| Wenn Baby da wird alles anders?! • Elterliche Führsorge und Co-Abhängigkeit |
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Meikel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.02.2009 Beiträge: 47 Wohnort: Heilbronn
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Verfasst am: 15.08.2009, 09:48 Titel: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hallo zusammen!
Nachdem meine Frau immer mal wieder Fragen über mein Verhalten während meiner Nassen Zeit an mich hat, habe ich das zum Anlass genommen, solche Dinge auch in unserer realen Selbsthilfegruppe mit unseren Angehörigen zu behandeln. Deshalb würde ich mich gerne über ein paar Überlegungenvon Euch zu diesem Thema sehr freuen.
Es grüßt Euch
Meikel |
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| Meikel hat zum Thema: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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britta 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 10.09.2008 Beiträge: 75
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Verfasst am: 15.08.2009, 10:09 Titel: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hallo Meikel, na das finde ich ja mal gut,
ich hätte da mal paar Fragen
merkt man als Alkoholiker wirklich nicht
-wie sehr man sich im Wesen verändert,
-wie schlimm man aussieht,
-wie sehr man seine Familie verletzt,
-wie sehr man sich selbst was vormacht,
warum sind immer die anderen an allem Schuld???
ich würde das gern meinen Mann fragen ,
hab ich zum Teil schon.
Seine Antworten sind aber Ausflüchte,da er ja noch trinkt und gerade mal Trinkpausen von ca. zwei Wochen schafft ,mit denen er mir beweisen will,
alles o.k. ich mus ja nicht wenn ich nicht will..
Ich hoffe mit diesen Fragen nicht zu weit gegangen zu sein,aber das ist was ich mich ständig selbst frage und keine Antwort darauf finde.
LG Britta |
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| britta 65 hat zum Thema: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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kaltblut sehr aktiver Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 20.06.2006 Beiträge: 4741 Alter: 53 Wohnort: beiM
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Verfasst am: 15.08.2009, 10:18 Titel: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hallo Meikel,
danke für Deine Frage. Was machen Deine Frau oder die anderen denn mit den Fragen und Antworten? Überprüfen sie ihr eigenes Verhalten, das wäre ja sensationell klasse:
merkt man als Angehöriger wirklich nicht
-wie sehr man sich im Wesen verändert,
-wie schlimm man aussieht,
-wie sehr man seine Familie verletzt,
-wie sehr man sich selbst was vormacht,
warum sind immer die anderen an allem Schuld???
Das muss spannend bei Euch sein.
LG Kaltblut |
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| kaltblut hat zum Thema: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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Meikel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.02.2009 Beiträge: 47 Wohnort: Heilbronn
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Verfasst am: 15.08.2009, 10:20 Titel: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hallo Britta!
Als Alkoholiker lügt man sich selbst am meisten an. Die Sucht verändert nach und nach das eigene Lebenskonzept und die Sichtweise der Dinge. Wenn ich mir überlege, was ich alles für Storries erfunden habe um ein Ausrede fürs trinken zu haben und immer mit der festen überzeugung, dass mir das auch geblaubt wird.
Natürlich haben wir auch gelegentlich Einsichten und Schuldgefühle, Scham und so weiter. Wenn wir dann sagen wir hören auf und ändern uns ist das in dem Moment durchaus ernst gemeint. Wir können es nur nicht umsetzen. Der sogenannte Kontrollverlust ist da ein gute Stichwort dafür.
Die Schuldzuweisung an andere ist ein Schutzmechanismus um weiter trinken zu können, denn wenn ich ein Schuld einsehe, müsste ich ja was ändern.
Wenn Dein Partner noch trinkt, solltest Du Dich mal über das Thema " Hilfe durch Nichthilfe " informieren.
Ach übrigens Danke für Deine Fragen.
Ciao |
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| Meikel hat zum Thema: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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Meikel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.02.2009 Beiträge: 47 Wohnort: Heilbronn
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Verfasst am: 15.08.2009, 10:27 Titel: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hallo Kaltblut!
