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Meine Mutter und der Alk :/

 
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GraSNudeL
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 05.01.2006
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 17:01    Titel: Meine Mutter und der Alk :/ Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hi ihr !

weiss im moment echt nicht was ich machen soll. ich bin 17 jahre alt und hab Bulimie (Essbrechsucht).Ich leide seit ca. einem Jahr darunter.

Ich hab es dann meiner Mutter erzählt und sie hat sich natürlich voll die Sorgen gemacht.
Meine Mutter hat dann kurze Zeit später angefangen zu trinken. Sie hat kein Bier oder Wein getrunken, sondern gleich zum Wodka gegriffen. Sie hat es halt immer mit O-Saft gemischt, aber trotzdem. Sie war dann immer häufiger betrunken und hat es uns auch immer vorgelallt.

Ich hab ihr dann gesagt , das sie aufhören soll, weil sie auf dem besten weg is zur alkoholikerin. Dann hat sie mal ein paar Tage nichts getrunken und ich hatte gehofft das sie es endlich verstanden hat.

Anscheinend nicht Geschockt Die nächsten Wochen hat sie weitergetrunken -jeden Tag- und nicht nur ein Bier sondern ne ganze Flasche Wodka.

Dann hat sie , weil sie Diät machen wollte, und sie meint sie hätte vom Alk so viel zugenommen, zwei Wochen nichts mehr getrunken.

An Weihnachten und die Weihnachtsfeiertage war sie wieder richtig gut "dabei". Sie prahlt dann auch immer richtig rum das sie besoffen ist.

Ich hab eben nochmal mit meiner Mutter gesprochen das sie endlich verstehn muss das sie süchtig ist und sie sagt dann nur das sie es zwei wochen ohne alkohol ausgehalten hat und sie auch nicht süchtig ist, weil sie ja keine Entzugserscheinungen habe. Aber sie hat auch schonmal gesagt das der Alkohol ihr Glücksgefühle bringt und sie ihn deswegen trinkt. ich war zu dieser Zeit sehr depressiv und sie meinte dann zu mir, ich solle es doch auch mal ausprobiern, was trinken und schwupps würde es mir besser gehn. Geschockt Das hat mich ziemlich geschockt.

Also ihr Aussage ist: "Ich habe noch keine Entzugserscheinungen, also bin ich kein Alkoholiker!" Geschockt

Ich kenn mich da ja nicht so aus, aber durch die Bulimie weiss ich wie schnell man in eine Sucht reingeraten kann und wie schwer es ist wieder rauszukommen. Ausserdem mach ich mir Gedanken das meine Bulimie schuld an ihrer Trinkerei ist. Das sie einfach nicht mehr damit klargekommen ist und sich in die Trunkenheit flüchten wollte.

Glaubt ihr meine Mutter ist eine Alkoholikerin Frage Frage

würde mich über antworten freuen,

VLG

nudel
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GraSNudeL hat zum Thema: Meine Mutter und der Alk :/ geschrieben
Joachim
Gast






BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 19:51    Titel: Re: Meine Mutter und der Alk :/ Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo GraSNudel,

ich möchte Dich hier im Forum herzlich willkommen heissen.
Ob Deine Mutter Alkoholikerin ist oder nicht lässt sich von hier aus schwerlich beurteilen.
Was mich aber etwas wütend macht ist die Tatsache, dass sie Dir mit 17 Jahren Alkohol als "Glücksbringer" anbietet.(Bz.w, dass sie Dir überhaupt Alkohol anbietet.
Und dass Du oder Deine Krankheit Schuld daran bist, dass sie trinkt das ist Quatsch. Rede Dir bitte so etwas nicht ein.
Ich denke mal, Du wirst hier noch viele Antworten auf Deine Fragen bekommen.
Scheue Dich nicht sie zu stellen.
Pass gut auf Dich auf.

Gruss Joachim
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Joachim hat zum Thema: Re: Meine Mutter und der Alk :/ geschrieben
chrissyta
sehr aktiver Teilnehmer


Geschlecht: Geschlecht:Weiblich
Anmeldungsdatum: 23.03.2005
Beiträge: 1053
Wohnort: BW

BeitragVerfasst am: 05.01.2006, 21:10    Titel: Re: Meine Mutter und der Alk :/ Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

hallo nudel,

herzlich willkommen hier im forum.

ich gehe davon aus deine mutter ist abhängig, auch wenn sie zwei wochen ohne alkohol auskommt, aber sie trinkt immer wieder und das nicht in geringen mengen. leider ist sie noch nicht an dem punkt, dass sie aufhören will. sie sieht das problem leider noch viel zu locker sonst hätte sie dir den alkohol nicht angeboten. wenn sie nicht täglich trinkt, kann es gut sein, dass sie keine entzugserscheinugnen hat, die hat ein quartalstrinker auch nicht unbedingt. das ist ja der trugschluss, dass dann viele denken, solange ich keine entzugserscheinungen habe besteht auch kein alkoholproblem.

