| Da bin ich nun • Schritte für die nächsten Wochen |
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 16.08.2009, 11:18 Titel: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit kämpft nur für sich und sein Überleben und nicht für seine Partnerschaft!
Ein Ego der überleben will?
Verständlich.
Und wenn die Partnerschaft Konflikte mitbringt...wird sie einfach ausgeknipst.
Auch Verständlich.
Gruß |
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| nat27 hat zum Thema: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32803 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 16.08.2009, 11:38 Titel: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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Hallo nat,
ich habe den Titel mal geändert, weil ?????? kein aussagekräftiger Titel ist.
Als ich nüchtern wurde und auch heute noch, habe ich einen sehr ausgepägten Egoismus, weil ich meine Nüchternheit über alles stelle.
Eine Partnerschaft würde immer erst an zweiter Stelle kommen, denn was nützt mir eine gute Partnerschaft, wenn ich durch Kompromisse wegen der Partnerschaft, meine Nüchternheit riskiere und dann wieder saufe.
Dann hat sich die Partnerschaft ja auch wieder erledigt.
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 16.08.2009, 12:00 Titel: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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Hallo Karsten.
Danke für die Antwort. Also gar keine Kompromisse! Ich sage wo der Hase lang läuft.
Dann kannst ja eine Partnerschaft an den Hut stecken??
Ich versuche bloß ihn zu verstehen...ist es auf dem Weg der trockenheit so schwierig konflikte auszutragen?? Ist es normal das man sich tage lang abschottet??? Sich zurückzieht??? Und der Partner einfach nur in der Luft hängt.
Heute hab ich dich lieb...und morgen naja schuen wir mal???
Gruß |
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| nat27 hat zum Thema: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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HansHa neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.06.2009 Beiträge: 476 Alter: 50 Wohnort: Berlin - Trocken seit 2005
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Verfasst am: 16.08.2009, 13:51 Titel: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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| nat27 hat Folgendes geschrieben: | Dann kannst ja eine Partnerschaft an den Hut stecken??
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Hallo,
Nein, nicht unbedingt. Aber statistische Tatsache ist, dass 80% der Partnerschaften in den ersten 2 Jahren der Trockenheit auseinander gehen. Alle Gründe dafür wird wohl keiner nennen können. Der wichtigste ist wahrscheinlich, dass sich die Gedanken- und Gefühlswelt des Süchtigen, aber auch des Co-Abhängigen wesentlich ändern. Auch die Neuformulierung von Lebenszielen werden eine Rolle spielen.
Gar keine Chance hat eine Partnerschaft, wenn sich der Partner nicht an die Grundbausteine der Trockenheit hält, da trockenes Leben sonst nicht möglich ist. Daraus muss der Süchtige dann zwangsläufig Konsequenzen ziehen, um sich zu schützen.
Es gehört dazu, dass sich der Partner mit der Krankheit beschäftigt, um mindestens ansatzweise eine Ahnung zu bekommen, was im Süchtigen vorgeht und wie er sich als Partner verhalten sollte. Auch der Aufbau eines Droh- oder Druckszenariums sollte tunlichst vermieden werden. Andererseits soll der Partner nicht Ersatz-SHG werden.
Ich habe, nachdem ich trocken geworden bin, das Austragen von Konflikten (wie auch andere soziale Aktivitäten) erst wieder teilweise neu, weil anders, lernen müssen. Viele haben auch Schwierigkeiten Entscheidungen zu treffen und zu vertreten. Unter dem Gebrauch des Suchtmittels bin ich im Allgemeinen den Weg des geringsten Widerstandes gegangen, um mich weiterhin auf das vermeintlich Wichtigste in meinem Leben konzentrieren zu können.
Schönen Tag noch |
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| HansHa hat zum Thema: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 16.08.2009, 15:38 Titel: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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Hallo Hans Ha,
das wichtigste ist doch miteinander zu reden. Wie soll ich ihn verstehen...ich bin keine alkoholikerin.
Ehrlich gesagt schäme ich mich auch das ich nicht mal ansatz weise weiß wie ich mit ihm umzugehen habe weil ich ihn auf seinem weg des trockenwerdens nicht zu behindern möchte.