Meine Frau und ich nutzen unsere Gespräche um einiges aufzuarbeiten was in unserer Beziehung zu Bruch gegangen ist durch dei "Familiekrankheit Alkohol" und wir sind wieder sehr Glücklich zusammen. Es hilft uns, uns gegenseitig zu verstehen und nebenbei ist es einer der Grundpfeiler meiner Abstinenz. In der Gruppe stehen wir erst noch am Anfang mit dieser Geschichte und es läuft noch etwas zäh, aber das wird schon noch. Ich hoffe es entwickelt sich was gutes daraus.
Die anderen Fragen habe ich schon oben bei Britta versucht zu beanworten.
Tschü |
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| Meikel hat zum Thema: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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britta 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 10.09.2008 Beiträge: 75
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Verfasst am: 15.08.2009, 10:41 Titel: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hallo,Meikel Danke für Deine Antwort.
Ich weiss es ja im Grunde schon so wie es ist,vielleicht kann ich es immernoch nicht nachvollziehen das er trinken MUSS,
ich verstehe nur nicht warum wenn man doch solche argen Probleme hat, nichts daran ändern will und lieber die Augen zu macht.
Das Thema "Hilfe durch Nichthilfe" mache ich ja gerade,er trinkt dadurch ja noch mehr ,weil ich ihn in seinen Augen im Stich lasse..
Ich danke Dir das Du mir die Augen wieder mehr geöffnet hast ,es ist eben eine Krankheit.
Ich finde es sehr gut das Du mit Deiner Frau die Vergangenheit aufarbeitest,das sehe ich als sehr wichtig an ,da gibt es so viel zu klären,denke ich.
LG Britta |
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| britta 65 hat zum Thema: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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britta 65 neuer Teilnehmer
Anmeldungsdatum: 10.09.2008 Beiträge: 75
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Verfasst am: 15.08.2009, 10:48 Titel: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hallo,Kaltblut,
Du hast schon Recht als Angehöriger macht man sich selbst auch was vor, das streite ich nicht ab.
Ich verletze aber meine Familie nicht ,
sehe noch ganz pasabel aus (nicht aufgedunsen, dicke Augen...) und verändere mein Wesen nicht je nach Pegel.
Das ich selbst an mir arbeiten muss hab ich längst begriffen.
LG Britta |
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| britta 65 hat zum Thema: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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Meikel neuer Teilnehmer
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 25.02.2009 Beiträge: 47 Wohnort: Heilbronn
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Verfasst am: 15.08.2009, 10:58 Titel: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. |
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Hey Britta,
Die Hilfe durch Nichthilfe ist ja auch ein Prozess der etwas dauert, er muss auf jeden Fall die Konsequenzen seiner Trinkerei spüren, damit er an einen Punkt kommt, an dem er nicht mehr weiter kann, erst dann wird er Hilfe bekommen. Für Dich ist sehr wichtig, dass Du Dich dabei nicht vergisst, Du musst erkennen, dass das seine Krankheit ist und nicht Deine, sonst gehst Du bei der Geschichte mit drauf. Wenn Du auch dran kaputt gehst ist ihm auch nicht geholfen.
Solange das Trinken für uns nur halbwegs angenehm ist werden wir nicht aufhören. du hast doch sicher schon mal den Satz gehört: "ein Alkohliker muss ganz unten sein bis er aufhört" ? Das bedeutet nicht , dass man unter der Brücke schlafen muss oder ähnliches, sonder man muss seelisch so am Ende sein, dass man kapituliert und Hilfe annimmt. Denn nur wenn man gegen den Alkohol nicht mehr ankämpft kann mann gewinnen. Dazu als Stichwort zum googeln, " der instinktive und der paradoxe Weg". Den Weg muss er gehen mit oder ohne seine Familie.
Nochmals, Du musst unbedingt nach Dir schauen und Dich nicht vernachlässigen. Auch wenn Du viele Schuldzuweisungen bekommst, wenn er mal trocken ist wird er Dir sehr dankbar dafür sein, egal welech Weg Du wählst.
Also bleib kräftig
Ciao |
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| Meikel hat zum Thema: Re: Was wolltet ihr schon immer von uns Alkoholikern wissen. geschrieben
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