, hat er damit die chance sein trink verhalten zu ändern? also er möchte erreichen, dass er nur noch gelegentlich am wochenende mal 1-2 bier trinkt und unter der woche eigentlich gar nicht mehr. ich bin der meinung, dass das nur durch zu führen ist, wenn er komplett auf bier und auch auf alkoholfreies bier verzichtet.
aber ich bin kein experte, ich weiß nur eins, dass ich und meine kinder so nicht mehr leben wollen und dass ich ihn liebe und ihm die unterstützung geben will, die er braucht.
nun seit ihr gefragt, was kann ich tun und was sollte er unbedingt beachten, dass sein vorhaben auch klappt, denn ich bin sehr stolz auf ihn, dass er es endlich selbst eingesehen hat.
ich selbst trinke keinen alkohol, ausser vielleicht mal ein glas sekt auf nem geburtstag.
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kiki1970 hat zum Thema: wer kann mir einen rat geben? geschrieben
Backmaus
Gast






BeitragVerfasst am: 01.09.2009, 18:06    Titel: Re: wer kann mir einen rat geben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kiki

Gut,dass Du Dir hier Rat holst!

Ein kontrolliertes Trinken-so nennt man das,was Dein Mann vorhat,wird ihm nicht gelingen.
Er ist süchtig und ab dem ersten Glas Alkohol ist das Verlangen nach mehr da.Das kann er nicht steuern und es kommt zum Betrinken,zum Absturz,zum Kontrollverlust.
Lasse Dir da nichts einreden!
Auch der Genuss von alkoholfreiem Bier ist falsch.
Alleine der Geschmack ist es,der einem Alkoholkranken nach mehr und richtigem Alkohol verlangen lässt.
Ich habe jahrelang versucht,meinen Konsum zu steuern,einzuschränken...verschenkte Zeit!
Es hilft nur die völlige Abstinenz.
Der ertse Schritt führt zum Arzt denn ein "kalter Entzug" (ohne Hilfe von Medis) ist lebensgefährlich.
Suchtberatung und Hilfesuchen sollte auch folgen.
Alles andere von Deinem Mann geplante "Trinken Leicht" ist Nonsens und bringt ihm und Dir eine Verlängerung seiner Sucht.

Ich wünsche Dir hier einen hilfreichen Austausch!
Liebe Grüsse von
Backmaus
(trocken seid Mai 2006)
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Backmaus hat zum Thema: Re: wer kann mir einen rat geben? geschrieben
Gotti
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 04.02.2008
Beiträge: 3354
Alter: 51
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 01.09.2009, 19:07    Titel: Re: wer kann mir einen rat geben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Kiki!

Leider muss ich mich Backmaus anschliessen, und dir die Hoffnung nehmen, dass weniger trinken auf Dauer funktionieren kann.
Mein Mann hatte sehr viele Trinkpausen - manchmal sogar ein, zwei, drei Monate - aber letztendlich hat nur der totale Verzicht geholfen, trocken zu werden.
Leichtsinn zwischendrin - keine korrekte Kontrolle beim Essen auswärts, Kuchen mit Aroma, Malzbier - kann vlt. nicht sofort, aber irgendwann zum Rückfall führen.
Es ist eine Krankheit. Eine Krankheit, bei der man auf totalen Verzicht achten muss, sonst bricht sie wieder aus.

Such dir weiterhin Rat und Hilfe hier im Forum, bei einer Selbsthilfegruppe, Suchtberatung, Arzt, usw. Du brauchst jetzt ganz viel Unterstützung für dich, damit du dir helfen kannst. Damit du für dich einen guten Weg findest.

Ich schicke dir mal ein wenig Kraft rüber und liebe Grüße, Gotti.
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Gotti hat zum Thema: Re: wer kann mir einen rat geben? geschrieben
Trauerkloss
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 08.01.2009
Beiträge: 188
Alter: 53
Wohnort: Deutschland

BeitragVerfasst am: 01.09.2009, 22:25    Titel: Re: wer kann mir einen rat geben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Ja, die anderen 2 Frauen haben wohl recht, ich habe mich auch informiert und diese Dinge mittlerweile gelernt.
Ein Alkoholiker kann nicht kontrolliert trinken.
Ein kalter Entzug soll lebensgefährlich sein, wegen dem Delirium.
Aber ich denke, auch das kann man nicht so recht steuern, wenn derMann nicht zum Arzt möchte, weil er Angst hat oder so. dann versuchen, die Männer wohl immer wieder einigeTage weniger zu trinken.
Meiner geht auch nicht zum Arzt, war ca. 3 Jahre nicht beim Check, Blutnehmen, nur Herztabl. holen, ohne Arzt besuch.
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Trauerkloss hat zum Thema: Re: wer kann mir einen rat geben? geschrieben
kiki1970
neuer Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 01.09.2009
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 03.09.2009, 15:49    Titel: Re: wer kann mir einen rat geben? Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

zuerst einmal möchte ich mich bei euch für eure nachrichten bedanken. ja ich sehe die problematik genau wie ihr. allerdings ist er momentan so euphorisch und glaubt sein problem so in den griff zu bekommen, dass ich mit ihm einen deal machen konnte. wenn er in 4 wochen nicht wirklich etwas an seinem trinkverhalten geändert hat, wird er es auf meine weise versuchen und ich bin halt für gar keinen alkohol. ich weiß dass er das so alles nicht schaffen wird, denn er ist sich glaub ich nicht bewusst, dass er krank ist. er sieht zwar dass er zuviel trinkt, aber er sieht nicht was der alkohol mit ihm macht.
ich hoffe von ganzem herzen dass er es schaffen wird, aber vielleicht haben ja ein paar leute noch sinnvolle ideen wie ich ihn davon überzeugen kann, dass es so nicht funktioniert.
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kiki1970 hat zum Thema: Re: wer kann mir einen rat geben? geschrieben

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