Er will trocken werden und ich einen Partner. Da
scheiden sich die Wege.
Einfach nichts mehr erwarten. Null.
Das das nicht einfach wird war klar, aber das das so schwirig ist....puuuh.
Statistische tatasache...glaube keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast:)
Im grunde genommen...hat der Mensch der sich auf dem trockenheitsweg befindet, das sagen.
Und ich muß es kapieren...weil sein Leben davon abhängt!
Und weil es mir wichtig ist muß ich seinen Regeln...befolgen? Nur damit keine Konflikte enstehen?
Die gehören dazu...aber eigentlich kann er sie nicht gebrauchen.
Rein theoretisch...oder statistisch müssten sich unsere wege für zwei Jahre trennen.
Wann ist man den über dem Berg? Nach vier MOnaten ist nur ein winziger Anfang oder?
Gruß |
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| nat27 hat zum Thema: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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Karsten Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.11.2004 Beiträge: 32803 Alter: 49 Wohnort: Eberswalde
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Verfasst am: 16.08.2009, 15:48 Titel: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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Hallo Nat,
im Grunde genommen geht es um ein erneutes kennenlernen, da sich ein trockener Alkoholiker verändert.
Als ich gesoffen habe, war mir alles egal.
Kein Interesse an Sauberkeit, reden, essen, Kultur oder sonstigen Dingen.
Ein trockener Alkoholiker steht bildlich gesprochen von der Couch auf und fängt an zu leben.
Viele Partner, die nur den trinkenden Partner kennen, lernen einen völlig neuen Menschen kennen, den sie vielleicht so gar nicht kennenlernen wollten, wenn er von Anfang an so gewesen wäre.
Genauso andersrum. Ein trinkender Alkoholiker sucht sich natürlich auch eine Partnerin oder einen Partner, den er oder sie in seinen trinkenden Tagesablauf einarbeiten kann.
Nun ist er oder sie nüchtern und stellt auch Anspüche an den Partner, der diese oft nicht erfüllen kann.
Ein Beispiel. Bist du immer zu Hause, schaust fern, machst die Wohnung und sorgst für die Kinder, warst du in diesem Augenblick sehr "passend", weil er dann in Ruhe trinken konnte.
Nun ist er nüchtern und möchte vielleicht mal ins Kino oder ins Theater. Da das nie dein Interesse war, "passt" du nun nicht mehr in sein Leben.
Da hilft nun natürlich nur miteinander reden, aber wenn sich die Interessen dermaßen verändern haben und keine Gemeinsamkeiten mehr vorhanden sind, was dann?
Gruß
Karsten |
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| Karsten hat zum Thema: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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dagmar007 sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 04.05.2008 Beiträge: 2896
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Verfasst am: 16.08.2009, 18:03 Titel: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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Liebe Nat, ich kann Deine Eingangsfrage sehr gut verstehen. Meine nun folgenden Gedanken sind dadurch entstanden, weil ich seit einem Jahr aus der Suchtbeziehung raus bin. Ich denke, wäre ich in Deiner Situation, würde ich mich ebenso fühlen wie Du...
Mein erster Gedanke zu Nat's Zeilen war: "Mensch, im normalen Leben merkt man/frau doch auch einmal es geht nicht oder ich muss erst mal mit mir alleine sein. Das hat ja nicht zwangsläufig etwas damit zu tun, dass es sich um einen (trocken werdenden) Alkoholiker handelt.
Als nächstes stellte sich mir die Frage dessen, was ich noch aus meiner Alk-Beziehung weiß: über Probleme wurde nicht geredet, sie wurden einfach überspielt und weiter zur Tagesordnung. Nun ist für mich natürlich nicht klar, ob der Mensch grundsätzlich ob trocken oder nüchtern vor Klärungen von Problemen davon rennt oder ob er noch nach wie vor selbiges tut wie in der trinkenden Zeit .... davon rennen ....