das deine krankheit schuld sein soll dieses rede dir nur nicht ein, es kann sein deine mutter hat einen grund gesucht, denn ein alkohliker ist immer froh, wenn er etwas hat, dass er vorschieben kann um zu trinken. vielleicht hat deine mutter auch schon vorher getrunken und du hast es nur nicht bemerkt, was ich vermute. der grund war ganz sicher nicht euer gespräch über die bulimie.

lg
chrissyta
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chrissyta hat zum Thema: Re: Meine Mutter und der Alk :/ geschrieben
Shakti
neuer Teilnehmer



Anmeldungsdatum: 12.01.2006
Beiträge: 260

BeitragVerfasst am: 12.01.2006, 12:19    Titel: Re: Meine Mutter und der Alk :/ Antworten mit Zitat Beitrag dem Moderator/Admin melden

Hallo Grasnudel,

leider kann ich nur kurz zu Deinem Problem etwas sagen, obwohl das Thema ganze Bücher füllen könnte.
Nach allem,was Du schreibst, hat Deine Mutter ein Problem mit Alkohol. Noch wichtiger ist: DU hast ein Problem damit und Deine Mutter ist nicht in der Lage, als Gesprächspartnerin und Mutter sensibel darauf zu ragieren. Im Gegenteil, das zeigt auch schon - neben dem, was Chrissyta und Joachim ohnehin schon gesagt haben - dass Deine Mutter einiges nicht mehr unter Kontrolle hat. Aber bei dieser Haltung wirst Du Dir die Zähne ausbeißen - wahrscheinlich ohne Erfolg. Und es lenkt Dich davon ab, Dich um Dich selbst zu kümmern. Als Bulimikerin ist Kontrollverlust im Allgemeinen höchst bedrohlich, und ich kann mir vorstellen, wie Du das und den Druck "zum Kotzen" findest.

Entschuldige, dass ich so offen schreibe. Das kommt daher, dass ich von Deinem Beitrag im wahrsten Sinne des Wortes "betroffen" bin: Ich kämpfte vom 16. bis 26. Lebensjahr mit Bulimie, danach mit Alkohol, und bis heute leide ich unter der Spiegeltrinkerei und der Ignoranz gegenüber ihr eigenes Suchtverhalten meiner Mutter. Allerdings bin ich inzwischen 37 Jahre, und habe weit bessere Möglichkeiten als Du, mich von meiner Mutter und ihrem Problem, das für sie keins ist, zu distanzieren - räumlich und mental. Wenn wir zu lang aufeinander hocken und ich mir die ganze Zeit ihr Trinkverhalten und ihre Wesensverönderung angucke, wird die Stimmung gereizt, bringt nichts, sondern zieht mich furchtbar runter, was angesichts meiner eigenen Sucht nicht gerade förderlich ist. Also, das Thema ist bei uns überhaupt noch nicht abgeschlossen. Aber was mir hilft - und darin werde ich mit den Jahren besser - das Problem meiner Mutter bei ihr zu lassen und nicht zu meinem zu machen. Mich stattdessen um meine eigenen Probleme zu kümmern. Das zu unterscheiden, ist weiß Gott nicht einfach, vor allem in einem suchtdurchzogenen Mutter-Tochter-Verhältnis.

Du solltest Dir jede erdenkliche (auch professionelle) Hilfe suchen und über Deine Sorgen und Nöte sprechen können, Dir Luft machen, damit der Druck für Dich nicht noch weiter wächst. Du solltest nicht die hohe Erwartung an Dich stellen, das Verhalten Deiner Mutter zu ändern. Das kann nur sie. In dem jetzigen Stadium des nicht vorhandenen Problembewusstseins Deiner Mutter verletzt Du Dich nur selbst. Sprich mit anderen Familienangehörigen darüber, und wenn Deine Mutter gesprächsbereit ist, natürlich auch mit ihr. Das sehe ich aber jetzt noch nicht. Meines Erachtens hilfst Du ihr jetzt am meisten, wenn Du Dich nach Möglichkeit distanzierst, wenn sie trinkt.

Aber die, die noch Hilfe braucht, aber auch will, bist Du.

Das Blöde ist, dass Euch wahrscheinlich allen mit einer Familientherapie am meisten geholfen wäre. Und das Blöde ist auch, das ausgerechnet das Kind (was Du mit 17 Jahren natürlich nicht bist, versteh mich nicht falsch, es ist aber Deine Rolle im Familiensystem) offenbar am reflektiertesten und änderungswilligsten und auch am sensiblesten ist. Nicht ohne grund kämpst Du mit Bulimie. Das hat sehr oft etwas mit der Atmosphäre in der Familie zu tun, und Du trägst es jetzt aus. Solange also die mündigen Erwachsenen an dieser Situation nichts ändern können, konzentriere Dich so weit es geht auf Dich, suche Dir Menschen und Hilfen, die Dir guttun.

Alles Gute
Katrin
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Shakti hat zum Thema: Re: Meine Mutter und der Alk :/ geschrieben

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