Eines aber dürfte klar sein: für beide Partner ist so etwas alles sehr schwer. Vielleicht wäre es einfacher, vor einer Therapie zu sagen, lass uns danach als Bekannte aufeinandertreffen und uns neu kennenlernen. Nicht also das mitnehmen, was schon die Suchtbeziehung war sondern quasi neu starten. Sich neu kennenlernen und sich dabei viel Zeit - und Abstand - lassen (den vielleicht beide zum gesunden brauchen).
Lieben Gruß von Dagmar
Co |
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| dagmar007 hat zum Thema: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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nat27 neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 14.03.2009 Beiträge: 123
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Verfasst am: 17.08.2009, 21:11 Titel: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit |
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Hallo Dagmar, danke für deine Worte.
Ja vielleicht ist es besser wenn etwas zeit zwischen einander vergangen ist. Und wenn die liebe oder Sympathie noch für einander da ist...dann...
Ich kann im Moment eh nichts von Ihm erwarten. Er will sein Leben in den Griff bekommen und da habe ich einfach keinen Platz.
So ist es. Ich habe ihn ein Stück weit begleitet und nun möchte er fliegen...erst mal alleine.
Karsten...verschieb mich nur in den Co Bereich.
Ich hatte an dem Tag eine Wut und Enttäuschung im Bauch...habe einfach nicht verstanden.
ich kann es mir nur selbst zusammen reimen. Wollte von euch Trockenen eine Antwort.
Kann sie nur von Ihm erhalten...was er denkt, was er fühlt, was er will. Tja...bekomme sie im Moment nicht.
Habe wieder ein Jahr...vergeudet? Ich bereue nicht meine Entscheidung die ich vor einem Jahr getroffen habe meine damalige Beziehung zu beenden um endlcih das Gefühl zu haben frei zu sein. Und eine neue zu beginnen.
Denn ich habe in diedser Zeit auch etwas erfahren...so etwas wie selbstbestimmung. Was und wie ich will kann ich endlich tun. Ich kann aufräumen wann ich will. Ich brauche nicht zu kochen...ich brauche keine erlaubnis ob ich heute mal die sau raus lassen darf oder nicht. Ich muß nur für mich was tun ohne stress.
Auch hat mir diese Freiheit Angst gemacht. Ich hatte viele Momente in denen ich das Gefühl hatte zurück in die Bezihung flüchten zu wollen um sicher und Geborgen zu sein, falls irgendwelche Entscheidungen kommen die ich einfach nicht tragen möchte. Oder das Gefühl der Hilflosigkeit mich ergriff. Ein Gefühl in dem man sich einfach verliert...man fühlt sich der Gesellschaft und dem System ausgeliefert...man kann nichts tun.
Ich bin in eine Neue Partnerschaft geflüchtet...ja.
Aber ich bin ihm auch dankbar für sein tun. Sein tun hat mich oft unendlich tief verletzt. Er hat nichts anderes getan als sich selbst von dem Gefühl alleine nicht existieren zu können befreien zu wollen.
Er hat mich zurückgestoßen und ich habe es als nicht geliebt sein empfunden.
Er hat mir Abstand auf erlegt...Abstand in einer beziehung??? Sowas gibt es nicht.
Aber genau das will ich und ich kämpfe immer noch damit...weil meine Angst es nicht zulassen möchte.
Meine Angst das Leben nicht meistern u können. Und doch habe ich nach zehn Jahren der letzten Beziehung bereits ein Jahr hinter mir. Meine Wohnung, mein schlecht bezahlten Job:) Meine tollen Freunde und Arbeitskollegen.
Und das erkenne ich immer dann wenn ich mich nicht hinter einer Beziehung verstecke.
Ich will endlich gesund werden. Gesund und im reinen mit mir.
Ich brauche keine Beziehung um existieren zu können. Ich will eine Beziehung die ich endlcih Angstfrei genießen kann.
Genießen...und das geht leider noch eine weile.
Bis dahin bin ich alt und grau. Und schrumpelig.
Liebe Grüße nat  |
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| nat27 hat zum Thema: Re: Ein Alkoholiker auf dem Weg der trockenheit geschrieben
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